
Finden statt suchen
Lalla erklärt und begleitet hier den suchenden Geist, der fragt, was kommt, der tätig sein möchte. Dieser Geist wird abgeholt und von der körperlichen Ebene, über die Atmung hin ins Gewahrsein des "ich bin" geführt. In diesem Gewahrsein braucht es keine Fragen mehr, kein Suchen, sondern Finden (nur noch Findung).
Transkription
Namaskar.
Lasst uns sitzen,
Einen bequemen Sitz einnehmen,
Entweder auf eurem Kissen,
Geliebten Meditationskissen im Schneidersitz oder auf einem Stuhl,
Auf einem Hockel mit den Sitzbeinhöckern,
Fest verwurzelt,
Nehmt sie wahr.
Lasst uns dieses Gefühl des Geerdetseins noch ein wenig vertiefen,
Indem wir das Sitzfleisch rechts und links ein wenig nach hinten und auseinander ziehen und uns dann nach oben aufrichten.
Das gelingt mit den Schultern,
Ein wenig hochzuziehen zu den Ohrläppchen hin und dann die Oberarme leicht nach hinten zu geben und schon entsteht das Gefühl von Aufrichtung,
Das Gefühl von einem veritablen,
Richtigen Sitzen.
Lasst uns sitzen und lasst uns beobachten,
Was jetzt kommt.
Es ist ein Fragen nach dem,
Was kommt jetzt,
Was werde ich jetzt gleich hören.
Wir legen diese Frage zur Seite und beginnen uns einfach einmal ein wenig zu strecken.
Wir strecken die Arme nach vorne,
Richtig auf Höhe der Schultern nach vorne,
Sodass wir die Daumen anschauen können,
Die gespreizten Finger,
Die Handteller schauen zueinander.
Schulterbreit sind diese Arme,
Gerade und wir schieben sie über den Kopf,
Verschränken die Finger,
Ziehen die Handteller hoch,
Strecken uns so richtig,
Atmen ein und aus.
Beim nächsten Einatmen stoßen wir mit diesen Handtellern nach oben,
Mit dem Ausatmen neigen wir uns nach rechts,
Beugen hier die Ellenbogen nochmal und stoßen ein bisschen ausatmend weiter nach rechts,
Öffnen die linke Flanke und kommen wieder hoch,
Beugen noch einmal die Ellenbogen und siehe da,
Wir schieben sie ein bisschen weiter hinter die Ohren und strecken erneut die Arme,
Ausatmend nach links,
Ziehen den linken Arm noch ein wenig höher und neigen tiefer nach links,
Kommen wieder hoch und legen die Hände in den Schoß,
Die rechte Hand geht zum linken Knie,
Linke Hand auf die Schulter und weit nach hinten und wir drehen uns und nun,
Wo die linken Fingergruppen hinter uns,
Auf dem Kissen,
Auf dem Stuhl,
Auch an der Lehne,
Irgendwo einen Widerstand finden,
Ziehen wir gemächlich nach links,
Atmen ein,
Ziehen den Bauch etwas in den Rücken und drehen nach links,
Atmen neu ein und kommen zurück,
Machen das auf der anderen Seite,
Die linke Hand geht zum rechten Knie und die rechte Schulter zum Ohr und finden hinter uns einen Widerstand,
Mit den Fingergruppen drücken wir und drehen gemächlich nach rechts,
Dabei atmen wir,
Mit dem neuen Einatmen drücken wir noch einmal in die linke Hand und drehen zurück,
Legen beide Hände erneut in den Schoß,
Geben beide Hände an die Kniescheiben und an den Händen ziehend schieben wir den Brustkorb nach vor,
Mit dem Ausatmen machen wir Katzenbuckel,
Öffnen unsere Rückseite,
Atmen ein,
An den Händen ziehend schieben wir den Brustkorb nach vor,
Machen das herzweit,
Sagt man im Yoga,
Beim Ausatmen schauen wir nach innen,
Katzenbuckel,
Einatmen,
Weiten und öffnen wir das Herz,
Ausatmen und wir runden den Rücken,
Machen die Rückseite weit,
Letztes Mal nach vorne,
Hell in der Brust und dann nach hinten,
Weit im Rücken und nun setzen wir uns gerade hin,
Legen die Hände so,
Wie es bequem ist.
Haben wir jetzt gefragt,
Was kommt,
Was geschieht jetzt?
Nein,
Wir hatten etwas zu tun und wenn wir nun nichts zu tun haben,
So sind wir doch,
Wir fragen so oft,
Was kommt jetzt?
Wenn wir nicht im Tun-Modus sind,
Dann muss etwas kommen,
Um uns das Gefühl zu vermitteln,
Tätig zu sein.
Nun können wir ganz beruhigt diese Frage einmal weglegen und uns dem Ist zuwenden.
Was ist jetzt?
Wir können auch die Frage ganz beruhigt zur Seite legen,
Denn es ist.
Oder müsst ihr euch fragen,
Ob ihr seid?
Nein,
Ihr seid.
Ihr könnt immer antworten mit ich bin.
Oder ihr könnt noch einmal fragen,
Bin ich?
Und ihr könnt antworten,
Ja,
Ich bin.
Da ist etwas in uns,
Was wir Gewahrsein nennen,
Ein Bewusstsein für ich bin.
Unverrückbar,
Unantastbar,
Ich bin.
Ich bin und ich atme.
Ich bin und ich atme.
Zweifelsfrei.
Und so tun wir das Sein und Atmen.
Und wenn die Frage auftaucht,
Was kommt jetzt?
Dann können wir antworten,
Es ist schon da.
Es muss nicht kommen.
Das Sein manifestiert im Atmen.
Es ist dieses ich bin.
Ich bin und atme.
Ich atme.
Ich bin.
Gibt es einen Moment,
Wo wir dessen nicht sicher sind?
Nein,
Ich bin.
Du bist.
Wir sind.
Ihr seid.
Ich atme.
Fraglos ist es hier im Sein.
Und still ist es mit der leisen Atmung.
Doch es ist reich und füllig in seiner Einfachheit.
Umwerfend,
So leicht.
Und so müssen wir nicht suchen,
Können nur finden.
Ich bin.
Die Suche hat ein Ende.
Ich bin.
Die Frage und was jetzt?
Hat eine Antwort.
Wir müssen nicht mehr suchen.
Wir sind gewahr.
Ich bin.
Wir müssen nicht mehr warten auf das,
Was kommt.
Es ist da.
Die Atmung.
Nicht mehr suchen,
Nur noch finden.
Das ist die größte Erfindung menschliches Sein.
Größte,
Höchste Kreation.
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