
Gehmeditation
by Robin Weber
Wie der Name schon sagt, gehen Wir in dieser Meditation. Das kann ein kurzer Gang ins nächste Schulzimmer sein oder der Weg zur oder von der übernächsten Haltestelle auf dem Hin- oder Heimweg. Stell dich am Anfang des Weges hin, starte die Aufnahme und höre gut hin.
Transkription
Die folgende Meditation kannst du im Laufen machen,
Zum Beispiel wenn du das Zimmer wechseln musst oder wenn du beim Heimgehen die übernächste Tramstation nimmst.
Anstatt uns wie bei der Sitzmeditation auf den Atem zu fokussieren,
Achten wir uns bei der Gehmeditation auf die Wahrnehmungen,
Die durch das Laufen entstehen.
Um diese Meditation anzufangen,
Kannst du dich am Anfang deiner Strecke aufstellen und konzentrierst dich auf das Gespür deiner Füsse mit dem Boden.
Richte dabei deine Augen ein paar Meter vor dir auf den Boden.
Wenn du bereit bist,
Kannst du langsam den einen Fuss heben und im Ohr die Ablösung des Bodens anfühlen.
Behalte den Fuss einen Moment in der Luft und achte dich,
Wie du deine Gewichtsverlagerung ausbalancierst.
Bewege dann den Fuss nach vorne und bist dir bewusst,
Wie viele Muskeln in deinem Körper gebraucht werden,
Um das möglich zu machen.
Und dann kannst du deinen Fuss wieder auf den Boden setzen.
Auch hier mit Achtsamkeit gegenüber den Wahrnehmungen deinen Fuss lassen.
Jetzt beginnt der Zyklus wieder von Neuem mit dem anderen Fuss.
Versuche am Anfang so langsam wie möglich zu sein,
Damit du mehr Zeit hast,
Um alles zu registrieren,
Was sich während dem Schritt tut.
Bleib dir bewusst,
Dass dein Fokus nur auf dem liegt,
Was durch die Bewegung entsteht.
Falls du in einem Gedanken verfallen bist,
Bring dich einfach zurück zu deinem Fokus.
Du musst es nicht bewerten oder beurteilen.
Und schreite so mit jedem neuen Schritt voran und beobachte alles,
Was dir dabei auffällt und gehe so langsam,
Wie es dir möglich ist.
Vielleicht fällt dir auch plötzlich auf,
Dass sich dein Tempo verändert hat,
Ohne dass du es gemerkt hast.
Dann bietet es sich an,
Kurz anzuhalten und dann den ersten Schritt wieder im Tempo zu machen,
Den du dir vorgenommen hast.
Wenn du deine Richtung ändern musst,
Führe in diesem Fall auch die Drehung deines Körpers ganz bewusst aus.
Und spüre auch hier,
Wie komplex das Zusammenspiel deines Körpers ist.
Du kannst jetzt die Meditation so lange fortsetzen,
Bis du dein Ziel erreicht hast.
Falls du auf dem Weg merkst,
Dass sich die Bewegung automatisiert oder du abgelenkt worden bist,
Halt dich einfach kurz an,
Sammel dich und lauf dann wieder ganz bewusst los.
Wenn du möchtest,
Darfst du an diesem Punkt natürlich auch etwas Neues ausprobieren.
Zum Beispiel eine andere Geschwindigkeit.
Wichtig dabei ist aber,
Dass das bewusst passiert und du dabei noch in der Lage bist,
Die einzelnen Abläufe voneinander zu trennen.
Und wenn du dann am Ziel angekommen bist,
Halt auch nochmal einen Moment innen,
Nachdem du deinen letzten Schritt abgesetzt hast.
Frag dein Befinden ab und gehe mit dem nächsten Schritt bewusst aus der Meditation raus.
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