
Dandavat: Innere Stabilität durch diese Spirituelle Praxis
Nur wenige Minuten am Tag: Eine einfache und sehr wirksame Übung für mehr Gelassenheit, Stille und Stabilität im Alltag und in herausfordernden Zeiten. Lerne in diesem Video, wie du Dandavat Zuhause praktizieren kannst, woher es kommt und was die Wirkung ist. Bei regelmäßiger Anwendung führt dich diese Yoga-Haltung zu innerem Gleichmut und tiefer Ruhe — so kann dich Stress weniger beeindrucken.
Transkription
Wünschst du dir auch für deinen Alltag eine spirituelle Praxis,
Die du anwenden kannst,
Um zuverlässig in dir Stabilität zu entwickeln?
Eine Stabilität,
Die du aufrecht erhalten kannst,
Mitten im würligen,
Aufregenden Alltag,
In einem Alltag,
Der dich herausfordert.
Wir alle kennen das ja.
Es kommen Neuigkeiten jeden Tag auf uns zu.
Manche davon können wir ganz leicht annehmen und unsere Regulationstechniken und unsere innere Kraft ist in der Lage,
Entspannt damit umzugehen.
Wir geraten nicht mal in Stress deswegen.
Und es gibt Sachen,
Die sind für uns so herausfordernd,
Dass sie in uns Stress auslösen,
Weil wir nicht ausreichend damit umgehen können,
Weil unsere innere Regulation dafür einfach nicht ausreicht.
Und auf Dauer ist diese Art von Stress einfach sehr schädlich.
Deswegen gibt es in den spirituellen Traditionen Methoden,
Die uns dabei helfen können und die wir auch selbst mitten im Alltag anwenden können,
Auch wenn wir nicht zu einer besonderen spirituellen Tradition gehören und uns vielleicht auch gar nicht religiös fühlen,
Die wir anwenden können,
Um dieses Geschenk,
Was in denen steckt,
Um das in unser Leben zu holen.
Kennengelernt habe ich das,
Als ich in den USA bei meinem Yogameister im Ashram gelebt habe.
Da hatten wir jeden Morgen und jeden Abend Meditationspraxis.
Wir haben sogenanntes Chanting gemacht,
Das heißt heilige Lieder gesungen,
Lange,
Mindestens eine Stunde jeden Tag,
Also morgens eine Stunde und abends eine Stunde.
Und wir haben noch diverse andere Methoden angewendet,
Um uns in unserer inneren Ausrichtung stark zu machen,
Aufzurichten und einfach gut mit allem,
An Herausforderungen gibt,
Um damit gut umgehen zu können,
Uns in unserer Mitte versammelt halten zu können,
Sodass,
Ganz egal was außen passierte,
Wir in unserem Inneren und in uns selbst stabil blieben.
Dieser spirituellen Praxis haben die Schüler,
Also haben wir damals in der Gruppe,
Noch etwas Besonderes hinzugefügt.
Und zwar haben wir uns vor,
Es gibt im Ashram,
Das gibt es glaube ich überall auf der ganzen Welt in Ashrams,
Gibt es so heilige Statuen und da war so ein ganz wunderschöner Altar.
Da wurden Blumen hingestellt,
Da wurden so kleine Schälchen mit Süßigkeiten dazu gestellt.
Das heißt,
Es wurde so ein wunderschöner Verehrungsplatz kreiert und wir haben uns morgens vor dieser Statue versammelt.
Und wie diese Technik genau funktioniert,
Die du für dich auch anwenden kannst,
Auch ohne Statue,
Das werde ich dir gleich erzählen.
Es gab noch eine andere Gelegenheit,
Wo ich diese Methode wiedergefunden habe.
Und zwar habe ich ein Buch gelesen über Mutter Teresa.
Ein sehr schönes Buch,
Wo sie auch unmittelbar erzählt.
Und da wurde unter anderem darüber berichtet,
In aller Kürze,
Quasi in einer Art von Nebensatz.
Dass die Brüder und Schwestern dieses Ordens sich jeden Tag versammeln und eine Gebetszeit haben,
Eine spirituelle Sammlungszeit.
Und die brauchen sie,
Und Mutter Teresa hat das als das Herz der Praxis,
Der Ordenspraxis beschrieben,
Das brauchen sie,
Um diesen extremen Herausforderungen,
Den diese Menschen,
Die da als Schwestern und Brüdern arbeiten,
Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein,
Um nicht in irgendwas hinein zu geraten,
Um nicht die innere Stille,
Die innere Ruhe und die innere Freundlichkeit zu verlieren.
Und diese Praxis finde ich so wertvoll,
Dass ich sie dann für mich zu Hause,
Als ich aus dem Ashram wieder nach Deutschland zu mir nach Hause kam,
Um die habe ich dann weiter für mich praktiziert.
Ganz regelmäßig und tue das auch heute noch,
Nicht mehr jeden Tag,
Aber mit einer großen Regelmäßigkeit.
Als ich dann später in Indien war,
Habe ich diese Methode dort in Indien eigentlich überall gesehen.
Ich habe überall Menschen gesehen,
Die das anwenden.
Nicht so häufig Menschen,
Die mitten im Alltagsgewusel waren,
Die hatten noch andere Methoden.
Aber diese Methode von Dandavad,
So wird die auch genannt,
Diese Methode,
Die ist mir bei den Menschen,
Die spirituelle Praxis dort ausübten,
Regelmäßig.
Oder an Ordensplätzen lebten,
Da habe ich die immer wieder entdeckt.
Das heißt,
In meinem Aufenthalt in Indien ist mir die auch mitten im Alltag begegnet.
Ich erzähle euch jetzt mal,
Wie diese Praxis geht.
Die Position,
Die man dafür einnimmt,
Heißt Dandavad,
Die große Demoshaltung,
So übersetze ich das.
Du hast einen Platz,
Auf den du dich ausrichtest.
Und dieser Platz kann ein Altar sein,
Es kann ein Baum sein in deinem Garten,
Sein,
Den du quasi imaginär vor dir siehst und wo du fühlst,
Dem würdest du dich gerne zuwenden,
Wenn du zum Beispiel gar keine Möglichkeit hast,
Bei dir zu Hause ein Altar aufzubauen oder das vielleicht auch gar nicht möchtest.
Wenn du aber möchtest,
Kannst du das tun,
Dir einen kleinen Altar machen und dort das drauf tun,
Was sich für dich gut anfühlt und dann legst du dich davor.
Und die Methode ist,
Dass du dich beuchlings davor legst,
Auf dem Bauch liegend,
Armen,
Die du ausstreckst,
So,
Also du liegst da quasi dann so,
Ganz flach auf dem Bauch,
Beine zusammen,
Arme lang nach vorne und die Daumen in Kontakt miteinander,
Die Stirn am Boden.
Und wenn du so in dieser Haltung des Dandava,
Der großen Demuthaltung,
Liegst,
Dann beruhigt sich im Laufe der Zeit dein Atem.
Beruhigt sich im Laufe der Zeit dein Denken?
Und bei regelmäßiger Praxis wirst du stiller und stiller.
Und diese Stille ist etwas,
Was in unserem Inneren eine große Kraft und Stärke erzeugt.
Etwas,
Was Menschen suchen in allen möglichen Dingen und die Haltung an sich,
Diese Haltung des Dandavad,
Deswegen nenne ich sie auch große Demutshaltung,
Weil sie etwas ganz Besonderes erzeugt,
Nämlich etwas erzeugt,
Was wir erleben,
Wenn wir demütig werden,
Wenn wir unsere Ich-Bedeutung zurückstellen,
Unsere Notwendigkeit,
Uns irgendwie nach vorne zu bringen,
Wenn wir die beruhigen,
Und ruhiger werden und uns anlehnen am Leben und sagen,
Es ist gar nicht so wichtig,
Dass ich hier jetzt auf ganz besondere Art und Weise wahrgenommen werde.
Es reicht einfach,
Dass ich da bin.
Die bloße Tatsache,
Dass ich da bin,
Macht in mir schon Frieden.
Wenn ich diesen Punkt erreicht habe,
Den wir auch Demut nennen,
Dann wird es in mir ganz ruhig.
Und diese Ruhe ist eine extreme Kraft,
Ein Platz,
In dem sich sozusagen alle Energie von dir bündelt und hoch konzentriert ist.
Das ist so wie der Unterschied zwischen der Duftigkeit von Luft,
Und der Sammlung und Konzentration von Steinen.
Also diese Verbindung,
Das Verdichtete,
Das ist dann in dir für dich spürbar und führt dazu,
Dass du bei dem,
Was von außen kommt,
Viel weniger beeindruckbar bist.
Wenn dann etwas von außen kommt,
Etwas,
Was dich herausfordert,
Vielleicht Momente des Alltags,
An denen Timing nicht so gut funktioniert im Familienleben,
Wo du merkst,
Da gibt es immer wieder Kollisionen.
Egal wie früh du aufstehst,
Das Gefühl hast,
Du kannst gar nicht früh genug aufstehen,
Dass es morgens so entspannt laufen kann,
Dass es,
Bevor ihr das Haus verlasst,
Nicht doch stressig wird.
Ganz klassische Situation mit kleinen Kindern.
Im Alltag auf dich zukommen der Steuerbescheid,
Die Änderungen am Arbeitsplatz,
Eine neue vorgesetzte Person,
Die Dinge anders haben will,
Prozesse,
Die du schon lange machst,
Irgendwie grundsätzlich neu strukturiert werden sollen.
Und dabei liefen die gerade richtig gut.
Und,
Und,
Und.
Wir alle kennen ja eine Unzahl von solchen Situationen.
Und wenn du es schaffst,
In diesen Situationen in dir ruhig zu bleiben,
Und das heißt nicht,
Dass du gar keine Aufregung erlebst,
Dass die Aufregung dein Inneres nicht berührt.
Dein Inneres bleibt in sich gesammelt und ruhig,
Während da außen Bewegung ist.
Wenn du diese Position,
Diese Haltung im Leben einnehmen kannst,
Wenn es eine spirituelle Praxis gibt,
Die dir das schenkt,
Dann ist das super bereichernd,
Weil es dich in dir zu Hause macht.
Du kannst dann in dir spüren,
Dass du in dir zu Hause bist.
Was von außen kommt,
Dich nicht mehr an dem Punkt,
Wo du fragst,
Ob das alles noch in Ordnung ist für dich.
Wo du da noch berührt wirst,
Sondern Leben findet statt und Leben ist quirlig und lebendig und manchmal auch langweilig und manchmal auch immer das Gleiche und manchmal auch nervig.
Aber Leben ist eben lebendig und abwechslungsreich und bietet immer wieder neue Herausforderungen.
Und die Frage ist,
Ob du diese Lebendigkeit umarmen kannst,
Weil du in dir gesammelt bist oder ob diese Aufregungen dich aufregen.
Wird da an Herausforderungen für dich vor allen Dingen Angriffe sind.
Etwas,
Wo du denkst,
Boah,
Schon wieder sowas.
Wenn du den Satz in dir hast,
Schon wieder sowas,
Immer dasselbe,
Das kann doch nicht sein,
Warum immer ich,
Wenn das Sätze sind,
Die du kennst,
Dann empfehle ich dir von ganzem Herzen,
Diese spirituelle Praxis zu machen.
Dich auf den Bauch zu legen,
Die Arme lang auszustrecken,
Ausgerichtet zu sein auf den Altar oder etwas anderes,
Was du da für dich wählen möchtest,
Die Beine lang nach hinten ausgestreckt und die Füße zusammen,
Entspannt zusammenreicht,
Wenn das nicht bequem ist,
Kannst du dir ein Kissen unter den Bauch legen,
Die Stirn ist am Boden und auch da kannst du dir ein leichtes Handtuch zum Beispiel drunter legen,
Wenn das sonst zu unangenehm ist und dann ganz ruhig werden.
Und ihr Zeit nehmen.
Und mit vielleicht drei,
Vier Minuten anfangen und irgendwann da eine halbe Stunde achtsam liegen können.
Diese Methode wird in dir etwas erschaffen.
Sie wird dich in dir zu Hause kommen lassen.
Sie wird dafür sorgen,
Dass du an einen Punkt innerer Stille und Achtsamkeit kommst,
Der dir vielleicht vorher selbst mit langer Meditationspraxis noch gar nicht bekannt war.
Die Methode ist etwas ganz Besonderes und ein Teil des Geheimnisses.
Liegt in dieser Position an sich.
Die Liegeposition an sich macht etwas Besonderes in uns,
Denn Körperhaltungen sind energetische Muster.
Und energetische Muster tragen definierte Energie in sich.
Und diese definierte Energie,
Diese Haltung ist eben an den Punkt,
Innerer Demut zu kommen.
Demut,
Die uns die Kraft gibt,
In uns so gegenwärtig zu sein,
Dass wir das Leben demütig umarmen können,
Annehmen können und Ja sagen können.
Unser Ja aus unserer inneren Kraft heraus,
Das ist einfach ein wunderschönes Geschenk.
Und das richtig Tolle daran ist,
Dass wenn du diese Praxis ausübst,
Du in dir merkst,
Wie du kraftvoller wirst,
Wie Sachen,
Die dich super lange belastet haben,
Langsam zur Ruhe kommen,
Wie Dinge,
Die dich immer aufgeregt haben,
Plötzlich immer weniger an Bedeutung verlieren und du sie einfach machst,
So selbstverständlich wie irgendwas.
Angenommen,
Es nervt dich extrem,
Wäsche zu machen,
Trotzdem muss man sie waschen,
Trotzdem muss man sie aufhängen,
Trotzdem muss man sie für sie wieder in den Schrank legen.
Egal,
Welche Alltagshandlung das für dich ist.
Vielleicht ist es bei dir,
Wenn du im Auto sitzt und jemand an der grünen Ampel nicht direkt losfährt.
Oder,
Oder,
Oder.
Wir alle kennen das ja.
Wenn du in so einer Situation gar keine Energie mehr verlierst,
Weil du gar nicht mehr darauf reagierst.
Du nimmst es wahr,
Aber dein Inneres bleibt still,
Bleibt friedlich,
Bleibt freundlich.
Auch dieses Gefühl durcheinander zu geraten oder Sachen nicht mehr richtig erinnern zu können,
Also nicht fokussiert bleiben zu können und schnell irritiert zu werden.
Also Menschen reagieren ja teilweise mit einer Wutreaktion,
Mit Ärger,
Mit inneren Rückzug.
Aber wir können ja genauso gut auch unruhig werden,
Unkonzentriert und Selbstzweifel bekommen.
Das alles sind ja innere Reaktionen darauf,
Dass wir in uns nicht mehr gesammelt bleiben.
Können.
Und wenn wir jetzt eine spirituelle Praxis haben,
Die uns dabei hilft,
Innen gesammelt zu werden und das auch bleiben zu können,
Dann werden diese äußeren Symptome weniger und weniger werden.
Das heißt,
Das,
Was du fühlst als etwas,
Was dann auch ein Ausdruck von Belastung ist,
Eben ständig sich ärgern zu müssen oder nicht mehr konzentriert bleiben zu können oder nervös zu werden oder,
Oder,
Oder.
Erleichterung.
Und so fühlt sich das auch an.
Das Leben wird leichter dadurch.
Das ist eigentlich das,
Was ich am allermeisten daran liebe.
Wenn ich diese Praxis regelmäßig mache,
Fühle ich so eine Stille und Sammlung und Konzentriertheit in mir,
Von der aus ich dann mit dem Leben sein kann,
Wie ich gerade Lust habe.
Ich kann dann super Das heißt,
Mir steht dann so mein ganzes Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung.
Das ist ja ganz anders,
Wenn man wütend ist,
Weil selbst wenn was Schönes kommt,
Können wir dann oft nicht direkt umschalten.
Das heißt,
Uns steht nicht unser ganzes Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung,
Sondern wir sind eingeschränkt auf diese eine,
Sagen wir mal,
Emotion.
Und wir brauchen dann erst eine Zeit,
Um mit einer Musik,
Die uns vielleicht normalerweise super glücklich meint,
Wirklich dann auch so umgehen zu können.
Dieses dich immer erst aus etwas herausholen müssen oder dich in etwas wieder hineinzubringen,
Das hört dann auf.
Du bist einfach da.
Das ist meine Empfehlung für dich.
Praktiziere Dandavad und erlebe,
Was passiert.
Ich wünsche dir alles Liebe.
Treffen Sie Ihren Lehrer
