
See Meditation
Bei der See Meditation handelt es sich um eine Visualisierung. Zuerst verbindest du dich mit deinem Körper im Hier und Jetzt. Danach visualisierst du einen See und versucht dir die Qualitäten des Sees, den Wandel etc. bewusst zu werden. Mit der Zeit versuchst du den Körper, Geist und die Gefühle so zu beobachten, als wären sie Reflexionen an der Oberfläche des Sees. In der Tiefe findest du im See, wo wie in dir selbst eine Ort der Stille und des Friedens, an den du zurückkehren kannst, auch wenn die Oberfläche aufgeschäumt und stürmisch ist.
Transkription
Sehmeditation.
Eine Meditation nach John Kabat-Zinn.
Es ist eine Visualisierungsmeditation.
Ein Bild des Sehens,
Das du dir vorstellst,
Das dir vielleicht hilft,
Dich im Alltag daran zu erinnern,
Mit Gedanken und Gefühlen dich nicht zu fest zu identifizieren,
Sondern dich zu verbinden mit einer Stille und einem Ort von Frieden in dir selbst,
In deinem eigenen Herz.
Mach es dir bequem in einer Position,
In der du für eine Weile verweilen kannst.
Schau,
Dass du dich warm hast,
Dass dein Körper sich entspannen kann,
So gut wie es gerade in dieser Position geht.
Nimm dir den Körper wahr,
Wie er hier liegt,
Sitzt oder steht.
Kontaktfläche nehmen zum Bodenwarnen,
Zu der Unterlage,
Zum Küssenbänkli.
Dürfe nachkommen in dieser Haltung,
In diesem Moment.
Gedanken,
Die sicher zahlreich am Umschwirren sein dürfen,
Auf eine Woche setzen,
Sie vorbeiziehen,
Im Wissen darum,
Dass diese Woche immer wieder kommt.
Der sitzende,
Liegende,
Stehende Körper warnen.
Was ist jetzt präsent an Körperempfindungen,
An Gefühlen,
An Gedanken?
Dann den Fokus zum Atem bringen,
Zum natürlichen Atem,
Wie er durch die Nase,
Durch die Maue und ausfliesst,
Ohne dass etwas an diesem Atemfluss verändert ist.
Ganz neugierig und offen den Atem beobachten,
Wie er in den Körper einfliesst und wieder ausfliesst.
Vielleicht schnell oder langsam,
Vielleicht tief oder oberflächlich.
Dich freundlich zurückholen,
Wenn du abschwebst,
Ein Geräusch oder ein Gedanke,
Die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Freundlich zurückholen zum Atemzug dieses Moments.
Den Atem in den Hintergrund lassen,
Retten im Wissen darum,
Dass er immer da ist.
Wenn du die folgende Sehmeditation vielleicht schwierig findest oder dort nicht weiterkommst,
Kannst du immer zurück zum Atem gehen und einfach den Atem beobachten.
Lass vor deinem inneren Auge das Bild eines Sees entstehen.
Es kann ein See sein,
Das du gut kennst,
Ein See eines Fotos oder ein Fantasiesee.
Lass das Bild des Sees immer deutlicher und lebendiger werden.
Nimm wahr,
Wie das Wasser die Neigung hat,
Sich an den tiefgelegenen Plätzen auf der Erde zu sammeln und wie das Wasser von der Erde umgegeben ist,
In einem Becken liegend.
Wie das dort von der Erde gekeppt wird.
Vielleicht ist die sehr gross oder klein,
Tief oder eher flach.
Das Wasser ist blau oder grün oder ein Gemisch.
Er ist schlammig oder klar.
Vielleicht hat es eine Berglandschaft rundherum.
Vielleicht Laubbäume.
Vielleicht sind Böden auf ihm.
Vielleicht gibt es Tiere.
Enten,
Möwen.
Ein Fisch,
Der hüpft.
Schau genau hin und beobachte den See,
Wie er sich ständig wandelt und gleichzeitig in seinem Wesen sich selber bleibt.
Er verändert sich,
Wie die Sonne während des Tages über den Himmel wandert.
Und das Licht der Sonne immer wieder auf neue Art und Weise auf ihn scheint und im Wasser reflektiert.
Er verändert sich abhängig vom Wetter.
Manchmal an ruhigen und klaren Tagen ist die Oberfläche ganz klar vom See und sie reflektiert alles um ihn herum.
Mit grosser Präzision.
Die Sonne,
Die vorüberziehenden Wolken,
Die Vögel,
Die Bäume,
Die vielleicht am Ufer stehen,
In der Nacht der Mond und die Sterne.
Alles spiegelt sich.
Auf der stillen Oberfläche des Wassers.
Es gibt auch Zeiten,
In denen der See enorm ruhig ist und alles klar reflektiert.
Aber dann erzeugt vielleicht Wind Bewegung auf der Wasseroberfläche.
Angefangen mit einem leichten Kräuseln bis zu schäumenden Wellen.
Dann verschwimmen die klaren Reflexionen und vielleicht verschwinden sie ganz.
Der See wandelt sich auch mit den Jahreszeiten.
Vielleicht ist er mal gefroren,
Je nachdem wo der See liegt.
Oder zumindest an der Oberfläche.
Und auch durch Tag und Nacht wandelt sich der See ständig und bleibt trotzdem in seinem Wesen immer gleich und sich selber.
Vielleicht ist es jetzt möglich,
Wenn du hier liegst oder sitzt,
Selber zu diesem See zu werden.
Selber zu diesem See zu werden,
Sodass du in deinem Bewusstsein,
In deiner Offenheit,
In deinem Mitgefühl für dich selber,
Auf die gleiche Weise gehalten wirst,
Wie die Erde das Wasser deines Sees hält und umfasst.
Mit dem Bild des Sees,
Das gehalten wird,
Verbinden die Atmen von Augenblick zu Augenblick.
Das Bild des Sees und Körperempfindungen immer mehr miteinander verschmelzen.
Erlaub dem Körper und dem Geist,
Offen und empfänglich zu sein,
Sodass alles,
Was von Augenblick zu Augenblick passiert,
Klar reflektiert werden kann.
Egal,
Was das ist.
So wie beim See.
Vielleicht erlebst du Augenblicke von völliger Stille,
Wo die Spiegelungen,
So wie das Wasser des Sees,
Völlig klar sind.
Und dann gibt es aber vielleicht Augenblicke,
Wo die Oberfläche wie gestört wird,
Aufgewühlt ist.
Und die Spiegelung,
So wie auch der Blick in die Tiefe des Sees,
Für einen Moment verloren geht.
Während du hier liegst,
Beobachte ganz einfach von Moment zu Moment deinen Körper und deinen Geist,
Was dort passiert.
Schau dir vorüberziehende Gedanken und Gefühle in Posen und Regionen an.
Wie sie kommen,
Wie sie gehen.
So wie in kleinen und grossen Wellen auf der Wasseroberfläche.
Spüre die verschiedenen Energien.
Und beobachte,
Wie sich das Spiel von den ständig wandelnden Energien und Phänomenen auf den See,
Auf dich,
Einwirken.
Ohne reagieren zu müssen,
Einfach nur beobachten.
Neugierig und offen.
Im Vertrauen.
Der Wind,
Die Wellen,
Das Licht,
Schatten,
Farben und Reflexionen.
Nimm wahr,
Welche Wirkung Gedanken und Gefühle haben.
Wird die Oberfläche und die Klarheit des Sees durch sie gestört?
Machen sie das Wasser vielleicht trüb?
Und falls das so sein sollte,
Kannst du dir erloben,
Das einfach zu lassen.
Das Geschehen.
Und dem Gewahr zu sein.
Es einfach anzunehmen,
Zu beobachten.
Gehören dann nicht auch die Wellen und Trübungen zur Natur des Sees?
So wie auch die stillen und tiefen Teile seiner Natur sind?
Wird dir bewusst,
Dass der See in der Tiefe immer still oder auch mal fast still ist?
Sogar dann,
Wenn die Oberfläche schäumend aufgewühlt ist?
Und dann versuch immer mehr,
In die Ganzheit des Sees zu kommen.
In Kontakt mit der Ganzheit des Sees.
Nicht nur mit seiner Oberfläche.
Sondern auch mit dieser Stillen in der Tiefe.
Denn so wird es vielleicht möglich,
Auch wenn die Gedanken und Gefühle unruhig sind.
Wenn das Trauer oder Verzweiflung ist.
Oder wenn du dich mit schwierigen Dingen auseinandersetzen musst.
Dass man dort unter der Oberfläche der Gedanken und Gefühle sinken kann.
Und unter dieser Oberfläche,
Ganz in der Tiefe,
Irgendwo einen Raum von Stille und Frieden findet.
Einen Raum,
Der immer da ist,
Der dir immer zur Verfügung steht.
In jedem Augenblick,
Bei jedem Atemzug.
Ein Raum von Stille und Frieden in dir.
Spüre,
Wie sich alles von Moment zu Moment verändert.
Wie Empfindungen,
Wie Gedanken,
Gefühle,
Geräusche kommen und gehen.
Währenddem du einfach hier liegst.
Ganz einfach in Stille und in Frieden.
Und noch ein paar Minuten.
Die verbleibende Zeit bis zum Ende dieser Meditation.
Dürfen in der Stille mit dem Bild des Sees verweilen.
In diesem Raum von Frieden.
Wenn du das Bild des Sees ansprichst,
Versuch es,
Bei einer Meditation oder auch im Alltag immer wieder hervorzuholen.
Das Bild des Sees,
Das aus der Oberfläche gespiegelt wird.
Das unruhig ist und trotzdem den Raum für die von Stille und Frieden gibt.
Vielleicht gelingt es dir,
Die turbulenten Zeiten mit dem Ort und dem Bild des Sees zu verbinden.
Mit dem Ende dieser Meditation bewusst das Bild des Sees in den Hintergrund zu treten.
Nimm ein paar tiefe,
Bewusste Atemzüge.
Bewege deinen Körper.
Die Bewegung,
Die er jetzt braucht.
Öffne dabei sanft deine Augen und komm zurück ins Aussen.
Bleib trotzdem in Verbindung mit dir und dem Ort der Stille und Frieden in dir.
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