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Im Wald Ankommen – Naturmeditation Für Erdung & Innere Ruhe

by Simone Haaßengier

Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle

Diese Meditation führt dich in einen ruhigen Wald – begleitet von leisen Naturgeräuschen. Zwischen Moos, weichem Boden und ersten Blüten kannst du langsamer werden und durchatmen. Eine Einladung, dich getragen zu fühlen und wieder bei dir selbst anzukommen.

Transkription

Herzlich willkommen zu dieser Meditation.

Ich war heute im Wald und ich möchte dich gerne mitnehmen.

Setze dich dafür hin oder lege dich hin,

Ganz wie du magst.

Schließe die Augen oder senke sanft den Blick.

Stell dir vor,

Du stehst am Waldrand.

Es ist Frühling.

Die Äste sind fast noch kahl,

Aber überall ist das erste zarte Grün zu sehen.

Es ist winzig,

Hellgrün und unaufgeregt.

Atme einmal tief ein,

Als würdest du die erste Waldluft des Jahres einatmen und atme dann langsam wieder aus.

Komme in diesem Moment an.

Stell dir vor,

Du gehst ganz langsam in den Wald hinein.

Deine Füße sind auf dem Waldboden.

Du spürst weiches Laub,

Erde oder Moos.

Fühle,

Wie der Boden dich trägt.

Dieser alte,

Geduldige Boden.

Er hat schon viele Sommer und Winter gesehen und er trägt immer noch.

Wieder und wieder.

So,

Wie er dich jetzt trägt.

Jetzt richte deine Aufmerksamkeit einmal zu deinen Füßen,

Zu den Sohlen,

Das Gewicht deines Körpers darauf.

Der Boden trägt deine Füße und deine Füße tragen dich.

Bleibe für einen Moment bei dieser Vorstellung.

Ich beschreibe dir drei Dinge,

Die ich heute gesehen habe.

Das Erste.

Moos auf einem alten Baumstamm.

Es ist leuchtend grün,

Samtig.

Es wächst auf allem,

Was lange genug still hält.

Auf Steinen,

Auf Bäumen,

Auf vergessenen Dingen.

Es braucht keine Aufmerksamkeit.

Es wächst trotzdem.

Was wächst gerade in dir,

Auch ohne,

Dass du es beachtest?

Das Zweite Bild.

Eine einzige lila Blüte,

Der Lärchensporn.

Er wächst mitten in einem Blätterteppich aus dem letzten Herbst.

Ganz alleine.

Er ist winzig und trotzdem,

Oder gerade deshalb,

Ist er unübersehbar.

Was wartet in dir darauf,

Gesehen zu werden,

Auch wenn es noch klein ist?

Das Dritte Bild.

Weiße Buschwindröschen.

Sie blühen nur jetzt,

Genau in diesem Moment,

Wenn das Licht durch die kahlen Äste fällt.

In ein paar Wochen sind sie schon wieder weg.

Sie wissen,

Wann ihr Moment ist.

Und sie zögern nicht.

Wann ist dein Moment?

Du musst es nicht wissen,

Nur offen bleiben,

Um ihn zu erkennen.

Stell dir vor,

Du stehst einfach da,

Mitten im Wald.

Du hast kein Ziel,

Keinen Weg,

Den du gehen musst.

Du bist einfach nur hier.

Vielleicht hörst du in deiner Vorstellung Vögel oder den Wind,

Wie er durch Äste streift.

Oder gar nichts.

Nur diese tiefe,

Sanfte Stille,

Die der Wald manchmal hat.

Nimm diese Stille an.

Nicht als Leere,

Sondern als Raum.

Ein Raum für das,

Was gerade in dir ist und noch keine Namen hat.

Atme einmal tief in diesen Raum hinein und wieder aus.

Lass deinen Atem jetzt wieder natürlich fließen.

Bevor wir zurückgehen,

Schau dich in diesem Wald noch einmal um.

Was nimmst du mit?

Vielleicht das Bild des Mooses,

Wie es auf dem Baumstamm wächst.

Die Stille,

Die dich trägt.

Vielleicht ein leises Ja zur eigenen Bereitschaft.

Vielleicht nimmst du auch das folgende Gefühl mit.

Ich muss nicht alles wissen.

Ich muss nur hier sein.

Komme nun langsam zurück.

Spüre deine Hände,

Deine Füße,

Die Sitzfläche oder den Boden unter dir.

Bewege langsam die Hände und die Füße.

Strecke dich ein bisschen,

Wenn du magst und öffne dann langsam die Augen.

Dein Atem ist ruhig.

Deine Kraft ist da.

Das ist dein Moment.

Danke,

Dass du dabei warst.

© 2026 Simone Haaßengier. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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