
Alternative IFS Meditation 2: Zugang durch Empathie.
Diese IFS-Meditation hilft, eine heilsame Beziehung zu Teilen anzubahnen, auch wenn man sie nicht als Wesen wahrnehmen kann. Wir nutzen hier "ganz normale" menschliche Empathie und fragen uns: "Wie fühlt sich ein Mensch, dem es so geht?". Wir setzen gezielt Kognitionen und selbstähnliche kognitive Empathie-Teile ein. Warum diese Meditation? Bei manchen Menschen funktionieren klassische IFS-"Dialoge" und -Meditationen nicht sehr gut. Beispielsweise nimmt man nie Teile wahr oder sie geben nie Antworten oder man findet kaum zur Selbstenergie. Dann helfen oft auch die üblichen Interventionen seitens Therapeuten nicht viel. Einer der Gründe ist, dass man versucht mit IFS-Techniken das Problem zu lösen, dass diese Techniken bei einem "nicht funktionieren". Die Katze beisst sich in den Schwanz. Meine "Alternativen IFS Meditationen" sollen helfen, in Richtung einer Self-to-Part Beziehung zu arbeiten, auch wenn klassische Techniken vorerst nicht so gut funktionieren. Probiere es einfach aus!
Transkription
Das Tor der kognitiven Empathie.
Im IFS ist man zu Recht ein bisschen vorsichtig damit,
Durch Gedanken,
Anteile und ihre Empfindungen und Wünsche ranzugehen.
Es ist in der Tat schöner und wirksamer,
Wenn das intuitiv und durch direkte Verbindung geschieht,
Sodass die Teile selbst einem mitteilen können,
Was los ist,
Was sie möchten,
Was sie bewegt und nötigt.
Doch die Wahrheit ist,
Dass es für manche Menschen nicht so einfach zugänglich ist,
Dass sie vielleicht Teile nicht sehen,
Hören,
Spüren,
Dass sie die Botschaften der Teile nicht vernehmen können,
Zumindest jetzt noch nicht.
Und in solchen Fällen ist es legitim und auch wirklich in Ordnung,
Dem Kognitiven zu erlauben,
Dass es Verständnis reinbringt.
Auch wenn es vielleicht nicht das Wahre IFS ist,
Dass man immer in Demonstrationssitzungen oder in Büchern so mitbekommt,
So kann ich dir versichern,
Dass es dennoch funktioniert,
Weil man mehr kognitiv und durch Vorstellungsvermögen rangeht und nicht durch den regen Dialog mit den Teilen.
Und das würde so funktionieren,
Dass wenn du eine bestimmte Tendenz in dir entdeckst,
Die zu einem Teil gehört,
Ein Impuls oder ein Gedanke,
Der hochkommt,
Und sich dann aber kein Bild oder keine Wahrnehmung des Teils und kein Dialog mit ihm einstellen will und auch die normalen Interventionen des IFS da keine Abhilfe schaffen,
Dass du dich einfach fragst,
Was könnte ein guter Grund sein,
Dass dieser Teil diesen Impuls hat,
Diese Tendenz zeigt.
Aber anstatt ins Analysieren zu gehen,
Geht es vielmehr darum,
Dass du die Einstellung annimmst,
Dass es einen solchen Grund geben muss.
Es hat ganz bestimmt einen sehr guten Grund,
Der vollständig legitim und nachvollziehbar ist und vor allem menschlich.
Und menschlich ist genau die Spur,
Der du folgst,
Mit deiner kognitiven Empathie.
Öffne dich für die Möglichkeit,
Dass das menschlich nachvollziehbar ist,
Was der Teil so möchte oder tut.
Öffne dich so sehr dafür,
Dass du eine Art Gefühl dafür bekommst,
Was es sein könnte.
Und vielleicht erlangst du so keine Gewissheit und vielleicht ist sogar ein anderer Teil beteiligt,
Der Empathie in sich trägt und gute Hypothesen hat.
Aber in diesem Fall ist es erstmal okay,
Denn es geht nicht so sehr um die genauen Antworten und auch nicht darum,
Vermeintlich richtiges IFS zu machen.
Wichtiger ist es hier,
Dass du in diese Einstellung hineinschlüpfst,
In dieses Axiom,
Die Grundannahme,
Dass es einen guten Grund gibt oder mehrere.
Vielleicht weißt du noch nicht,
Welcher das genau ist,
Aber weil es menschlich ist und du auch ein Mensch bist,
Kann deine Empathie bestimmt nachfühlen,
Was gute Gründe sein könnten.
Und dafür kann es gut sein,
Sich den Teil als einen Menschen vorzustellen,
Also nicht bloß einen Teil deiner Persönlichkeit oder einen kleinen Menschen in dir,
Sondern wie einen externen Menschen,
Der so handelt,
Dem gegenüber du eine Art Empathie walten lässt.
Es gibt gewiss einen guten Grund oder mehrere,
Der menschlich nachvollziehbar ist.
Was könnte dieser sein?
Und schau mal,
Ob es möglich ist,
Den Fokus deines Interesses nicht auf die Antwort zu legen,
Sondern auf die Grundbewegung der menschlichen Empathie,
Des Vorstellungsvermögens und der Offenheit,
Der Frage gegenüber,
Der Frage,
Es gibt bestimmt einen oder mehrere sehr gute Gründe.
Welche sind das vielleicht?
Und vielleicht verfallen dir auch solche Beweggründe ein oder nicht,
Beides ist gleich wertvoll.
Aber schau,
Dass du nicht ins analytische Nachdenken kommst und vielleicht versuchst,
Eine Antwort dem Therapeuten oder der Therapeutin zu präsentieren oder dir selbst,
Sondern betrachte das eher als eine Übung in der inneren Haltung Teilen gegenüber.
Und es heißt auch nicht,
Dass du die Antworten,
Die vielleicht kommen,
Vollkommen missachten musst.
Es kann ja sehr gut sein und ist sogar wahrscheinlich,
Dass da etwas dran ist,
An dem,
Was da kommt.
Wichtig ist,
Dass du diese Antworten,
Wenn sie kommen,
Dazu benutzt,
Diese Grundeinstellung zu pflegen und zu nähren,
Dem Teil gegenüber als einem Menschen,
Der menschlich nachvollziehbare Gründe hat.
Zum Beispiel Grund X oder Y oder eine Zwicklage,
In der der Mensch,
Also der Teil sich befindet.
Und schau mal,
Ob du dieses Vorgehen bei einem Teil anwenden kannst.
Als eine mögliche Art,
Mit Teilen zu sein und sie nicht allein zu lassen,
Wenn die klassischen EFS-Techniken und Erlebnisweisen bei dir nicht greifen,
Zumindest noch nicht.
Vielen Dank für's Zusehen und bis zum nächsten Mal.
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