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See-Meditation

by Eva Linnartz

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Bewertet
4.4
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Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
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229

Bei dieser Meditation unterstützt dich das Bild eines Sees, den inneren Raum der Ruhe und Stille in dir zu entdecken. Wenn dich dieses Bild anspricht, kannst du dich von Zeit zu Zeit erinnern, wie ein See zu liegen und diesen Raum in dir zu spüren.

Transkription

Du hörst eine geführte Meditation.

Wenn es möglich ist,

Lege dich auf den Rücken.

Die Arme ausgestreckt neben dem Körper.

Sanft die Augen schließen.

Den Blick hinter den geschlossenen Lidern weich werden lassen.

In den Körper hinein spüren.

Vielleicht noch eine Spannung lösen.

Folge nun meinen Worten so gut es geht,

Während du gleichzeitig ganz wach,

Aufmerksam und bei dir bist.

Den ganzen Körper wahrnehmen.

Die Stellen,

Mit denen er die Unterlage berührt.

Die Empfindungen,

Die da sind.

Den Atem fließen lassen,

So wie er von alleine geschieht.

Mit jedem Einatmen strömt Frische und Wahrheit in den Körper.

Mit jedem Ausatmen kann er mehr und mehr entspannen.

In deiner Vorstellung nun das Bild eines Sees entstehen lassen.

Eines Sees,

Den du vielleicht kennst,

Dessen Bild du irgendwo gesehen hast.

Oder eines Sees,

Wie er gerade in deiner Fantasie Gestalt annimmt.

Vielleicht liegt er in einem Wald,

In einem Tal oder einer Ebene.

Vielleicht gibt es Wiesen,

Schilf oder Bücher.

An seinem Ufer einen Strand,

Steine oder er liegt inmitten von Bergen.

Schau dir seine Form an,

Seine Größe.

Kannst du bis zum Grund blicken?

Wie sieht seine Oberfläche aus?

Ist die ganz glatt?

Spiegeln sich Sonne,

Bäume,

Wolken in ihm?

Vielleicht Vögel?

Ist die gekräuselt oder gibt es kleine Wellen?

Nimm die Farben des Wassers wahr.

Lasse das Bild des Sees ganz lebendig werden.

Verbinde dich nun so gut es möglich ist mit dem See.

Sein Wesen erspüren und ganz in ihn eintauchen.

Den Körper sich ausdehnen,

Ihn ganz weit werden und tief in das Bett der Erde sinken lassen.

Dein Körper und dein ganzes Sein werden eins mit dem See.

Du liegst da,

Sicher,

Umfangen,

Gehalten,

Getragen von der Erde.

Die Oberfläche des Sees ist ohne Sturm und Wind ruhig und glatt,

Wie ein Spiegel.

Alles wird reflektiert,

Ist klar sichtbar.

Jedes Detail,

Jede Schattierung.

Wo die Sonne direkt hinscheint,

Ist das Wasser besonders hell und warm.

Wo Wolken Schatten werfen,

Ist es dunkler und kühler.

In der Nacht spiegeln sich Mond und Sterne in ihm.

Oder er verschwindet ganz in der Dunkelheit der Nacht.

Wenn Regen,

Wind oder Sturm aufkommen,

Verändert sich die Oberfläche des Sees.

Regentropfen bilden immer größer werdende Kreise.

Wellen entstehen.

Das Wasser wird aufgewühlt,

Ist nicht mehr klar.

Das,

Was sich in ihm spiegelte,

Gerät in Bewegung,

Wird verzerrt,

Bis es gar nicht mehr zu erkennen ist.

Trotz aller Einflüsse,

Die auf den See einwirken,

Ist tief unter der Oberfläche,

Nahe am Grund,

Das Wasser auch im Sturm ruhig und klar.

Verbinde dich mit der tiefen Ruhe und Klarheit des Sees.

Wenn sich auch die Oberfläche des Sees durch den Wechsel von Jahreszeiten und Witterung ständig verändert,

Bleibt der See er selbst.

Immer der gleiche.

Das Wasser passt sich allen Einflüssen an.

Im Winter gefriert es vielleicht.

Im Frühling wird es wieder weich und fließend.

Wie der See unterliegen auch wir Menschen Veränderungen.

Passen uns dem an,

Was um uns herum und in uns vor sich geht.

Wir erleben Momente,

Wo wir uns wie im Sturm fühlen.

Das Aufgewühltsein körperlich spüren.

Nichts mehr ruhig und klar ist.

Alles in Bewegung,

Betrieben,

Unkontrolliert.

Oder Momente,

In denen wir uns ganz im Licht,

Hell und getragen fühlen.

Dir gewahr werden,

Dass du auch in dunklen und herausfordernden Zeiten in der Tiefe deines Seins unberührt und immer du selbst bist.

Das Leben ist stetige Veränderung.

Nichts ist jetzt,

Wie es gestern war.

Es wird morgen nicht so sein,

Wie es heute ist.

Weder im Angenehmen noch im Unangenehmen.

Was auch im Leben geschieht,

Kleine oder große Wellen auslöst,

Es kommt und geht.

Kein Sturm dauert ewig.

Verbinde dich noch einmal mit der tiefen und von äußeren Bedingungen unberührten Ruhe und Klarheit des Sees.

Dieses Gefühl ganz groß,

Ganz intensiv werden lassen.

Löse dich nun allmählich von der Identifikation mit dem See und richte die Aufmerksamkeit auf den Körper.

Nimm ihn in seinen vertrauten Umrissen wahr,

Die Empfindungen des Körpers.

Wie fühlt er sich nun an?

Wie ist es mit deinem Geist?

Ist er bewegt?

Gibt es Wellen?

Oder ist er ruhig?

Liegt da wie ein glatter See,

Der klar widerspiegelt,

Was im Inneren und Äußeren vor sich geht.

Nun die Aufmerksamkeit auf den Atem lenken.

Der kommt und geht.

Wenn gleich die Sennschale erklingt und du soweit bist,

Bewege zunächst Zehen und Finger und dann nach und nach den ganzen Körper.

Dann öffne allmählich die Augen und beende die Übung.

4.4 (16)

Neueste Bewertungen

Lisa

January 8, 2021

Schön

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