
Innere Kind Meditation für emotionale Arbeitssituation
Ein Ereignis von der Arbeit lässt dich einfach nicht mehr los und die Gefühle dazu sind sehr intensiv? Das kann ein Hinweis darauf sein, dass du ähnliche Erfahrungen und Gefühle bereits in der Vergangenheit erlebt hast. Diese geführte Innere Kind Meditation begleitet dich dabei, deine intensiven Gefühle und dahinterstehende unerfüllte Bedürfnisse zu erkunden und schmerzhafte Erfahrungen ein bisschen zu heilen. Wichtig: Bitte mache diese Meditation nur, wenn du bereits Erfahrung mit Trauma-Arbeit und Innerer Kind Heilung hast. Royalty-Free Music: "River Flute" Kevin MacLeod
Transkription
Hallo und herzlich Willkommen zu dieser inneren Kindmeditation.
Schön,
Dass Du Dir heute diese Zeit für Dich nimmst und Dich mit den intensiven Gefühlen einer Arbeitssituation auseinandersetzt.
Denn alles,
Was uns länger als fünf Minuten beschäftigt,
Ist der Hinweis auf ein Trauma,
Auch bei Situationen,
Die wir im Arbeitsumfeld erleben.
Wenn Dich aktuell also eine konkrete Arbeitssituation einfach nicht loslässt,
Deine Gedanken ständig darum kreisen,
Du sehr intensive Gefühle oder viel Schmerz spürst,
Dann kann Dir diese innere Kindmeditation helfen.
Bitte mach es sie nur,
Wenn Du schon Vorerfahrungen mit Trauma und innerer Kindarbeit hast und Du Dich selbst emotional gut halten kannst.
Suche Dir nun einen ruhigen Ort,
An dem Du in der nächsten halben Stunde ungestört sitzen kannst.
Setze Dich bequem hin,
In den Schneidersitz,
Leicht erhöht oder auf einen Stuhl.
Ich werde Dich im Folgenden dabei begleiten,
Deine aktuell so intensiven Gefühle zu erkunden und mit Dir schauen,
Woher Du diese Gefühle aus Deiner Vergangenheit vielleicht schon kennst.
Nimm dafür zu Beginn einige bewusste,
Tiefe Atemzüge.
Atme durch Deine Nase ein und losgelöst durch Deinen Mund wieder aus.
Nimm beim Einatmen neue,
Frische Energie in Deinen Körper auf,
Halte kurz und lass beim Ausatmen ganz bewusst los und werde ganz leer.
Mach das noch einige Male für Dich selbst und spüre dabei ganz bewusst,
Wie sich Deine Bauchdecke hebt und senkt.
Stelle Dir nun vor Deinem inneren Auge nochmal die Arbeitssituation vor,
Die Dich aktuell so beschäftigt.
Gehe mit Deiner Aufmerksamkeit in Deinen Körper und fühle bewusst die damit verbundenen Gefühle.
Atme dabei weiter regelmäßig tief ein und aus.
Wenn Du dissoziierst,
Also Deine Aufmerksamkeit abschweift,
Dann nimm das wahr und komme liebevoll wieder zurück zu Deinem Gefühl und in Deinen Körper.
Lass die Gefühle da sein.
Lass diese starke Energie in Deinem Körper jetzt fließen.
Der Fokus auf Deine Atmung hilft Dir dabei und ist Dein sicherer Anker.
Nach einer Weile oder wenn die Gefühle zu intensiv werden,
Dann begib Dich bewusst in die Rolle der Beobachterin Deiner selbst.
Du kannst Dir dazu zum Beispiel vorstellen,
Dass Du Dich selbst aus einer Außenperspektive beobachtest oder dass Du im Kino sitzt und Deine Gefühle als Film auf einer Leinwand ablaufen.
Sei offen und neugierig und beobachte.
Was nimmst Du als Beobachterin Deiner selbst gerade emotional in Dir wahr?
Beobachtest Du in Dir und Deinem Körper eine enge und Zugeschnürtheit,
Ein Durcheinander an Gefühlen?
Beobachtest Du vielleicht ganz viel wabernde,
Explosive Energie oder eine Erschlagenheit von Gefühlen?
Vielleicht beobachtest Du auch eine Taubheit und Du kannst gerade gar nichts spüren.
Wechsle für die Beobachtung Deiner Gefühle bewusst zwischen der Innenperspektive,
In der Du in Deine Gefühle ganz bewusst rein spürst und der Außenperspektive,
Von der Du Deine Gefühle im Körper beobachtest.
Wichtig dabei,
Alles darf da sein.
Es gibt nichts zu verändern und nichts zu bewerten.
Alle Deine Gefühle sind wichtig und richtig.
Falls ein Gefühl zu stark oder zu einnehmend wird,
Dann wechsle ganz bewusst wieder in die Rolle der Beobachterin von außen.
Identifiziere Dich nur so lange mit dem Gefühl,
Wie Du es aktuell aushalten kannst.
Sei dabei liebevoll und achtsam mit Dir selbst.
Zwinge Dich zu nichts.
Erzwinge nichts.
Und atme regelmäßig,
Um diese intensive Energie in Deinem Körper zu bewegen.
Wenn Du merkst,
Dass die Intensität Deines Gefühls oder Deine Gefühle in Deinem Körper langsam abnimmt,
Dann kannst Du im nächsten Schritt mal versuchen,
Einige Worte des Selbstmitgefühls für Dich zu formulieren.
Worte der Akzeptanz,
Des Verständnisses und des Mitgefühls für Deine aktuelle Gefühlslage.
Ich werde Dir nun einige Sätze vorlesen,
Wie Du Mitgefühl mit Dir ausdrücken kannst.
Zum Beispiel,
Es ist absolut okay,
Dass ich mich gerade so fühle.
Ich verstehe total,
Dass ich mich darüber aufrege.
Oder ich finde es absolut nachvollziehbar,
Dass ich kaputt und müde bin.
Ich kann mich einfühlen,
Dass mir das sehr weh tut.
Oder ich finde es verständlich und fühle mit mir,
Dass mich das traurig macht.
Ich verstehe total,
Dass ich gerade durcheinander bin.
Oder ich bin da voll bei mir,
Dass ich das gerade nicht genießen und wertschätzen kann.
Ich finde es verständlich,
Dass ich aktuell mega wütend bin.
Oder ich akzeptiere liebevoll,
Dass ich aktuell nichts fühle.
Falls Dir kritische Gedanken wie,
Aber so schlimm ist es doch gar nicht oder jetzt stell Dich doch nicht so an,
Dazwischen kommen sollten,
Die Dir Dein Mitgefühl aus diesem oder jenem Grund in Abrede stellen wollen,
Dann nimm diese wahr und lass sie bewusst los und weiterziehen.
Du brauchst sie gerade nicht.
Ich werde Dir nun weitere Sätze des Selbstmitgefühls sagen.
Schau mal,
Welcher davon besonders wohltuend für Dich ist.
Das erkennst Du daran,
Dass sich Dein gesamter Körper und Dein Nervensystem entspannen,
Wenn Du den Satz hörst.
Ich verstehe,
Dass mir einfach alles zu viel ist.
Ich finde es okay,
Dass ich gerade sehr ängstlich bin.
Oder ich finde es nachvollziehbar,
Dass ich total erschlagen von allem bin und nicht viel fühlen kann.
Vielleicht tut es Dir gut,
Wenn Du Dir selbst sagst,
Ich akzeptiere,
Dass ich gerade irritiert bin.
Oder ich verstehe,
Dass ich mich gerade einsam fühle.
Ich finde es vollkommen okay,
Dass ich das nicht als fair empfinde.
Oder ich kann mich verstehen,
Dass ich frustriert und enttäuscht bin.
Ich akzeptiere und respektiere meine Gefühle genau so,
Wie sie gerade sind.
Fokussiere Dich voll und ganz auf die liebevolle Akzeptanz Deiner Gefühle und hab Verständnis mit Dir selbst,
Dass Du gerade so intensiv fühlst.
Und im nächsten Schritt darfst Du mal schauen,
Ob Dir dieses Gefühl,
Das aktuell so intensiv präsent ist,
Vielleicht aus einer anderen,
Weiter zurückliegenden Situation bekannt vorkommt.
Schau mal,
Ob Du Dich spontan daran erinnerst,
Wann und wo Du dieses Gefühl schon einmal erlebt hast.
In Deiner Kindheit oder Jugend oder einer früheren Arbeitssituation.
Nimm die Situation an,
Die Dir intuitiv jetzt einfällt.
Versetze Dich vor Deinem inneren Auge zurück in diese Situation und schau mal,
Wie es Dir damals ergangen ist und wie Du Dich gefühlt hast.
Lass auch diese Gefühle zu.
Wenn es zu intensiv wird,
Dann wechsle in die Außenperspektive und atme ganz bewusst ein und aus.
Und dann schau mal,
Was Dein jüngeres Ich,
Dein inneres Kind damals gebraucht hätte.
Was hättest Du damals von Deinen Eltern oder Deinen Mitmenschen gebraucht,
Das Du nicht bekommen hast?
Hättest Du damals zum Beispiel Verständnis,
Mitgefühl,
Schutz oder Sicherheit oder Anerkennung gebraucht?
Hätte Dein damaliges Ich vielleicht Liebe,
Bestätigung oder Hilfe gebraucht?
Schau mal,
Was Dein inneres Kind damals gebraucht hätte.
Und dann stelle Dir vor,
Du kannst jetzt Deine eigene Mutter oder Dein eigener Vater oder Deine eigene Chefin oder Dein eigener Chef in dieser Situation für Dich sein.
Gehe mit diesem erwachsenen Anteil in die damalige Situation zurück und gib Deinem inneren Kind als Mutter,
Vater,
Chef oder Chefin nun genau das,
Was es damals nicht bekommen hat.
Schau mal,
Welche Worte es hätte hören wollen.
Und sprich liebevoll diese Worte zu Deinem inneren Kind.
Tu fürsorglich die Dinge für Dein Kind,
Die es damals gebraucht hätte.
Auch hierfür habe ich Dir einige Kraftsätze mitgebracht.
Schau mal,
Welche Deinem inneren Kind jetzt besonders gut tun.
Ich kümmere mich um Dich.
Ich bin für Dich da.
Ich beschütze Dich und stehe für Dich ein.
Ich sehe Dich.
Ich lasse Dich nicht allein.
Bei mir kannst Du genau so sein,
Wie Du bist.
Du bist wertvoll.
Bei mir bist Du vollkommen akzeptiert.
Du bist sicher bei mir.
Ich akzeptiere und liebe Dich,
Egal was passiert.
Vielleicht hat einer dieser Sätze mit Dir besonders resoniert.
Und vielleicht findest Du auch Deinen ganz eigenen Kraftsatz,
Der Deinem inneren Kind jetzt gut tut.
Und dann schau mal,
Was Dein inneres Kind jetzt noch braucht.
Vielleicht eine Umarmung.
Vielleicht,
Dass Du es liebevoll in eine wärmende Decke einkuschelst.
Vielleicht möchte Dein inneres Kind eine liebevolle Berührung am Arm.
Schau,
Was Dein Kind jetzt braucht und gib ihm vor Deinem inneren Auge genau das.
Und dann spüre ganz bewusst in die sich entspannenden Anteile in Dir.
Spüre,
Wie Deine Körperzellen und Dein Nervensystem sich entspannen.
Beobachte und fühle,
Wie sich Dein inneres Kind,
Dein jüngeres Ich jetzt beruhigen,
Wie es sich geborgen und geliebt fühlt.
Und dann bleibe eine Weile ganz bewusst in diesem schönen Gefühl.
Entspanne Dich in dieses wundervolle Gefühl hinein.
Genieße es.
Bade Dich darin.
Dein inneres Kind ist akzeptiert,
Gesehen,
Beschützt und gelebt.
Und dann verabschiede Dich langsam von Deinem inneren Kind und versichere ihm,
Dass Du künftig immer für es da sein wirst und Dich gut um es kümmern wirst.
Und nun darfst Du abschließend nochmal zurück zu Deiner aktuellen Arbeitssituation kommen.
Welches Bedürfnis wurde hier nicht erfüllt?
Was würdest Du hier brauchen,
Damit es Dir besser geht?
Vielleicht fährt Dir spontan schon eine Antwort ein.
Und vielleicht auch nicht.
Auch das ist okay.
Mach Dir bitte keinen Stress.
Denn Deine innere Intelligenz wird Dir in den kommenden Tagen die Antworten liefern.
Da eine solche innere Kindreise immer auch anstrengend und intensiv ist,
Frage Dich nun,
Was würde Dir jetzt gut tun?
Und es geht nicht darum,
Dich bestmöglichst abzulenken oder Deine nun nachfolgenden Gefühle zu vermeiden,
Sondern etwas zu tun,
Was Dir jetzt einfach gut tut.
Vielleicht möchtest Du Dich noch etwas auf dem Sofa einkuscheln oder eine Runde in der Natur spazieren gehen.
Vielleicht möchtest Du Zeit mit einem Deiner Lieblingsmenschen verbringen.
Oder vielleicht möchtest Du auch einfach eine Runde richtig abtanzen.
In jedem Fall,
Kümmere Dich jetzt bitte gut um Dich und sei liebevoll mit Dir selbst.
Zum Schluss kannst Du nochmal einige bewusste,
Tiefe und nähernde Atemzüge nehmen.
Und dann darfst Du langsam wieder ins Hier und Jetzt zurückkehren.
Bewege dazu vorsichtig Deine Finger,
Deine Arme und Beine.
Streck und recke Dich.
Mach intuitiv das,
Was Dir jetzt gut tut.
Und dann bedanke Dich bei Dir selbst,
Dass Du Dir heute die Zeit für Deine innere Kindheilung genommen hast.
Alles Liebe und bis bald.
Christine
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