
Meditation 7
by Gilda Wuest
In dieser Meditation berühren wir alle 7 Qualitäten der Meditation. Das Ziel dieser Meditationen ohne einen bestimmten Schwerpunkt liegt darin, dir Möglichkeiten anzubieten, wie du dich selbst durch die Meditation führen kannst. Sobald eine Anleitung dein Herz berührt, nimm sie für dich mit.
Transkription
Bitte komm in deine Meditationshaltung,
Eine Position,
Die bequem ist und zugleich aber auch dich dabei unterstützt,
Wach zu sein.
Das bedeutet für die meisten eher der aufrechte Sitz und vielleicht möchten sich die Augen schließen.
Dann nimm eine Position ein,
Die ausdrückt,
Dass du deinen Platz im Leben einnimmst,
Beanspruchst.
Dass du das Recht hast,
Hier zu sein.
Wie könntest du diese Qualität über die Haltung ausdrücken?
Sehr oft hilft hier die ganz die einfachste Handhaltung.
Die Hände auf den Oberschenkeln ablegen,
Die Ellbogen so weit zurückziehen,
Dass sie senkrecht sind und dass der Brustbereich sich ein wenig öffnet.
Und schon sitzen wir wie eine Königin,
Wie ein König.
Und dann dieses Hiersein unterstützen,
Indem du mit dem ganzen Körper sitzt,
Den Körper als Ganzes spürst,
Als Einheit.
Und dann bringe mit der Einatmung noch ein wenig mehr Bewusstheit in den Körper,
In das Spüren des Körpers als Ganzes.
Und mit der Ausatmung entspanne dich.
Und ganz von selbst werden vielleicht auch die Gedanken ein wenig ruhiger.
Du kannst den Alltag zurücklassen.
Und um dich in deiner Meditation zu unterstützen,
Lade nun ein Wesen ein,
Einen Lehrer,
Eine Lehrerin,
Eine spirituelle Person wie den Dalai Lama,
Tara,
Jesus.
Einen Schutzengel.
Und dann spüre,
Wie sich der Blick dieses Wesens anfühlt,
Die Güte,
Das Wohlwollen,
Das grenzenlose Mitgefühl.
Glaube,
Dass dieses Licht,
Diese Wärme dich einhüllt,
Umgibt und so einen sicheren Raum schafft für deine Meditation.
Dann nimm wieder deinen Körper wahr und erforsche.
Was bringst du heute mit in die Meditation auf der körperlichen Ebene?
Erinnere dich daran,
Es geht darum,
Einfach nur wahrzunehmen,
Ohne etwas zu verändern,
Zu verbessern,
Zu analysieren.
Einfach nur so ein Aha,
Ein Kribbeln,
Ein Schmerz,
Ein Wohlgefühl,
Eine Verspannung,
Druck,
Wärme,
Kälte.
Hebe jede Empfindung in das freundliche Licht eines Gewahrseins.
Begrüße sie und erlaube ihr zu sein.
Auch der Atem ist Teil der körperlichen Empfindung dieses Augenblicks.
Auch ihn begrüße und erlaube ihm zu sein,
So wie er gerade ist.
Seicht oder tief?
Rau oder glatt?
Die Absicht ist nicht,
Ruhiger oder entspannter zu werden oder dich besser zu fühlen,
Sondern zu erforschen,
Was geschieht,
Wenn du den Dingen erlaubst,
So zu sein,
Wie sie sind.
Lass den Anspruch los,
Dass es besondere Empfindungen sein müssen.
Vielleicht ist es nur die Ahnung eines Kribbelns,
Eines Gefühls von Belebtheit,
Der Berührung der Kleidung.
Und dann ich spüre hinein,
Wie das innere Wetter gerade ist.
Auf der emotionalen Ebene,
Wie geht es mir in diesem Augenblick?
Was bringe ich auf dieser Ebene mit in die Meditation?
Auch hier brauchst du nicht zu suchen,
Sondern einfach nur offen zu sein für die Gefühle,
Die ganz von selbst an die Oberfläche kommen.
Und vielleicht ist es hilfreich,
Zwischendurch wieder einmal mit einer Einatmung den Körper zu spüren,
Mit einer Ausatmung zu entspannen,
Noch tiefer zu sinken.
Aus den Wellen des Tages in die Tiefe,
In die Stille dieses Moments.
Noch einmal spüre hinein,
Nimm die Gefühle wahr und werde noch feiner.
Nimm das Hintergrundrauschen wahr,
Subtile Gefühle von Stress oder dem Gefühl nicht zu genügen.
Vielleicht ist da das Gefühl,
Ich muss doch noch irgendetwas tun.
Gefühle,
Die uns begleiten,
Den ganzen Tag,
Sodass wir sie gar nicht wahrnehmen und wir nicht ganz bewusst hinspüren,
Hinschauen,
Hinfühlen.
Was ist dein Hintergrundrauschen in diesem Augenblick?
Doch hier geht es nicht darum,
Irgendetwas zu verändern.
Es geht darum,
Vertraut zu werden,
Sich hineinzulehnen und Freundschaft zu schließen mit dem,
Was ist.
Vertraue und glaube,
Es hilft,
Es heilt die göttliche Kraft!
Und vielleicht konntest du während der letzten Minuten beobachten,
Wie vergänglich die Erscheinungen sind.
Körperempfindungen,
Gefühle,
Kommen und Gehen.
Aber es gibt auch etwas,
Das bleibt.
Und das ist die Instanz,
Die sich all dieser Erscheinungen gewahr ist.
Frag dich,
Was ist gewahr?
Und dieses Gewahrsein,
Das ist wie der Himmel,
Weit und wird nicht berührt von den Wolken,
Dem Wetter.
All den Erscheinungen,
Die kommen und wieder vergehen.
Der Himmel bleibt.
Ruhe noch ein paar Atemzüge in diesem Gewahrsein,
Das dein innerstes Wesen ist.
Deine Heimat.
Deine wahre Natur.
Und dann beende bitte diese Meditation,
Indem du einige tiefere Atemzüge nimmst und dann langsam die Augen wieder öffnest.
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