
Achtsame Entspannungsfragen Zur Körperwahrnehmung
Diese Übung ist gleichermassen für Einsteigende wie Fortgeschrittene in Entspannungsverfahren geeignet. Im Wesentlichen geht es darum, die Aufmerksamkeit entspannt und absichtslos nach innen zu lenken. Die innere Aufmerksamkeit kann den Handlungsanweisungen folgen und auf körperliche Wahrnehmungen fokussieren. Jede Wahrnehmung ist gut und richtig so, wie sie ist. Diese Entspannungstechnik findet Anwendung bei Ein- und Wiedereinschlafstörungen, Gedankenkreisen, Angsterkrankungen und ist besonders für „verkopfte“ Menschen geeignet.
Transkription
Für die folgende Entspannungsübung kann ich mich in einer möglichst entspannten Haltung auf einen Stuhl setzen,
Die Füße etwas auseinander auf dem Boden aufgestellt,
Die Fußsohlen fest auf dem Boden.
Die Unterarme können auf den Oberschenkeln zur Ruhe kommen,
Der Rücken lehnt an der Stuhllehne und die Augen können selbst entscheiden,
Ob sie sich schließen möchten oder auf einem Punkt am Boden oder auf der gegenüberliegenden Wand zur Ruhe kommen möchten.
Ich kann nun meine Aufmerksamkeit auf diesen Text richten und auf die folgenden Fragen und die Antwort auf diese Fragen kann innerlich erfolgen,
In Gedanken,
In der Körperwahrnehmung.
Meine Antwort stellt meine ganz eigene,
Individuelle Reaktion auf die Frage dar und dabei können mir einige der Fragen noch etwas ungewöhnlich vorkommen.
Das ist ganz beabsichtigt.
Ich lasse einfach auf jede Frage meine innere Reaktion zu und dabei spielt es gar keine Rolle,
Wie ich reagiere.
Jede meiner Reaktionen wird gut und richtig sein.
Ich gebe jeder Frage eine Antwort in Form meiner ganz eigenen Reaktion,
Für die ich mir ein paar Augenblicke nehmen darf und aus meiner lockeren und entspannten Sitzposition kann ich mich nun den folgenden Fragen widmen.
Kann ich mir den Punkt bewusst machen,
An dem mein Rücken die intensivste Berührung mit dem Stuhl hat?
Kann ich mir den Zwischenraum zwischen meinen Ohren vorstellen?
Kann ich mir bewusst machen,
Wie nahe mein Atem an den Augenhintergrund gelangt,
Wenn ich Luft hole?
Kann ich mir vorstellen,
Dass ich etwas anschaue,
Das sehr weit entfernt ist?
Kann ich bewusst spüren,
Wo meine Arme den Körper berühren?
Kann ich bewusst spüren,
An welchem Punkt meine Arme den Kontakt mit dem Körper verlieren?
Kann ich den Boden unter meinen Füßen spüren?
Steht mein rechter oder linker Fuß fester auf dem Boden?
Kann ich mir das Innere meines Mundes bewusst machen?
Ist es mir möglich,
Mir die Lage meiner Zunge im Mund bewusst zu machen?
Ist es mir möglich,
Den leisesten Lufthauch auf meiner Wange zu spüren?
Ist es mir möglich,
Wahrzunehmen,
Dass ein Arm entspannter ist als der andere?
Kann ich spüren,
Dass sich mein Körper an manchen Stellen wärmer anfühlt als an anderen?
Kann ich irgendwelche Veränderungen in meinem Körper wahrnehmen?
Kann ich mir vorstellen,
Dass ich auf einer Wolke schwebe?
Oder fühle ich mich heute dafür viel zu schwer?
Kann ich fühlen,
Wie mein Gesicht ganz weich wird?
Und ich kann nun noch für einige Augenblicke in dieser entspannten Position fahren.
Ich kann mich dazu entschließen,
In der kommenden Woche vielleicht eine oder mehrere der genannten Fragen wieder in mein Bewusstsein zu rufen.
Und diese zu bestimmten Tageszeiten zu wiederholen,
Um ein natürliches Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung in den Alltag einzuplanen.
Und ich darf nun in meiner eigenen Geschwindigkeit die Entspannung beenden.
Ich kann langsam rückwärts zählen von 5 auf 1 in meiner eigenen Geschwindigkeit.
Und kann dann,
Wenn ich soweit bin,
Die Augen öffnen.
Ich kann mich recken und strecken,
Rekeln.
Ich kann die Arme und Beine anspannen und komme mit meiner Aufmerksamkeit in diesen Raum zurück.
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