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Einschlafmärchen: Der spanische Prinz (Spanien)

by Alexandra Matthes

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Meditation
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Lasse Dich von mir in den Schlaf begleiten. Nach einer meditativen Entspannungs-Sequenz erzähle ich Dir das spanische Märchen: "Der spanische Prinz". Du darfst jederzeit einschlafen, denn Du kannst sicher sein, dass es gut ausgehen wird. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume!

Transkription

Der Spanische Prinz,

Abendmeditation und ein Einschlafmärchen aus Spanien.

Bestimmt hast es dir in deinem Bett schon gemütlich gemacht.

Dehn dich doch nochmal,

Wecke und strecke dich,

Mach dich ganz lang und nimm ein paar tiefe Atemzüge.

Dann schließe deine Augen,

Lege dich nach Möglichkeit auf den Rücken,

Sodass jedes Körperteil seinen Platz findet und lege für ein paar Momente eine Hand auf dein Herz und die andere auf deinen Bauch.

Spüre deinen Atem und das Auf und Ab deines Bauches,

Deiner Brust.

Vielleicht kannst du auch deinen Herzschlag spüren.

Lasse dich durch deinen Atem beruhigen.

Spüre wie du da liegst,

Auf deinem Bett,

An diesem Abend,

In diesem Moment und dann finde eine ganz gemütliche Position für deine Hände.

Rückel dich nochmal zurecht in eine für dich bequeme und angenehme Position und spüre wie du immer schwerer,

Immer angenehmer,

Und immer müder in die Kissen sinkst.

Spüre die Schwerkraft.

Lasse in der nächsten Minute die Bilder deines Tages vor deinem inneren Auge vorbeiziehen.

Ganz gleich,

Ob du das chronologisch machst,

Beginnend mit dem Aufwachen heute Morgen oder du einfach mal schaust,

Welche Bilder sich so zeigen,

Ganz spontan.

Was hast du heute erlebt?

Was ist heute passiert?

Eine Minute für deine Bilder des Tages.

Was hast du heute erlebt,

Wofür du besonders dankbar bist?

Sammel mindestens drei Situationen oder Bilder der Dankbarkeit für dich zusammen und dann komm wieder zurück und lasse mit jedem Ausatmen deine noch vorhandenen Gedanken los.

Lass,

Es gibt jetzt wirklich nichts mehr zu tun,

Außer zu entspannen und dich beim Klang meiner Stimme mehr und mehr ins Reich der Träume tragen zu lassen.

Es war einmal ein Prinz,

Der sagte eines Tages zu seinem Vater,

Der der König war,

Er wolle in die Welt ziehen und sein Glück suchen.

Der König hieß ihn,

Sich im Stall das beste Pferd auszusuchen oder genauer,

Das Pferd,

Das dem Prinzen am besten gefiel.

Der Prinz geht also in den Stall,

Um sich ein Pferd zu holen und sieht eines,

Das ungemein dünn ist.

Da spricht er,

Merkwürdig,

Dass mein Vater ein Pferd besitzt,

Das so dünn und so alt ist.

Dann hört er das Pferd zu sich sprechen und es sagt,

Spanischer Prinz,

Wenn du morgen in die Welt ziehst,

Musst du unter allen Pferden mich wählen.

Also nahm er am nächsten Tag das magere Pferd und auf ihm ritt er die Straße hinunter.

Er ritt und ritt und schließlich kam er an eine Wiese.

Da spricht das Pferd zu ihm,

Spanischer Prinz,

Steig ab,

Nimm mir den Sattel ab und lass mich frei.

Der Prinz tat,

Wie ihm gehießen und sofort wurde aus der alten Meere das schönste und stärkste Pferd,

Das man je gesehen hat.

Danach legte ihm der Prinz wieder den Sattel auf und ritt auf der Straße weiter.

Nach einer Weile,

Da lag ein goldener Apfel.

Da sprach das Pferd zu ihm,

Nimm ihn nicht auf,

Das bringt Unglück.

Der Prinz aber hörte nicht darauf und hob den Apfel doch auf.

Wieder ein Stück und auf der Straße lag ein goldenes Hufeisen und abermals sagte das Pferd zu ihm,

Nimm es nicht auf,

Es würde dir nur Unglück bringen.

Und wieder hörte der Prinz nicht auf seinem Pferd,

Sondern nahm das goldene Hufeisen an sich.

Abermals,

Ein gutes Stück weiter,

Fand er eine Ameise,

Die war im Begriff in einer Pfütze Wasser zu ertrinken.

Das Pferd hieß den Prinzen,

Sie herauszuziehen und das tat er auch und gab ihr ein Stück Brotrinde.

Später trafen sie einen Adler,

Der in einem Dornbusch hängen geblieben war.

Das Pferd hieß den Prinzen,

Den Vogel zu befreien und auch jetzt folgte der Prinz dem Ratschlag des Pferdes.

Wieder ritten sie weiter und stießen auf einen Wal,

Der an Land geraten war.

Das Pferd hieß den Prinzen,

Ihn wieder ins Meer zu stoßen und auch das tat er.

Sie ritten und ritten,

Bis sie an ein Schloss kamen.

Dort wurden sie von einigen Rittern empfangen und die sprachen zum Prinzen,

Auf dich haben wir schon lange gewartet,

Spanischer Prinz.

Er blieb drei Tage lang in diesem Schloss und sie gaben ihm ein Buch und hießen ihn es lesen.

In diesem Buch kam ein Baum mit goldenen Äpfeln vor,

Das Pferd mit den goldenen Hufeisen,

Von denen eines fehlte und der Prinz las da auch von der Schönheit der Welt.

Dann kam der Besitzer des Schlosses und sprach zum Prinzen,

Du sollst mir nun den Baum mit den goldenen Äpfeln bringen,

Das Pferd,

Dem das goldene Hufeisen fehlt und die Schönheit der Welt.

Gelingt dir das aber nicht,

So hast du dein Leben verspielt.

Der Prinz geht in den Stall,

Wo sein Pferd steht und erzählt dem Tier,

Was geschehen ist.

Das Pferd sagt zum Prinzen,

Morgen verlangst du ein Seil von einer bestimmten Länge,

Ein paar Vögel und er bittest dir acht Tage Zeit.

All dies wurde ihm zugestanden und darauf machte er sich auf die Suche nach dem Baum mit den goldenen Äpfeln.

Zwei Tage später fand er einen herrlichen Baum und das Pferd spricht zu ihm,

Spanischer Prinz,

Dort wächst der Baum mit den goldenen Äpfeln.

Um Punkt zwölf öffnet sich das Tor des Gartens um einen Spalt,

Dann nimm das Seil und geh hinein.

Zwölf Löwen werden auf dich zukommen,

Wirf ihnen die Vögel zum Fraß vor und während sie die Vögel fressen,

Binde das Seil um den Stamm des Baumes und trag ihn heraus.

Aber wenn der letzte Glockenschlag ertönt und du hast bis dahin den Garten nicht verlassen,

Dann sitzt du dort auf immer gefangen.

Der Prinz tat,

Wie ihm das Pferd geheißen und vor dem zwölften Glockenschlag war er zurück.

Nun brachten sie den Baum zum Schloss und gruben ihn dort ein und acht Tage später trug er bereits goldene Äpfel.

Der Besitzer des Schlosses sagte Bravo,

Aber nun musst du mir noch das Pferd mit den goldenen Hufeisen herbeischaffen.

Wiederum ging der Prinz in den Stall zu seinem Pferd und erzählte ihm,

Was nun gefordert wurde,

Und sein Pferd sprach,

Er bitte dir morgen wieder ein langes Seil und das gaben sie ihm und er ritt aus auf der Suche nach dem Pferd mit den drei goldenen Hufeisen.

Nach einer Weile kamen sie zu einer Einzäunung,

Darin eingesperrt waren Pferde,

Die sich ungebärdigt bewegten und ausschlugen.

Da riet das Pferd dem Prinzen,

Geh hinein und fang das Pferd mit den goldenen Hufeisen,

Aber achte darauf,

Dass du vor dem zwölften Glockenschlag wieder draußen bist.

Der Prinz tat wie ihm geheißen und dann brachten sie das Tier zum Schloss.

Der Besitzer sah,

Dass es nur drei goldene Hufeisen trug,

Aber der Prinz wies auch noch das vierte vor und es passte,

Sagte der Schlossherr,

Jetzt fehlt nur noch die Schönheit der Welt.

Wieder beriet sich der Prinz mit seinem Pferd und das Tier riet ihm,

Bitte wiederum um ein Seil und außerdem brauchst du ein paar Süßigkeiten.

Darauf zogen sie aus,

Um sich nach der Schönheit der Welt umzuschauen.

Auf dem halben Weg hielt das Pferd plötzlich inne und sprach,

Spanischer Prinz,

Siehst du dort den Marmorfelsen?

An dieser Stelle werde ich zurückbleiben,

Du aber musst weitergehen.

Du wirst an ein Schloss gelangen,

Dort werden mehrere junge Frauen herauskommen,

Alle werden sie dich umarmen wollen.

Das darfst du aber nicht zulassen,

Denn wenn das geschieht,

Wäre es dein Ende.

Wirf ihnen also die Süßigkeiten hin,

Geh hinein und hole die Schönheit der Welt.

Und im übrigen weißt du ja,

Ehe der zwölfte Schlag verklungen ist,

Musst du wieder zurück sein.

Der Prinz ging zum Tor des Schlosses,

Beim ersten Glockenschlag sprang das Tor auf.

Die Frauen kamen heraus und er warf ihnen die Süßigkeiten hin und machte sich auf die Suche nach der Schönheit der Welt.

Aber der zwölfte Glockenschlag erklang und er war immer noch im Schloss.

Da sprach die Schönheit der Welt zu ihm.

Nun versteck dich,

Ich werde dreimal nach dir suchen und wenn ich dich finde,

Gehört dein Leben mir.

Finde ich dich aber nicht,

Dann bin ich dein und werde mit dir gehen.

Und der Prinz sagte bei sich,

Großer Gott,

Wo soll ich mich nur verstecken?

Da fiel ihm der Wal ein und er dachte,

Vielleicht könnte der mir helfen.

Kaum hatte er das gedacht,

Da befand er sich auch schon auf dem Grund des Ozeans.

Die Schönheit der Welt aber schlug im Schloss ein Buch auf und begann darin zu lesen.

Und dies war es,

Was sie las.

Er ist nicht zu Lande,

Er ist nicht in der Luft,

Er ist in des Meeres tiefer Gruft.

Sofort nahm der Wal den Prinzen und trug ihn zur Schönheit der Welt.

Die sagte zu dem Jungen,

Einmal hast du nun schon verloren.

Versteck dich jetzt wieder,

Die Spielregeln kennst du ja.

Und der Prinz murmelte,

Vielleicht,

Dass der Adler mir helfen wird.

Und schon griff ihn sich der Adler und erhob sich mit ihm in die Luft.

Die Schönheit der Welt aber schaute wieder in ihr schlaues Buch und da las sie,

Er ist nicht auf Land,

Er ist auf keinem Fest.

Diesmal sitzt er in einem Adlernest.

Im gleichen Augenblick trug ihn der Vogel wieder zurück zur Schönheit der Welt.

Nun hieß es,

Jetzt hast du schon zweimal verloren.

Wenn ich das nächste Mal gewinne,

Gehörst du mir.

Der Prinz wusste sich keinen Rat mehr.

Aber dann dachte er an die Ameise und murmelte,

Vielleicht könnte dieses kleine Tierchen von Ameise mir helfen.

Die Ameise kam und sprach,

Ich werde dich jetzt auch in eine Ameise verwandeln.

Und dann verbirgst du dich zwischen den beiden Brüsten der Schönheit der Welt.

Und das tat er.

Die Frau las in diesem und jenem Buch nach,

Konnte aber nicht erraten,

Wo er steckte.

Da warf sie alle Bücher auf den Boden und stampfte mit dem Fuß auf.

Aber der Prinz zeigte sich nicht.

Endlich rief sie,

Komm hervor,

Ich gebe zu,

Ich habe verloren.

Ich gehöre dir.

Da kam er hervor und erzählte ihr,

Wo er sich verborgen hatte.

Die beiden lachten und sie ging mit ihm.

Und beide kamen schließlich an die Stelle,

An der das Pferd auf sie wartete und ritten gemeinsam zum Schloss.

Der Schlossherr kam ihnen entgegen und sagte zum Prinzen,

Nun gut,

Du hast alles herbeigeschafft.

Und dem Prinzen gehörte nun das Schloss und er heiratete die Schönheit der Welt.

Und sie wurden ein glückliches Paar.

Wenn sie nicht gestorben sind,

So leben sie auch heute noch.

Und dir wünsche ich eine gute Nacht und schöne Träume.

4.8 (93)

Neueste Bewertungen

Angelika

July 9, 2026

Hat mir sehr gut gefallen. Gute Geschichte und schöne Stimme.

Frank

August 18, 2025

Es hat wieder gut funktioniert, ich habe nichts mehr vom eigentlichen Märchen mitbekommen und konnte trotz der Uhrzeit Tiefschlaf generieren - vielen Dank 🙏🏻 Frank

Ilo

November 3, 2023

es war wunderbar

Simone

September 4, 2023

Ich schaffe es einfach nicht, das Märchen zu hören. Ich bin jedesmal schon vorher eingeschlafen.

Mari

August 8, 2023

Vielen Dank, liebe Alexandra, für dieses neue Meditation! Ich höre seit einiger Zeit immer mal wieder eine Meditation von Dir und finde, daß Du hier eine schöne Auswahl anbietest, um Menschen wie mich durch ihr Leben zu begleiten. Deine Stimme kann mich beruhigen wenn ich Ruhe brauche, mich aufbauen, wenn ich mal wieder im schwarzen Loch bin und mich ablenken, wenn ich mal wieder gesundheitlich zum Liegen verdammt bin. Vielen Dank dafür! LG, Mari

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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