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Dein „Böses Ich“ und seine Folgen

by Claudia Bechert-Möckel

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Dein „Böses Ich“ und seine Folgen- der wahre Grund für die meisten Probleme unseres Lebens sind die Fake-News unseres Selbst. Wie ein negatives Selbstbild zu unserer Identität wird, welche Folgen das für unser Leben hat und wie wir uns davon befreien können, um unser wahres Selbst zu entfalten und mit uns und unserem Leben zufrieden zu sein

Transkription

Hast du auch schon mal Bekanntschaft gemacht mit deinem inneren Mitbewohner,

Dem bösen Ich?

Wir alle haben ihn,

Diesen inneren Anteil,

Der uns manchmal einschüchtert,

Uns klein macht,

Uns den Mut raubt,

Der uns Ängste und Zweifel einflüstert und uns sagt,

Dass wir nicht gut genug,

Nicht wichtig oder nicht lebenswert sein.

Wenn wir dem bösen Ich glauben,

Wenn wir anfangen,

Uns mit diesen vernichtenden Urteilen über uns zu identifizieren,

Hindert uns dieses negative Selbstbild darin,

Unser wahres Selbst zu leben und mit uns in unserem Leben zufrieden und glücklich zu sein.

Wir stehen uns dann quasi selbst im Wege.

In dieser Leben Leben Lassen Podcast Folge Nummer 37 erfährst du,

Was es wirklich mit deinem bösen Ich auf sich hat und wie diese selbstabwertende innere Identität entsteht.

Du wirst lernen,

Die abwertenden Urteile des bösen Ichs als Fake News zu enttarnen.

Du wirst die wirkliche Absicht des bösen Ichs verstehen,

Das eigentlich so böse gar nicht sein will.

Und das allerbeste,

Du kannst lernen,

Dich vom einengenden,

Hinderlichen Einfluss deines bösen Ichs zu befreien.

Das geht,

Indem du dein wahres Ich entdeckst und ihm mehr Kraft und Einfluss verleihst.

Du kannst deine Ansichten über dich wandeln,

Um das zu leben,

Was du wirklich bist,

Einzigartig,

Wunderbar und überaus machtvoll.

Leben Lieben Lassen,

Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,

Beziehung und Selbstliebe.

Von und mit Claudia Bechert-Möckel.

Hallo liebe Lieblingshörer,

Ich freue mich auf euch und auf eine neue Folge des Leben Lieben Lassen Podcasts.

Machen wir Bekanntschaft mit dem bösen Ich oder unsere schlechteren Hälfte.

Wir erleben die Welt nicht,

Wie sie ist.

Wir erleben die Welt,

Wie wir sind.

Wahrscheinlich hast du diesen Satz auch schon einmal gehört und kurz innegehalten.

Doch die wirkliche Bedeutung des Satzes entfaltet sich erst,

Wenn wir das Prinzip unserer inneren Wahrnehmung wirklich verstehen und erfassen können,

Wie unsere Wahrnehmung funktioniert.

Das,

Was wir über uns selbst,

Die Welt und die anderen im tiefsten Inneren denken,

Also auf welchen bewussten und unbewussten Grundannahmen unser Leben basiert,

Das bestimmt darüber,

Welches Bild wir vom Leben haben und damit,

Wie wir die uns umgebende Realität erleben.

Unsere Grundannahmen darüber,

Wie wir sind,

Wie das Leben funktioniert und was wir von anderen zu erwarten haben,

Funktionieren wie ein Filter,

Der sich zwischen uns und die tatsächliche Realität schiebt.

Diese Wahrnehmungsfilter lassen nur das zu uns nach innen vordringen,

Was zu unseren Grundannahmen passt.

So erhalten wir eine Bestätigung für unsere innere Grundhaltung durch die Realität und das verfestigt wieder unsere Grundannahmen.

Wir erleben,

Was wir darüber glauben und glauben,

Was wir erleben.

Ein Kreislauf entsteht.

Das erkläre ich gerne an folgendem Beispiel.

Wenn du zum Beispiel ein eher misstrauischer Mensch bist und im tiefsten Innersten glaubst,

Dass man von den meisten Menschen nichts Gutes erwarten kann,

Dann färbt diese Grundannahme alles ein,

Was du von der dich umgebenden Welt wahrnimmst.

Du schaust in die Zeitung und deine Wahrnehmung lenkt deine Aufmerksamkeit vor allem auf das,

Was deine Grundannahme des Misstrauens stützt.

Du siehst vor allem die Nachrichten,

Die mit Betrug,

Missgunst und Gewalt zu tun haben.

Dann schaust du Fernsehen und da ist es wieder.

Nur Mord und Totschlag in der Welt.

Apokalypse.

Das hast du doch schon immer gewusst.

Und du gehst auf die Straße.

Was fällt dir auf?

Sind da nicht überall unfreundliche,

Egoistische Menschen?

Eine schreckliche Welt.

Man muss sich vorsehen.

Dann wird dir zu allem Überdruss noch deine Geldbörse geklaut.

Na,

Wenn das nicht der ultimative Beweis ist.

Überall Menschen,

Die einem nichts Gutes wollen.

Und nun stell dir mal einen Menschen vor,

Der im tiefsten Inneren davon ausgeht,

Dass die Menschen grundsätzlich und im Großen und Ganzen okay und hilfsbereit sind,

Abgesehen von ein paar Ausnahmen.

Du schaust in die Zeitung,

Du siehst auch die negativen Schlagzeilen,

Aber deine Wahrnehmung richtet deine Aufmerksamkeit auch auf das,

Was gut und hoffnungsvoll ist.

Du siehst Nachrichten und neben den Meldungen von Not und Elend in der Welt,

Fallen dir auch die Verbesserungen und die Veränderungen auf,

Die Menschen auf den Weg bringen.

Du gehst auf die Straße und siehst größtenteils Menschen mit offenen,

Freundlichen Gesichtern.

Bis auf ein paar Ausnahmen.

Du erlebst,

Was du im Grunde deines Herzens darüber glaubst.

Deine Wahrnehmung sucht dann die Aspekte der Realität dazu heraus,

Die dazu passen.

Alles andere wird wegretuschiert oder in den Hintergrund gedrängt.

Und auch dir wird deine Brieftasche geklaut und du ärgerst dich über den,

Der dir das angetan hat,

Aber du gehst von einer Ausnahme aus.

Dein grundsätzliches Bild über die Menschen bleibt im Grunde gut.

Dieses kleine Gedankenexperiment zeigt dir unglaublich wirkmächtige Kraft unseres inneren Glaubenssystems.

Nun,

Stell dir einmal vor,

Dass das,

Was du über dich denkst,

Z.

B.

Ich bin nicht gut genug,

Zwar ein Glaubenssatz ist,

Den du für wahr hältst und für den du auch glaubst,

Beweise zu haben,

Aber vielleicht ist das gar nicht die Wahrheit,

Sondern eine Lüge und du weißt das gar nicht?

Was glaubst du,

Was passiert?

Richtig.

Dann bestätigt deine Wahrnehmung diese falsche Realität und die wiederum sorgt dafür,

Dass sich dein negatives Selbstbild so verfestigt,

Dass du ganz und gar damit identifiziert und verschmolzen bist.

Das ist das,

Was ich als böses Ich verstehe.

Und du kannst mir glauben,

Jeder von uns hat so einen fiesen inneren Mitbewohner,

Der uns klein machende,

Einschüchternde und abwertende Urteile über uns,

Die Welt und die anderen einflüstert und uns daran hindert,

Die zu sein,

Die wir wirklich sein wollen und unser Leben aus der Fülle zu leben.

Wenn wir dem bösen Ich Glauben schenken,

Wenn wir uns damit identifizieren und regelrecht verschmelzen,

Dann glauben wir das zu sein,

Was uns als Wahrheit beigebracht wurde.

Dabei sind es Fake News,

Lügengeschichten,

Konstruktionen und Zuschreibungen,

Die nicht wahr sind.

Wahr werden sie für uns erst,

Wenn wir sie erst glauben und dann damit verschmelzen.

So wird das böse Ich zu unserer Identität.

Und das ist das Problem aller Probleme.

Deswegen liegt es mir am Herzen,

Dass du erkennst,

Wer du wirklich,

Wirklich bist und wie du lernen kannst,

Dich von deinem negativen Selbstbild und den daraus resultierenden schmerzhaften Gefühlen und selbst ablehnenden Verhaltensmustern zu befreien.

Denn die bewussten und unbewussten negativen Einstellungen über uns selbst erzeugen belastende und schmerzhafte Gefühle.

Bleiben wir bei dem Beispiel,

Ich bin nicht gut genug,

Das viele von euch kennen.

Wenn das in uns verankert ist,

Werden wir uns wahrscheinlich mit Gefühlen wie Kleinheit,

Scham,

Schuld,

Enttäuschung oder Angst,

Abgelehnt zu werden,

Herumschlagen.

Da diese Gefühle wirklich schwer zu ertragen sind,

Wollen wir sie natürlich möglichst vermeiden.

Also entwickeln wir sogenannte Schutzstrategien,

Verhaltensmuster,

Die uns vor diesen schrecklichen Gefühlen schützen.

Im Falle der inneren Haltung,

Ich bin nicht gut genug,

Könnte es sein,

Dass wir uns nichts zutrauen,

Nichts Neues wagen,

Uns nicht offen zeigen und vieles andere mehr.

Wir verstecken uns,

Wir werden also ein Leben aus der Vermeidung führen,

Anstatt aus der Fülle.

Der Zusammenhang zwischen innerer Einstellung,

Also Gedankenmustern,

Gefühlen und Verhalten ist im Grunde wie ein Kreislauf,

Der sich immer wieder selbst erneuert.

Denn wenn wir uns,

Wie im Beispiel beschrieben,

Vorsichtig zurückziehen und uns schützen,

Schöpfen wir unser Potenzial nicht aus.

Dann schauen wir vielleicht neidvoll auf die anderen,

Denen scheinbar so vieles gelingt.

Und welche Grundannahme,

Glaubst du,

Bestätigt sich dann?

Richtig.

Ich bin nicht gut genug.

Ein Teufelskreis.

Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Denn der Kreislauf funktioniert genauso gut andersherum.

Wenn wir unsere inneren Annahmen so verändern,

Dass wir ein positives Selbstbild entwickeln können,

Beeinflusst das nach dem gleichen Prinzip unsere Gefühle und dann auch unser Verhalten,

Was wiederum unsere positiven Grundannahmen verstärkt.

Der Gegenspieler unseres bösen Ichs ist unser wahres Selbst,

Unser einmaliger Wesenskern,

Die beste Ausgabe von dem,

Was wir sein können.

Sich mit diesem Wesenskern,

Mit dem wahren Selbst wieder neu zu verbinden und den Wesenskern zur eigenen Identität zu machen,

Kann unser ganzes Leben verändern und es macht mich immer wieder sehr glücklich zu sehen,

Wenn dieser Prozess in der Zusammenarbeit mit meinen Klienten in Gang kommt.

Der erste Schritt auf diesem Weg allerdings ist,

Das böse Ich und seine Fake News zu enttarnen,

Weil vieles davon sich unbewusst in uns abspielt.

Machen wir das sichtbar,

Können wir lernen,

Uns davon zu distanzieren.

Denn das böse Ich ist nicht,

Wer wir sind,

Egal wie lange in unserem Leben wir daran geglaubt haben.

Das böse Ich ist etwas,

Das wir haben.

Innere Kritiker schatten oder schein ich.

Dieses böse Ich hat viele Namen,

Je nach psychologischem Modell.

Am besten du verwendest einen,

Der für dich am besten passt,

Um dein erlerntes negatives Selbstbild zu beschreiben.

Hinter dem Namen innerer Kritiker versteckt es sich genauso wie hinter dem Begriff falsches Selbst oder schein ich.

In der Arbeit mit dem inneren Kind ist es der Aspekt des verletzten inneren Kindes,

Der die selbst abwertenden inneren Einstellungen,

Gefühle und Schutzstrategien trägt.

C.

G.

Jung sprach von unserem Schatten und meinte damit unsere dunkle,

Destruktive und zerstörerische Seite,

Die wir alle in uns haben,

Genau wie das Licht.

Der Schatten ist ein Teil von uns,

Der integriert werden will und dessen Kraft wir für uns nutzen können.

Aber wenn wir ihm die alleinige Führung überlassen,

Wird unser Leben vermeidend,

Reduziert und destruktiv.

Ich finde das Bild vom Schatten ganz wunderbar,

Um die Macht des bösen Ichs zu beschreiben.

Seine negativen Urteile und Annahmen wirken wie eine Nebelwand,

Die sich zwischen uns und die Realität schiebt.

Der dunkle Nebel wirft schreckliche Schatten auf die Realität,

Wir nehmen sie als dunkel und sehr verzerrt wahr,

Halten aber dieses Bild für real.

Wir fühlen uns dann mit dem Schatten verbunden und vergessen,

Wer wir wirklich sind.

Strahlend,

Einzigartig und unglaublich kraftvoll.

Wie entsteht dieses negative innere Selbstbild und warum identifizieren wir uns mit diesem bösen Ich so stark?

Eine spannende Frage,

Deren Ursprung wie so vieles in unserem Leben in unseren ersten Lebensjahren,

Also in unserer Prägungsphase zur Suchung ist.

Wenn wir auf die Welt kommen,

Haben wir noch kein gedankliches Konzept darüber,

Wer wir sind und wie,

Wie die Welt ist und wer die anderen und wie man es in dieser Welt macht,

Um dazu zu gehören und ein Teil davon zu sein.

Wir lernen das erst,

Und diese inneren Konstruktionen entstehen hauptsächlich aufgrund unserer Erfahrungen,

Die wir in unseren ersten Lebensabschnitten machen.

Hier wird sozusagen der Grundstein für unser späteres Selbstbild gelegt.

Es gibt drei Quellen für die Erfahrungen,

Die zu unserem inneren Selbstkonzept werden.

Erste Quelle,

Wie verhalten sich die wichtigsten Bezugspersonen zu uns?

Sind diese liebevoll und zugewandt,

Verfügbar und unterstützend?

Dann wird ein Kind sich angenommen,

Geliebt,

Sicher und okay fühlen können,

Denn das ist das,

Was ihm gespiegelt wird und was es erlebt.

Oder aber sind die wichtigsten Bezugspersonen emotional wenig zugänglich,

Abgewandt vielleicht oder einfach nur überfordert oder viel beschäftigt?

Sind diese vielleicht sogar ablehnend,

Verurteilend oder übergriffig?

Dann wird das Kind mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Verhalten auf sich beziehen und anfangen,

Sich schlecht zu finden,

Nicht lebenswert und nicht okay.

Es sind also neben der Botschaft,

Die im Verhalten der wichtigsten Bezugspersonen unserer Kindheit steckt,

Auch die kindlichen Rückschlüsse auf das Verhalten der Bezugspersonen,

Die am Ende entscheidend auf unser inneres Konzept Einfluss nehmen.

So kann auch eine übergroße Vorsicht von Eltern,

Die aus Liebe handeln,

Beim Kind als Einschränkung,

Verbot oder Mangel an Zutrauen ankommen.

Gut gemeint ist damit manchmal eben das Gegenteil von gut.

Die zweite Quelle unseres inneren Konzeptes ist alles,

Was uns gesagt wird.

Sämtliche Zuschreibungen,

Urteile und Diagnosen,

Die wir in unserer Kindheit bekommen haben,

Werden von uns aufgenommen wie ein Schwamm.

Manchmal bekomme ich Gänsehaut,

Wenn ich Klienten solche Sätze aus ihrer Kindheit sagen höre.

Du bist genauso schlecht wie dein Vater,

Der uns verlassen hat.

Du bist mein Sargnagel.

Du machst mir nichts als Sorgen.

Du bist eine Last.

Und noch schlimmer,

Wenn ich dich nur nie bekommen hätte.

Die zerstörerische Macht dieser Worte merkt man daran,

Wie der Schmerz sich auf den Gesichtern von Menschen ausbreitet,

Die diesen Satz auch 30 Jahre,

Nachdem er sie vernichtend getroffen hat,

Immer noch verfolgt.

Jede von uns kennt solche Sätze,

Die sich in unser Selbstbild eingebrannt und eingeätzt haben.

Auch wenn wir heute wissen,

Dass die Eltern oder Lehrer das vielleicht gar nicht so gemeint haben,

Tun diese Sätze heute immer noch genauso weh.

Einer meiner Vernichtungssätze lautet,

Dazu bist du einfach zu dumm.

Und du kannst mir glauben,

Ich spüre den Schmerz dieses Urteils meines Vaters heute noch wie einen Keulenschlag,

Wenn ich den Satz ausspreche.

Noch viel schlimmer allerdings ist die Tatsache,

Dass ich das als Kind geglaubt habe.

Denn das ist das eigentliche Problem.

Was die Großen sagen,

Nehmen wir in unserer Kinderzeit als Wahrheit über uns in uns auf und machen es zum Teil unseres Selbstbildes.

Das sind die Bausteine des bösen Ichs.

Die dritte Quelle unseres Selbstkonzeptes.

Als Kind lernen wir durch Beobachtung und am Beispiel.

Auf welchen Grundannahmen das Leben unserer Eltern basiert,

Wird in unser eigenes gedankliches Konzept über uns die Welt und die anderen integriert.

Weder hinterfragen wir die Lebensregeln unserer Eltern,

Noch können wir uns als kleines Kind davon irgendwie distanzieren oder das Ganze reflektieren.

Wir atmen somit die Werte und Annahmen unserer Eltern ein wie die Luft zum Atmen und speichern sie als Wahrheit ab,

Auch wenn die Grundannahmen falsch oder schädlich sind.

Noch genauer kannst du die Entstehung unseres inneren Glaubenssystems auch im Podcast zum inneren Kind nachhören oder auch auf leben-lieben-lassen.

De nachlesen,

Da bin ich noch etwas intensiver auf das Ganze eingegangen.

Aber hier zuerst eine Zusammenfassung,

Bevor wir einen Schritt weiter gehen.

Das,

Was ich das böse Ich nenne,

Ist eine gedankliche innere Konstruktion,

Eine Annahme darüber,

Wer wir sind,

Wie die Welt ist und wie das Leben als Ganzes funktioniert.

So entsteht in uns eine Identifikation mit einem Glaubenssystem,

Das auf erlerntem,

Erfahrenem und kindlichen Rückschlüssen basiert.

So kann eine Art negatives Schein-Ich entstehen,

Das wir für unser Selbst halten und auf dessen Grundlage wir unser Leben gestalten,

Oft bis ins Erwachsenenalter hinein.

So vergessen wir im schlimmsten Falle,

Wer wir wirklich sind und werden,

Wer wir gelernt haben zu sein.

Wir entfernen uns dann von uns selbst und schöpfen nicht aus unseren individuellen Möglichkeiten und aus unserem Potenzial.

Stattdessen beschäftigen wir uns dann mit der Abwehr negativer Gefühle und kompensieren unseren Schmerz.

Übrigens,

Das muss ich an der Stelle sagen,

Das ist auch einer der Gründe,

Warum Alkohol oder Drogen vorübergehend befreiend wirken können.

Für eine Weile kann man sich nämlich so von seinem schmerzhaften Selbstbild und dessen Folgen lösen.

Die harten inneren Urteile werden abgemildert,

Der Schmerz lässt nach und unser Verhalten wird insgesamt freier und lockerer.

Da steckt natürlich Suchtpotenzial drin.

Deshalb gibt es zum Glück auch andere gelingende Wege,

Sich vom bösen Ich zu befreien.

Und auf die werde ich gleich eingehen.

Vorher will ich aber noch eine Frage beantworten,

Die ich dich schon Fragen höre.

Was will eigentlich das böse Ich von mir?

Warum habe ich so einen Plagegeist?

Wo ist der Sinn?

Wahrscheinlich hast du es dir schon gedacht.

Das böse Ich ist eigentlich gar nicht so böse.

Seine Absicht war einstmals sogar eine gute,

Auch wenn das wirklich seltsam klingt.

In der Zeit der Entstehung hat uns dieses Selbst- und Weltbild geholfen,

Uns bestmöglichst an unsere Umgebung anzupassen und alles,

Was wir erleben,

So gut als möglich zu bewältigen.

So paradox das klingt,

Es kann für ein Kind einfacher sein,

Ein schlechtes Bild über sich selbst zu haben,

Als über die Eltern,

Von denen wir abhängen.

Heute will uns das böse Ich immer noch retten.

Dabei sind wir längst groß und es steht uns im Wege.

Deshalb ist es sinnvoll zu handeln und ihm den Staffelstab aus der Hand zu nehmen.

Und wer könnte das besser als ein Gegenspieler?

So eine Art innerer Fürsprecher?

Der Gegenspieler des bösen Ichs,

Dein wahres Selbst,

Das ist dein Wesenskern oder das,

Was du wirklich,

Wirklich bist und immer schon warst.

Jetzt kommen wir zu dem Teil,

Den ich in der Arbeit mit Klienten immer am meisten liebe,

Die Entdeckung des wahren Selbst.

Du bist ein leuchtender Stern,

Von Geburt an.

Dieser Satz stammt vom Psychotherapeuten und Autor Jens Korsen,

Und ich liebe diese Botschaft,

Die besagt,

Du bist wunderbar,

Einfach,

Weil du da bist.

Du bist liebenswert,

Einmalig,

Grundsätzlich okay,

So wie du bist.

Was für eine wunderbare Message.

Und wenn es dabei vielleicht noch in dir ruft,

Das wäre schön,

Aber auf mich trifft es ganz bestimmt nicht zu,

Dann lade ich dich dazu ein,

Deinen wunderbaren Wesenskern einmal etwas näher kennenzulernen.

Stell dir dich selbst einmal als kleines Baby vor,

Als du auf die Welt gekommen bist.

Du warst ein einzigartiges Wesen,

Das es so nicht noch ein einziges Mal auf der Welt gibt.

Du warst damals schon die oder der gleiche,

Der du heute bist,

Und doch warst du auch eine ganz andere Ausgabe von dir selbst.

Aber dein Sein,

Das was sich nie ändert,

Das war auch damals schon vorhanden.

Wie in einem Samenkorn war alles in dir als Möglichkeit angelegt,

Was du hättest werden können.

In seiner einmaligen Version,

Die nur du sein kannst.

Als kleines Kind wissen wir das auch noch und gehen freudestrahlend auf alles zu,

Wir sind offen,

Wir sind voller Liebe und Neugier.

Wir wollen uns in das Leben hinein entfalten und all das ausprobieren,

Wo es uns hinzieht und was als Möglichkeit in uns angelegt ist.

Und wenn alles gut gehen würde,

Dann würden wir unser wundervolles,

Strahlendes Selbst in all seinen Facetten zur Ausprägung bringen.

Denn wir neigen von Natur aus zur Entwicklung.

Allerdings passiert den meisten von uns zwischendurch etwas,

Wie die wunderbare Vera Birkenbihl sagte,

Erziehung und Prägung,

Und das sorgt sehr oft dafür,

Dass wir uns nicht vollständig entfalten.

Wie schon beschrieben,

Lernen wir in mehr oder weniger starkem Ausmaß,

Was richtig ist und was falsch.

Dass wir vielleicht doch nicht gut sind,

Wenn wir bestimmte Dinge tun.

Das alles erfahren wir durch Spiegelung,

Prägung oder Übertragung.

Und von da an bekommt das böse Ich Macht über uns.

Wir glauben so zu sein,

Wie es uns gesagt wird.

Die Spirale von Schmerz und Vermeidungsverhalten setzt sich in Gang.

Wir entfernen uns,

Im schlechtesten Falle vom wahren Selbst.

Sehen die Welt durch den Schatten der negativen Annahmen und bleiben hinter unseren Möglichkeiten.

Stattdessen passen wir uns an,

Wollen perfekt und geliebt sein und verstecken unsere Kleinhaltsgefühle und unseren Schmerz.

Die Schuld,

Nicht richtig zu sein.

Und die Scham,

Dass wir so ungenügend sind.

Mal ehrlich,

Wie viele Menschen kennst du,

Die damit beschäftigt sind,

Ein Schein-Ich hervorzukehren,

Damit ja niemand sieht,

Wie schlecht es ihnen hinter der Fassade geht?

Das ist Schmerzvermeidung.

Ich wünschte manchmal,

Dass meine Klienten sich mal mit meinen Augen sehen.

Ich arbeite nämlich sehr oft mit Menschen,

Die ganz und gar wunderbar sind.

Wunderschön,

Erfolgreich,

In ihren Jobs,

Klug und auch nachgeistreich.

Von außen kann man das sehen.

Aber sie selbst sehen ein anderes Bild von sich.

Ein verzerrtes.

Ihr böses Ich lässt sie gar nicht erkennen,

Wie sie wirklich sind.

Sie sehen in sich oft eine Ansammlung von Fehlern und Unzulänglichkeiten.

Ihr Mängelsum,

Wie die Psychologin und Autorin Stephanie Stahl das nennt,

Wird durch ihr negatives Zerrbild angefeuert.

Sie sind vollkommen identifiziert mit ihrer Selbstablehnung und geben sich umso mehr Mühe,

Perfekt zu erscheinen nach außen.

Was für eine Quälerei.

Deshalb ist der nächste Schritt so wichtig.

Wie du lernen kannst,

Die alten Identifikationen aufzulösen,

Um die beste Ausgabe deiner selbst zu werden.

Übungen und Anleitungen.

Stell dir mal vor,

Jemand macht dir ein unerwartetes Kompliment.

Etwa so.

Vielen herzlichen Dank für deine Hilfe.

Du bist wirklich ein ganz besonders herzlicher,

Empathischer und wunderbarer Mensch.

Danke,

Dass es dich gibt.

Na,

Ganz ehrlich,

Was wäre deine erste innere Reaktion?

Würde dein Herz hüpfen?

Würde es JA in dir sagen?

Könntest du das Kompliment annehmen und mit einem Leuchten in den Augen beantworten?

Oder wärst du innerlich erschrocken und äußerlich überfordert?

Würde es in dir denken,

HILFE,

Sie oder er muss sich irren,

Ich doch nicht,

Wenn die mich wirklich kennen würden?

Ich sag es dir ehrlich,

Früher bin ich aus solchen Situationen geflohen.

Es war mir mega peinlich und innen hat es NEIN und HILFE gerufen.

Ein deutliches Zeichen der Identifizierung mit dem bösen Ich,

Die ich inzwischen weitestgehend überwunden habe.

Solche Situationen sind der perfekte Hinweisgeber auf dein inneres Selbst- und Weltbild.

In diesen Momenten kannst du dich ertappen.

Du siehst praktisch das böse Ich bei der Arbeit.

Schritt 1 Beobachte deine Gedanken und Reaktionen Wechsle in die Beobachterperspektive und ertappe dich bei deinen selbst ablehnenden Gedanken.

Erkunde in den verschiedensten Situationen die hinter den negativen Gefühlen verborgene innere Haltung und notiere sie.

Tu dabei so,

Als wärst du eine Forscherin oder ein Forscher.

Aha,

Da ist wieder so ein selbstabwertender Gedanke,

Jetzt hab ich dich,

Könnte die Haltung bei der Erforschung sein.

Ein Beispiel.

Eine Freundin meldet sich nicht mehr,

Obwohl du schon dreimal angehoben hast.

Dein Gefühl,

Das du nun spürst,

Ist vielleicht Trauer oder Enttäuschung oder auch Wut oder Verlustangst.

Welcher Gedanke,

Welche innere Haltung verbirgt sich aber hinter dem Gefühl?

Was bedeutet es für dich,

Dass sie sich nicht meldet?

Vielleicht denkt es automatisch in dir,

Sie will nichts mehr mit mir zu tun haben oder sie ist mir böse.

Und wenn du das glaubst,

Was sagt das dann über dich aus?

Jetzt kommst du der Botschaft des bösen Ichs auf die Spur,

Die lauten könnte,

Ich bin nicht wichtig oder ich werde im Stich gelassen oder auch ich bin nicht lebenswert oder gut genug.

Das ist der wahre Grund,

Warum du leidest.

Du reagierst nicht auf das wirkliche Verhalten deiner Freundin,

Sondern auf deine Bewertung der Situation und das,

Was das über dich aussagt,

Bzw.

Was du glaubst,

Was das über dich aussagt.

Und diese Botschaften des bösen Ichs gilt es zu enttarnen.

Schreib sie auf,

Erkunde,

Was hinter den negativen Gefühlen liegt.

Um dir das etwas einfacher zu machen,

Für den Anfang findest du auf der Artikelseite zum Podcast auf www.

Leben-lieben-lassen.

De ein Arbeitsblatt als PDF zum Download,

Das dir bei der Erkundung deiner selbst ablehnenden Gedankenmuster hilft.

Schritt 2.

Mach dir klar,

Dass dein Gedanke,

Ich halte mich hier an das Beispiel,

Ich bin nicht gut genug,

Nur eine Annahme ist,

Die du als Wahrheit akzeptierst und die aus dem Selbstablehnungsprogramm des bösen Ichs kommt.

Wie könnte man die Situation noch bewerten?

Wie würdest du über deine sich nicht meldende Freundin denken,

Wenn du über dich glauben würdest,

Ich bin okay,

So wie ich bin?

Was würde sich ändern in deinen Gefühlen und in deinem Verhalten?

Schreibe das auf und erlaube dir,

Dein negatives Selbstbild auf diese Weise infrage zu stellen.

Wenn du dich das traust,

Schaffst du den Schritt in die Distanzierung.

Schritt 3.

Finde eine passende Übersetzung für deine negativen Glaubenssätze.

Aus,

Ich bin nicht gut genug,

Könnte nun werden,

Ich bin ganz und gar wunderbar oder ich bin gut genug,

So wie ich bin.

Such dir eine Übersetzung,

Die sich für dich stimmig anfühlt.

Das finde ich sehr wichtig.

Schreibe auch diese Übersetzung auf.

Das Arbeitsblatt,

Wie gesagt,

Bietet sich hervorragend dafür an.

Schritt Nummer 4.

Ich zeige dir eine kleine Übung,

Wie du die negativen Glaubenssätze schrumpfen kannst und die positiven verstärkst.

Im Coaching verwende ich natürlich dafür eine Vielzahl von Methoden,

Aber bereits mit dieser einen wirst du etwas Erstaunliches bemerken.

Bitte mach diese Übung nicht beim Autofahren oder in Situationen,

In denen du Aufmerksamkeit brauchst.

Stell dir einmal eine Situation vor,

In der du schon einmal sehr intensiv mit deinem bösen Ich verschmolzen warst und dein Nicht-Okay-Gefühl sehr intensiv gespürt hast.

Schließe deine Augen,

Wenn du gerade kannst,

Und stell dir die Situation vor,

In der du dich klein,

Hilflos,

Überfordert oder abgewiesen gefühlt hast.

Sieh diese Situation wie auf einem inneren Bild.

Was siehst du?

Welche Menschen sind bei dir?

Was passiert in dieser Szene?

Wie fühlt es sich an?

Ist es hell oder dunkel auf diesem Bild?

Stell dir nun vor,

Wie du dieses Bild an eine Wand vor dir hängst und ihm einen Rahmen gibst,

In einer Farbe,

Die du überhaupt nicht leiden kannst.

Ein schrecklicher Rahmen für ein schreckliches Bild.

Schau dir die traurige Szene an,

Mit dem potthässlichen Rahmen,

Und stell dir nun vor,

Wie du das Bild vor deinem inneren Auge schrumpfen lässt.

Immer kleiner wird es,

Kleiner und kleiner.

Es schrumpft immer mehr.

Du kannst zusehen,

Wie es nur noch halb so groß ist,

Und du lässt es weiter schrumpfen.

Und mit dem schrumpfenden Bild verschwinden auch nach und nach die schmerzhaften Gefühle.

Jetzt ist das Bild nur noch ein winziger Punkt.

Und jetzt,

Schwupp,

Ist es verschwunden.

Dreh dich jetzt in Gedanken um und stell dir ein anderes Bild vor,

Das an der Wand gegenüber hängt.

Darauf siehst du dich selbst.

Strahlend und glücklich,

Weil du denkst,

Ich bin okay,

So wie ich bin.

Sieh dich an auf diesem Bild,

Wie gut es dir geht,

Welche Freude,

Leichtigkeit und welches Glück dich durchströmt.

Was siehst du?

Wie ist deine Körperhaltung auf diesem Bild?

Was tust du in dieser Situation?

Welche Menschen sind um dich herum?

Welche Farben?

Mal dir dein Ich-bin-okay-so-wie-ich-bin-Bild in deiner Fantasie ganz,

Ganz deutlich aus.

Füge alles hinzu,

Was das Bild noch schöner machen würde.

Sonne und Strand vielleicht,

Nette Menschen oder Tiere.

Mach es groß.

Lass die Farben leuchten und stell dir vor,

Du würdest am Kontrast drehen.

Gib diesem Bild einen Rahmen deiner Wahl und lass es nun immer größer vor deinem inneren Auge werden,

Größer und größer.

Und je größer es wird,

Um so deutlicher siehst du dein Leuchten,

Siehst,

Wie gut es dir geht,

Dein Glück und dein wahres Selbst fühlend.

Das ist,

Wer du wirklich bist.

Spüre in deinen Körper hinein,

Wie sich das anfühlt und verankere dieses gute Gefühl in deinem Herzen.

Und jetzt öffne deine Augen.

Na,

Wie fühlt sich das an?

Dieses Gefühl,

Das du jetzt hoffentlich gespürt hast,

Ist die Wahrheit über dich und ich freue mich,

Wenn du es für einen Moment hattest.

Wenn du auf diese Weise mit den vier Schritten immer wieder die Verbindung zu deinem Wesenskern aufnimmst und die alte automatische Verknüpfung mit dem bösen Ich löst,

Dann kannst du große Veränderungen bewirken.

Allerdings,

Das bedeutet auch üben,

Üben,

Üben.

Unser Nervensystem kann Neues lernen und es tut es durch Wiederholung,

Indem wir bewusst immer wieder neue Gedankengefühls- und Verhaltensmuster einüben,

Etablieren wir auf Dauer ein gelingendes Selbstbild,

Das die Grundlage für ein gelingendes,

Zufriedenes Leben sein kann.

Und das wünsche ich dir von Herzen.

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d

November 16, 2022

Wie immer sehr inspirierend!

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