
Ins Universum atmen
by Tanja Köster
Wir fühlen uns oft getrennt von allem, allein und isoliert. In dieser Meditation kannst du deine Verbindung und Verbundenheit mit Mutter Erde und unserer wunderbar kraftvollen Sonne spüren und fördern. Werde zu einem wichtigen Verbindungsglied zwischen den Sonne und Erde und verbinde dich wieder mit dem allumfassenden Ganzen.
Transkription
Hallo hier ist Tanja Köster von Jung Yoga.
Unsere heutige Meditation heißt ins Universum atmen.
Ist euch schon mal aufgefallen,
Was für ein seltsames Völkchen wir eigentlich sind?
Zum Beispiel glauben wir strikt daran,
Dass wir getrennt von allem sind.
Es gibt ein Ich und Du,
Ein Gegen und ein Für und dieses Paradoxum setzt sich so weit fort.
Wenn wir allerdings genauer hinschauen,
Sehen wir jederzeit Beweise,
Dass alles zusammengehört und dass wir mit allem auch verbunden sind.
Zum Beispiel die Sonne,
Die jetzt nun wirklich,
Wirklich weit,
Weit weg von uns ist,
Hat immer Einfluss auf uns.
Wir können ihre Strahlen spüren und ihre Wärme und wenn sie ein bisschen weiter weg ist,
Noch ein paar Millionen Kilometer weiter,
Dann wird es halt bei uns Winter und kühler und trotzdem ist sie da.
Wir können sie sehen,
Wir können sie spüren und selbst wenn wir sie gerade nicht sehen,
Weil es bewölkt ist,
So nehmen wir doch ihre Helligkeit wahr.
In unserer heutigen Meditation möchte ich nicht nur die Verbundenheit mit allen Dingen in unserer Aufmerksamkeit nehmen.
Ich möchte mich insbesondere hier mit der Erde und der Sonne verbinden als Beispiele und ich möchte zusätzlich uns als Bindeglied zwischen Erde und Sonne etablieren,
So dass wir die Verbindung zwischen Sonne und Erde sind,
Die sich ja vielleicht auch mal getrennt voneinander fühlen.
Wir wissen das nicht so genau,
Obwohl sie ja umeinander kreisen,
Das heißt natürlich die Erde um die Sonne.
Mach es dir hierzu auf einem Stuhl oder auf deiner Matte bequem.
Nimm dir die geeignete Sitzhilfe,
So dass du aufrecht sitzen kannst.
Spüre die Körperteile,
Die den Boden berühren.
Das können deine Fußsohlen sein,
Die Unterschenkel,
Vielleicht auch die Oberschenkel.
Spüre einfach,
Wo dein Körper den Boden berührt.
Stelle dir nun vor,
Dass dort,
Wo dein Körper den Boden berührt,
Aus deinem Körper ganz kleine Würzelchen wachsen.
Diese Würzelchen dringen in den Boden.
Es ist egal,
Ob du jetzt gerade wirklich im Garten,
Auf der Wiese sitzt oder aber auch im zehnten Stock.
Sie dringen in den Boden,
Diese Würzelchen,
Verankern dich dort ganz fest,
Halten dich fest auf Mutter Erde.
Und vielleicht werden einzelne Würzelchen tiefer und dicker und graben sich noch mehr in den Boden.
Dann bringst du deine Aufmerksamkeit zu deinem Schädeldach und stellst eine Verbindung zu der Luft über deinem Kopf her.
Es ist eine feinere Verbindung als diese feste,
Erdige Verbindung mit deinem Sitz oder deinen Unterschenkeln zum Boden.
Führe diese Verbindung weiter und weiter hinauf bis in den Himmel hinein.
Dann weiter bis zur Sonne.
Spüre dich,
Wie du hier sitzt,
Mit festen,
Immer tiefer wachsenden Wurzeln in der Erde und mit dieser ganz feinen und doch so lebendigen und spürbaren Verbindung zur Sonne.
Komme nun mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Atem.
Spüre,
Wie es dich atmet.
Ein und aus,
Ein und aus,
Ganz von alleine.
Beginne nun,
Deinen Atem zu lenken.
Atme ein von deinem Steißbein bis herauf zu deinem Schädeldach und atme aus vom Schädeldach bis zu deinem Steißbein.
Ein vom Steißbein bis zum Schädeldach,
Aus vom Schädeldach bis zum Steißbein.
Ein bis zum Schädeldach und aus herab zum Steißbein.
Wenn du diesmal unten angekommen bist,
Atmest du weiter herab über das Steißbein,
Herunter bis tief,
Tief,
Tief in die Erde.
Und wenn nun die nächste Einatmung kommt,
Nimmst du die Kraft aus der Erde mit herauf über deine Wirbelsäule,
Blendenwirbelsäule,
Brustwirbelsäule,
Halswirbelsäule herauf bis zum Schädeldach und über das Schädeldach hinauf in den Himmel,
In das All bis zur Sonne.
Und an der Sonne nimmst du die Sonnenenergie mit und führst sie herunter durch das All,
Durch den Himmel in deinen Kopf herab,
Halswirbelsäule,
Brustwirbelsäule,
Blendenwirbelsäule und in die Erde.
Hier nimmst du die Erdenergie wieder auf und führst sie herauf bis in den Himmel,
Bis zur Sonne.
Und von der Sonne atmest du wieder herab,
Bis in die Erde.
Von der Erde herauf zur Sonne und von der Sonne herab zur Erde.
Und spüre,
Wie wichtig es ist,
Dass du da bist als Verbindungsglied zwischen Erde und Sonne,
Als die Kraft,
Die wahrnimmt,
Als die Kraft,
Die ihre Aufmerksamkeit schenkt.
Fahre sofort,
Bis ich mich wieder bei dir melde.
Wenn du nun mit deiner nächsten Einatmung wieder bei oder in der Sonne angekommen bist,
Löse dich von der Sonne gedanklich und atme herab tief,
Tief,
In die Erde.
Mit deinem nächsten Einatmen atmest du herauf,
Aber nur bis ins Schädeldach.
Atme nun wieder durch die ganze Wirbelsäule herab,
Bis in die Erde.
Verabschiede dich gedanklich von der Erde am Ende deiner Ausatmung.
Atme ein bis zum Schädeldach und aus bis zu deinem Steißbein.
Atme wieder herauf zum Schädeldach,
Aus herab zum Steißbein.
Tue dies noch für ein paar Atemzüge.
Löse dich nun auch von deiner Atemführung und verweile für die nächsten Augenblicke ganz in deinem Sein.
Stelle dich nun darauf ein,
Auch wieder mit der Außenwelt in Kontakt zu treten.
Atme ein paar Mal ganz tief,
Lang und langsam durch deine Nase ein und aus,
Um wieder mit der Außenwelt Verbindung aufzunehmen.
Ist da vielleicht ein Lächeln in deinen Mund winken?
Öffne nun deine Augen,
Schau dich um und bedanke dich bei dir,
Dass du meditiert hast.
Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit.
Lass es dir richtig gut gehen und denk dran,
Welch wichtiges Verbindungsglied du für Sonne und Erde bist.
Namaste.
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