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Folge 02 - Ziele - Was nötig ist, um Sie zu leben.

by Andreas Ebert

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Es geht in dieser Folge 2 um Ziele. Nicht nur im therapeutischen Setting, sondern auch in der Lebensplanung. Ich spreche darüber, was es braucht, um die Ziele zu erreichen und zu leben. Viel Freude beim Entdecken Deines Ziels.

Transkription

Hallo bei diesem Podcast.

Ich danke erstmal für das Einschalten und wenn du noch nie hier eingeschaltet hast,

Mein Name ist Andreas Ebert.

Es geht in diesem Podcast um psychische Gesundheit und psychische Intelligenz.

Ich habe in der letzten ersten Folge schon davon gesprochen,

Dass ich bei mir in der Praxis immer vier Themenbereiche angehe oder mir anschaue mit den Klientinnen und Klienten zusammen und daran arbeite.

Ein Themenbereich sind die Ziele,

Das ist ein Zielbild.

Zweiter Themenbereich ist das Thema das Denken,

Der Denkstruktur,

Glaubenssätze,

Auch deine Vergangenheit.

Und dritter Punkt ist das Fühlen,

Was so der wichtigste Punkt ist,

Wenn es darum geht,

Wirklich zu transformieren und zu heilen.

Und so ein vierter Punkt ist das Thema Bewusstsein,

Unterbewusstsein,

Aufmerksamkeit,

Was dem ganzen Prozess so den nötigen Schwung geben kann,

Um sich eben entsprechend auch weiterentwickeln zu können.

In der Folge heute möchte ich über die Ziele sprechen,

In den nächsten Folgen spreche ich dann über die anderen Einzelpunkte auch nochmal im Detail.

Wenn es um die Ziele geht,

Dann ist es so,

Dass wenn ich mit Klienten spreche und sie dann meistens in dem ersten Telefonat frage,

Ja was ist denn ihr Ziel,

Dann kommt in der Regel immer die Antwort,

Ja ich möchte,

Dass meine Symptome weg sind.

Also jemand mit depressiver Verstimmung möchte wieder frei von dieser depressiven Verstimmung sein.

Oder jemand,

Der raucht,

Sagt,

Ich möchte nicht mehr rauchen.

Oder jemand mit Panikattacken sagt,

Ich möchte keine Panikattacken mehr.

Und in dem Gespräch geht es dann darum,

Dass ich den Klienten so ein bisschen dabei unterstütze,

Dieses Ziel mehr,

Immer mehr zu konkretisieren.

Wenn wir zum Beispiel bei den Panikattacken sind,

Dann geht es darum,

Dass ich frage,

Wie wären sie denn,

Wenn sie keine Panikattacken hätten,

Beziehungsweise,

Wenn sie das Gefühl hätten,

Was sich einstellt,

Unmittelbar bevor so eine Panikattacke beginnt,

Und wie würden sie denn damit umgehen wollen?

Und dann erarbeitet man da so eine Sichtweise und so ein inneres Bild,

Wie man darauf reagieren kann.

Panikattacken ist vielleicht ein bisschen ein schwierigeres Beispiel,

Weil es oftmals auch komplexere Zusammenhänge gibt,

Warum so eine Panikattacke entsteht,

Und meistens auch noch andere Gefühle von Angst eine Rolle spielen.

Gehen wir mal zu jemandem mit depressiven Episoden.

Dann geht es darum,

Dass man zum Beispiel mal so einen Tag durchgeht.

Wie wäre denn so ein Morgen,

Wenn du freier bist von dieser Symptomatik,

Beziehungsweise anders gelernt hast,

Darauf zu reagieren?

Und dann geht man so einen Tag zum Beispiel mal durch.

Was kann man denn morgens machen?

Wie wäre denn der Umgang mit dieser Empfindung,

Dieser inneren Leere?

Und das kann man dann erforschen und daran Stück für Stück arbeiten,

Bis dann immer mehr eine Wahrnehmung entsteht,

Wie ich denn bin,

Wenn ich frei bin von dieser Symptomatik.

Und dann geht man erst mal so einen Tag meistens durch.

Dann kann man aber auch gewisse Situationen durchgehen,

Wo gewisse Themen immer aufkommen,

Und kann aber auch größere Ziele wählen,

Die so strategisch fürs Leben bestehen,

Und kann die auch immer weiter ausformen.

Wichtig ist bei den Zielen,

Dass man für sich ein klares Bild entwickelt,

Was man auch spüren kann,

Und auch immer erforscht,

Was steckt denn eigentlich hinter diesem Ziel,

Was soll es mir eigentlich geben,

Wenn ich mein Ziel erreiche oder das Ziel lebe.

Ich möchte da ganz gerne noch ein anderes Beispiel geben.

Ich hatte vor einiger Zeit eine Sitzung mit einer jungen Frau,

Die kam zu mir und hatte das Ziel,

Das Thema,

Ich möchte gerne mehr Geld verdienen.

Also das Thema war Geld.

Und wir hatten in der ersten Sitzung so ein bisschen herausgearbeitet,

Woher so diese Angst kommt,

Nicht genug Geld zu haben,

Irgendwie ausgestoßen zu sein.

Da gab es familiäre Gründe.

Und dann in einer Folgesitzung ging es um das Ziel,

Und dann war das Ziel,

Ja,

Ich möchte ungefähr 17.

500 Euro pro Monat verdienen.

Das war ein ziemlich klares Ziel.

Und ich habe dann versucht,

Mit der Klientin zusammen herauszuarbeiten,

Was ihr dieses Ziel eigentlich geben soll,

Und wie es sich anfühlt,

Dieses Geld zu haben,

Und worum es dabei geht.

Es ist ihr unheimlich schwer gefallen,

Sich das wirklich genau vorzustellen,

Was ihr die einzelnen Möglichkeiten dieses Geldes eigentlich geben sollen.

Also natürlich hatte sie eine klare Vorstellung davon,

Ja,

Ich möchte das Geld haben,

Um in einer schöneren Wohnung zu leben,

Um in Urlaub zu fahren,

Um bei verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen,

Um mich gut zu kleiden,

Und so weiter und so fort.

Aber es ist ihr schwerer gefallen oder fast teilweise unmöglich gewesen,

Zu verstehen,

Warum sie das überhaupt möchte,

Was ihr das geben soll.

Mögliche Antworten hätten zum Beispiel sein können,

Ich möchte frei sein,

Ich möchte das Gefühl haben,

Dazuzugehören.

Ich möchte das Gefühl haben,

Dass ich in einer Umgebung lebe,

Die mich zufriedenstellt und wo ich irgendwie auch Schönheit sehe.

Und wenn man jetzt all diese Aspekte betrachtet,

Dann wäre es unter Umständen auch möglich,

Diese Aspekte auch zu fühlen und zu leben,

Mit deutlich weniger Geld.

Und dass dieses Bestreben nach so einem hohen Betrag als Einkommen pro Monat genau den eigentlichen Aspekten unter Umständen sogar im Wege steht,

Weil man einen Job machen muss,

Den man vielleicht gar nicht will,

Oder viel mehr arbeitet,

Als man es eigentlich möchte.

Und dann kannst du erkennen,

Dass in diesem Zielfindungsprozess viel drinstecken kann und dass es unheimlich wichtig ist,

Da sehr klar und vollständig heranzugehen.

Da es mir immer wichtiger ist,

Dass man das Selbst und das,

Wie man sich sieht,

Auch fühlt und spürt,

Mache ich oft eine Übung mit,

Die ich aus der Gestaltherapie habe.

Hans ist da ja einer der großen Begründer.

Und bei der Gestalttherapie geht es darum,

Mit der Arbeit mit den Stühlen,

Mit inneren Anteilen zu arbeiten.

Und das kannst du gerne auch mal ausprobieren.

Vielleicht brauchst du noch jemanden dazu,

Der dir so ein bisschen hilft.

Ich erkläre dir mal,

Wie die Übung abgeht.

Und vielleicht hast du einen Freund,

Freundin,

Partner,

Partnerin,

Die dir dabei vielleicht auch sogar helfen möchte.

Dann müsste sie sich einfach diesen Podcast auch mit anhören.

Wenn du jetzt so ein Ziel für dich gefunden hast,

Zum Beispiel ich möchte jemand sein,

Der einen neuen Beruf erlernt und diesen neuen Beruf auch ausübt und sich irgendwie in so einem ganz neuen Umfeld bewegt.

So,

Beispiel.

Dann brauchst du drei Stühle.

Auf dem einen Stuhl sitzt du und der andere ist dir genau gegenüber und der dritte Stuhl ist so ein bisschen neben euch,

Neben diesen beiden Stühlen.

Und auf dem dritten Stuhl,

Würde man da sitzen,

Kann man auf die zwei anderen Stühle,

Die sich gegenüber stehen,

Kann man eben drauf schauen.

Und dann sitzt du auf deinem Stuhl,

Wo du sitzt,

Und dann sprichst du zu dem Stuhl dir gegenüber,

Zu dieser zweiten Position und stellst dir vor,

Dass dort du selbst sitzt,

Dein innerer Anteil,

Der oder die dieses Ziel lebt.

Also nicht nur erreicht hat,

Sondern es wirklich lebt,

Dieses neue Leben.

Zum Beispiel mit dieser beruflichen Veränderung.

Und dann sprichst du mal,

Dann fühlst du rein,

Wie das ist,

Wenn du das quasi siehst.

Du siehst natürlich eigentlich nichts,

Aber du kannst dir das mal so ein bisschen vorstellen,

Vor dem Stuhl zu spüren.

Dann spürst du nicht rein,

Wie das ist,

Dieses Ziel dort zu sehen.

Und dann kannst du zu diesem Zielbild,

Zu diesem Anteil sprechen und kannst einfach mal sagen,

Was du sagen möchtest.

Das muss gar nicht so genau überlegt sein.

Das geht darum,

Dass du einfach mal loswerden kannst,

Was du da empfindest.

Zum Beispiel,

Ich finde es toll,

Wie du das gemacht hast.

Das hast du super hinbekommen.

Ich wäre froh,

Ich wäre da,

Wo du jetzt bist.

Oder es kommt was ganz anderes.

Ich sehe dich nicht.

Wer bist du überhaupt?

Das heißt,

Das kann ganz unterschiedlich sein.

Es geht nur darum,

Dass du das aussprichst,

Was aus dir heraus entsteht und es fühlst,

Wie es sich anfühlt,

Wenn du das sagst.

Das kann dann so eine Minute oder zwei gehen,

Bis du das Gefühl hast,

Du hast alles gesagt.

Und dann wechselst du,

Gehst auf die andere Position,

Fühlst,

Wie es sich anfühlt,

Dort zu sitzen,

Als dieser Anteil,

Der dieses Leben schon führt und auch mit dem,

Was du gerade als dieser Anteil gehört hast.

Und dann kannst du darauf antworten.

Zur ersten Position.

Und dann kann zum Beispiel so was kommen wie,

Es ist schön,

Hier zu sein.

Ich bin sehr stolz darauf,

Dass ich dieses Leben hier zuführe.

Es ist für mich befreiend.

Und so weiter und so fort.

Es kann ganz individuell sein,

Was da gesagt werden will.

Und das sagst du einfach.

Zur ersten Position.

Und immer wieder spüren,

Wie es sich anfühlt.

Und dann wechselst du zurück zur ersten,

Spürst dann dort,

Wie es sich anfühlt,

Das gehört zu haben von der zweiten Position.

Und so kann das einige Minuten,

Fünf,

Zehn,

15 Minuten kann das hin und her gehen,

Bis so das Gefühl sich einstellt,

Es ist eigentlich das Wichtigste,

Ist gesagt worden.

Und dann gehst du auf die dritte Position.

Und in der dritten Position ist es so,

Dass du wie so ein Beobachter auf diese beiden draufschaust.

Auch da,

Welch Wunder,

Erst mal spürst und wahrnimmst,

Wie es ist,

Zu sehen,

Was diese beiden Anteile von dir dort besprochen haben,

Was da so gewirkt hat.

Und dann kannst du,

Musst aber nicht,

Du kannst es dir auch einfach nur anschauen und wirken lassen.

Aber wenn der Impuls da ist,

Was zu sagen,

Dann kannst du diesen beiden was sagen.

Irgendwas,

Zum Beispiel,

Ich danke euch,

Dass ihr das so miteinander klären konntet und dass ihr euch gegenseitig unterstützt.

Oder diese dritte Position spricht zur zweiten und sagt,

Es ist toll,

Wie du es geschafft hast.

Vielleicht kannst du die erste Position ermutigen und helfen,

Dahin zu kommen,

Wo du jetzt bist.

Irgendwie sowas in der Art.

Einfach,

Was sich so rausstellt.

In der Regel wird in der dritten Position deutlich weniger gesprochen als in den ersten beiden.

Und wenn du damit auch fertig bist,

Dann fühlst du es einfach und spürst,

Wie es sich anfühlt,

Das gesagt zu haben oder erlebt zu haben,

Was da gerade passiert.

Und wenn so dein Zielbild für dich immer klarer wird,

Da gibt es natürlich noch weitere Werkzeuge,

Mit denen du arbeiten kannst.

Es geht ja darum,

Dass du Bewusstsein,

Aufmerksamkeit in dieses Ziel auch richten kannst.

Und ein auch sehr wichtiges Werkzeug ist zum Beispiel deinem Zielbild oder deinem Selbst,

Als dieser Anteil,

Der dieses Leben führt,

Ein Brief zu schreiben.

Warum dieser Brief?

Es geht darum,

Dass wir beim Schreiben am besten auch mit der Hand und mit dem Stift so eine direkte Verbindung zu unserem Unterbewusstsein herstellen können.

Aus dem Unterbewussten heraus die Gedanken entstehen und dann diese Gedanken eben in Form dieses Schreibens untergeschrieben werden.

Das heißt,

Mit diesem Werkzeug des Schreibens haben wir eine direkte Verbindung zu den unterbewussten Gedanken dazu und das aufzuschreiben,

Setzt unheimlich viel Kraft und Energie frei,

Die hilft,

Das Ziel klarer zu sehen,

Klarer zu fühlen und da auch eben diese Aufmerksamkeit reinzustecken.

Wenn so dieser Fluss so ein bisschen so was freies Schreibenes,

Fließendes ist,

Was immer sehr,

Sehr gut ist,

Gibt es auch noch einen Teil,

Wo du auch rangehen kannst beim Schreiben.

Du kannst zum Beispiel deine Ressourcen dir bewusst machen.

Was kann ich denn?

Was bringe ich denn mit,

Um dieses Ziel zu erreichen?

Was habe ich vielleicht auch schon erreicht,

Was dem entspricht?

Und es einfach mal so in so zwei Spalten aufschreibst.

Was habe ich schon gemacht?

Was sind meine Ressourcen?

Was unterstützt mich?

Und dann in die andere Spalte schreibst,

Was steht mir im Weg?

Was fällt mir schwer?

Was könnte das ganze Erreichen des Ziels irgendwie behindern?

Und wenn du das anschaust und fühlst,

Wie das ist und dann ganz strategisch und klar herangehst und guckst,

Welche Hindernisse du auflösen kannst.

Das Ganze klingt vielleicht unter Umständen für dich so ein bisschen banal und als eine Übung,

Wo du dir denkst,

Ja,

Das habe ich jetzt gehört und das ist ja okay,

Das muss ich gar nicht machen,

Ich habe es ja verstanden.

Entscheidend ist dabei nicht das Verstehen,

Sondern das Erleben.

Das heißt,

Du kannst deiner Zielgewinnung,

Wenn du so ein Thema mal eine halbe Stunde angehst,

So viel Klarheit und Kraft widmen,

Wenn du einfach an diese inneren Prozesse herangehst,

Zum Beispiel an dieses Schreiben.

Von daher ist es eine wirklich sehr gute Möglichkeit,

Da gut voranzukommen.

Und wenn du so mit deiner ganzen Zielwahrnehmung schon ganz gut vorangekommen bist,

Dann ist so die nächste Übung,

Das so jeden Tag in deinem Bewusstsein zu bringen.

Also du kannst es dir irgendwo hinschreiben,

Du kannst dir Post-its in deiner Wohnung irgendwo hinkleben,

Du kannst dir einen Timer auf deinem Smartphone stellen,

Der irgendwie alle zwei Stunden klingelt und dir irgendwie so einen Satz anzeigt.

Es geht darum,

Dass dieses Zielbild jetzt über längere Zeit auch präsent ist und nicht nur in den Momenten,

Wo du jetzt daran gearbeitet hast,

Sondern einfach so sich in den Alltag hineinträgt und du immer wieder guckst,

Wo bin ich jetzt,

Wo will ich hin?

Und das vielleicht auch so ein bisschen für dich wie in einem Tagebuch kurz aufschreibst.

Das muss nicht lang sein.

Wo bin ich jetzt,

Wo will ich hin?

Komme ich voran,

Komme ich wieder ein bisschen zurück?

Ist da irgendein Hindernis,

Was ich irgendwie angehen müsste?

Und so kannst du dieses Zielbild in den Alltag integrieren.

Und wie bei grundsätzlich allen Übungen und allen therapeutischen Prozessen ist zumindest in meiner Arbeit das Fühlen immer,

Immer,

Immer wichtig.

Das heißt,

Wenn in all diesen Prozessen Gefühle auftreten,

Gib denen Raum,

Gib denen den Platz,

Den sie haben wollen.

Gib denen das,

Was sie beanspruchen wollen und entsprechend Aufmerksamkeit und Zeit und dann kannst du wieder zurückgehen ins Machen.

Das heißt,

Wenn du irgendwie diesen Brief schreibst und trittst in Tränen aus,

Weil dich das so berührt,

Dann ist es genau das,

Was da jetzt in dem Moment sein soll.

Ich hoffe,

Die Folge konnte dir ein bisschen helfen,

Das Thema Ziele für dich unter Umständen auch besser einzuordnen oder auch neu zu entdecken.

Und ich wünsche dir viel Erfolg und viel Freude bei dem Erkunden deiner Ziele.

Bis zum nächsten Mal.

Ciao.

© 2026 Andreas Ebert. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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