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Das Pareto-Prinzip - Aufwand und Ergebnis in Balance

by Svenja Krumpeter

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Wenn der Perfektionist in uns uns antreibt, zu mehr, höher, schneller, weiter, besser bewegen will... dann kann es hilfreich sein, sich an das Pareto-Prinzip zu erinnern, und uns zu fragen, welches Ergebnis uns heute welchen Aufwand wert ist. Nicht immer müssen es wirklich 100% - und nur selten rechtfertigen die letzten 20% Perfektion den unverhältnismäßig größeren Aufwand, den wir betreiben müssen, um diese zu erreichen. Manchmal dürfen und wollen wir glänzen. Aber all die anderen Male darf gut auch einfach gut genug sein. Musik: Chris Collins/Indiemuiscbox

Transkription

Vielleicht kennst Du das.

Du möchtest etwas erledigen,

Aber allein der Gedanke daran fühlt sich schon schwer an,

Weil in Deinem Kopf schon der Anspruch mitschwingt,

Wenn ich es mache,

Dann aber richtig,

Dann perfekt.

Perfektion kostet allerdings enorm viel,

Zeit,

Kraft und manchmal unsere ganze Lebensfreude.

Und genau hier kommt das Pareto-Prinzip ins Spiel,

Die sogenannte 80-20-Regel.

Dahinter steckt,

Übertragen auf unseren Kontext,

Eine ganz einfache,

Befreiende Botschaft.

Mit nur 20% des Aufwands erreichen wir häufig schon 80% eines Ergebnisses.

Das klingt jetzt vielleicht abstrakt und mathematisch,

Aber eigentlich geht es ganz praktisch um uns,

Um Selbstfürsorge,

Leichtigkeit und darum,

Wie wir mit unserer Energie umgehen.

Ein alltägliches Beispiel,

Das ich vor allem gern in Veranstaltungen und Workshops mit Müttern anbringe und das fast jede von ihnen kennt.

Kuchen für einen Kindergeburtstag backen.

Wenn Du eine Fertigmischung nimmst,

Kurz rührst und den Kuchen in den Ofen schiebst,

Hast Du mit kleinem Aufwand einen fertigen,

Leckeren Kuchen.

20%,

Also im Grunde minimaler Einsatz,

80% Ergebnis,

Ein essbarer,

Leckerer Kuchen.

Doch dann beginnt der Perfektionsteil.

Fondant,

Smarties,

Glitzer,

Individuell modellierte Deko.

Und plötzlich steckst Du noch viermal so viel Energie rein,

Nur für die letzten paar Prozent mehr Perfektion.

Der Kuchen ist immer noch ein Kuchen und vielleicht findet Dein zusätzlicher Aufwand noch nicht einmal die Anerkennung,

Die Du Dir gewünscht hättest und die billigen Supermarkt-Cookies mit den dicken Schokostückchen stoßen auf viel mehr Anklang.

Die Frage darf also sein,

Und es gibt nicht die eine richtige Antwort,

Muss es heute ein Meisterwerk sein oder reicht ein Kuchen,

Der einfach schmeckt?

Ein anderes Beispiel aus meinem ganz persönlichen beruflichen Alltag.

Ich erlebe das oft,

Wenn ich Vorträge oder Workshops gebe.

Ich habe bereits ein fertiges Konzept,

Eine gute PowerPoint,

Die Inhalte sitzen.

Mit ein paar kleinen Anpassungen,

Datum aktualisieren,

Ein,

Zwei Folien ein bisschen abändern,

Bin ich voll vorbereitet.

Das ist der sehr überschaubare 20% Aufwand,

Der maximalen Nutzen bringt,

Ich kann eine richtig gute Veranstaltung halten.

Aber mein innerer Perfektionist könnte auch sagen,

Oh oh,

Mach lieber alles neu,

Aktualisier das Design,

Die Schriftarten,

Schau dir das Farbschema nochmal genau an und eigentlich könntest du auch inhaltlich nochmal ganz konkret in jede Folie reingehen und komplett überarbeiten.

Das wären dann nochmal mindestens 80% zusätzlicher Aufwand.

Für ein Ergebnis,

Das das Publikum kaum oder gar nicht anders wahrnimmt,

Denn sie wissen ja überhaupt nicht,

Wie viel Energie in der neuen Version steckt,

Und hätten mit der alten im Grunde dieselbe Qualität bekommen,

Nur mit deutlich weniger Stress auf meiner Seite.

Und an der Stelle darf ich mich dann fragen,

Für wen mache ich diese Perfektion und ist sie mir in diesem Moment wirklich wichtig?

Wir dürfen jeden Tag überlegen,

Was bringt mir heute wirklich etwas,

Wofür lohnt es sich heute,

Energie auszugeben und wie viel Energie habe ich überhaupt zur Verfügung,

Und wo darf es einfach gut genug sein?

Das ist keine Aufforderung,

Ständig und bei allem alle Fünfe gerade sein zu lassen,

Manchmal darf es auch perfekt sein,

Glänzen,

Glitzern,

Noch ein bisschen besser,

Strahlender,

Sauberer,

Akkurater oder genauer sein,

Wenn unsere Kräfte es hergeben.

Und,

Und die Frage danach kann ein sehr hilfreicher Indikator sein,

Wenn wir uns das Ergebnis auch so perfekt wünschen würden,

Wenn niemand außer uns selbst es sähe.

Dann dürfen wir gern auch mal alles,

Nämlich unsere 100% geben für nur 20% mehr Output.

Das Pareto-Prinzip darf uns daran erinnern,

Nicht jede Aufgabe braucht immer die 100%.

Nicht jeder Tag muss ein Feuerwerk an Leistungsfähigkeit und Output und nicht jedes Ergebnis muss makellos sein.

80%,

Also gut,

Ist gut genug.

Und gut für Dich sowieso.

4.5 (6)

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Regina

January 8, 2026

Das Pareto-Prinzip. Danke für den Reminder vorher nachzudenken, ob sich der Aufwand "lohnt". Manchmal vergesse ich, dass ich diese Option ja auch noch habe: erst denken, dann tun 😀

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