
Liebevolles Atmen
In dieser Meditation üben wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem zu fokussieren. Wir reichern die Aufmerksamkeit mit Liebe und Wertschätzung an und erlauben unserem Atem uns zu beruhigen. Wir kommen bei uns selbst an, lassen uns in uns selbst nieder - bei uns selbst zu Hause sein. Meine persönliche Lieblingsmeditation. Die Meditation "Liebevolles Atmen" ist die erste Kernmeditation aus dem MSC Programm nach Germer/Neff.
Transkription
Meditation liebevolles Atmen.
In dieser Übung fokussieren wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem und reichen die Aufmerksamkeit mit Liebe und Wertschätzung an.
Achte auf eine bequeme Haltung im Sitzen.
Es kann helfen den Rücken gerade und aufrecht zu halten.
Vielleicht magst du die Schultern noch etwas lockern und das Kinn ein klein wenig sanft in Richtung Brust neigen.
Deine Füße haben Bodenkontakt.
Überprüfe noch einmal,
Ob dein Körper keine unnötige Anspannung hält und du dich in dieser Position so wach,
So wohl und so würdevoll wie möglich fühlst.
Achte auf eine Haltung,
In der du ohne Anstrengung während der gesamten Übung verweilen kannst.
Und nun atme einige Male sanft und tief ein und aus und versuche unnötige Anspannungen loszulassen.
Schließe sanft deine Augen oder lass sie ganz leicht geöffnet.
Ich lade dich nun ein,
Für einen Moment eine Hand auf deinen Herzbereich zu legen oder an eine andere Stelle deines Körpers,
Wo deine Berührung beruhigend für dich wirkt.
Um dich daran zu erinnern,
Dass du dich während der Übung dir selbst und deine Erfahrung mit liebevoller Aufmerksamkeit zuwendest.
Wenn du willst,
Kannst du die Hand nun wieder zurücklegen.
Während der Übung kannst du jederzeit zu dieser Geste zurückkehren.
Spüre jetzt,
Wie dein Körper hier sitzt,
Wie dein Körper Kontakt zum Sessel,
Zum Sitzkissen und zum Boden hat.
Spüre,
Wie du von der Unterlage getragen wirst.
Vielleicht mit einem Gefühl,
Jetzt darf ich zur Ruhe kommen.
Es gibt jetzt in diesem Moment nichts zu tun.
Einfach nur da sein.
Während du wahrnimmst,
Wie du hier sitzt,
Nimmst du vielleicht auch wahr,
Dass du atmest.
Richte jetzt deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Wo kannst du es in deinem Körper spüren,
Dass du atmest?
Spürst du,
Wie sich der Brustkorb sanft hebt und senkt?
Wie sich die Bauchdecke hebt und senkt?
Vielleicht spürst du,
Wie die Luft durch die Nase ein- und ausströmt.
Vielleicht spürst du aber auch beim Atmen eine sanfte Bewegung deines gesamten Körpers.
Erforsche neugierig deinen Atem.
Spür für eine Weile einfach deinen Atem.
Vielleicht kannst du dich dem Atem so zuwenden,
Wie du es einem geliebten Kind oder Haus dir gegenüber tun würdest,
Mit Neugier und Zärtlichkeit.
Wo in deinem Körper kannst du am deutlichsten spüren,
Dass du atmest?
Wahrscheinlich gibt es eine Stelle in deinem Körper,
Wo du deine Atmung besonders deutlich spüren kannst.
Halte Ausschau nach dieser Stelle.
Wenn du eine Stelle gefunden hast,
In der du deine Atmung deutlich spürst,
Dann lass dich dort mit deiner Aufmerksamkeit nieder.
Dort kannst du dich ausruhen.
Wie ein Boot,
Das von den sanften Wellen eines Sees getragen wird.
So kannst du dich von den Wellen deines Atems tragen lassen.
Du atmest ein.
Du atmest aus.
Ein und aus.
Wenn inzwischen immer wieder mal deine Gedanken abschweifen,
So ist das völlig normal.
Wenn Ablenkungen auftauchen,
Kannst du kurz bemerken,
Wo die Aufmerksamkeit gerade hingewandert ist.
Aha,
Ein Geräusch,
Ein Gedanke.
Dann kannst du die Ablenkungen wie Wolken am Himmel vorüberziehen lassen.
Versuch mit viel Verständnis,
Freundlichkeit und Wohlwollen.
Dich wieder zurück zum Fokus zu deiner Atmung zu holen.
So wie du vielleicht ein kleines Kind oder einen jungen Welpen immer wieder mal sanft und liebevoll zurückholen würdest.
Werde dir einen Moment bewusst,
Wie dein Atem ganz von alleine fließt.
Der Körper atmet sich selbst.
Ganz ohne dein Zutun.
In diesem Bewusstsein bist du eingeladen,
Dich deinem Atem ein Stück mehr anzuvertrauen.
Dich ihm ganz zu überlassen.
Nichts kontrollieren zu müssen.
Während deine Aufmerksamkeit auf den natürlichen Bewegungen deines Atems ruht,
Spürst du vielleicht,
Wie dein Atem dich sanft wiegt.
Lass dich von deinem Atem wiegen.
Erlaube es ihm,
Dich zu beruhigen.
Atemzug für Atemzug.
Dich wiegen lassen,
Dich beruhigen lassen von deinem Atem.
Nimm wahr,
Wie dein Atem Leben in deinen Körper bringt und dich nähert.
Ganz unabhängig davon,
Ob wir ihn gerade beachten oder nicht.
Jede einzelne Zelle deines Körpers wird genährt.
Spür,
Wie der Atem deinen ganzen Körper versorgt und mit einem sanften Rhythmus bewegt.
Wie die Wellen des Meeres,
Die kommen und gehen.
Erlaube deinem Atem,
Deinen Körper sanft zu wiegen.
Von innen zu lipkosen.
Ähnlich wie ein Baby liebevoll umsorgt und gewiegt wird.
Vielleicht kannst du dich noch ein Stück mehr deinem Atem hingeben.
Zum Atem werden.
Überlass die Atmung ganz deinem Körper.
Es gibt nichts,
Was du jetzt tun müsstest.
Unser Atem ist immer bei uns.
In diesem Sinne ist der Atem unser engster und treuester Freund und Begleiter.
Er hält uns am Leben und kann uns Zuflucht und Ruhe bieten.
Vielleicht möchtest du dich dafür innerlich bei deinem Atem bedanken und ihm Wertschätzung entgegenbringen.
Genieße noch für eine Weile die Stille in deinem Körper.
Wir kommen nun zum Ende der Übung.
Lass dir Zeit mit dem Beenden.
Lass dich noch sanft wiegen von deinem Atem.
Und dann kommst du mit deiner Aufmerksamkeit wieder hierher zurück,
In diesen Raum,
Wo du dich gerade befindest.
Öffne langsam und sanft deine Augen.
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