
Der Angst begegnen
Wenn du angstfrei leben willst, musst du zuerst lernen, die Angst willkommen zu heißen. Nur das, was du vollständig zulässt, kann dich in einen Zustand des Friedens bringen.
Transkription
Meditation der Angst begegnen.
Abneigung und Ärger entstehen,
Wenn wir etwas als bedrohlich oder schmerzhaft empfinden.
Wir haben Angst,
Etwas zu verlieren oder verletzt zu werden,
Angst davor,
Uns zu blamieren,
Schwach oder unwissend zu wirken.
Angst,
Nicht genug Geld zu haben oder nicht geliebt zu werden.
Vielleicht schlägt unser Herz schnell oder wir schwitzen,
Fühlen Druck in der Brust oder im Bauch.
Wenn Angst aufkommt,
Versuchen manche Menschen,
Ihre Sicherheit herzustellen,
Indem sie wütend werden.
Wenn sie sich schwach und verwundbar fühlen,
Überdecken sie ihre Verletzlichkeit mit Aggression.
Angst entsteht durch die Art,
Wie wir auf etwas reagieren.
Die Ursachen sind also nicht außerhalb von uns zu finden,
Sondern in uns.
Lege dich oder setze dich bequem hin.
Merke,
Wo dein Körper getragen wird.
Nimm drei tiefe Atemzüge und lass beim Ausatmen alle Spannungen im Körper los.
Atme langsam weiter und folge deinem Atem im Bauch.
Wenn du magst,
Kannst du auch eine oder beide Handflächen auf deinen Bauch legen.
Merke,
Wie dein Körper von alleine atmet.
Lass uns die folgende Frage untersuchen.
Warum fürchtest du die Angst?
Fühle einfach die Angst,
Ohne dich ablenken zu wollen.
Nur das,
Was du vollständig zulässt,
Kann dich in einen Zustand des Friedens bringen.
Wenn du Angst freileben willst,
Musst du zuerst lernen,
Die Angst willkommen zu heißen.
Denk darüber nach.
Wenn du versuchst,
Deiner Angst loszuwerden,
Weil sie unbequem ist,
Stärkst du ihre Präsenz.
Das Anzuerkennen erfordert Mut.
Unser Leben lang haben wir die Angst gemanagt,
Unterdrückt oder auch erlebt.
Frag dich,
Was fürchte ich?
Was wird die Angst mit dir machen?
Warum fürchtest du sie?
Wo im Körper kannst du die Angst spüren?
Richte deine Aufmerksamkeit darauf.
Versuche,
Bei ihr zu bleiben.
Wenn du ehrlich bist,
Willst du das eigentlich nicht.
Versuche trotzdem,
Bei deiner Angst zu bleiben.
Die Angst,
Loswerden zu wollen,
Ist nur ein Gedanke.
Aber Angst lässt sich nicht durch Denken beenden.
Tritt jetzt einen Schritt zurück.
Erkenne den Unterschied zwischen dem,
Was du erlebst,
Und dir bewusst zu sein,
Was du erlebst.
Sei dir bewusst,
Dass du dir deiner Angst bewusst bist.
Jetzt versuche,
Deine Aufmerksamkeit auf das Bewusstsein selbst zu richten.
Es ist wie ein riesiger Raum,
In dem alles willkommen ist.
Es empfängt sowohl Gefühle wie Angst,
Wie auch ihr Gegenteil,
Gefühle von Sicherheit und Vertrauen.
Bewusstsein und Liebe urteilen nicht.
Nichts wird weggeschoben,
Nichts festgehalten.
Fühle dich selbst als dieses Gewahrsein,
In dem alles nur kommt und geht.
Hab keine Sorge,
Dich auf die Angst einzulassen.
Steigt einfach ein.
Das Bewusstsein ist immer hier,
Immer heil und immer vollständig.
Erkenne,
Dass du derjenige bist,
Der alles willkommen ist.
Lass dich jetzt vollständig auf das Gefühl der Angst ein,
Ohne in den Widerstand zu gehen.
Wer ist es,
Der sagt,
Das halte ich nicht aus,
Das will ich nicht haben,
Das ist mir zu viel?
Kann das Bewusstsein jemals überwältigt werden?
Was kann die Angst überwältigen oder vernichten?
Es ist der Gedanke an die Angst,
Mit all den dazugehörigen Geschichten.
Vielleicht spürst du Schmerzen in der Brust oder Herzklopfen.
Lass jetzt die Geschichten,
Die mit dem Gefühl verbunden sind,
Weg.
Wie fühlt sich das an?
Es ist wie eine Empfindung,
Die sich ständig ändert.
Sie bewegt sich.
Sie wird mal intensiver,
Mal weniger intensiv.
Sie ändert ständig ihre Form.
Lass dich tief auf diese Schwingungen ein.
Wie lange ist diese gegenwärtige Schwingung,
Diese formlose,
Sich ändernde Schwingung schon gegenwärtig?
Nur jetzt.
Alles andere sind nur Gedanken an die Vergangenheit oder an die Zukunft.
Die Form ändert sich.
Das Gefühl wandelt sich.
Es zittert.
Das Zittern ist selbst eine Schwingung.
Ist diese Schwingung wirklich unangenehm?
Oder entsteht das Unangenehme erst,
Indem ein Gedanke hinzugefügt wird?
Richte jetzt deine Aufmerksamkeit auf das Kribbeln in deinen Fußsohlen.
Würdest du das als ein Gefühl der Angst bezeichnen?
Oder ist es nur eine neutrale,
Formlose,
Wirbelnde Schwingung?
Nun vergleiche die neutrale Empfindung in deinen Füßen mit den Empfindungen in deiner Brust.
Wodurch unterscheiden sie sich?
Welche fühlt sich intensiver an?
Gibt es sonst noch Unterschiede?
Könntest du das Gefühl in deiner Brust für den Rest deines Lebens ertragen?
Wenn du sagst,
Ich kann nicht damit leben,
Sprichst du deine Gedanken an und nicht die Empfindungen im Körper.
Du beziehst dich nicht auf das,
Was du fühlst.
Fühle nur die Empfindung,
Ohne sie zu benennen oder zu interpretieren.
Lass alle Interpretationen weg,
Die sagen,
Das ist Angst,
Sie wird mich umbringen.
Kein Gedanke gehört zur Empfindung.
Wenn du diese Gedanken beiseite legst,
Brauchst du dich nicht auf sie zu beziehen.
Achte nur auf die Empfindung selbst.
Es ist nur ein Kribbeln.
Eine vibrierende Empfindung,
Die nur aus Wissen und Erkennen besteht.
Entspanne deinen Körper.
Dehne dich in das offene,
Leere Bewusstsein aus.
Diese sehr tiefe,
Liebevolle Sicht des Körpers erlaubt dir,
Die Enge ohne Mühe loszulassen.
Fühle das bloße Empfinden ohne jede Bezeichnung.
Lass dich darauf ein.
Das Empfinden ist weder angenehm noch unangenehm,
Weder positiv noch negativ.
Sie ist nur Schwingungsenergie.
Sie löst sich auf,
Entspannt sich,
Öffnet sich,
Verschmilzt mit dem Bewusstsein.
Während sich eine Empfindung auflöst,
Kann es sein,
Dass weitere Gefühle aufsteigen.
Jede Emotion will gesehen und gehört werden.
Deswegen ist es wichtig,
Jede Emotion willkommen zu heißen und ihr zu erlauben,
Da zu sein.
Erst dann kann sie befreit und aufgelöst und integriert werden.
Trauer ist zum Beispiel eine weitere Schicht,
Die wir erfolgreich auf Abstand und im Körper versteckt gehalten haben.
Trauer beeinflusst unsere Gedanken,
Gefühle,
Handlungen und Beziehungen aus dem Hintergrund.
Lass nun diese Trauer zu.
Lass die Trauer in das Licht des Bewusstseins kommen.
Sei sehr achtsam mit dieser Begegnung und heiße alles liebevoll willkommen.
Lass dich ein auf die stille,
Weite und erkennende Qualität des Bewusstseins.
Spüre die Leichtigkeit,
Die Liebe,
Die Kraft dieses Feldes,
Die alles durchdringt,
Und merke,
Dass alles ohne Mühe geschieht.
Gedanken entstehen und vergehen in dem unendlichen Bewusstsein.
Spüre wieder die Festigkeit und klaren Grenzen deines Körpers.
Spüre dein Gewicht.
Merke,
Dass du auf der Erde bist.
Spüre,
Dass gleichzeitig auch die Weite des Bewusstseins immer präsent ist.
Du kannst zu jeder Zeit in diese Weite zurücktreten.
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