
Wofür Bin Ich Dankbar?
Häufig nehmen wir die guten Dinge als zu selbstverständlich hin. In dieser praktischen Übung zur Dankbarkeit konzentrieren wir uns auf den Atemfluss und sprechen dabei "ich bin dankbar". Die dabei aufsteigenden Bilder können überraschend sein und uns mitteilen, wofür wir in unserem Leben dankbar sein dürfen. Wir verbinden uns mit unserer inneren Dankbarkeit und verankern sie im Körper. Dieses Gefühl wird am Ende mit zurückgebracht.
Transkription
Ich bin dankbar.
In der folgenden praktischen Übung kann ich Kontakt aufnehmen zu meiner inneren Dankbarkeit.
Dazu kann ich mir eine angenehme Position aussuchen,
In der ich es einige Zeit aushalten kann.
Ich lasse meinen Körper zur Ruhe kommen.
Dabei kann auch mein Blick auf einen Punkt in der Ferne zur Ruhe kommen oder die Augen dürfen sich schließen,
Ganz so,
Wie es für mich stimmt.
Ich kann die Fläche wahrnehmen,
Die mich hält und auf der ich sitze oder liege.
Ich kann meinen Atem wahrnehmen.
Ich lasse die Atmung einfach geschehen.
Sie ist wie der Strom des Lebens,
Der durch mich hindurch fließt.
Meine Atmung sorgt für mich,
Ohne dass ich etwas dafür tun müsste.
Und ich kann mit der Aufmerksamkeit zu meinem Herzschlag gehen.
Und auch mein Herz schlägt,
Ohne dass ich etwas dafür tun müsste.
Es schlägt Tag ein,
Tag aus und wenn ich mag,
Kann ich eine Hand auf meine Herzregion legen und eine Weile den Herzschlag und die Wärme zwischen Handfläche und Körper spüren.
Und ich kann mir vorstellen,
Wie mit jeder Einatmung noch etwas mehr Ruhe und Entspannung in meinen Körper fließt und sich ausbreitet und wie ich mit jeder Ausatmung noch etwas mehr loslassen darf.
Und ich kann mir mit meiner Einatmung sagen,
Ich bin und mit meiner Ausatmung dankbar.
Mit dem Einatmen.
Ich bin und mit dem Ausatmen dankbar.
Und ich kann das Ich-Bin-Dankbar noch einige Male für mich wiederholen.
Und ich kann mir bewusst werden,
Was für Bilder dabei in mir aufkommen.
Wofür bin ich gerade jetzt dankbar?
Vielleicht bin ich dankbar für einen speziellen Menschen oder ein Tier in meinem Leben.
Oder für ein Lächeln,
Das mir jemand schenkte.
Vielleicht bin ich dankbar für mein Zuhause oder für einen bestimmten Ort,
Der mir Kraft gibt.
Vielleicht bin ich dankbar für die Natur,
Für das Wetter oder die Jahreszeit.
Vielleicht auch für ein bestimmtes Element,
Wasser oder Wind.
Vielleicht bin ich dankbar für ein schönes Erlebnis,
Das ich erfahren durfte.
Vielleicht bin ich dankbar für eine Tätigkeit,
Die mir gut tut und der ich nachgehen darf.
Vielleicht bin ich auch einfach dankbar für mich selbst.
Dafür,
Dass ich meine Empfindungen ernst nehme und auch den Mut habe,
Mich meinen Gefühlen zu stellen.
Vielleicht auch meinen Ängsten.
Vielleicht bin ich dankbar für meine Stärken und manchmal auch für meine Schwächen.
Oder für das,
Was mein Körper Tag für Tag leistet.
Vielleicht bin ich sogar dankbar für die Herausforderungen,
Die das Leben für mich bereithält.
Oder auch dafür,
Wenn ich genügend zu essen oder zu trinken habe.
Und vielleicht bin ich dankbar dafür,
Dass ich in diesem Moment überhaupt gar nichts machen muss.
Ich kann mir bewusst werden,
Wie fühlt sich diese Dankbarkeit an?
Und wo in meinem Körper kann ich dieses Gefühl der Dankbarkeit am deutlichsten spüren?
Vielleicht kann ich genau dorthin atmen und im Gefühl der Dankbarkeit noch mehr Platz machen,
Damit es sich noch mehr in mir ausbreiten kann.
Ich bin dankbar und ich kann mein Herz öffnen für diese Dankbarkeit.
Ich erlaube mir,
Diese innere Freude wahrzunehmen.
Und ich kann dieses Gefühl der Dankbarkeit mit mir nehmen.
Mit zurück und überall hin.
Wenn ich mich nun dankbar von dieser Übung verabschiede,
In der sicheren Gewissheit,
Jederzeit wieder zu diesem inneren Gefühl von Dankbarkeit Kontakt aufnehmen zu können.
Und so kann ich nun mit dem nächsten Einatmen wieder die Geräusche wahrnehmen.
Geräusche in der Ferne,
Geräusche in der Nähe.
Ich kann anfangen,
Die Fläche unter mir zu spüren,
Die mich trägt und hält.
Ich kann beginnen,
Finger und Zehen zu bewegen,
Spüren,
Wie das Gefühl und die Kraft zurückkehrt.
Wenn ich Hände und Füße bewege,
Arme und Beine,
Ich kann mich etwas recken und strecken,
Recken,
Tief durchatmen und in meiner eigenen Geschwindigkeit in den Raum zurückkehren,
Sodass ich wieder frisch,
Wach und klar zurück bin im Hier und Jetzt.
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