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Der Innere Heißluftballonweg · Kapitel 2/8

by Sascha Planert

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Kapitel 2 führt tiefer in die Symbolik des Heißluftballonwegs ein. Der Ballon wird dabei zur inneren Landkarte deines Erlebens: der Korb als Körper, die Sandsäcke als gebundene Gefühle, die Stricke als Gedanken und die Flamme als Präsenz. Schritt für Schritt wird sichtbar, wie innere Spannung entsteht – und wie sich durch Anhalten, Spüren, Akzeptieren und Übergabe wieder natürlicher Auftrieb entfalten kann. Kein Modell zum Analysieren, sondern ein Bild zum unmittelbaren Erleben.

Transkription

Kapitel 2 Symbolik die innere Landkarte deines Aufstiegs.

Der innere Heißluftballonweg arbeitet mit einem klaren Bild.

Dieses Bild ist keine bloße Metapher.

Es ist eine Landkarte deines inneren Erlebens.

Jeder Teil des Ballons entspricht einem konkreten Aspekt deines Menschseins.

Wenn du dieses Symbolsystem einmal verinnerlicht hast,

Wirst du dich in den vier Schritten mühelos orientieren.

Nicht im Kopf,

Sondern als verkörperte Ausrichtung.

Der Korb,

Dein Körper.

Der Korb ist dein Körper.

Er ist der Ort,

An dem dein Leben tatsächlich geschieht.

Alles,

Was du innerlich erlebst – Gedanken,

Enge,

Weite,

Angst,

Freude – zeigt sich immer zuerst im Körper.

Der Körper ist kein Hindernis auf dem Weg,

Er ist ein Anker in der Gegenwart.

Ohne Korb kein Flug,

Ohne Körper kein Dasein.

Die Sandsäcke,

Deine Gefühle.

Die Sandsäcke stehen für schwere Gefühle,

Für emotionale Energie,

Die als Last im Körper gebunden ist.

Angst,

Traurigkeit,

Schuld,

Scham,

Wut.

Schwere Gefühle sind keine Fehler.

Sie sind ein Hinweis,

Dass ein Gewicht abgeworfen werden kann.

Die Stricke,

Deine Gedanken.

Die Stricke stehen für deine Gedanken.

Gedanken können bewerten,

Erklären,

Rechtfertigen,

Kontrollieren,

Vergleichen.

Sie verbinden den Körper mit den Gefühlen.

Die Stricke sind nicht das Gewicht.

Sie sind das,

Woran innerlich gezogen wird.

Gedanken erscheinen von selbst,

Sie kommen und gehen.

Ein Strick zieht nicht von selbst.

Zug entsteht erst dort,

Wo ein Gedanke innerlich festgehalten oder in ihn eingestiegen wird.

Dann wird aus einem Gedanken eine Spannung,

Ein gezogener Strick.

Je mehr gedacht,

Bewertet und kontrolliert wird,

Desto stärker bleibt alles in Spannung.

Die Sandsäcke binden Energie,

Die Stricke halten sie fest.

Die Flamme,

Deine Präsenz.

Die Flamme steht für deine Präsenz,

Nicht als spirituelles Konzept,

Sondern als dein direktes inneres Wachsein.

Die Flamme ist Wahrnehmung,

Gegenwärtigkeit,

Stilles Gewahrsein.

Sie muss nicht erzeugt werden.

Sie ist immer da.

Doch sie kann in den Hintergrund treten,

Durch Gedankenspiralen,

Durch emotionale Verstrickung,

Durch inneres Getriebensein.

Wenn du die Flamme bemerkst,

Kann Auftrieb entstehen.

Der Himmel,

Deine innere Weite,

Freude und Freiheit.

Der Himmel steht für Weite,

Frieden,

Freude,

Freiheit.

Nicht als Ziel,

Das du erreichen musst.

Sondern als Dimension deines eigenen Bewusstseins,

Die immer schon da ist.

Diese Qualitäten müssen nicht hergestellt werden,

Müssen nicht verdient werden,

Müssen nicht erarbeitet werden.

Sie zeigen sich von selbst,

Wenn das Festhalten endet.

Der Ballon steigt nicht in einem fremden Raum auf,

Er steigt in die Weite,

Die dein tiefstes Wesen ist.

Die innere Dynamik der vier Schritte.

Aus diesem Symbolsystem ergeben sich die vier Schritte deines Weges ganz natürlich.

Anhalten.

Du trittst aus dem Reaktionsmodus heraus.

Du bemerkst die Flamme,

Deine gegenwärtige Präsenz.

Du hörst auf,

Weiter an den Stricken zu ziehen.

Das Gewicht der Sandsäcke bleibt,

Doch sie werden sichtbar als körperlich spürbare Last.

Spüren.

Du nimmst das Gewicht der Gefühle direkt im Körper wahr.

Nicht als Geschichte,

Sondern als Empfindung.

Du kommst in direkten Kontakt mit dem Sandsack.

Mit Druck,

Enge,

Schwere Unruhe.

Ohne ihn zu analysieren.

Akzeptieren.

Du hast auf,

Innerlich gegen das Gewicht zu kämpfen.

Der innere Krieg endet.

Genau hier kann etwas geschehen.

Indem du das Gefühl spürst und nicht mehr bekämpfst,

Entlädt sich die darin gebundene Energie und der Sandsack kann fallen.

Dieser Sandsack wird nicht länger am Körper festgehalten.

Übergabe Du lässt den letzten inneren Zugriff los.

Nicht mehr auf das Gefühl,

Sondern auf die Gedanken,

Die daran anknüpfen wollen.

Du beschäftigst dich immer weniger mit den Strickenten.

Du verlierst das Interesse daran,

Die alten Geschichten weiterzudenken.

Mit der Zeit verlieren diese Strickenten ihre Kraft.

Immer weniger schwere Gefühle können sich dauerhaft an ihnen halten.

Neue Sandsäcke fallen schneller wieder ab.

So übernimmt der natürliche Auftrieb immer mehr das Ruder.

Abschließende Einordnung Dieses Symbolsystem will nicht verstanden werden.

Es ist ein inneres Erleben,

Das du Schritt für Schritt erfährst.

Du steigst nicht auf,

Weil du stärker wirst.

Du steigst auf,

Weil du aufhörst,

Dich festzuhalten.

An Gefühlen,

Die du nicht spürst und an Gedanken,

Die du nicht loslassen willst.

Mit der Zeit fallen Sandsäcke,

Strickenten verkümmern und der Himmel in dir wird immer selbstverständlicher spürbar.

Du kennst nun die innere Landkarte.

Doch eine Landkarte wird erst lebendig,

Wenn du dich in ihr bewegst.

Im nächsten Kapitel beginnt keine Technik.

Schritt 1 ist einfaches Innehalten.

5.0 (1)

Neueste Bewertungen

Antje

May 23, 2026

Das Bild vom Heißluftballon macht es leichter, mich nicht zu bewerten. Danke!

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