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Wie du deine Beziehungen heilen kannst

by Sascha Planert

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Warum versteht er mich nicht? Warum reagiert sie immer so empfindlich? Wieso habe ich ständig Schuld? Solche Fragen rennen ununterbrochen bei einem Konflikt durch den Kopf. Und irgendwie redet man bei einer versuchten Konfliktklärung aneinander vorbei. Kennst du das? Gibt es dafür eine Lösung? Ja! Es ist sogar ein komplettes Infragestellen unserer Kommunikationsweise angesagt. Zunächst klären wir emotionale Verbundenheit und was es mit deinen Gefühlen sowie Bedürfnissen auf sich hat.

Transkription

Dein Podcast für Selbsterkenntnis und inneres Wachstum Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe vom Podcast mit mir,

Mein Name ist Sascha,

Ich freue mich,

Dass Du wieder mit dabei bist und heute sprechen wir ein etwas anderes Thema mal an,

Aber was wirklich gang und gäbe im Alltag ist und deswegen auch sehr wichtig ist.

Und zwar heißt die Überschrift heute Beziehungen heilen und damit meine ich nicht nur die Beziehung zu deinem Partner,

Sondern generell Konflikte,

Also sprich von Freund zu Freund oder Du zu deinem Arbeitgeber,

Also überall dort ist ein gewisses Konfliktpotenzial vorhanden,

Weil wir haben nun unterschiedliche Meinungen und die müssen wir eben manchmal etwas genauer vertreten und genauer benennen und das kann einfach zu Konflikten bei dem anderen führen,

Weil der andere eben eine andere Erwartung hat und am intensivsten erleben wir das mit unseren Partnern zusammen,

Vor allem wenn Du auch schon eine Familie hast,

Richtig mit Kindern und vor allem da als Elternteil zu Deinen Kindern,

Dort können natürlich auch immer viele Konflikte entstehen und deswegen will ich das einfach mal genauer beleuchten und Dir einfach Möglichkeit mit auf den Weg geben,

Wie Du einen Konflikt schneller aus dem Weg räumen kannst,

Beziehungsweise wie Du einfach wieder die Harmonie herstellen kannst.

Und zu Beginn möchte ich Dich einladen erstmal überhaupt zu untersuchen,

Was bedeutet denn eigentlich dieses schöne Wort Liebe,

Damit wollen wir einsteigen.

Wie würdest Du das für Dich definieren oder ist es vielleicht mehr ein Gefühl,

Was besagt das Ganze?

Und einsteigend für unser heutiges Thema möchte ich Dir eine folgende Methode an die Hand geben,

Beziehungsweise Dir einfach eine andere Perspektive darauf mal werfen und zwar dass Liebe nichts anderes ist als emotionale Verbundenheit.

Also wenn Du das jetzt genau mal für Dich betrachtest,

Ist es meist immer so,

Dass wenn wir unseren Partner lieben,

Dann besteht so eine Harmonie,

Eine emotionale Verbundenheit miteinander und auch eine Art Sicherheit.

Also immer wenn wir wissen,

Ich kann mich bei dem Partner fallen lassen,

Ich kann mich dem Partner hingeben,

Wenn ich mal einen schlechten Tag habe,

Weiß ich,

Dass mein Partner mich auffangen kann.

Ich weiß,

Ich kann mit meinem Partner schöne Gespräche führen,

Wirklich intime Themen,

Gedankengänge an ihn herantragen und er wird mir zuhören,

Er wird sich nicht lustig darüber machen und das ist dieses Band und dann kann diese Energie,

Kannst Du es auch nennen,

Einfach fließen.

Und je stärker dieses Band miteinander verknüpft ist,

Desto mehr sagen wir im Allgemeinen auch,

Ich liebe den anderen Partner und in abgeflachter Form ist es auch bei Freundschaften so,

Wenn wir da mal ein Licht drauf werfen.

Auch dort ist es,

Wenn wir wissen,

Derjenige hört mir zu,

Ich kann mit allen Themen zu demjenigen kommen,

Auch dann ist hier so eine emotionale Verbundenheit da.

Dieses emotionale Band,

Können wir auch sagen.

Oder beim Konflikt mit dem Arbeitgeber,

Du hast das Thema,

Der Arbeitgeber winkt ab,

Sagt nein,

Das machen wir absolut nicht so,

Dann ist auch dieses emotionale Band gebrochen.

Es ist klar,

Dass es nicht so intensiv sein wird,

Wie mit Deinem Partner,

Allerdings besteht es auch dort.

Immer wenn Du weißt,

Du kannst Deinem Arbeitgeber vertrauen,

Dass er überwiegend das Richtige tut,

Auch dieses Vertrauen darauf,

Klar,

Das Gehalt kommt,

Das gehört auch dazu,

Dann siehst Du auch hier,

Es besteht dieses emotionale Band und die Verbundenheit.

Und jetzt kommen wir zu dem Konflikt,

Was ist denn bei so einem Konflikt?

Dann haben wir meistens Dinge im Kopf,

Wie der andere versteht mich nicht,

Warum macht er das,

Wie kann er es wagen,

Er hat mich so enttäuscht.

Und Du siehst schon schnell,

Wir sind ganz oft bei einem Konflikt im Kopf,

Das heißt wir werden irgendwie verletzt und plötzlich kommen uns solche Gedanken,

Die eben dieses emotionale Band anfressen,

Bzw.

Es wirklich trennen,

Wenn es hart auf hart kommt.

Wir reden einfach,

Mach das so und so,

Also sprich,

Du sagst zu Deinem Partner,

Mach das doch mal so und so,

Weil das stört mich.

Dann kann er auf Deine Meinung sagen,

Bzw.

Seine und dann wird dieses ganze Band brüchig.

Also sprich,

Es steht dann einfach Meinung gegen Meinung und irgendwie versteht ihr euch nicht mehr und jeder ist nur noch in seinem Kopf,

Deswegen nenne ich das auch immer die Kopfphase am Anfang des Konfliktes und man kommt da nicht raus.

Und das erste ist,

Wenn Du einen Konflikt lösen möchtest,

Vielleicht auch lade Deinen Partner,

Bzw.

Den anderen dazu dann ein,

Erkennt,

Dass es sich bei dem Konflikt nur um eine Argumentationskette handelt und jeder will den anderen nun überzeugen,

Dass man seine Position in den Vordergrund rückt,

Also sprich,

Dass ich Recht habe.

Darum dreht sich das Ganze eigentlich nur.

Dieser ganze Kreislauf,

Egal was das jetzt für Worte sind,

Handelt eigentlich darum,

Ich habe Recht und Du sollst das so sehen wie ich.

Und diese ganzen Wortfetzen und Sätze,

Gedanken,

Damit dreht ihr euch nur im Kreis,

Weil worum es eigentlich geht,

Ist dieses besagte emotionale Band.

Wenn Du gerade in einem Konflikt bist,

Dann kannst Du jetzt direkt mal dort hineinfühlen in Dich.

Bist Du mit dem anderen noch verbunden?

Oder halbwegs?

Oder vielleicht gar nicht?

Und jetzt siehe diese ganzen Wörter,

Deine ganzen Gedanken,

Wenn Du sowas hast,

Eben wie der versteht mich nicht,

Wie kann er es wagen,

Warum traut er sich sowas?

Das sind Gedanken,

Die aber nicht für diese emotionale Verbundenheit da sind bzw.

Diese wiederherstellen können.

Ganz im Gegenteil,

Sie ziehen noch an diesem emotionalen Band und trennen euch beide noch mehr voneinander,

Als ihr es jetzt schon seid.

Also der erste Schritt ist zu erkennen,

Dass das keinen Sinn macht.

Man dreht sich mit diesen Argumentationen nur im Kreis und das emotionale Band bleibt unberührt bzw.

Wird noch weiter voneinander getrennt.

Und das Erste,

Was zur Lösung wirklich wichtig ist,

Ist,

Dass man selber erstmal wieder mit sich verbunden wird.

Also sprich,

Man verbindet sich mit sich selbst,

Das ist wirklich erstmal ganz klar das Wichtigste.

Und das nenne ich einfach mal die Herzphase.

Und da ist es gut,

Wenn jeder erstmal einen Moment Zeit für sich nimmt,

Weil was man in dieser Phase vorbereitet,

Ist das,

Also das Wichtige für die letzte Phase dann,

Worauf wir dann noch zu sprechen kommen.

Und was machst Du mit der Herzphase?

In der Herzphase kommst Du erstmal mit Dir selbst wieder in Kontakt.

Denn meistens ist man die ganze Zeit im Kopf gefangen,

Vor allem in solchen Konfliktsituationen und ist irgendwie gar nicht mehr mit sich verbunden.

Und in Vorbereitung auf den nächsten Schritt ist es hier wichtig,

In dieser Herzphase Kontakt zu seinen Gefühlen und zu seinen Bedürfnissen aufzunehmen.

Das ist ganz essentiell,

Weil oft weiß man gar nicht mehr so richtig,

Worum es eigentlich bei dem Konflikt geht.

Man sieht nur den anderen und denkt sich die ganze Zeit,

Warum macht er das nicht so,

Wie ich will?

Ich hab Recht,

Ich hab Recht,

Ich hab Recht.

Und ganz klar gesagt,

Es geht gar nicht darum,

Seine Bedürfnisse und seine Gefühle zu unterdrücken.

Ganz im Gegenteil.

Bloß,

Wir müssen erstmal lernen,

Mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen wieder in Kontakt zu kommen.

Ansonsten reden wir nur um den heißen Brei,

Der andere weiß gar nicht,

Worum es geht und wir selber auch nicht.

Und je mehr wir uns in dieser Schuldzuweisung befinden,

Der andere ist schuld,

Desto weniger haben wir eine Chance,

Dass unsere eigentlichen Bedürfnisse,

Die dahinter stecken,

Erfüllt werden.

Und der erste Schritt ist wie gesagt wesentlich,

Erstmal in den Kontakt mit uns selbst wieder zu kommen.

Und wenn du gerade in einer Konfliktsituation bist,

Kannst du die Übung gerne jetzt einfach gleich mal mitmachen,

Die ich dir vorschlage,

Um mit deinen Gefühlen in Kontakt zu kommen.

Oder du machst sie einfach so,

Weil es auch generell sehr wesentlich ist,

Dass wir aus unserem Kopf in unsere Gefühle wieder kommen können.

Setze dich einfach mal entspannt hin und schließe einfach die Augen.

Und als erstes machen wir es so,

Dass wir die Unterscheidung überhaupt treffen können zwischen Gedanken,

Empfindung und dem zugrunde liegenden Gefühl.

Denn hier schon was ganz Wichtiges,

Empfindungen sind nicht das Gefühl.

Also sprich,

Empfindungen,

Wärme,

Kälte,

Druck,

Herzklopfen,

Anspannung,

All das sind Körperempfindungen,

Die aber von einem Gefühl ausgelöst werden.

Gefühle sind sowas wie Traurigkeit,

Schmerz,

Freude,

Heiterkeit.

Es gibt noch ein paar andere,

Aber beziehe dich da wirklich auf diese Hauptgefühle erst mal.

Neid ist zum Beispiel ein zusammengesetztes Gefühl aus Schmerz und Wut.

Wut ist auch noch ein Hauptgefühl,

Nicht zu vergessen.

Angst.

Und dann gibt es eben noch abgestufte Gefühle davon.

Also von Freude ist zum Beispiel Heiterkeit,

Eine kleine Abstufung oder von Wut könnte man auch so ein bisschen dieses Kämpferenergie,

Ich bin halt so ein bisschen streitlustig,

All das könnte so etwas sein.

Aber es sind eben nicht diese Empfindungen,

Von denen wir gerade gesprochen haben.

Und Gedanken,

Ist klar,

Was das bedeutet.

Gedanken ist halt das,

Wenn wir uns im Kopf herumtreiben,

Entweder in Sprache oder Bildern.

Also setze ich jetzt einfach mal hin,

Ich mache die Augen geschlossen und ich stelle jetzt einfach die Fragen,

Was denkst du,

Was empfindest du,

Was fühlst du?

Und dann bitte ich dich einfach noch ein bisschen bei dem Gefühl dabei zu bleiben,

Also sprich du fühlst einfach das Gefühl,

Ohne etwas damit zu machen,

Einfach noch,

Um ein bisschen tiefer da hineinzukommen.

Und vor allem soll die Übung dir helfen,

Die Unterscheidung zu treffen.

Also Augen geschlossen,

Was denkst du jetzt?

Beantworte dir diese Frage innerlich als Beobachter,

Was denkst du jetzt?

Was empfindest du jetzt?

Wirklich bei den Körperempfindungen bleiben.

Und was fühlst du jetzt?

Bleibe noch ein bisschen bei dem Gefühl.

Gut,

Das sollte für diese Übung schon ausgereicht haben.

Es könnte jetzt sein,

Dass dir es wirklich schwerfällt,

Überhaupt etwas zu fühlen.

Keine Panik,

Das ist tatsächlich bei vielen so,

Weil wir generell in unserer Gesellschaft hier viel im Kopf einfach sind und gar keinen Kontakt so richtig zu uns haben.

Also mach diese Übung gerne öfters,

Um diese wichtige Unterscheidung für dich zu treffen.

Und vor allem,

Wenn du jetzt gar nichts gefühlt hast,

Dann kommt jetzt gleich die nächste Übung für dich.

Setz dich einfach mal hin,

Schließ noch mal die Augen und atme jetzt einfach mal mit einem Seufzer aus.

Es ist wie,

Als wenn du ein schweres Gepäckstück jetzt einfach absetzen würdest.

So kann etwas Oberflächenspannung einfach abfallen.

Und jetzt horsch einfach mal in dich hinein,

Lass die Atmung frei fließen und jetzt schau,

Ob dein Körper innerlich bewegt ist oder nicht.

Ist es eine Anspannung oder ist da Stille?

Und jetzt frage dich zuerst nach deiner Stimmung.

Das hilft meistens,

Um in das Gefühl hineinzukommen.

Also frag dich,

Nehme ich Ruhe oder Unruhe wahr?

Wenn es Ruhe sein sollte,

Ist es sowas wie vielleicht Frieden oder Glück.

Und merkst du eher Bewegtheit in deinem Körper,

Dann ist es eher Unruhe.

Und wichtig dabei ist,

Unruhe heißt hier nicht,

Ob ein negatives oder positives Gefühl.

Alle Gefühle,

Auch Freude,

Wirken erstmal eine Unruhe in uns aus,

Weil wir schneller atmen,

Unser Herz schlägt schneller,

Einfach weil wir uns freuen.

Das ist überhaupt hier nicht wertend gedacht,

Das ist einfach nur,

Damit du merkst,

Unruhe kann sowohl Freude als auch Wut bedeuten.

Lass den Atem weiter frei fließen und jetzt kannst du langsam diese kleine Übung beenden,

Auch gerne noch ein wenig nachspüren und dir einfach vergegenwärtigen,

Ob du jetzt besser in das Gefühl hineingekommen bist.

Also es besser benennen konntest,

Was jetzt gerade für ein Gefühl bei dir da ist.

Das ist ein Teil von der Herzphase,

Also sprich,

Dass wir in den Kontakt mit uns kommen,

In unsere Gefühle.

Und wenn wir gerade mit einem Konflikt stark beschäftigt sind,

Dann wird dieses Gefühl natürlich eher in Richtung Ärger gehen,

Unzufriedenheit,

Vielleicht auch Wut.

Das ist natürlich dann eine logische Abfolge dessen,

Dass wir uns gerade in dem Konflikt nicht gut fühlen und dann sind solche Gefühle vorherrschen.

Der zweite Teil von der Herzphase ist,

Mit den Bedürfnissen auch wieder in Kontakt zu kommen.

Man geht davon aus,

Dass Gefühle immer von Bedürfnissen hervorgerufen werden.

Das heißt,

Man nimmt im Außen irgendeine Situation wahr.

Das nehmen wir durch unseren ganzen Sinn auf,

Diese Information.

Dann haben wir unsere ganzen Programme und Muster,

Die psychologisch in uns abgelegt sind.

Dort sind auch unsere Werte und eben auch unsere Bedürfnisse.

Und wenn diese Bedürfnisse nicht befriedigt sind,

Dann kommen unsere Gefühle zum Tragen.

Dadurch entstehen diese Gefühle.

Und man hat immer ein positives Gefühl,

Wenn ein Bedürfnis grundsätzlich befriedigt ist.

Und ein negatives Gefühl,

Wenn ein Bedürfnis nicht befriedigt ist.

Das kannst du dir schon mal so merken.

Und deswegen ist es auch so wichtig,

Gefühl und Bedürfnis zusammenzusehen.

Weil die sich gegenseitig bedingen.

Und was könnten jetzt Bedürfnisse sein,

Generell?

Und hier ist es gut,

Nimm doch mal den Blick ein wenig weg von dem derzeitigen Konflikt,

Den du vielleicht hast.

Und schau einfach mal,

Was gibt es denn so für Bedürfnisse?

Das könnte sein Freiheit,

Orientierung,

Struktur,

Ordnung,

Zweisamkeit,

Nähe.

Da gibt es eine Riesenpalette.

Kannst du auch gerne noch mal weiter forschen.

Da gibt es wirklich ganz viele Hinweise und Ideen dazu.

Und es ist wichtig,

Dass du deine Bedürfnisse kennst.

Und vor allem in der Konfliktsituation,

Um dir überhaupt zu vergegenwärtigen können,

Was ist dir jetzt wichtig?

Und wenn wir das haben,

Können wir uns wieder dem Konflikt überhaupt richtig nähern und dem Konfliktpartner,

Wo es vielleicht auch gerade eben habert und das Ganze nicht so eine schöne Situation ist.

Es ist wichtig,

Dass du dich mit dieser Person triffst bzw.

Dich mit ihr auseinandersetzt.

Aber diesmal redest du anders mit ihr,

Denn diesmal bist du mit ihr selber in Kontakt und deswegen wird die Situation,

Dieses Konfliktgespräch ganz anders ablaufen können.

Und hier folgen wir der sogenannten gewaltfreien Kommunikation.

Es gibt auch wertschätzende Kommunikation,

So wird es auch manchmal genannt oder einfühlsame Kommunikation.

Und das ist unser Haupttool überhaupt dafür.

Und diese gewaltfreie Kommunikation besteht aus vier Schritten.

Der erste Schritt heißt Beobachtung.

Der zweite Schritt ist das Gefühl.

Der dritte das Bedürfnis.

Und der vierte ist die konkrete Bitte.

Wir nehmen jetzt hier direkt ein Beispiel.

Stell dir vor,

Ich weiß jetzt nicht,

Ob du ein Mann oder eine Frau bist,

Aber die Situation kannst du dir sicher vorstellen.

Ein Mann arbeitet einfach ganz viel an seinem Laptop und arbeitet einfach mehr als sonst.

Die Frau kommt,

Tippt ihn an,

Er sitzt dort in seiner Arbeit zu Hause und die Frau sagt einfach los komm,

Räum jetzt mal die Küche mit mir auf.

Irgendwie arbeitest du die ganze Zeit.

Was ist bei dem Mann?

Da leuchtet sofort die Alarmglocke.

Er hat seine Meinung.

Ich muss das machen,

Ich muss das noch fertig kriegen und so weiter und so fort.

Und schon ist hier dieser kleine Mini-Konflikt einfach zum Tragen gekommen.

Und was ist passiert?

Die Frau sieht,

Ah der Mann arbeitet und schießt sofort dagegen.

Und das ist auch in dem Sinne nicht schlimm,

Weil wir haben es nicht anders gelernt.

Wir haben es nicht anders gelernt.

Es ist immer etwas im Außen,

Was uns stört,

Was anders sein muss.

Und so ist es für den Mann genauso aus seiner Perspektive.

Er hört die Worte der Frau und denkt sich sofort,

Was will die denn jetzt von mir?

Warum greift die mich an?

Oder er kriegt Schuldgefühle und denkt sich,

Oh muss ich das jetzt machen?

Ansonsten verlässt sie mich vielleicht und irgendwie kriselt sowieso schon die ganze Zeit zwischen uns.

Und du siehst,

Er ist in seiner Welt und die Verbundenheit ist nicht da.

Die Verbundenheit ist zwischen den zwei Partnern nicht da und die Verbundenheit ist auch für jeden separat überhaupt nicht da,

Weil jeder sofort in den Kopf geht.

Und was wäre jetzt im Sinne der gewaltfreien Kommunikation gut,

Was die Frau stattdessen machen könnte?

Erstens,

Das war die Beobachtung der Schritt.

Das heißt,

Die Frau sagt dem Mann eine Beobachtung,

Was sie jetzt sieht.

Und was wirklich passiert ist,

Was der Mann auch in dem Sinne nicht abstreiten kann,

Wichtig ist hierbei,

Dass es urteilsfrei ist und genau,

Also solche Worte wie immer,

Du arbeitest immer so viel,

Solche wird er rauslassen.

Frau könnte sagen,

Hier Schatz,

Schau,

Du hast die letzte Woche mehr gearbeitet als sonst.

Du siehst schon an den Worten,

Es ist eine reine Beobachtung und wertfrei.

Es ist einfach das,

Was passiert ist.

Und so könnte sie das Gespräch einfach eröffnen.

Und so macht der Mann auch höchstwahrscheinlich nicht sofort zu.

Dann sagt sie,

Wie sie sich fühlt.

Und hier ist schon ein Riesenunterschied.

Das heißt,

Sie sagt,

Was ihre Beobachtung in ihr auslöst,

Nicht was der Mann damit zu schaffen hat oder sonstiges,

Sondern wie sie sich fühlt.

Wir machen uns dadurch in einer gewissen Art verletzlich für den anderen und authentisch,

Indem wir uns,

Also nicht uns,

Sondern dem anderen das Gefühl sagen,

Wie wir uns gerade fühlen.

Und dadurch laden wir den anderen Partner ein,

Sich zu öffnen und sich wieder mit dem Gefühl zu verbinden.

Also von Gefühl zu Gefühl und das eben freiwillig,

Auf freiwilliger Basis.

Und indem wir dieses Gefühl anbieten,

Unsere Innenwelt,

Ist bei dem anderen in der Regel auch dieses Bedürfnis nach Harmonie geweckt,

Beziehungsweise er hat eine andere Art wieder mit uns in Kontakt zu treten,

Eben nicht über Worte,

Sondern über die Gefühle,

Über dieses angeknackste emotionale Band.

Also zweiter Schritt war,

Die Frau sagt,

Wie sie sich fühlt in dem Beispiel.

Das könnte sein,

Das macht mich ein bisschen traurig.

Das könnte sie so sagen.

Und der dritte Schritt ist,

Dass sie nach dem Gefühl gleich das Bedürfnis mit ankoppelt.

Das Bedürfnis könnte zum Beispiel Zweisamkeit sein.

Und hier kann man sich auch die schöne Reihenfolge merken.

Der zweite Schritt wird eingeleitet mit dem Gefühl,

Also ich bin und dann Komma,

Weil Punkt,

Punkt,

Punkt,

Das Bedürfnis mir wichtig ist.

Also die Frau könnte sagen,

Ich bin dadurch ein bisschen traurig,

Weil mir Zweisamkeit wichtig ist.

Und hier siehst du,

Der ganze Fokus liegt auf der Frau,

Nicht auf dem Mann.

Sie sagt,

Was diese Beobachtung mit ihr macht.

Die Beobachtung,

Das Gefühl,

Das Bedürfnis.

Und jetzt hat sie die Möglichkeit,

Eine Bitte zu formulieren.

Hier ist ganz wichtig,

Die Bitte ist keine Forderung.

Ansonsten fühlt der andere sich natürlich wieder sofort in die Ecke gedrängt oder macht es nur,

Obwohl er es gar nicht will,

Also widerwillig.

Bei der Bitte ist auch wichtig,

Na klar,

Wie man sie formuliert,

Aus welcher Tonlage und auch,

Dass sie ganz konkret ist.

Also wenn die Frau jetzt sagen würde,

Nimm dir mal wieder mehr Zeit für mich,

Ist das auch sehr vage,

Weil setze ich mal in die Lage von dem Mann hinein.

Was heißt jetzt immer mehr Zeit?

Generell oder ist das jetzt nur Montag bis Freitag oder nur am Wochenende?

Das ist sehr unkonkret,

Damit kann der Mann nichts anfangen,

Beziehungsweise der andere Partner.

Konkreter wäre es zum Beispiel,

Es wäre schön,

Wenn wir uns dieses Wochenende Zeit für einen Kinobesuch nehmen würden.

Das ist eine ganz klare Bitte.

Der Mann weiß,

Aha,

Um was es geht und kann dieser Bitte nun nachgehen oder auch nicht erst mal.

Das Wichtige ist,

Es ist eine Bitte.

Und in diesem ganzen Ablauf siehst du,

Wie wertvoll diese gewaltfreie Kommunikation ist,

Weil es einfach eine ganz andere Art zu reden ist.

Man wird sich selbst viel klarer über die Gefühle und die Bedürfnisse und kann somit eine ehrliche,

Authentische Beziehung aufbauen,

Beziehungsweise pflegen.

Und hier jetzt noch ein paar wichtige Überlegungen dazu.

Der andere ist an sich immer niemals die Ursache von unseren Gefühlen,

Sondern nur der Auslöser.

Und das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Wir denken immer,

Der andere macht irgendwas und er ist daran schuld und er muss sich verändern.

Er sieht mich nicht,

Er weiß nicht,

Was ich meine.

Es ist immer der andere als Feind betrachtet,

Obwohl die Ursache wir selber sind.

In uns selbst werden diese Bedürfnisse und Gefühle kreiert,

Das ist in uns.

Der andere trägt nicht die Verantwortung dafür.

Sein Verhalten löst das aus,

Aber wir stehen in der Verantwortung damit umzugehen.

Auf der anderen Seite ist es genauso.

Natürlich sind wir empathisch und wollen mitfühlen bei dem anderen,

Aber er ist auch für seine Gefühle und Bedürfnisse verantwortlich.

Somit fällt das Ganze schon viel einfacher mit dieser Betrachtungsweise.

Für die Herzphase möchte ich auch noch gerne was sagen.

Das war die zweite Phase,

Ich hatte das so unterteilt in Kopfphase,

Herzphase und Kommunikationsphase.

Bei der Herzphase ist auch zu klären,

Wenn du mit deinen Gefühlen in Kontakt kommst und mit deinen Bedürfnissen,

Was sind diese Bedürfnisse im Hinblick überhaupt zu dem Partner.

Sprich,

Kann der Partner diese Bedürfnisse jemals erfüllen?

Worum geht es dabei?

Wenn es um solche Themen wie Selbstverwirklichung usw.

Geht,

Dann kann der Partner das zum Schluss nie wirklich erfüllen und überhaupt kann der Partner nie die absolute Erfüllung dir bieten.

Die absolute Erfüllung ist auch ein Thema,

Was du in dir selbst findest.

Das heißt,

Wenn du solche Bedürfnisse hast und die Beziehung damit sinnloser Weise belastest,

Dann ist es egal welchen Partner du hast,

Dann wird es auch beim nächsten,

Beim übernächsten usw.

So sein,

Weil der Partner einfach nie diese Bedürfnisse befriedigen kann.

Deswegen ist es hier wichtig,

Kläre für dich wirklich,

Was sind das für Bedürfnisse und kann der Partner die überhaupt erfüllen?

Das ist wirklich ein Fehler,

Den man oft sehen kann,

Da werden Beziehungen mit so viel Kram belastet,

Was eigentlich immer einen selbst betrifft und was der andere nie lösen kann.

Das zweite Wichtige für die Herzphase ist auch,

Was ich dir auf den Weg mitgeben will,

Was passiert denn jetzt,

Wenn ein Bedürfnis vorübergehend nicht erfüllt werden kann,

Einfach aus der Situation heraus?

Vielleicht ist der Partner auf Montage oder das kommende Gespräch,

Was du auch gerne machen möchtest,

Kann einfach nicht stattfinden,

Aufgrund der Verzögerung oder sonstiges.

Dann sitzt du erstmal in der Regel mit dem Gefühl alleine da.

Das Bedürfnis ist nicht befriedigt,

Aber das Gefühl ist da und das Gefühl kann im falschen Umgang damit viel Schaden anrichten,

Zum Beispiel Wut.

Wut,

Das Gefühl ist an sich nicht schlimm,

Bloß die Handlungen,

Die daraus folgen.

Das heißt,

Du kannst regelrecht durchtränkt sein mit Wut und es an allen auslassen und damit wirkst du eher zerstörerisch.

Und wenn du es wirklich genau betrachtest,

Hilft auch mal ein lauter Schrei nicht wirklich viel.

Natürlich,

Man hat das Gefühl,

Ah jetzt lass mal Energie weg,

Aber irgendwie ist das Gefühl immer noch in einem drin.

Und was kannst du da machen?

Das ist das Ausfühlen,

Man nennt es auch das Verbrennen von einem Gefühl und das knüpft so ein bisschen an die Übung an,

Wo wir vorhin zusammen ins Fühlen gekommen sind.

Da hatte ich am Ende gesagt,

Bleib bei deinem Gefühl und genau darum geht es.

Das heißt,

Wir bleiben in solchen Momenten bei unseren Gefühlen und machen einfach nichts damit.

Wir lassen das Gefühl in uns austoben und das hält dann ein,

Zwei Minuten an und danach verbrennt es.

Dann vergeht die Energie.

Und hierbei ist wichtig,

Wir gehen nicht in den Kopf groß hinein und grübeln,

Was soll das Gefühl jetzt,

Wo kommt das her,

Sondern du bleibst einfach bei dem Gefühl und machst nichts damit.

Keine Kompensationshandlung,

Du rennst nicht schnell zu deinem Handy und denkst,

Ah jetzt gucke ich mir irgendwas nach.

Das hat alles nur damit zu tun,

Dass du die Wut unterdrückst.

Bringt auch nichts,

Weil das Gedankenkino lässt einfach nicht nach.

Solange du das darunterliegende Gefühl nicht fühlst,

Ausfühlst,

Setzen sich immer wieder diese Gedankenfilme obendrauf.

Das ist ein zweiter wichtiger Punkt für die Herzphase.

Wir sind jetzt langsam am Ende angekommen von dem Podcast.

Ich überlege gerade noch,

Ob ich etwas Wichtiges vergessen habe.

Allerdings denke ich,

Ist das jetzt erstmal genug Information für dich.

Ich werde das auch nochmal im nächsten Podcast vielleicht aufgreifen,

Ein bisschen näher.

Denn das Thema generell ist sehr spannend,

Weil wir immer in Konflikte irgendwie geraten,

Weil wir immer mit Menschen zusammenarbeiten,

Zusammen leben und zusammen auch etwas schaffen.

Und hier noch der Hinweis,

Die GFK,

Gewaltfreie Kommunikation,

Gibt es einfach mal ein bei Google,

Da gibt es massig an Informationen.

Es ist sehr gut geeignet.

Für mich ist es bloß immer ganz wichtig zu sehen,

Überhaupt diesen Konflikt,

Dass der nur im Kopf ist,

Also dieser besagten Kopfphase,

Dass man sich da im Kreis dreht und auch die Herzphase,

Sprich bevor man in diese Kommunikationsphase geht,

In der Gewaltfreien Kommunikation,

Dass man sich erstmal mit sich verbindet richtig,

Den eigenen Kontakt herstellt und auch zu wissen,

Was passiert,

Wenn ein Bedürfnis erstmal nicht erfüllt werden kann,

Beziehungsweise kann der Partner überhaupt je dieses Bedürfnis erfüllen.

Wenn du Fragen hast,

Schreib mir einfach,

Sprich mich gerne an,

Du kannst mich immer über saschaplanert.

De im Internet erreichen,

Über das Kontaktformular,

Du kannst mir auch gerne eine E-Mail schreiben,

An info at saschaplanert.

De,

Ist auch kein Problem.

Ansonsten hoffe ich,

Dass dir das Ganze ein bisschen geholfen hat,

Hier beim Thema Beziehung heilen und ich freue mich,

Wenn du das nächste Mal wieder mit dabei bist.

Bis dahin,

Tschüssi.

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Doris

September 18, 2023

Einfach so wahr! Danke herzlich!

Margarita

December 26, 2022

Sehr gut!

Julia

March 7, 2022

Sehr spannend! Hatte richtig das Bedürfnis mitzuschreiben um nix zu vergessen 😊

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