
Einen Samen Pflanzen - Yoga Nidra Für Das Neue Jahr
Yoga Nidra für den sanften Übergang in das neue Jahr. Dieses Yoga Nidra lädt dich ein, innezuhalten und bewusst in das neue Jahr zu treten. Nicht mit Vorsätzen oder Plänen, sondern mit einem leisen Lauschen nach innen. In einem Zustand tiefer Ruhe darf ein Samen entstehen – für etwas, das wachsen möchte, ohne Druck und ohne Zielvorgabe. Es geht nicht darum, etwas zu manifestieren oder festzulegen. Der Samen darf ruhen, du darfst vertrauen. Geeignet für die Zeit um den Jahreswechsel oder immer dann, wenn du dich neu ausrichten möchtest – auf deine Weise, in deinem Tempo. Du musst nichts tun. Der Samen weiß selbst, wann er keimt.
Transkription
Hallo und herzlich Willkommen zu deinem Yoga Nidra zum Jahresbeginn.
Mein Name ist Christina und ich freue mich sehr,
Dass du mit mir auf diese Reise gehst.
In einer Zeit,
Jetzt,
Zwischen den Jahren oder ganz zu Beginn des neuen Jahres,
Neigen wir dazu,
Das Alte loslassen zu wollen,
Noch einmal kurz zurückzuschauen und uns dann mit guten Vorsätzen und hohen Erwartungen an uns selbst kraftvoll ins neue Jahr zu stürzen.
Diese Yoga Nidra Praxis ist hier eine sanfte Einladung an dich,
Dem Kreislauf der Natur zu folgen und jetzt mitten im Winter ins Vertrauen zu gehen,
Dass alles,
Was wachsen soll,
Dann wachsen wird,
Wenn die Zeit gekommen ist,
Dann,
Wenn die Tage wieder länger werden und das Licht wärmer.
Jetzt ist noch die Zeit des Rückzugs und der Innenschau.
Gleichzeitig ist dieses Yoga Nidra eine liebevolle Erinnerung daran,
Dass alle deine Erfahrungen,
Erlebnisse,
Begegnungen,
Die dein vergangenes Jahr ausmachen,
Wie Blätter zur Erde sinken dürfen.
Du kannst sie loslassen und sie werden die fruchtbare Erde sein,
In der dein neues Jahr entsteht.
Ganz egal,
Ob es sich um freudige Erinnerungen oder vielleicht schmerzhafte Erfahrungen handelt,
Sie alle verändern sich,
Verändern dich und nähren gemeinsam,
Was du wachsen lässt.
Such dir deine wirklich bequeme Position.
Gönn dir Unterstützung,
Wie zum Beispiel ein Kissen unter dem Kopf oder den Knien.
Deck dich fürsorglich zu.
Nimm dir die Zeit,
Die du brauchst.
Hier gibt es keine Eile und kein Falsch.
Du kannst diese Praxis nicht falsch machen.
Solltest du abdriften oder kurzzeitig einschlafen,
Kehre einfach wieder zu meiner Stimme zurück,
Wenn du wieder da bist.
Lasse nun deinen Blick weich werden oder schließe deine Augen.
Nimm wahr,
Wie du auf deiner Matte,
Dem Boden,
Den Kissen auflegst,
Wie du getragen bist.
Und schenke dann deinem Atem deine volle Aufmerksamkeit.
Beobachte,
Wie er kommt und geht,
Ohne ihn zu verändern.
Es gibt nichts zu verbessern.
Es gibt nichts mehr zu tun oder zu erledigen.
Beobachte deinen Atem,
Als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt.
Und für diesen Moment gibt es tatsächlich nichts Wichtigeres auf der Welt.
Nur du zählst.
Du und dein Atem.
Beginne nun,
Deinen Ausatem zu verlängern.
Lasse los.
Gib dich ab an die Erde unter dir.
Spüre,
Wie du mit jedem Ausatmen tiefer in die Erde einsinkst.
Und so,
Wie du in die Erde eintauchst,
Tauchst du ein in dein Yoga Nidra.
Lass dich ein und komm mit mir auf diese Reise.
Reise zunächst zu deinem dritten Auge,
Dem energetischen Sitz deiner Intuition,
Deines Wissens,
Genau zwischen deinen Augenbrauen.
Lass hier ein Licht erstrahlen,
In der Farbe,
Die sich gerade gut anfühlt für dich.
Und dann lass das Licht in einen Wirbel übergehen,
Einen Wirbel aus farbigem Licht.
Nun wandere zu deinem Bauchraum,
Dem Sitz deiner Körperweisheit,
Und lass auch hier ein Licht entstehen,
In derselben Farbe oder einer anderen,
Ganz wie du magst.
Du darfst das für dich entscheiden.
Und dann lass auch dieses Licht in einem Wirbel aufsteigen.
Komme dann in deinen Herzraum,
Diesen energetischen Raum in der Mitte deines Brustkorbs,
Dort,
Wo deine Wärme wohnt,
Liebe,
Fürsorge und Freude.
Lass diesen Raum ganz besonders hell erstrahlen,
Erleuchtet von Liebe,
Fürsorge und Freude.
Und dann lass auch dieses Licht zu einem Wirbel werden.
Jetzt öffnest du in deiner Vorstellung deine Hände,
Legst diese zu einer Schale zusammen,
Zum Empfangen,
Und deine drei Lichtwirbel fließen genau hierher,
In deine Hände.
Deine Weisheit,
Dein Körperwissen,
Deine liebevollen Gefühle,
Und sie verbinden sich,
Verwirbeln,
Vermischen sich,
Gehen ineinander über,
Bis sie zu einem einzigen,
Kraftvollen Wirbel geworden sind.
Jetzt verdichten sie sich zu deinem Samen,
Oder zu deinem Sankalpa,
Wenn du eins hast und heute benutzen möchtest.
Zu einem Satz,
Zu einem Zustand,
Den du dir von ganzem Herzen wünschst,
Wie zum Beispiel,
Ich bin im Vertrauen.
Nimm dir auch hier die Zeit,
Schau ihn dir an,
Spüre ihn,
Deinen Samen.
Und wiederhole seine Essenz,
Dreimal mit deiner inneren Stimme.
Nun reise mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen Körper.
Folge dafür meiner Stimme von Körperstelle zu Körperstelle und schenke dir immer dort ein warmes,
Strahlendes Licht,
Wie einen Sonnenstrahl.
Beginne noch einmal mit einem warmen,
Strahlenden Licht in deinem dritten Auge.
Wandere weiter zu deinem rechten Auge,
Linken Auge,
Oberlippe,
Unterlippe.
Beleuchte dein rechtes Ohr.
Rechte Schulter,
Rechter Ellenbogen,
Rechtes Handgelenk,
Rechter Daumen,
Rechter Zeigefinger,
Rechter Mittelfinger,
Rechter Ringfinger,
Den rechten kleinen Finger,
Die ganze rechte Hand,
Den ganzen rechten Arm.
Beleuchte deine Brust,
Den Bauch,
Die rechte Hüfte,
Das rechte Knie,
Rechten Knöchel,
Rechten großen Zeh,
Rechten zweiten Zeh,
Rechten dritten Zeh,
Rechten vierten Zeh,
Rechten kleinen Zeh,
Den ganzen rechten Fuß,
Das ganze rechte Bein.
Beleuchte deinen Bauch,
Beleuchte deine Brust,
Das linke Ohr,
Linke Schulter,
Linken Ellenbogen,
Linkes Handgelenk,
Linken Daumen,
Linken Zeigefinger,
Linken Mittelfinger,
Linken Ringfinger,
Linken kleinen Finger,
Die ganze linke Hand,
Den ganzen linken Arm.
Beleuchte deine Brust,
Deinen Bauch,
Die linke Hüfte,
Linkes Knie,
Linken Knöchel,
Linken großen Zeh,
Linken zweiten Zeh,
Linken dritten Zeh,
Linken vierten Zeh,
Linken kleinen Zeh,
Den ganzen linken Fuß,
Das ganze linke Bein.
Beleuchte deinen Bauch,
Deine Brust,
Den ganzen Körper auf einmal.
Vertiefe nun deinen Atem,
Während Du ihn tief in Deinen Bauchraum lenkst.
Stelle Dir dabei vor,
Wie Du Licht einatmest und Dunkelheit aus.
Lass mit jedem Einatmen das Licht in Deinem Bauchraum noch heller leuchten und verteile es von hier in Deinen ganzen Körper,
Bis in die Zehenspitzen,
Bis in die Fingerspitzen.
Ausatmend lässt Du Dunkelheit los,
Lässt Unsicherheit und Zweifel gehen.
Genieße nun für einen Augenblick dieses Gefühl von Wärme und Licht,
Von Energie,
Die Deinen Körper flutet,
Und dann lass Deinen Atem wieder ganz natürlich fließen,
So wie er kommt und geht,
Vollkommen in seinem ganz eigenen Rhythmus.
Und mit der Konzentration auf den Atem lässt Du auch das Licht langsam verblassen,
Weicher werden.
Und lade nun Dunkelheit ein in Deinen Körper.
Wie fühlt sich Dunkelheit an?
Wo kannst Du Dunkelheit wahrnehmen?
Woran erkennst Du die Dunkelheit in Deinem Körper?
Lass das Gefühl von Dunkelheit gehen und kreiere Licht in Deinem Körper.
Wie fühlt sich Licht an?
Wo kannst Du Licht wahrnehmen?
Woran erkennst Du Licht in Deinem Körper?
Lass nun auch Licht gehen und lade Neutralität ein in Deinen Körper.
Ein Gefühl dazwischen,
Nicht dunkel,
Nicht hell.
Lade jetzt ein Gefühl von Ungeduld ein in Deinen Körper.
Wie fühlt sich Ungeduld an?
Wo kannst Du Ungeduld wahrnehmen?
Woran erkennst Du Ungeduld in Deinem Körper?
Lass das Gefühl von Ungeduld gehen und kreiere Geduld in Deinem Körper.
Wie fühlt sich Geduld an?
Wo kannst Du Geduld wahrnehmen?
Woran erkennst Du Geduld in Deinem Körper?
Lass nun auch Geduld gehen und lade wieder Neutralität ein in Deinen Körper.
Ein Gefühl dazwischen,
Nicht ungeduldig,
Nicht geduldig.
Komme nun hinein in Deinen Herzraum,
Dieses energetische Zentrum,
Wo Deine Wärme wohnt,
Deine Liebe,
Fürsorge und Freude.
Verweile hier für einen Augenblick und öffne dann die Türe.
Die Türe direkt gegenüber,
Die in Deine innere Landschaft führt und Du trittst hindurch.
Vor Dir öffnet sich ein weites Feld.
Dunkle,
Feuchte,
Fruchtbare Erde,
Soweit Du schauen kannst.
Über Dir ein hellblauer,
Hellgrauer Winterhimmel.
Alles liegt dort in vollkommener Stille und empfängt Dich hier.
Tief atmest Du die kalte,
Klare Luft.
Riechst den Winter.
Dann gehst Du ein paar Schritte,
Bis Du Deinen Platz gefunden hast,
Dieses Stückchen Erde,
Das besonders einladend aussieht für Deinen Samen,
Den Du heute pflanzen möchtest.
Liebevoll drückst Du mit Deinem Finger eine Kuhle in die weiche Erde.
Du spürst die Feuchtigkeit,
Die Weichheit und riechst diesen ganz typischen Geruch von feuchter Erde.
Dann gibst Du Deinen Samen in die Kuhle hinein,
Im vollen Vertrauen darauf,
Dass er sich entwickeln wird.
Im Vertrauen darauf,
Dass er alles in sich trägt,
Was ihn ausmacht.
Im Vertrauen darauf,
Dass er hier an diesem Ort,
In der fruchtbaren Erde,
Deine Erfahrungen,
Erlebnisse und Einzigartigkeiten,
Genau die Bedingungen findet,
Die er zum Wachsen brauchen wird.
Sanft deckst Du ihn zu,
Bedeckst ihn mit feuchter,
Weicher,
Fruchtbarer Erde und betrachtest dieses Stückchen Erde.
Du kannst ihn nicht sehen,
Aber Du weißt genau,
Dass dort Dein Samen liegt und wartet.
Darauf wartet,
Dass seine Zeit gekommen ist.
Langsam und in aller Stille beginnt es zu schneien.
Schneeflocken,
Kristalle in unterschiedlichen Formen sinken zu Boden.
Lautlos,
Weich landen sie auf Deiner Landschaft und bedecken auch das Stückchen Erde.
Wie eine schützende Decke legt sich der Schnee darüber.
Unten im warmen,
Dunklen Erdreich liegt Dein Samen und wartet darauf,
Dass seine Zeit gekommen ist.
Während oben die Schneedecke seine Wärme hält,
Ihn schützt vor den Einflüssen des Außen.
Du darfst vertrauen.
Wolken ziehen am Himmel,
Kommen und gehen,
Und irgendwann schiebt sich die Sonne dazwischen.
Wärmer jetzt und heller.
Es sieht aus,
Als beleuchte sie genau den Flecken Schnee,
Unter dem Dein Same liegt.
Dort glitzert der Schnee nun am hellsten.
Du kannst zusehen,
Wie sich ganz langsam einzelne Kristalle auflösen.
Sie schmelzen vor Deinen Augen zu Wasser.
Lebens spendende,
Klare Tropfen.
Ein Tropfen löst sich,
Fließt,
Nimmt weitere Kristalle mit sich und sickert durch den Schnee.
An genau der Stelle,
Wo Dein Samen liegt.
Dort schwindet die Schneedecke,
Sonnenstrahl für Sonnenstrahl,
Wassertropfen für Wassertropfen.
Und noch bevor Du wieder die braune,
Feuchte,
Fruchtbare Erde sehen kannst,
Streckt sich Dir etwas entgegen.
Die Keimblätter Deines Samens.
Geduldig hat er gewartet und jetzt spürt er,
Dass seine Zeit gekommen ist und beginnt zu wachsen.
Gehalten von der Erde,
Der Sonne entgegen.
Er reckt seine Blätter der Sonne entgegen.
Und so wie er reckst Du Dein Gesicht der Sonne entgegen.
Genieß die Wärme auf Deiner Haut.
Das Licht,
Das Dich umgibt.
Heller und heller.
Er strahlt,
Bis Du nichts weiter wahrnimmst als pures Licht.
Das ist er,
Der Moment noch einmal zurückzukehren zu Deinem Sankalpa,
Zu Deinem Samen.
Lass die Worte sich auflösen in diesem Licht.
Wiederhole sie mit Deiner inneren Stimme.
Oder wiederhole Ich bin im Vertrauen.
Dreimal.
Nimm nun langsam und liebevoll Dein Gesicht aus der Sonne und wende Dich wieder der Erde zu.
Spüre,
Wie sie Dich trägt,
Deinen Körper trägt.
Nimm wieder wahr,
Wo Dein Körper Kontakt hat zur Erde,
Deiner Matte,
Den Kissen.
Dann vertiefe Deine Atmung.
Lass die Erinnerung an die kühle,
Klare Winterluft gehen und nimm wahr,
Wie sich die Luft um Dich herum hier in Deinem Raum anfühlt.
Vielleicht möchtest Du tief gähnen,
Dich recken,
Strecken oder einfach noch ein paar Minuten genau so liegen bleiben,
Während Du hier landest.
Schenke Dir,
Wonach Dir jetzt gerade ist,
Was Du jetzt gerade brauchst.
Ich verabschiede mich hier von Dir.
Ich danke Dir dafür,
Dass Du mit mir auf diese Reise gegangen bist und wünsche Dir für Dein neues Jahr Vertrauen,
Geduld und dass Deine Samen aufgehen mögen.
Deine Christina
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