
Bewegung mit Mitgefühl (MSC)
by Mirjam Luthe
Diese Praxis ist ein körperlicher Ausdruck von Selbstmitgefühl. Die Intention ist auch hier, das Gewahrsein für den Körper zu verfeinern und ein warmherziges und mitfühlendes Nach-Innen-Lauschen zu erlauben - auch dann, wenn körperliches oder emotionales Unbehagen spürbar sind. Dein Körper tut seit Deiner Geburt sein Bestes für Dich… Diese Anleitung ist nur eine Einladung. Lass die Bewegung, die Dir jetzt gerade gut tut, intuitiv von innen heraus entstehen: Was brauchst Du jetzt gerade?
Transkription
Informelle Praxis mit fühlende Bewegung.
Bei dieser einfachen Praxis bist du eingeladen die Frage,
Was brauche ich körperlich in diesem Moment innerlich zu bewegen.
Ist eine Gelegenheit den Körper für einen Moment während anderer Aktivitäten des Tages zu dehnen,
Zu strecken und sowohl Körper als auch Geist zu erfrischen.
Auch das ist eine Praxis,
Die zu jedem Zeitpunkt intuitiv und kurz oder länger nach deinem Bedürfnis angepasst werden kann.
Bei dieser Praxis geht es hauptsächlich darum,
Die mitfühlende körperliche Bewegung von innen herauskommen zu lassen.
Es geht nicht darum,
Einer Anleitung zu folgen,
Sondern zu vertrauen,
Zu üben,
Auf die innere Stimme zu lauschen.
Die Übung kann mit offenen oder geschlossenen Augen durchgeführt werden,
So wie es sich für dich sicher und stimmig anfühlt.
In dieser Praxis dürfen die Augen immer geöffnet werden,
So wie es dich unterstützt.
Wenn du möchtest und kannst,
Dann komme in den Stand.
Einen Moment die Fußsohlen im Bodenkontakt spüren,
Hüftbreit oder so,
Dass das Stehen angenehm,
Nicht anstrengend sich anfühlt.
Die Verbindung zur Erde und zur Aufrichtung spüren.
Wir werden uns nun mitfühlend bewegen.
Du kannst dich innerlich immer wieder fragen,
Was brauche ich jetzt?
Und das tun,
Was für dich an dieser Stelle passt,
Auch jenseits dieser Anleitung.
Stehe aufrecht und spüre deine Fußsohlen,
Wie sie Bodenkontakt haben.
Fußsohlen,
Die die Erde,
Mutter Erde,
Berühren,
Qualität des Untergrunds spüren.
Festigkeit,
Geerdet sein,
Dich verankern,
Festigkeit spüren.
Aus einem bequemen Stand,
Achtsam für Empfindlichkeiten,
Vielleicht in den Knien oder im unteren Rücken,
Biege dich sanft ein wenig vor und zurück,
So wie diese Bewegung ganz intuitiv entsteht und angemessen an deine jetzige Befindlichkeit und Energie ist.
Vor und zurück und rechts,
Links,
Seitlich.
Kleine kreisende Bewegungen mit weichen Knien und spüren,
Wie sich die Empfindungen der Fußsohlen dabei verändern,
Die Kontakt mit dem Boden haben.
Lass das spielerisch sein,
Wie von innen entstehen,
Ohne es zu denken,
Ohne es von außen zu beobachten.
Deine Aufmerksamkeit in deinen Füßen verankern und dann öffne das Feld deiner Aufmerksamkeit weiter.
Scanne deinen gesamten Körper,
Indem deine Aufmerksamkeit nacheinander von den Fußsohlen beginnend auf alle Körperteile,
Körperbereiche längst und den Empfindungen nachspürst.
In Bereiche wahr,
Die sich angenehm anfühlen,
Wie auch solche,
Die vielleicht angespannt sind,
Wie ein innerer Scheinwerfer,
Eine Taschenlampe,
Die diese Bereiche erspürt und die Qualität,
Wie sich in diesem Augenblick eine wiegende,
Sanfte Bewegung in diesen Körperbereichen erfahren lässt.
Schau,
Ob es möglich ist,
Für einen Augenblick mit deiner Aufmerksamkeit an einer Stelle im Körper zu verweilen,
An der du Unbehagen verspürst,
Vielleicht Anspannung und dann die Einladung,
Deinen Körper langsam so zu bewegen,
So wie es dir jetzt gerade wirklich gut tut.
Sanft und dir Mitgefühl schenkend.
Aus dieser Sanftheit,
Inneren Freundlichkeit,
Dich dir selbst in der Qualität der Bewegung Mitgefühl schenken.
Vielleicht magst du auch mal sanft die Schultern kreisen.
Deinen Kopf sehr sanft seitlich bewegen,
Sehr achtsam kreisen lassen.
Vielleicht sind das nur ganz kleine Bewegungen.
Bewegungen,
Die Mitgefühl ausdrücken.
Vielleicht auch mal die Vertikale verlassen und wenn es möglich ist,
Unteren Rücken Gleichgewicht sind,
Ein wenig in der Taille beugen,
Eine Vorwärtsbeuge andeuten oder machen.
Ganz hinspürend,
Achtsam und mitfühlend für Stellen,
In denen Anspannung,
Unbehagen wahrnehmbar sind.
Lass die Bewegung entstehen,
Die sich für dich in diesem Moment richtig anfühlt.
Gib deinem Körper die Bewegung,
Die Qualität,
Die er braucht.
Lass dich von deinem Körper leiten.
Dafür ist es hilfreich,
Immer wieder ins Spüren zu kommen.
Spüren der Fußsohlen im Kontakt,
Spüren von Körperstellen.
Sanftes Antworten in der Qualität der Bewegung auf Körperstellen,
Wo Unbehagen in diesem Augenblick spürbar ist.
Wie die Schriftstellerin Mary Oliver schreibt,
Lass einfach das weiche Tier deines Körpers lieben,
Was es liebt.
Manchmal sind wir von unserem Körper enttäuscht,
Körperbereichen,
Manchmal sind wir unzufrieden damit,
Wie er aussieht oder wie er sich bewegt.
Wenn das so ist,
Dann verweile einfach einen Augenblick mit dir selbst.
Verbinde dich mit deinem Herzen.
Dein Körper tut sein Bestes und schon so lange.
Dein Körper ist ein Wunderwerk.
Wir machen das nicht.
Ein wundersames Zusammenspiel von Systemen an den Stellen,
Wo es sich nicht so einfach anfühlt auf der körperlichen Ebene.
Können wir uns fragen,
Was brauche ich jetzt gerade?
Und darauf mit einer von innen entstehenden,
Einer wissenden,
Weisen Bewegung antworten.
Gehe nun langsam wieder in den Stand zurück.
Spüre noch einmal die Fußsohlen im Kontakt mit der Erde,
Die Aufrichtung des Körpers zwischen Erde und Himmel.
Lass den Körper zur Ruhe kommen.
Nimm den gesamten Körper wahr in seiner Länge und Aufrichtung und spüre nach,
Ob sich bestimmte Erfahrungen im Körper vielleicht verändert haben,
Dank deiner Praxis der mitfühlenden Bewegung.
Lass dich selbst genauso sein,
Wie du jetzt dich in diesem Augenblick fühlst.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.8 (12)
Neueste Bewertungen
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
