44:23

Transformation, Erfolg und Wachstum mit Dr. Jan Hendrik Taubert

by AWARE

rating.1a6a70b7
Bewertet
4.6
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
Aufrufe
159

Wir sprechen mit Dr. Jan Hendrik Taubert, internationaler Persönlicher Berater (Rechtsanwalt), Experte für Business Mediation und Privater Mentor, über echte Erfolge im Geschäfts- und Privatleben: „Wer seine tiefsten inneren Werte und Qualitäten kennt und sie mutig in die Welt bringt, der hat nicht nur die Chance auf große wirtschaftliche Erfolge. Er oder sie wird auch Gelassenheit, Zufriedenheit und Erfüllung finden im täglichen Leben – als Unternehmer, Investorin, Ehepartner." Stay Aware!

Transkription

Hallo Jan-Henrik,

Vielen Dank für die Einladung an den Zürichsee.

Wir befinden uns hier neben dem Zege-Jung-Institut in Küsnacht.

Vielen Dank und ich freue mich riesig,

Mit dir jetzt zu sprechen.

Wunderbar.

Dunja,

Ganz toll,

Dass ihr gekommen seid.

Ich freue mich auch,

Dass ihr hier seid.

Und ich bin super gespannt auf unser Gespräch und unseren Austausch.

Let's go.

Okay,

Wow.

Jan-Henrik,

Was macht ein Kingswhisperer?

Was macht ein Einflüsterer des Königs?

Was macht ein Einflüsterer des Königs?

Der hilft dem König mehr zu sehen,

Als er normalerweise sehen kann.

Weil der König in seinem Königreich,

Ob es jetzt eine Firma ist oder ob es eine Familie ist oder ob es eine Gemeinde ist oder vielleicht sogar ein Land,

Der ist oft sehr verengt auf das Tagesgeschäft.

Und der ist mit den vielen Machtspielchen im Palast,

In Anführungszeichen,

Beschäftigt,

Dass er manchmal die Wahrnehmung für das verliert,

Was im Volk passiert.

Also für das,

Was im Unternehmen passiert zum Beispiel.

Oder für das,

Was in der Gesellschaft passiert,

Wenn es da große Veränderungen gibt,

Wenn sich Märkte verändern,

Wenn sich Anforderungen verändern.

Der Blick des Königs ist oft nur auf das Tagesgeschäft gerichtet.

Und mit mir geht es sozusagen darum,

Den Blick zu erweitern und den Horizont zu öffnen,

Um mehr von dem zu sehen,

Was ist und darauf dann auch zu reagieren.

Und wie schaut es in der Tat aus,

Wenn dich ein König anheuert?

Wie schaut es aus,

Wie geht es weiter?

Es ist so,

Dass es ja oft einen Anlass gibt,

Warum der König auf mich zukommt,

Warum sich der Unternehmer meldet,

Warum der Investor zu mir kommt oder der Privatier.

Der hat ja ein konkretes Problem oder eine konkrete Herausforderung.

Ob das jetzt in seiner Firma ist,

Ob das in seinen Beteiligungen ist oder auch in seinem Privatleben,

Also in den Beziehungen,

Die er führt.

Und das Erste,

Was wir machen,

Ist eigentlich erstmal,

Dass ich die Klappe halte und dass der König erzählt.

Und dass ich eine Atmosphäre schaffe,

Wo der König sich sicher fühlt,

Wo der Unternehmer das Gefühl hat,

Er kann das erzählen,

Was ihm wirklich auf dem Herzen liegt.

Und diesen Austausch sozusagen,

In diesen Austausch eingehen und sich ein Stück weiter öffnen,

Als er das normalerweise tun würde mit seinen Vorstandskollegen beispielsweise.

Oder mit seinen Partnern,

Mit denen er zusammen investiert hat.

Vielleicht traut er sich nicht oder möchte sein Gesicht nicht verlieren zum Beispiel.

Und da schaffe ich erstmal eine Atmosphäre des Zuhörens,

Eine Atmosphäre der Offenheit und einen Raum sozusagen,

Wo der Unternehmer,

Der König erstmal erzählen kann,

Was ihm eigentlich auf dem Herzen liegt.

Geht das ohne Vertrauensvorschuss?

Strahlst du das Vertrauen aus?

Ich kann mir das schwer vorstellen,

Wenn ich König eines Reiches bin und mich dann dem fremden Menschen öffne,

Gerade als Mann.

Vielleicht sind das auch nur Vorurteile,

Dass die Männer sich nicht so ganz und so schnell öffnen und um Hilfe bitten.

Wie siehst du das in deiner Arbeit?

Brauchst du eine richtige Krise beim König,

Dass der um Hilfe bittet?

Oder wie geht das vonstatten?

Ich würde sagen,

Eine Krise ist sehr hilfreich.

Und nicht nur eine Krise,

Sondern möglicherweise auch mehrere Krisen.

Also Krise im Sinne von,

Dass die Dinge nicht so laufen,

Wie sie eigentlich vorgestellt laufen sollten.

Und je öfter der Unternehmer durch diese Schleife durchgegangen ist,

Vielleicht hat er das auch schon mehrmals erlebt,

Diese Krise,

Das Problem,

Was er konkret im Unternehmen hat.

Keine Ahnung,

Dass das Unternehmen vielleicht zu unflexibel ist und sich nicht schnell genug anpassen kann an eine Entwicklung im Markt.

Oder auch im Privatbereich,

Dass der Unternehmer oder der Investor jetzt schon zum dritten Mal die Erfahrung macht,

Dass ihm die Frau weggelaufen ist mit den Worten,

Vielleicht,

Ich ertrage das nicht länger,

Mit so einem Ego-Shooter zusammen zu sein.

Ja,

Nur als ein Beispiel.

Also solche Erlebnisse,

Solche tief empfundenen Krisen oder zumindest das Gefühl,

Ich komme da nicht weiter.

Ich komme mit den eigenen Mitteln und mit meinen eigenen Verhaltensweisen,

Mit den Gedanken komme ich an Grenzen.

Das ist dann der Anlass,

Zu dem sich dann der Unternehmer überlegt oder der König eben überlegt,

Vielleicht ist es doch ganz gut,

Mich jemandem anzuvertrauen.

Und in der eigenen Familie ist das eben für viele schwierig,

Mit den Peers im Vorstand,

Habe ich ja gesagt,

Ist auch nicht so leicht.

Freunde,

Wenn überhaupt welche da sind,

Da tut man sich auch nicht so leicht,

Weil natürlich Freunde auch oft zu schnell mit einer Lösung kommen,

Gerade Männer.

Wir haben ja das Problem,

Dass wir sofort immer irgendwas fixen wollen,

Sofort irgendwas in Ordnung bringen wollen,

Anstatt überhaupt erstmal wahrzunehmen,

Was eigentlich ist und was vielleicht auch die Ursache dessen ist,

Des Problems oder der Herausforderung.

Und insofern,

Ja,

Krisen sind super hilfreich.

Und ja,

Auch das Thema,

Dass Männer sich schwer tun,

Sich so zu öffnen und ins Vertrauen zu kommen,

Das stimmt.

Frauen tun sich da oft leichter als Männer,

Gerade wenn Männer in sehr verantwortungsvollen Positionen sind und sich sehr in diese Position,

Sagen wir mal,

Hineingekämpft haben oder eben auch einen langen Weg zurückgelegt haben und dann da an der Spitze stehen,

Dann sind sie eben oft sehr einsam und haben wenig Menschen,

Insbesondere wenig andere Männer,

Denen sie vertrauen können.

Und da ist es dann in der Tat so,

Dass Männer in solchen Situationen auf mich zukommen,

Weil sie das Gefühl haben,

Das ist einer von mir oder das ist einer so auf Augenhöhe,

So ein Peer,

Einer,

Der eben auch diese ganze Sache hinter sich hat,

Da reden wir ja vielleicht nochmal drüber,

Und der aber heute eine andere Haltung hat sich selbst gegenüber und eben dem Klienten oder dem Mann gegenüber.

Und dann kommen wir relativ schnell auf so eine Vertrauensebene.

Woher bringst du so viel Empathie mit für die super erfolgreichen Männer?

Woher,

Aus deiner Geschichte,

Bist du einer davon?

Das ist eine gute Frage.

Woher bringe ich diese Empathie?

Also da muss ich gleich ein bisschen nachdenken oder mal nachspüren.

Also ich glaube in erster Linie,

Weil ich um das Leiden weiß,

Weil ich um das Leiden dieser Männer,

Die eben an der Spitze stehen und die dann einsam an der Spitze stehen,

Die einen unglaublichen Druck auszuhalten haben von außen,

Von Investoren,

Von Kunden,

Von Banken,

Wie auch immer,

Aber auch von innen,

Also die Ansprüche,

Die diese Männer an sich selber haben,

Sind oft so hoch und so übersteigert.

Und die haben sie natürlich auch weit gebracht im Leben.

Die sind ja nicht umsonst an der Spitze mit diesen Ansprüchen.

Das Problem ist nur,

Wenn das Leben ausschließlich aus diesen Ansprüchen herausgeführt wird.

Also ausschließlich aus diesem hohen Anspruch auf sich selbst oder eben von anderen.

Und ich selber habe einfach lange Jahre so gelebt und habe lange Jahre irgendwie diese Erfahrung machen müssen,

Wie es ist,

Wenn ich zwar sehr ehrgeizig bin und sehr viel will und immer wieder mit der geballten Faust sozusagen mir den Weg irgendwie freigekämpft habe,

Weil ich ja auch ein großes Stück vom Kuchen haben wollte.

Und dann aber über die Zeit eben sehr einsam geworden bin und sehr einfach alleine war und niemanden hatte,

Mit dem ich mich in der Hochzeit dieses Kampfes überhaupt austauschen konnte.

Magst du kurz von vorne beginnen?

Du hast Just studiert.

Wie war das dann?

Also du bist tatsächlich Anwalt.

Magst du da von vorne beginnen?

Wie war dein beruflicher Werdegang?

Das kann ich gerne tun.

Mein beruflicher Werdegang ist sogar noch vor der Anwaltschaft.

Ich habe ja schon mit 16 angefangen,

Als Journalist zu arbeiten.

Neben der Schule?

Neben der Schule.

Also eigentlich so zwei,

Drei Jahre vor dem Abitur.

Angefangen zu schreiben für Stadtteilzeitungen,

Anzeigenblätter,

Die bei dir zu Hause immer den Briefkasten verstopfen.

Da war ich einer,

Der sozusagen über Gemüseladeneröffnungen und den Polizeibericht und was auch immer eben schreiben gelernt hat.

Und das hat mir Riesenspaß gemacht.

Und ich hatte irgendwie das Gefühl,

Ich kann mich da ausdrücken.

Und das hat das auch während des Studiums hat das das auch begleitet.

Ich habe dann ja lange als Journalist beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk gearbeitet in Deutschland beim NDR.

Der Norddeutsche Rundfunk war so mein Stammhaus.

Und von da aus habe ich dann aber auch für andere ARD-Anstalten gearbeitet,

Weil ich irgendwann so eine Leidenschaft für die Stimme erkannt habe oder wiederentdeckt habe.

Und dann war ich eben kurz beim Fernsehen und ziemlich lange,

Sieben Jahre beim Radio.

Also parallel zum Studium Jura,

Hast du gesagt,

Genau.

Und im Doppelstudium,

Ich habe Kommunikationswissenschaften noch studiert,

Journalistik in Hamburg.

Und eben parallel halt ganz viel beim NDR gearbeitet.

Und das war auch ganz wunderbar.

Ich hatte das Gefühl,

Ich bin da sehr erfolgreich,

So im klassischen Sinne.

Aber habe dann auch irgendwann gemerkt,

So als das Studium zu Ende ging und auch das Referendariat,

Wir Juristen müssen ja dann noch so eine praktische Ausbildung machen,

Zwei Jahre in Deutschland.

Und während dieser Zeit habe ich irgendwie gemerkt,

Ich kann das zwar im Außen und es macht mir auch irgendwie Spaß,

Aber irgendwas fehlt im Inneren.

Irgendwie fühle ich mich nicht wirklich in Kontakt mit mir und auch nicht in Kontakt mit anderen.

Also ich war damals selbst ein ziemlicher Ego-Shooter.

Der zwar irgendwie so seinen Weg gemacht hat und irgendwie vorangegangen ist,

Der aber auch,

Muss ich auch selbstkritisch sagen,

Auch viel verbrannte Erde hinterlassen hat.

War das der Hunger nach Erfolg oder wie würdest du es betiteln?

Ja,

Das war ein Stück der Hunger nach Erfolg und ein Stück auch,

Es war so eine Gemengelage aus verschiedenen Einflüssen.

Hunger nach Erfolg einerseits,

Aber auch irgendwie meinen Weg,

Mich behaupten zu wollen in der Welt,

Um irgendwie meine Existenz und mein Überleben zu sichern.

Das kam aus so einer relativ tiefen Quelle oder so einem tiefen Bedürfnis heraus.

Und man muss auch einfach sagen,

Ich habe es damals nicht anders gewusst.

Also ich hatte überhaupt nicht die Vorstellung,

Dass das Leben auch gelebt werden kann,

Ohne ständig mit geballter Faust unterwegs zu sein und ohne ständig sich den Weg freizukämpfen.

Und das habe ich dann eben erst viel später in meinem eigenen Veränderungsprozess gemerkt,

Weil diese Art,

Mit dem Leben umzugehen,

Die Art,

Mit mir umzugehen und auch viel Leid zu hinterlassen,

Auch insbesondere bei den Beziehungspartnerinnen,

Bei meinen Freundinnen damals.

Das war kein Spaß,

Mit mir zusammen zu sein.

Und ich habe aber immer eine Sehnsucht gehabt,

Ganz tief nach Verbindung und nach Verbundenheit.

Und die hat mich dann zusammen auch mit einer heftigen Krankheit,

Die konnte irgendwann mit dem Druck nicht mehr umgehen.

Und dann gab es eine Notoperation,

Wo ich ins Krankenhaus musste und irgendwie da flachgelegt wurde.

Und das war einer der zwei Anlässe,

Warum ich mich dann irgendwann auf den Weg zu mir selbst gemacht habe.

Und dieser Weg zu mir selbst,

Um jetzt die Frage zu beantworten,

War,

Wenn man so will,

Der Startpunkt für die Entwicklung von einer größeren Empathie.

Schön.

Also brauchte es auch bei dir wirklich eine Krise mit Krankenhaus und Beziehungsdramen offenbar?

Echten Dramen.

Dass du aufgewacht bist und gesagt hast,

Jetzt gehst du mal nach innen anstatt nach außen.

Hat sich jetzt so mit dem Bild von Erfolg,

Karriere,

Jetzt gerade von Erfolg,

Hat sich da die Definition oder dein Bild von damals zu heute verändert,

Wenn du jetzt auch mit erfolgreichen Menschen zusammenarbeitest?

Aber siehst du jetzt ein größeres,

Also ein bisschen tieferes Erfolgreichsein?

Ich würde sagen,

Das Bild von Erfolg hat sich erweitert.

Es hat sich erweitert.

Es kam was Neues dazu.

Ich finde es immer noch schön,

Wirtschaftlich erfolgreich zu sein und viel Geld zu verdienen und in dieser Welt auch mitzuschwingen und einen Beitrag zu leisten.

Also das auf jeden Fall.

Ich finde es immer noch toll.

Aber es ist was dazugekommen und das ist der Begriff der Erfüllung,

Würde ich sagen.

Also zusätzlich zum Erfolg,

Den ich sehr genieße,

Braucht es so ein Gefühl von innerer Erfüllung oder von Sinnhaftigkeit.

Erfüllung ist so ein bisschen nebulös vielleicht.

Aber Männer können oft ganz gut was anfangen mit dem Begriff von macht das Sinn?

Gibt es mir einen Sinn und kann ich der Welt irgendwie auch Sinn geben?

Gerade wenn es Männer sind,

Die eben schon super erfolgreich sind,

Die genug Geld haben,

Die genug Unternehmen haben,

Die genug materielle Dinge haben,

Die dann irgendwann eben oft durch Krisen an so einen Punkt kommen,

Wo sie sich fragen,

War das alles oder gibt es nicht noch eine andere Ebene?

Es gibt noch mehr Felder,

Um erfolgreich zu sein.

Genau,

Mehr Felder,

Um erfolgreich und erfüllt zu sein.

Weil diese Mischung aus einem äußeren materiellen Erfolg auf der Grundlage einer tiefen inneren Befriedigung ist eine ganz andere Dimension,

Als wenn der Erfolg immer nur im Außen gefeiert wird und immer nur an Titeln festgemacht wird oder an Millionenumsätzen und Erträgen.

Wenn du innerlich bei dir ein Stück mehr ankommst und mit deinem Kern,

Mit deinem Wesenskern Verbindung hast und aus diesem Kern heraus dann in die Welt gehst und den Erfolg hast,

Dann ist das eine Mischung,

Die genial ist und die eben auch viel mit einer anderen Form von Leben zu tun hat,

Die nicht nur mit geballter Faust funktioniert.

Deine Transformationsreise hat also mit einer Krise begonnen.

Wie war denn der weitere Weg der Transformation?

Gab es da bestimmte Meilensteine oder Menschen,

Die dir den Weg gewiesen haben?

Ja,

Sowohl als auch.

Es gab sowohl Menschen als auch Meilensteine.

Und das Wichtigste waren die Menschen,

Die mir in jeder Situation dieser langen Reise,

Die hat ja,

Wenn man so will,

Die Kernschmelze,

Wie ich das immer nenne,

Die hat ja 2002,

2003 ungefähr angefangen.

Es gab vorher schon mal so ein bisschen,

Dieses Bild ist jetzt vielleicht ein bisschen speziell,

Aber die Kühlwasserpumpen haben ja vorher schon versagt bei mir.

Es gab ja schon Anzeichen auch im Leben,

Wo ich einfach merkte,

Ich komme mit diesen alten Gedanken von was Leben ist und was Leben für mich ist und mit den alten Gefühlsmustern von was mich steuert im Leben,

Komme ich einfach nicht weiter.

Ich komme einfach an bestimmte Grenzen.

Und dann gab es zum Glück immer Menschen in meinem Leben,

Die mir jeweils den nächsten Schritt ermöglicht haben.

Es geht ja im Leben ohnehin immer nur darum,

Aus meiner Sicht,

Den nächsten Schritt zu gehen.

Also der Schritt,

Der jetzt gerade ansteht.

Und damals stand für mich eben an,

Wie du sagst,

Vom Außen,

Von dieser Außenorientierung,

Problemlöser für andere,

Dasein,

Akten bearbeiten,

Mandate führen und so weiter,

Mal überhaupt mehr ins Innere zu kommen,

Was eben für uns Männer eine spezielle Herausforderung ist,

Weil wir das nie gelernt haben,

Wie das geht.

Und ich hatte dann zum Glück Menschen,

Die mir manchmal sehr unsanft,

Aber letztlich im Nachhinein betrachtet doch,

Bin ich ihnen sehr dankbar für solche Hinweise,

Die einfach mich ein Stück wachgerüttelt haben und mir ein Stück gezeigt haben,

So wie ich bisher gelebt habe damals,

So geht es auf keinen Fall weiter.

Das macht mich kaputt,

Das macht andere kaputt und es macht auch irgendwie die Welt kaputt,

Weil ich in der Welt gar keinen sinnvollen Beitrag leisten kann,

Wenn ich immer nur mit dem eigenen Ego beschäftigt bin.

Ja,

Dann kann ich nicht wirklich in der Welt dienen und nicht wirklich wirken.

Und da gab es zum Beispiel eine Freundin,

Die ich damals hatte,

Und das war so die erste Frau,

Wo ich mich wirklich hingegeben habe und wo ich mich wirklich auch geöffnet habe und auch so ein Stück auf der rosa Wolke geschwebt bin.

Und die hat dann irgendwann nach ein paar Monaten,

Als sie dann mich wirklich gesehen hat,

Hat die dann die Beziehung von heute auf morgen beendet.

Und mit den Worten,

Weißt du,

Jan Hendrik,

Du bist ja ein ganz Netter,

Aber du hast das emotionale Verhalten eines Fünfjährigen.

Autsch.

Autsch,

Ja,

Und zwar heftig,

Autsch.

Also das redet sich jetzt so leicht darüber oder es erzählt sich jetzt so leicht,

Es ist ja auch schon viele,

Viele Jahre her.

Aber damals war das für mich so ein unglaublicher Schmerz,

Der Schmerz,

Den ich körperlich gespürt hatte,

Eben weil ich mich geöffnet hatte,

Weil die Tür zu meinem Herzen eben schon ein Stück weit auf war.

Und dann kommt irgendwie so eine harte Nummer,

Die mich wirklich aus dem siebten Himmel,

In dem ich mich echt damals gefühlt habe,

Direkt irgendwie auf den Asphalt geworfen hat.

Oder ich bin auf dem Asphalt geworfen.

Das war ein Anlass,

Diesen Schmerz zu spüren,

War ein Anlass für mich,

Mal zu sagen,

Also ich weiß zwar nicht,

Wie es weitergeht,

Aber so geht das Leben auf keinen Fall weiter.

Schön,

Also hat dir der Schmerz quasi das Tor zu den Gefühlen geöffnet?

Ich habe jetzt in deiner letzten Podcast-Folge ging es,

Glaube ich,

Darum,

Dass man als erfolgreicher Unternehmer oder auch als Frau kann man das auch hören,

Dass man eiskalt ist.

Ich habe das auch schon gehört und zugegeben in meiner Vergangenheit.

Und würdest du sagen,

Der Schmerz hat sogar die Tür geöffnet oder was war das?

Wie hast du Kontakt zu deinen Gefühlen dann bekommen?

Also ich weiß nicht,

Ob der Schmerz die Tür geöffnet hat.

Vielleicht war es so.

Ich würde eher sagen,

Es war eine Sehnsucht da nach einem anderen Leben.

Eine Sehnsucht nach einer anderen Form von Beziehung,

Eine Sehnsucht nach Hingabe,

Nach Einfühlsamkeit,

Nach Nähe auch,

Auch nach Nähe zu mir selbst.

Aber das habe ich erst viel später begriffen.

Damals war es noch äußerlich irgendwie so das Gefühl von,

Aber ich möchte doch auch eine liebevolle Beziehung führen.

Ich wünsche mir doch auch eine Gefährtin an meiner Seite,

Mit der ich zusammen diesen Weg gehen kann.

Und mir ist dann erst viel später klar geworden,

Dass es letztlich um die Beziehung zu mir selbst ging und die Beziehung,

Die ich in meinem Inneren führe.

Weil ich glaube,

Dass wenn wir nicht eine gute Beziehung mit allem in uns führen können,

Mit allen Teilen in uns führen können,

Dann können wir auch nicht wirklich eine gute Beziehung mit anderen Menschen im Außen führen.

Ich glaube,

Das eine hängt mit dem anderen zusammen.

Und mein Leben hat einfach nach den alten Mustern nicht mehr funktioniert.

Und dann habe ich sehr früh mit Therapie angefangen,

Mit Selbsterfahrungsgruppen angefangen,

Mit Bootcamps angefangen.

Also richtig intensive Selbsterfahrungen,

Wo dann eben diese Tür,

Die schon so ein bisschen so ein Spalt offen war,

Oder dieses Loch,

Was im Panzer um mein Herz herum,

Also der Panzer,

Der um mein Herz herum war,

Der hatte dann schon so ein kleines Loch.

Und da haben dann Therapeuten damals,

Das ist ein bisschen martialisch jetzt so,

Aber es stimmt für mich auch,

Haben dann irgendwie nochmal eine Sprengladung angelegt.

Liebevoll,

Aber sehr klar auch und sehr deutlich,

Die dann eben zu einem unglaublichen Schmerz geführt hat,

In der Erkenntnis,

Dass ich mir da jahrelang irgendwie was vorgemacht habe und dass ich jahrelang irgendwie es nicht besser gewusst habe.

Ja,

Da kamen dann irgendwann Mitgefühle noch dazu.

Aber jedenfalls,

Der Schmerz hat dann dazu geführt,

Dass ich,

Also ich weiß gar nicht,

Ob es der Schmerz war.

Es war eigentlich eher die Stille nach dem Schmerz,

So kann man es vielleicht eher sagen,

Die dann dazu führt,

Dass wir in diesen Raum von Wahrheit,

In diesen Raum von Truth irgendwie reingehen können.

Also jenseits der Gefühle und jenseits des Panzers und jenseits der Fassade,

Die wir alle vor uns hertragen,

Der Persona,

Wie Jung sagen würde,

Die wir alle ein Stückchen brauchen,

Um in dieser Welt zu funktionieren.

Aber wir sind eben mehr als nur diese Persona und wesentlich mehr,

Also wesentlich mehr.

Im Wesen sind wir wesentlich mehr.

Und das war wichtiger,

Glaube ich,

Als der Schmerz,

War dann irgendwie diese Erkenntnis von,

Auch ein Stück diese Entspannung in diesem Raum von,

Ich weiß zwar nicht,

Wer ich bin,

Aber ich komme dem gerade näher,

So.

Schön.

Ein Satz hat mich ganz besonders berührt auf deiner Webseite.

Auf Englisch steht da dort,

Ich werde ihn jetzt auf Deutsch sagen,

Umso mehr du dich selber entdeckst,

Umso weniger sind die anderen Fremde.

Was hast du dann entdeckt,

Als du die Reise in dein Inneres angetreten bist?

Also erstmal,

Ich muss da ganz ehrlich sein,

Ich bin da jetzt ganz ehrlich,

Erstmal habe ich ein totales Chaos entdeckt und ganz viel Unsicherheit und ganz viel Verwirrung und ganz viel Fragezeichen,

Weil natürlich mein damaliges Weltbild,

So wie ich mir die Welt erklärt habe,

Irgendwie total zusammengebrochen ist.

Da war einfach nicht mehr viel von übrig,

Nachdem da diese Sprengladung irgendwie angesetzt wurde.

Und ich irgendwie das Gefühl hatte,

Das Leben ein Stück weit auch,

Muss ich sagen,

Bei mir war es so,

Dass mir das Leben auch ein Stück entgleitet ist,

Zumindest das alte Leben ist mir ein Stück entgleitet,

Weil nämlich,

Muss ich das so vorstellen,

Wenn du wie so ein Pendel bei so einer Standuhr,

Wenn das jahrelang irgendwie nur in die rationale Richtung,

In die verstandesmäßige,

Linkshirnige damals Richtung ausgeschlagen ist,

Da habe ich mir das so erklärt,

Dann braucht es irgendwie mal eine Zeit,

In die andere Richtung,

Also sozusagen nur ins Gefühl zu gehen und nur mich der Intuition ein Stück anzuvertrauen,

Um sozusagen das auszuloten.

Also von was habe ich mich da jahrelang getrennt und von was habe ich mich jahrelang abgespalten auch an Gefühlen,

Die in mir lebendig sind.

Und das sind nicht nur schöne Gefühle,

Im Gegenteil.

Also das sind eher heftige Gefühle von Verzweiflung,

Von Traurigkeit,

Von Ausweglosigkeit.

Es gab viele Situationen in meinem Leben damals,

Wo ich irgendwie auch überhaupt nicht weiter wusste,

Also zumindest der Verstand wusste nicht weiter und das lag daran,

Ich erkläre das immer so,

Dass sich die Gefühle in ihrer Heftigkeit wie so ein Nebel irgendwie auf die innere Klarheit gelegt haben.

Und dass sie sozusagen diese Klarheit,

Dass ich da überhaupt keinen Zugriff hatte.

Und das hat bei mir,

Dieser Prozess hat relativ lange gedauert.

Was hast du dir mit diesen schlimmen Gefühlen gemacht?

Ich stelle mir das immer vor wie Titanen,

Die da eingesperrt werden vom Zeus unter der Erde,

Weil wir raus wollen.

Und hey Mann,

Was hast du mit den Titanen gemacht?

Genau,

Titanen,

Genau.

Oder es kann auch sein,

Das sind die Dämonen.

Ja,

Oder sie.

Die Dämonen.

Oder was ich auch ein ganz schönes Bild finde,

Ist so die inneren Drachen.

Und mit Drachen habe ich damals,

Als der Prozess losgegangen ist,

Konnte ich irgendwie nichts anderes machen,

Als die einfach irgendwie zuzulassen und als die einfach den Raum zu geben.

Weil ich so den Eindruck hatte und natürlich auch viel gelesen habe und viel Weiterbildung parallel gemacht habe und viele Trainings selber besucht habe und mit Therapeuten mich umgeben habe,

Die mir diesen Prozess erklärt haben.

Also die mir eine logische Erklärung dafür geliefert haben,

Was da eigentlich gerade an Chaos in meinem Inneren passiert.

Und was ich im Laufe der Jahre gelernt habe und auch heute noch lerne,

Dieser Prozess ist ja irgendwie nie so richtig abgeschlossen,

Ist diese Dämonen,

Diese Titanen,

Wie du sie nennst,

Zuzulassen.

Sie da sein zu lassen,

Diesen Sturm durch sich durch fegen zu lassen.

Und diesen Drachen und deswegen das Bild des Drachen,

Diesen Drachen eben nicht zu vernichten und nicht zu töten und nicht wieder einzusperren in seinen Verlies,

Weil dann tobt er da unten nämlich weiter und richtet da irgendwie heftiges Chaos weiter im Inneren an,

Sondern,

Und das finde ich aus der fernöstlichen Philosophie so schön,

Sondern zu lernen,

Den Drachen zu reiten.

Also einen Weg zu finden,

Einen individuellen Weg,

Der ist bei jedem anders,

Wie das gehen kann,

Aber einen Weg zu finden mit dieser unglaublichen Kraft,

Die da in uns ist.

Und du als überwiegend feminines Wesen,

Du kennst diese Kraft auch in dir.

Du weißt,

Was die ausrichten kann mit dir und in der Welt.

Die hat was sehr Schöpferisches einerseits,

Die hat aber auch sehr Zerstörerisches.

Diese Kraft eben nicht mehr länger zu verdrängen,

Nicht mehr länger beiseite zu drücken irgendwie und die Fassade zu wahren,

Sondern sie zuzulassen und sie auszuhalten,

Also sozusagen im Inneren ein Stück den Raum zu schaffen,

Dass diese Gefühle,

Dass dieser Sturm,

Dass diese Tränen,

Diese Verzweiflung,

Was auch immer da ist,

Dass die da sein darf und dass die Teil des Menschseins ist und dass die in jedem Menschen ist,

Nicht nur in Frauen,

Denen man das ja noch am ehesten zutraut,

So in unserer Gesellschaft,

Das sind halt so die emotionalen Wesen,

Nein,

Die sind auch in Männern,

Diese Gefühle.

Männer haben auch Gefühle.

Männer haben auch Gefühle,

Genau.

Danke für die Aufklärung.

Und diesen Raum zuzulassen,

Sich zu trauen,

Die Gefühle da sein zu lassen,

Solange wie sie da sein wollen und was ich dann eben auch nicht nur gelesen,

Sondern auch im eigenen Leibe erfahren habe,

Ist,

Die Kernzeit von Gefühlen,

Von heftigen Gefühlen ist selten länger als 20 Minuten.

Wow.

So,

Also wenn man wirklich sich dem Prozess ganz hingibt,

Mal eine halbe Stunde oder lass es eine Stunde sein,

Sich diesen Prozess hinzugeben und vielleicht nicht in dem Alltag,

In dem man jetzt irgendwo in der Firma ist oder in dem ich in der Familie bin,

Wo die Sachen hochkochen,

Sondern denen Raum zu geben,

Wo ich sie ausagieren kann,

Wo ich sie fühlen kann,

Wo ich sie vielleicht auch ausdrücken kann,

Wenn ich alleine bin im Wald oder wenn der Königsflüsterer an der Seite des Königs ist.

Ich werde manchmal angeschrien oder so.

Genau,

Ich werde manchmal angeschrien.

Ja,

Das ist in der Tat schön,

Nicht vom Inhalt her,

Aber vom Prozess her ist das schön,

Weil jemand,

Der jahrelang diese Kraft in sich unterdrückt hat und jahrelang diese Not in sich eingeschlossen hat und diese Dämonen immer unter Verschluss gehalten hat,

Wenn der plötzlich mal dazu kommt,

Das zu äußern und wenn es okay ist,

Das zu äußern,

Ich das manchmal sogar provoziere,

Das zu äußern,

Wenn ich nämlich spüre,

Dass es dem Menschen guttun würde,

Jetzt mal in diesen Prozess reinzugehen,

Dann machen wir das und dann halte ich den Raum.

Das stelle ich mir unglaublich befreiend vor für denjenigen,

Für den Kehrenten.

Das ist es,

Ja.

Wie ging es dann weiter,

Als du gelernt hast,

Deine Gefühle zuzulassen und den freien Raum zu geben?

Ich würde sagen,

Da war doch bei der Erkenntnis,

Dass man entwickelt vor mir sitzt.

Also erst mal weiß ich nicht,

Ob ich entwickelt vor dir sitze.

Also ich würde sagen,

Ich habe ein Stück Weg auf der Reise zurückgelegt.

Und es war auch ein heftiger Weg bisher und ein intensiver Weg und irgendwie ein Weg,

Der mich näher herangebracht hat ans Leben,

Weil das merke ich inzwischen.

Wenn ich so gefragt werde,

Dann sage ich ja zwischen mir und dem Leben,

Da passt nicht mal mehr ein Blatt Papier.

Also da ist inzwischen nicht mehr viel dazwischen,

Sondern das Erleben findet sehr unmittelbar statt.

Und ich glaube,

Dass dieser Prozess auch weitergeht,

Dass der immer weitergeht,

Vielleicht nicht in der Heftigkeit und auch nicht in der Form von Ausweglosigkeit,

In der ich damals durchaus drin war,

Weil ich einfach auch überhaupt nicht wusste,

Wie es weitergeht.

Und für mich war ganz wichtig und ich bin dem auch wirklich zutiefst dankbar,

Diesen Menschen.

Es gab immer Menschen,

Die mich auf diesem Weg unterstützt haben und die mir sozusagen den nächsten Schritt ermöglicht haben.

Ob das jetzt Seminarleiter waren,

Die mir ein Stück Öffnung ermöglicht haben oder ob das ein Coach war,

Den ich mir damals geholt habe,

Der mir ermöglicht hat,

Ein anderes Bild von mir zu sehen,

Mehr Möglichkeiten in der Welt zu sehen,

Also ein Stück das,

Was ich heute auch tue mit meinen Klienten.

Oder ob das eine Yogalehrerin war,

Die mir eben beigebracht hat,

Tiefer zu atmen und meine Sonnengrüße zu machen.

Also es gab immer Menschen,

Die mich auf diesem Weg begleitet haben und was eben auch passiert ist,

Und das ist auch bei meinen Klienten der Fall,

Wenn wir uns trauen,

Da runter zu gehen,

Wo wir normalerweise nicht hingucken wollen und uns trauen,

Durch diesen Prozess der Emotionen durchzugehen,

Dann kommen wir in einen Raum von Klarheit und von Bewusstheit und von Kraft auch,

Von einer authentischen Kraft,

Die wir sonst niemals erkennen können oder zu der wir sonst überhaupt keinen Zugriff haben.

Und im Laufe der Jahre habe ich eben immer mehr sozusagen Zwiebelschalen abgenommen oder abgeschält und auch mit vielen Tränen war das eben oft verbunden und irgendwann hat sich einfach abgezeichnet,

Worum es mir geht und was mir am Herzen liegt und warum ich glaube,

Dass ich hier bin.

Also zumindest im Moment.

Ich kann ja nicht sagen,

Dass da noch ein paar Zwiebelschalen kommen,

Ist ja durchaus möglich.

Vielleicht ändert sich das auch nochmal,

Aber zumindest heute kann ich sagen,

Dass ich ein Stück Grundberührung hatte,

Also dass ich ein Stück Erdung bekommen habe und da spielt die Schweiz im Übrigen auch eine ganz große Rolle.

Jetzt als Feedback für mich wunderschön,

Dass du auch sagst,

Du hast im Du,

Also als Ego-Shooter ist man Einzelkämpfer,

Da will man keine Hilfe,

Man kann alles auch alleine schaffen,

Das kenne ich auch und dass du dann im Du wirklich,

Dass es da schneller ging irgendwie,

Als du Hilfe hattest,

Als du einen Spiegel hattest,

Als du das auch akzeptiert hast und das finde ich wunderbar,

Dass du das jetzt so anwendest und so vermittelst und in deine Arbeit verwebst.

Wunderschön,

Sehr ermutigend und inspirierend.

Was würdest du denn so als Botschaft,

Als Essenz von deinem ganzen Entwicklungsweg,

Von deiner ganzen Reise zusammenfassen?

Oh,

Das ist eine gute Frage,

Eine wichtige Frage,

Aber es ist eine schwierige Frage,

Weil es so viele verschiedene Essenzen gibt und so viele verschiedene Dinge,

Die wichtig sind.

Vielleicht das Allerwichtigste ist auch ein Stück demjenigen,

Der uns sieht und der uns hört,

Irgendwie mitzugeben,

Es lohnt sich,

Bei sich selber mal genauer hinzuschauen und auch wenn dieser Prozess verunsichert ist,

Verunsichernd ist,

Wenn er vielleicht schmerzhaft ist,

Wenn er vielleicht frühere Wahrheiten irgendwie im Mark erschüttert und auch ein Stück die Axt an die Wurzel des bisherigen Selbstverständnisses und Weltverständnisses legt.

So kann ich aus meiner eigenen Geschichte und inzwischen auch aus den Geschichten der Männer,

Die ich begleiten darf,

Auf diesem Weg sagen,

Dass sich dieser Satz,

Dieser Ausruf Mensch werde wesentlich,

Also komme zu deinem Wesen und agiere von diesem Wesenskern aus in der Welt,

Dass sich der Aufwand lohnt und dass sich die Verunsicherung lohnt und zwar,

Weil die Kraft,

Die uns dann zur Verfügung steht,

Wenn ich sage,

Die ist unendlich,

Natürlich sind wir nach wie vor in so einem physischen Körper unterwegs und ich habe gerade meinen 50.

Jahr gefeiert.

Gratuliere dir!

Danke!

Und natürlich wird die körperliche Kraft irgendwie im Laufe der Jahre und Jahrzehnte auch weniger,

Das ist schon so.

Aber das innere Feuer,

Das in jedem von uns brennt,

Das in dir leuchtet und strahlt und das in jedem Menschen von uns ist,

Ich glaube,

Dieses Feuer lohnt es sich auch immer wieder anzufachen und wahrzunehmen,

Weil aus dieser Kraft Leben entsteht.

Und sozusagen gerade für männliche Wesen,

Die ja auch immer irgendwie was bewirken wollen,

Die wollen ja immer irgendwie in die Welt auch ein Stück eindringen.

Die maskuline Essenz dringt ein,

Die feminine Essenz empfängt und öffnet sich.

Und ich glaube,

Für diesen Prozess,

Dass wir Männer dann sozusagen mit unserem Bewusstsein in die Welt eindringen,

Aus Liebe natürlich,

Also aus dem Platz des Herzens,

Von dem Platz des Herzens kommend,

Aber eben ein Stück die Welt befruchten mit unserem Geschenk und mit dem,

Was wir zu geben haben.

Ich glaube,

Dafür lohnt es sich.

Und dafür lohnt es sich auch,

Bei sich selber zu schauen und mutig zu sein,

Sich auf die Reise zu machen.

Das Leben als Reise zu sehen.

Wunderschön.

Ich bin so berührt.

Danke dir.

Wir kommen zu der letzten Frage.

Hast du irgendwelche inspirierende Bücher für mich und auch für unsere Zuschauer?

Okay,

Ja.

Also ob das dich inspiriert,

Das wirst du mir dann sagen,

Wenn du es gelesen hast.

Das weiß ich nicht natürlich.

Aber ich kann dir zwei Bücher nennen,

Die mich,

Oder eigentlich sind es drei Bücher,

Die mich sehr inspiriert haben,

Also die mich berührt haben,

Aber eben auch inspiriert haben.

Und ich fange mal mit dem ersten an,

Das ich vor vielen Jahren gelesen habe.

Das ist von Susanna Tamaro,

Geh,

Wohin dein Herz dich trägt.

Und das ist eine ganz wunderbare Geschichte von einer Tochter,

Von einer Enkeltochter,

Die an ihre Großmutter schreibt und sozusagen mehr über das Leben erfahren will.

Und die Großmutter antwortet ihr dann in einer,

Wie ich finde,

Sehr berührenden Art und Weise.

Und dieser Buchtitel,

Geh,

Wohin dein Herz dich trägt,

Ist ein Stück weit,

Seitdem ich das Buch gelesen habe,

Vor vielen Jahren,

Ein Stück weit mein Motto geworden.

Also immer weniger zu planen und immer mehr dem Ruf zu folgen und wahrzunehmen,

Was in jedem Moment durch uns irgendwie leben will und in die Welt gebracht werden will.

Und egal,

Wo das ist,

Ob das hier in der Schweiz ist oder mich zieht es im Moment sehr in den Orient zum Beispiel und nach Persien und in die Türkei,

Da merke ich,

Da passiert was bei mir,

Eben diesem Ruf nachzugeben.

Also Geh,

Wohin dein Herz dich trägt von Susanna Tamaro ist ein Buch.

Das zweite Buch,

Was mich sehr geprägt hat und was mein Männer- und Frauenbild um 180 Grad gedreht hat und vom Kopf auf die Füße gestellt hat,

Das ist das Buch Der Weg des wahren Mannes,

The Way of the Superior Man von David Dada.

David Dada ist ein amerikanischer Therapeut,

Intimacy Trainer,

Kann man sagen,

Der eben,

Wie ich finde,

Ganz wunderbare Bücher geschrieben hat zum Thema Polarität,

Also männliche und weibliche Essenz,

Anziehung,

Abstoßung,

Wie eigentlich das sozusagen in uns funktioniert mit dem eigenen männlichen und dem eigenen weiblichen Anteil und wie das in den Frauen funktioniert mit dem eigenen weiblichen Anteil,

Dem eigenen männlichen Anteil und wie es dann natürlich in der Beziehung funktioniert.

Spannend.

Das Buch ist ein bisschen mehr aus männlicher Perspektive geschrieben oder für den Mann geschrieben,

Aber ich glaube,

Dass auch weibliche Wesen da eine Menge,

Eine Menge daraus saugen können,

Eine Menge irgendwie daraus bekommen.

Und das ist bis heute eines der wichtigsten Bücher in meinem Leben.

Und das dritte Buch vielleicht,

Wenn wir dafür noch Zeit haben,

Ist,

Was ich erst sehr kürzlich gelesen habe,

Eigentlich erst vor ein paar Wochen,

Das ist das Experiment Hingabe oder The Surrender Experiment von Singer.

Ich glaube,

Er heißt Michael Singer,

Amerikaner,

Der sehr früh angefangen hat,

Einen spirituellen Weg zu gehen und im Wald,

In den Wäldern von Florida erst sehr zurückgezogen und sehr einsam seine Meditationspraxis und Yoga-Praxis gelebt hat und dann irgendwann an so eine Grenze gekommen ist mit diesem Rückzug von der Welt.

Und dann hat er für sich eine Entscheidung getroffen und hat gesagt,

Ich lasse mich nur noch führen.

Also ich stehe nicht mehr im Weg von dem,

Was das Leben von mir will.

Und der hat seitdem einen atemberaubenden Weg zurückgelegt,

Eben vom langhaarigen Yogi irgendwie Anfang der 70er Jahre bis hin zum CEO und Konzerninhaber eines renommierten Softwarekonzerns.

Also sozusagen ein unglaublicher Lebensweg,

Den er zurückgelegt hat.

Und das eben alles aus der Wahrnehmung von dem,

Was durch ihn leben will in jedem Moment und nicht,

Was Erwartungen hat.

Denn das Problem mit Vorstellungen ist,

Die stehen uns manchmal echt im Weg.

Das kann ich bestätigen.

Ich danke dir vielmals,

Jan-Henrik.

Darf ich dich zum Schluss umarmen?

Ja,

Aber selbstverständlich darfst du das.

Danke sehr.

Vielen,

Vielen Dank.

Wunderbar.

Ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch.

Es hat mir riesen,

Riesen große Freude bereitet.

Und ich finde diese Arbeit,

Die ihr macht und das Projekt,

Was ihr habt,

Finde ich superschön und ganz,

Ganz,

Ganz wichtig.

Und ich glaube,

Das ist ein großes Geschenk,

Euer Projekt für viele andere Menschen.

Danke sehr.

Wow,

Schön.

Treffen Sie Ihren Lehrer

© 2026 AWARE. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by 35 million people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else