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Die Vergessene Laterne | Meditation & Geschichte

by Alexandra Matthes

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Entspannendes Abendritual für innere Ruhe und einen besseren SchlafI & eine Einschlafgeschichte mit Abendmeditation & Musik zum Loslassen, von Alexandra Matthes. (Aus meinem Podcast Die Märchentante, was Schönes zum Einschlafen) Worum es in der Geschichte geht: Elena lebt in einem kleinen Dorf am Meer und liebt den alten Leuchtturm, der nachts den Schiffen den Weg weist. Als sie von einer vergessenen Laterne erfährt, fasst sie all ihren Mut zusammen und begibt sich auf eine geheimnisvolle Suche – die sie nicht nur tief in eine Höhle, sondern auch zu sich selbst führt. Wie bei all meinen Einschlafgeschichten kannst Du Dich auch diesmal ganz sicher fühlen: Die Geschichte endet sanft und gut – Du darfst also jederzeit beruhigt einschlafen. Was Dich erwartet: Ein liebevoll gestaltetes Abendritual mit: Tagesreflexion & Dankbarkeitspraxis, und eine sanfte Gute Nachtgeschichte.

Transkription

Die vergessene Laterne.

Meditative Abendentspannung und eine Gute-Nacht-Geschichte.

Atme ganz bewusst tief durch die Nase ein.

Und lösend durch den Mund wieder aus.

Und nochmal atme tief ein.

Und aus.

Ein drittes Mal.

Atme tief und vollständig ein.

Und mit dem Ausatmen seufzt so der Gene.

Strecke und strecke dich.

Ganz so,

Wie es dir gut tut.

Wenn du dann soweit bist.

Und wenn noch nicht geschehn?

Dann schliesse jetzt ganz sanft.

Deine Augen.

Spüre,

Wie deine Augenlider immer schwerer werden.

Entspanne deine Gesichtszüge.

Lasse Ruhe einkehren.

Komme an.

Hier.

Und jetzt?

Der Tag darf nun gehen.

Die Zeit der entspannten Nachtruhe ist gekommen.

Stell dir vor.

Du befindest dich in einem wunderschönen Raum.

Mit großen Fenstern.

Die Sonne ist gerade untergegangen.

Und ein Vorhang nach dem anderen.

Wird behutsam zugezogen.

Und mit dem Schließen der Vorhänge.

Kehrt eine feierliche Ruhe ein.

Es gibt jetzt nichts mehr zu tun.

Als einfach nur.

Zu entspannen.

Ich lade dich ein.

Gleich,

Wenn ich es sage.

Eine Minute lang.

Deinen Tag in Bildern.

Vielleicht wie eine kleine Film.

Vor deinem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen.

Welche Momente?

Kommen dir spontan in den Sinn?

Was hat dich heute bewegt?

Was hat diesen Tag heute ausgemacht?

Eine Minute.

Für deine Bilder.

Des heutigen Tages.

Lasse nun drei Dinge auftauchen.

Für die du heute besonders dankbar bist.

Vielleicht ein freundlicher Austausch mit jemandem.

Eine schöne Begegnung.

Das Gefühl von Sonne auf deiner Haut.

Ein kleinerer oder größerer Erfolg?

Schau mal,

Dass du auf mindestens drei Dinge kommst.

Es dürfen natürlich auch viel mehr sein.

Schicke die Bilder deiner Dankbarkeit und des heutigen Tages.

Sanft und frei hinauf in den Himmel,

Zu den Wolken.

Lasse sie davon schweben.

Ganz leicht.

Während dein Körper immer angenehmer.

Schwerer.

Und entspannter.

In die Matratze sinkt.

Deine Füsse.

Deine Beine.

Ganz angenehm entspannt.

Deine Hüften.

Dein Bauch.

Dein Rücken.

Angenehm schwer.

Und immer entspannter.

Auch dein Brustkorb,

Deine Schultern.

Amen.

Und Hände.

Entspannen sich.

Dein Kiefer ganz locker.

Die Gesichtszüge werden weich.

Du darfst immer tiefer.

Ganz sicher und geborgen.

In eine angenehme Entspannung hineinsinken.

Entspannt und gelöst.

Gelöst und angenehm entspannt.

Und während dein Körper immer gemütlicher,

Immer müder wird.

Darf sich dein Geist ganz leicht und frei auf die Reise machen.

Bereit.

Zum Träumen.

Du weißt.

Du darfst jederzeit.

Einfach einschlafen.

Denn alles ist gut.

Die Dinge.

Dürfen sich zu deinem Besten entwickeln.

Einfach so nebenbei.

Während du schläfst.

Und auch jetzt schon.

Während du einfach da liegst.

Und immer mehr.

Entspannst.

Immer ruhiger.

Geborgen.

Und sicher.

Langsam schwebst du davon auf einer weichen Wolke,

Die dich liebevoll mitnimmt.

INSTLAM der schönen Märchen.

Du bist geborgen und sicher.

Sicher und geborgen.

Und es ist gut.

Dass du da bist.

Wertvoll.

Und einzigartig.

An der rauen Küste eines kleinen Fischerdorfes,

Wo das Meer tosend gegen die Felsen rauschte und Möwen im Wind kreisten.

Stand ein alter Leuchtturm.

Seit Generationen schon.

Zeigte sein helles Licht in dunklen Nächten den Schiffen den Weg.

Und warnte die Seeleute.

Vor den gefährlichen Klippen nahe der Küste.

Elena.

Ein schüchternes Mädchen mit windsherzhausten Locken und einem offenen Herzen liebte diese Landschaft.

Das Rauschen der Wellen,

Den salzigen Duft des Windes.

Und den feinen Sand am Strand.

Sie verbrachte ihre Nachmittage oft dort.

Liest den Sand durch ihre Finger rieseln.

Und blickte besonnen aufs Meer hinaus.

Fasziniert?

Von der endlos scheinenden Weite.

Elena hatte sich mit dem jungen Leuchtturmwärter angefreundet.

Sie kannten sich schon seit ihrer Kindheit.

Oft besuchte sie ihn nachmittags,

Wenn sie zum Strand ging.

Sie brachte ihm Kuchen mit und er bereitete ihr heiße Schokolade zu.

Wenn sie dann zusammensaßen,

Erzählte er ihr Geschichten,

Die er von seinem Großvater,

Dem früheren Leuchtturmwächter,

Gehört hatte.

Es waren Geschichten von Stürmen,

Schiffen.

Und alten Geheimnissen.

Eines Tages saßen sie,

Wie so oft nebeneinander,

Auf der Treppe des Leuchtturms.

Der Himmel war klar,

Die See war ruhig.

Doch er wirkte besorgt.

Und er erzählte ihr,

Dass es in den letzten Nächten immer wieder Probleme gegeben hatte.

Seefahrer hätten berichtet.

In der Nähe des Leuchtturms ein zweites,

Fremdes Leuchten gesehen zu haben.

Ein helles und irritierendes Licht.

Das dort nicht sein sollte.

Dieses Phänomen war nun schon mehrfach beobachtet worden.

Und weil der junge Leuchtturmwärter die Verantwortung für die Sicherheit dieses Küstenabschnittes trug,

Gerät er zunehmend unter Druck.

Im Gemeinderat wurde sogar diskutiert,

Ob er seinen Posten verlieren sollte.

Elena fragte ihn,

Woher das Licht kommen könnte.

Er schüttelte traurig den Kopf.

Ich weiß es nicht.

Sagte er leise.

Ich habe die Küste immer wieder abgesucht.

Bei Tag,

Bei Nacht.

Mit dem Boot und vom Land aus.

Aber ich habe nichts gefunden.

Dann hielt er kurz inne.

Eine Erinnerung stieg in ihm auf.

Und dann wandte er sich an Elena mit leiser Stimme.

Mein Großvater berichtete mir einmal von seinem Vorgänger.

Der jede Nacht mit seiner kleinen Laterne in der Hand ist.

Die Treppe des Turms hinaufstiegen.

Um oben das Feuer mit Öl zu versorgen.

Doch in einer stürmischen Nacht,

Gerade als er oben bei der Brüstung stand,

Fiel ihm die Laterne aus der Hand.

Sie stürzte ins Meer und verschwand in der Tiefe.

Man sagt,

Sie seien eine Höhle bei den Klippen gespült worden.

Und bei bestimmten Wetterbedingungen.

Könnte man auch immer das Schimmern des Lichtes zwischen den Felsen am Strand wahrnehmen.

Großvater sagte auch.

Das einst ein Schiff.

Mit einem wertvollen Schatz beladen,

Durch dieses Licht fehlgeleitet wurde und an den Klippen zerschellte.

Und dass sich in jener Höhle noch die vergessenen Kostbarkeiten befinden.

Elena.

Hörte ihm gebannt zu.

Und als er aufstand,

Um wieder seiner Arbeit nachzugehen,

Sagte er.

Mein Großvater erzählte mir auch,

Dass der Eingang der Höhle nur ein einziges Mal im Jahr frei liegt.

Ich hielt diese Geschichte damals für seemannsgeil,

Aber .

.

.

Vielleicht ist hier etwas dran.

Als Elena nach Hause ging,

Dachte sie über die Laterne nach.

Sie war ganz sicher,

Dieses Licht schon mal gesehen zu haben.

Und sie wusste auch,

Wo die Höhle sein musste.

An diesem Abend war Ebbe.

Der Eingang zur Höhle müsste heute Nacht zugänglich sein.

Elena hatte keine Zeit,

Lange zu überlegen.

Ihr Herz klopfte.

Sie hatte Angst.

Doch sie spürte einen starken Willen,

Aus dem ein ungeahnter Mut wuchs.

Gefühle von freudiger Aufregung,

Abenteuerlust und Entschlossenheit überkamen sie.

Und als ihre Eltern schliefen,

Schlichst sie sich mit einer kleinen Taschenlampe aus dem Haus.

Sie machte sich auf den Weg zum Strand.

Achtsam.

Und vorsichtig.

Dort angekommen.

Kletterte sie über größere Steine und Felsbrocken.

Und leuchtete mit ihrer Taschenlampe.

Die steinigen Klippen ab.

Plötzlich entdeckte sie einen Spalt im Gestein.

Wie ein verborgenes Tor.

Aus ihm schimmerte kurz ein geheimnisvolles Licht auf.

Mit klopfendem Herzen folgte sie dem immer wieder aufblinkenden Licht in eine Höhle hinein.

So unscheinbar der Eingang war.

Zu überraschen?

War das Innere.

Hier sah es aus wie in einem großen Palast.

Ihre Hände strichen über die kühlen,

Feuchten Bände.

Tausende winzige Salzkristalle.

Funkelten im Licht ihrer Lampe.

Wie Sterne.

Und da war er wieder.

Der schwache Schimmer.

Das Leuchten.

Das sie schon draußen wahrgenommen hatte.

Sie lief in seine Richtung.

Und das Licht.

Burrimahela.

Es schien zwischen zwei Steinen auf dem Boden hervorzuleuchten.

Und da?

Erblickte sie sie.

Die kleine alte Laterne.

Behutsam,

Zog Elena sie heraus.

Und kaum hatte sie sie in den Händen.

Begann die Laterne hell und golden zu leuchten.

Die Höhle füllte sich mit warmen Glanz.

Jetzt im Licht der Laterne.

Erkannte Elena.

Die Überreste.

Eines alten Schiffwracks.

Und halb im Sand vergraben.

Lag da eine große,

Halbvermoderte Holztruhe.

Elena kniete sich nieder.

Schob Sand und Muscheln zur Seite.

Und öffnete den Deckel der Truhe.

Sie war gefüllt mit Schmuckstücken und Goldtalern.

Ein Schatz.

Ein richtiger Schatz.

Flüsterte sie.

Sie nahm sich einen funkelnden Ring heraus,

Der ihr besonders gefiel.

Füllte ihre Taschen mit zwei Händen voller Thaler.

Und steckte ein goldenes Amulett ein.

Sie wollte sich nicht überladen.

Denn sie buste.

Dass bald die Flut kommen würde.

Und sie den Weg achtsam und sicher zurückgehen musste.

Das,

Was sie nahm,

Würde sie reich genug machen.

Das Licht der Laterne führte sie sicher hinaus.

Durch den Feldspalt.

An den Strand.

Sie lief zum Leuchtturm.

Denn sie wusste,

Dass ihr Freund der junge Leuchtturmwärter in dieser Nacht dort arbeitete.

Er hatte den Schein ihrer Laterne vom Turm aus gesehen und lief ihr entgegen.

Ist das die vergessene Laterne?

Stammelte er.

Das ist unglaublich!

Du hast sie gefunden!

Komm,

Erzähl mir alles.

Sie gingen zusammen in den Leuchtturm und Elena erzählte ihm,

Was sie erlebt hatte.

Sie strahlte dabei so sehr,

Wie er sie noch nie zuvor gesehen hatte.

Ihre Schüchternheit schien von ihr abgefallen zu sein.

Vor ihm stand eine mutige junge Frau mit starkem Blick und Haltung.

Er sah sie an.

Lächelte leise.

Und sagte,

Manchmal braucht es eine Reise ins Dunkle.

Um das eigene Strahlen zu finden.

Elena reichte ihm das Amulett.

Das habe ich für dich mitgenommen.

Es ist wunderschön,

Flüsterte er.

Und nahm sie in die Arme.

Als Elena in dieser Nacht im Bett lag.

Regte sich etwas in ihr.

Leise.

Und gleichzeitig kraftvoll.

Sie dachte zurück an all die Abende,

An denen sie sich klein gefühlt hatte.

Wie oft sie geglaubt hatte,

Nichts Besonderes zu sein.

Wie oft sie stillgeblieben war,

Obwohl ihre Gedanken so lebendig waren.

Wie oft sie sich gewünscht hatte,

Mutiger zu sein.

Vielleicht.

Dachte sie.

War der wahre Schatz.

Gar nicht die Laterne oder das Gold in der Truhe?

Sondern der Moment,

In dem sie an sich selbst geglaubt hatte.

Der Moment,

In dem sie trotz der Angst losgegangen war.

Und in ihrem Herzen wurde es hell wie das Licht eines Neuanfangs.

Von nun an fanden alle Seefahrer wieder ihren sicheren Weg.

Niemand wusste genau.

Warum das reizelhafte Licht verschwunden war.

Nur Elena und ihr Freund,

Der junge Leuchtturmwärter.

Kannten die wahre Geschichte.

Die tief unter den Klippen verborgen geblieben war.

Und sie lebten glücklich.

Und den Frieden.

Und wenn sie nicht gestorben sind?

So leben sie.

Auch heute noch.

Und dir?

Wünsche ich eine gute Nacht.

Einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Und schöne Träume.

4.9 (11)

Neueste Bewertungen

Cori

September 27, 2026

Eine wunderschöne Geschichte. Vielen Dank und liebe Grüße 🙏

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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