16:59

Bergmeditation

by Frederik Torhorst

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4.9
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Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
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Bei dieser Meditation wird das Bild eines Bergs ins Bewusstsein gerufen, verinnerlicht und verkörpert. So können Qualitäten wie Stille, Beständigkeit und Würde in der Achtsamkeitspraxis gefördert werden.

Transkription

Für die Bergmeditation lade ich dich ein,

Aufrecht und gleichzeitig entspannt herzusitzen.

In einer Haltung,

Wo die Füsse,

Die Beine und das Becken stabil sind und die Wirbelsäule so locker wie möglich aus dem Becken herauswachsen kann.

Bis ganz oben zum Scheitel.

Spannungen im Gesicht,

In den Schultern,

Den Armen und den Händen.

Vornehmen und dann loslassen.

So gut,

Wie das gerade jetzt geht.

Vielleicht magst du jetzt ganz bewusst drei tiefe Atemzüge nehmen und dich jedes Mal beim Einatmen ein bisschen aufrichten und beim Ausatmen entspannen und Gewicht an deine Sitzgelegenheit abgeben.

Und so immer mehr in einer Körperhaltung ankommen,

Die gleichzeitig aufrecht und entspannt ist.

Dann kannst du die Schnaufe wieder einfach fliessen,

So wie es ganz von selber kommt und geht.

Wenn das für dich geht,

Kannst du die Augen für die Übung zutun.

Und sonst deinen Blick weich werden lassen und vor dir auf dem Boden ruhen,

Ohne irgendetwas besonders zu fokussieren.

Dann lade ich dich ein,

Dir einen Berg vorzustellen.

Einen Berg,

Den du magst,

Einen Berg,

Den dir gefällt.

Einen Berg,

Den du kennst oder auch einen Berg,

Den du dir jetzt einfach vorstellst.

Das Bild eines Berges vor deinem inneren Auge entstehen lassen.

Der oberste Teil des Berges.

Der Gipfel,

Der Zacken oder das Plateau zuoberst auf dem Berg.

Vielleicht liegt Schnee auf dem Berg oder es hat Felsen oder Bäume.

Dann auch die Seiten des Berges wahrnehmen,

Die Flanken des Berges.

Vielleicht ist hier Wald oder Wiese oder Felsen oder Kröll oder auch alles miteinander.

Dann den untersten Teil des Berges,

Die Basis des Berges anschauen.

Dort,

Wo er aus der Erde kommt,

Das Fundament des Berges.

Was gibt es dort zu sehen?

Und dann auch noch einmal den ganzen Berg anschauen.

Den ganzen Berg in seiner Form und Gestalt.

Und seine Qualitäten wahrnehmen.

Die Ruhe und die Festigkeit.

Die Ganzheit und die Beständigkeit.

Die Stille und die Würde.

Der Berg,

Der ganz in sich selber ruht.

Als nächstes möchte ich dich einladen,

Die Qualitäten dieses Berges in deinen Körper hineinzubringen.

Wie wenn du selber zu diesem Berg würdest werden.

Aufrecht und ruhig.

Stabil und fest.

Still und würdevoll.

Ganz bei dir.

Der Kopf als Gipfel oder Plateau.

Mit Panoramasicht rundherum.

Die Schultern und die Arme.

Der Rücken,

Der Brustkorb,

Der Bauch.

Das sind die Seiten,

Die Flanken des Berges.

Das Becken,

Die Beine,

Die Füsse.

Die stabile Basis,

Die Verwurzelung in der Erde.

Die Aufrichtung und die Festigkeit wahrnehmen.

Genau in diesem Augenblick jetzt.

Und auch wahrnehmen,

Was um den Berg herum passiert.

Es dämmert am Morgen.

Die Sonne geht auf,

Zieht über den Himmel und geht wieder unter.

Es wird Nacht.

Der Mond zeigt sich zwischen Wolken.

Sterne glitzern.

Und dann wird es wieder heller und ein neuer Tag fängt an.

Das Wetter verändert sich ständig.

Von Sonnenschein zu Wolken,

Zu Nebel,

Zu Regen.

Von ruhiger Luft zu Wind,

Zu Sturm.

Die Jahreszeiten kommen und gehen.

Nach dem Winter mit Schnee und Eis und Kälte kommt der Frühling mit wärmeren Temperaturen an die frischen Farben.

Dann der Sommer mit Hitze und Gewitter,

Mit viel Licht.

Bis dann der Herbst da ist,

Mit farbigen Blättern und Sturm und längeren Nächten.

Bis es dann wieder Winter wird beim Berg.

Grosse und kleine Tiere laufen auf dem Berg herum.

Vögel fliegen über den Berg.

Touristinnen und Wanderer kommen zum Berg und finden ihn schön oder auch nicht.

Oder vielleicht sehen sie den Berg gar nicht,

Weil es nebelig ist.

Bei all den Veränderungen um ihn herum,

Bei all dieser Vielfalt,

Der Berg bleibt einfach er selber und sitzt einfach da.

Genau so können auch wir entspannt und wach in der Meditation sitzen.

Einen schnuffenden,

Lebendigen Berg verkörpern.

Ruhig und stabil.

Und auf diese Art können wir auch in unserem Alltag all dem begegnen,

Was das Leben gerade für uns bereit hat.

Alles,

Was da passiert,

Von Moment zu Moment bewusst worden.

Ständige Veränderung.

Die Aufmerksamkeit bleibt die gleiche.

Jenseits von Wort und Gedanken.

Eine stetige Präsenz.

Freude und Ruhe.

Schweres und Leichts.

Stress und Ruhe.

Schmerz und Wohlsein.

Licht und Schatten.

Hell und Dunkel.

All das darf sein.

Es geht nicht darum,

Das Wetter vom eigenen Leben zu ignorieren.

Es geht nicht darum,

Sich von nichts mehr zu berühren.

Sondern es geht darum,

Das Leben so wach wie möglich im Raum vom Gewahrsinn zu geschehen.

Wenn dir das Bild vom Berg liegt,

Wenn du Resonanz damit spürst,

Dann kannst du es in deine Übungen integrieren und dich so immer wieder mit der Ruhe,

Der Stabilität und der Energie vom Berg und mit einer tiefen Stille verbinden.

Das kann deine Praxis unterstützen und du kannst die Qualitäten deiner Achtsamkeit pflegen und fördern.

Zum Abschluss dieser Übung lade ich dich ein,

Das Bild vom Berg wieder zu ziehen und mit der Aufmerksamkeit ganz fein und leicht zurückzugehen zum Körper und zu den Empfindungen und zur Körperhaltung.

Aufrecht und gleichzeitig entspannt.

Und zum Atmen.

Zum Warnen,

Wie sich das anfühlt.

Gerade jetzt.

4.9 (22)

Neueste Bewertungen

Cappuccino

December 17, 2022

Wunderschön - danke Frederik! Genussvollen 4. Advent🕯️🕯️🕯️🕯️LG Esther💃🏻

Pascal

September 16, 2022

Wunderschöni Meditation 🥰 merci vielmols.

hügli

October 12, 2020

ruhig und klar geführt, vielen Dank Frederik🙏🏼

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