
Waldspaziergang
In dieser kurzen Meditation nehme ich dich mit an meinen Lieblingsort, in den Wald. Spüre die Erdung, die die Bäume ausstrahlen und genieße das Gefühl, vollkommen im Hier und Jetzt zu sein. Kehre nach der Meditation erfrischt in deinen Alltag zurück.
Transkription
Hallo und schön,
Dass du da bist.
In der heutigen Meditation möchte ich dich gerne an meinen Lieblingsort mitnehmen,
Nämlich in den Wald.
Heute geht es ganz viel um Erdung und darum bewusst im Moment anzukommen.
Deswegen empfehle ich dir jetzt erstmal eine bequeme Haltung einzunehmen.
Du kannst dich gerne auf den Rücken legen oder du setzt dich gerade hin,
Sodass ich deine Wirbelsäule in der Länge nach oben strecken kann und richte dich erstmal hier so in deiner Position ein und nimm wahr,
Welche Punkte deines Körpers jetzt gerade in diesem Moment den Boden berühren,
Im Sitzen deine Sitzbeinhöcker,
Im Liegen auch deine Schultern,
Deine Füße.
Richte deine Aufmerksamkeit auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen.
Entspanne diesen Punkt,
Der so oft im Alltag ganz unbewusst Anspannung erfährt,
Genauso wie dein Kiefer.
Lass auch den locker.
Der Mund ist leicht geöffnet,
Die Zunge am Gaumen.
Dann richte nochmal ganz bewusst den Blick nach vorn und schließe dann,
Wenn es sich für dich gut anfühlt,
Deine Augen.
Wenn du deinen Körper dann eingerichtet hast,
Versuche dich so wenig wie möglich in den nächsten Minuten zu bewegen,
Sondern folge rein gedanklich meine Stimme und bring ganz langsam die Aufmerksamkeit zu deinem Atem.
Beobachte,
Wie er fließt und wo er hinfließt.
Fließt er vielleicht nur in den Brustkorb?
Dann schicke ihn nach etwas tiefer in den Bauch und schau,
Dass du deine Atemzüge nicht unterbrichst und sie nicht abbrichst,
Sondern tief ein- und ausatmest.
So lange oder so kurz,
Wie dein Körper das gerade möchte,
Ohne Druck auszuüben auf ihn.
Und dann stelle dir vor,
Wie du ganz dick eingekuschelt in deiner Jacke mit einem ganz,
Ganz bequemen und kuscheligen Schal und deiner wunderschönen weichen Mütze auf dem Kopf,
Ganz warmen Schuhen an den Füßen,
Bei leichtem Schneefall in den Wald hinausgehst,
Die Straße entlang.
Du kannst den Wald schon sehen,
Er liegt vor dir und du trittst hinein und merkst sofort,
Wie sich in dir eine Ruhe ausbreitet,
Die du schon länger nicht mehr gespürt hast.
Diese großen Bäume geben dir ein unendliches Gefühl von Sicherheit.
Du bleibst kurz stehen,
Genießt den Moment,
Verwurzelst deine Füße im Boden,
Genauso wie es die Bäume um dich herum tun und fühlst dich wahnsinnig geerdet und gleichzeitig so locker und frei und beschwingt.
Du kommst langsam wieder ins Laufen,
Läufst ganz ohne Ziel in den Wald hinein,
Schaust in den Himmel,
Er ist blau,
Die Sonne scheint,
Spürst die Kälte auf deinen Wangen,
Wie sie rot werden und du fühlst dich einfach wahnsinnig lebendig hier in diesem Ort.
Du läufst noch ein Stück weiter,
Vielleicht rennst du auch ein Stück vor lauter Freude oder hüpfst durch die Gegend,
Schau mal,
Was sich hier gerade richtig für dich anfühlt und dann kommst du an einen Punkt,
An eine Lichtung,
Die umgeben ist von Bäumen,
Aber trotzdem den Blick zum Himmel ganz frei macht und die kalte Wintersonne strahlt dich an,
Spürst ihre Strahlen auf deinem Körper,
Breitest die Arme aus,
Regst den Kopf zur Sonne,
Schiebst deine Brust nach vorne,
Genießt diese Weite in dir,
Aber auch in dieser Natur und bist einfach unendlich dankbar für diesen Moment,
Den du hier und jetzt erleben darfst,
Umgeben nur von diesen wunderschönen Jahrtausende alten Bäumen und du nimmst nach einem ganz,
Ganz tiefen Atemzug ein und lässt alle Anspannung mit der Ausatmung durch den Mund fließen,
Atmest weiter diese Waldluft,
Diese Frische in deinen Körper ein,
Neue Lebensenergie strömt förmlich in deinen Körper,
Während du spüren kannst,
Wie du mit der Ausatmung all dein Ballast,
All das,
Was dich gerade umtreibt,
Was dich am Boden hält,
Was dich belastet,
Einfach loslässt und du fühlst dich einfach von den Bäumen so sehr gehalten und sicher und auch geerdet,
Dass du dich leichter fühlst,
Immer leichter und leichter und die Sonne wandert langsam Richtung Horizont und du merkst,
Dass es für dich Zeit ist aufzubrechen und den Rückweg anzutreten,
Verschränkst noch einmal die Hände vor dem Herzen im Wald,
Bedankst dich,
Spürst das Kribbeln im ganzen Körper,
Weil du so dankbar bist für das,
Was du hier gerade erlebt hast und dann trittst du langsam den Rückweg an,
Ganz beschwingt,
Vollkommen im Hier und Jetzt,
Stapfst du durch den Schnee und lässt dich einfach tragen,
Genießt noch mal das Gefühl von geerdet und leicht gleichzeitig zu sein und kommst dann langsam wieder am Waldrand an,
Schreitest auf die Straße und gehst zurück nach Hause,
Kommst in deinen Körper,
Spürst noch mal hinein,
Wo du gerade den Boden berührst,
Fühl dich einfach noch mal so richtig schön gehalten von der Erde,
Von Pachamama und dann richte deine Aufmerksamkeit langsam wieder auf deinen Atem,
Vertiefe ihn noch einmal,
Gönn dir noch ein paar Atemzüge in der Entspannung,
Im Einfach-Nur-Sein und Nichtstun-Müssen,
Dann orientiere dich langsam zunächst noch mit geschlossenen Augen wieder im Raum,
Wo bist du,
Wie fühlt sich das an und dann,
Wenn du soweit bist,
Öffne ganz langsam wieder deine Augen und komm im Hier und Jetzt wieder an.
Ich danke dir,
Dass du mit mir in den Wald gekommen bist und wünsche dir noch einen schönen Tag.
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