
Wenn alles zu viel wird. Im Gespräch mit meinem Nervensystem
Kennst Du das Gefühl, dass plötzlich alles zu viel wird? Dass selbst kleine Dinge sich anfühlen, als würden sie Dich überfordern? In diesem Audiobeitrag führe ich ein ehrliches, ruhiges Gespräch mit meinem Nervensystem. Ein Dialog über innere Anspannung, alte Muster und die Frage, was wirklich in uns passiert, wenn wir „eng“ werden. Vielleicht erkennst Du Dich in einigen dieser Gedanken wieder. Vielleicht hilft Dir dieses Gespräch, einen neuen Blick auf Dich selbst zu bekommen. Es geht nicht darum, etwas zu verändern. Sondern darum, Dich selbst ein Stück besser zu verstehen
Transkription
Heute habe ich ein ganz besonderes Gespräch geführt.
Nicht mit einer KI,
Nicht mit einem Menschen,
Sondern mit etwas,
Das uns alle jeden Tag steuert.
Mit meinem Nervensystem.
Ich habe immer ein paar ehrliche Fragen gestellt.
Fragen,
Die wahrscheinlich viele von uns kennen.
Auch,
Wenn wir sie selten so direkt formulieren.
Das folgende Gespräch ist vielleicht ein bisschen frech,
Aber erstaunlich ehrlich.
Okay,
Mal ehrlich.
Warum bricht manchmal eine winzige Kleinigkeit über mir zusammen wie ein Ikea-Regal,
Das ich falsch zusammengebaut habe?
Ich bin doch erwachsen,
Und warum reagierst du wie eine Katze in der Badewanne?
Weil jemand in deiner Kindheit die Anleitung verloren hat.
Und ich seitdem jeden Tag improvisiere.
Warum fühlt es sich so an,
Als wäre die Welt dauernd zu viel?
Weil ich schon früh gelernt habe,
Immer auf Alarm zu sein.
Und wenn ich auf Alarm bin,
Sieht sogar ein Einkaufssättel aus wie ein Endgegner.
Gut,
Aber manchmal benehme ich mich,
Als hätte die Realität persönlich etwas gegen mich.
Nein,
Die Realität ist neutral.
Aber wenn ich eng werde,
Sieht selbst die Kaffeemaschine feindlich aus.
Was meinst du mit eng?
Eng ist,
Wenn du glaubst,
Du musst etwas sofort lösen.
Eng ist,
Wenn du atmest wie ein Luftballon,
Der kurz vorm Platzen steht.
Eng ist,
Wenn alles wichtiger ist als du.
Und was passiert,
Wenn du weit wirst?
Dann wird die Welt wieder normal.
Dann erkennst du,
Dass 90% deiner Probleme hormonell waren.
Der Rest war Fantasie.
Und die Hälfte davon,
Nicht einmal deine.
Warum bin ich so anfällig für Überforderung?
Weil früher niemand gesagt hat,
Du bist sicher.
Also habe ich gelernt,
Immer vorbereitet zu sein.
Auf alles,
Immer.
Das ist komplett unnötig.
Aber hey,
Ich bin konsequent.
Und warum fühle ich mich manchmal machtlos?
Weil ich dir dann ein altes Programm vorspiele.
Du musst dich klein machen,
Sonst passiert was.
Spoiler,
Es passiert nichts.
Und was passiert,
Wenn ich beginne,
Dich zu beruhigen?
Dann pass auf.
Plötzlich fühlst du dich größer als deine Probleme.
Nicht,
Weil die Probleme verschwinden,
Sondern weil du endlich aus einer erwachsenen Körperhaltung sprichst.
Und nicht mehr aus einem Reflex von einem Zehnjährigen.
Und was ist dann der eigentliche Wendepunkt?
Der Moment,
In dem du deine alten Geschichten nicht mehr für Wahrheit hältst.
Der Moment,
In dem du atmest,
Bevor du reagierst.
Der Moment,
In dem du spürst,
Ich bin sicher.
Jetzt kann ich anders handeln.
Und was,
Wenn ich wieder in meine alten Muster zurückfalle?
Dann entspann dich.
Ich falle auch ständig rein.
Ich bin das Nervensystem,
Nicht die Erleuchtung.
Wir lernen hier zusammen,
Mit zwei Schritten vorwärts und einem zurück.
Das nennt man Entwicklung oder Tanzen,
Je nachdem,
Wie man es sehen will.
Warum wirkt plötzlich alles so viel klarer als früher?
Weil du aufgehört hast,
Mich für einen Feind zu halten.
Weil du zum ersten Mal mit mir statt gegen mich arbeitest.
Und wenn ich sicher bin,
Öffnet sich dein Bewusstsein schneller als eine Packung Kekse nach 22 Uhr.
Ein Boden in dir,
Der tragfähig ist.
Keine Übermacht im Außen,
Kein Drama in dir,
Nur Klarheit,
Ruhe und ein Inneres.
Ich bin hier und ich kann das.
Mehr brauchst du nicht.
Vielleicht nimmst du aus diesem kleinen Gespräch einfach einen Gedanken mit,
Dass der Nervensystem nicht dein Gegner ist,
Sondern ein Teil von dir,
Der sehr lange versucht hat,
Dich zu schützen.
Und wenn wir beginnen,
Mit diesem Teil von uns zu arbeiten statt gegen ihn,
Verändert sich oft mehr,
Als jede Strategie es könnte.
Wenn dich solche Gedankenräume interessieren,
Dann findest du auf meinem Blog viele weitere Diadoge dieser Art.
Und wenn du merkst,
Dass dich diese Themen persönlich berühren,
Begleite ich Menschen auch in 1 zu 1 Gesprächen auf genau diesem Weg.
Vielen Dank für deine Zeit und fürs Zuhören.
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