
Wie Du Deinen eigenen inneren Kompass entdecken kannst
Bist Du auch schon mal wahnsinnig verletzt gewesen, weil jemand einfach Deine Grenzen überschritten hat, einfach nicht beachtet hat was Dir wichtig ist? Kennst Du diese brennende Enttäuschung, nicht gesehen oder übergangen zu werden? Oder gehörst Du zu den Menschen, die ihre eigenen Grenzen gar nicht erst setzen, sondern aus falsch verstandener Liebe von anderen bestimmen lassen, wie weit jemand gehen kann? Hörst Du manchmal auf alle anderen, nur nicht auf Dich?
Transkription
Bist du auch schon mal wahnsinnig verletzt gewesen,
Weil jemand einfach deine Grenzen überschritten hat?
Einfach nicht beachtet hat,
Was dir wichtig war?
Kennst du diese brennende Enttäuschung,
Nicht gesehen oder übergangen zu werden?
Oder gehörst du zu den Menschen,
Die ihre eigenen Grenzen gar nicht erst setzen,
Sondern aus falsch verstandener Liebe von anderen bestimmen lassen,
Wie weit jemand gehen kann?
Hörst du manchmal auf alle anderen,
Nur nicht auf dich selbst?
Dann ist diese Episode für dich.
Wir sprechen nämlich heute darüber,
Wie du deinen inneren Kompass nach dir selbst auszurichten lernst,
Wie du deine Grenzen wahrnehmen lernen kannst und über die Selbstermächtigung für dich einzutreten.
Und ich gebe dir dazu eine hochwirksame Selbstcoaching-Übung an die Hand.
Leben lieben lassen.
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Herzlich willkommen ihr Lieben bei Folge 135 des Leben lieben lassen Podcast.
Ich freue mich,
Dass auch du da bist.
Ich bin Claudia,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach.
Ich unterstütze Menschen dabei,
Sich selbst und andere besser zu verstehen und gelingende Beziehungen zu führen.
Und dazu gehört auch die Stärkung der eigenen inneren Wahrnehmung und die Selbstermächtigung Grenzen zu setzen.
Wir sind die einzigen,
Die in uns selbst und in unserem Leben zu Hause sind.
Hast du darüber schon mal nachgedacht?
Niemand ist in uns drin,
Außer wir selbst.
Niemand lebt unser Leben.
Deshalb sind wir auch die einzigen,
Die wirklich wissen können,
Was für uns stimmig ist und was nicht.
Und das sind wir auch dann,
Wenn wir gerade nicht wissen,
Was das Richtige richtig für uns ist,
Was zu tun ist und wie wir uns entscheiden wollen und was der nächste Schritt sein soll.
Wir fühlen uns eben oft nicht so,
Als wären wir die Experten für unser eigenes Leben.
Das liegt daran,
Dass wir nicht immer gleich wissen,
Wo es lang geht.
Und es ist normal,
Manchmal unsicher zu sein,
Sich zu verlieren,
Zwar schon tausend Möglichkeiten,
Sich im ratternden Verstand zu verirren,
In hundert Gröbel schlaufen.
Jeder kennt das und es ist verdammt schwer.
Sprich das mal laut vor dich hin,
Ich weiß es gerade noch nicht.
Es kann sich so dermaßen beängstigend anfühlen,
So hilflos.
Und doch ist das ganz normal.
Denn noch nicht zu wissen,
Was jetzt dran ist,
Was als nächstes kommt,
Das macht uns unfassbar unsicher.
So unsicher,
Dass wir diesen Schwebezustand des Noch-Nicht-Wissens kaum ertragen können.
Wir lieben die Sicherheit und wir wollen unbedingt festen Boden unter uns spüren und darauf unsere Entscheidungen bauen.
Also suchen wir ganz verzweifelt nach Antworten,
Nach Sicherheiten,
Nach einer Richtung.
Aber wir suchen sie eben oft an der falschen Stelle.
Im Außen,
Bei anderen.
Jemand soll uns bitteschön sagen,
Wo es lang geht,
Was zu tun ist,
Jemand der es besser weiß,
Was für uns stimmt,
Als wir selbst.
Und wir machen das so,
Weil wir es als Kind gelernt haben.
Und wenn uns niemand beigebracht hat,
Dass wir einen eigenen inneren Kompass haben,
Dass es sowas wie eine innere Wahrheit für uns gibt,
Eine innere Stimme,
Die aus unserem tiefsten Selbst kommt und der wir vertrauen dürfen,
Dann verlieren wir unsere ureigene Richtung und fahren auf Spuren durchs Leben,
Auf die andere uns gesetzt haben.
Und so fühlt sich das dann eben auch an,
Fremdbestimmt,
Irgendwie fehlt was,
Es ist dann leer in uns und unerfüllt,
Obwohl wir doch alles haben oder alles erreicht haben.
Hast du das Gefühl,
In deinem richtigen Leben zu sein?
Das frage ich sehr oft meine Klienten und du glaubst gar nicht,
Wie oft ich ein Zögern oder ein Nein höre.
Warum ist das so?
Weil wir ja auf der Suche nach dem eigenen Weg uns eben zu viel an äußeren Autoritäten orientieren,
Weil wir wie in unserer Kindheit die Macht über uns abgeben,
Weil viele von uns gar nicht wagen,
Für sich einzutreten,
Weil die äußere Orientierung viel,
Viel stärker verankert ist als die innere.
Und wenn diese Balance nicht stimmt zwischen innen und außen,
Dann leben wir fremdbestimmt,
Ohne es zu merken,
Weil wir in uns die Richtung gar nicht spüren.
Und auch Menschen,
Die ihre innere Anbindung merken,
Die sie also spüren,
Die mit sich verbunden sind,
Die ein Gefühl für ihren inneren Kompass und die eigenen Grenzen haben,
Trauen sich oft nicht,
Dem auch zu folgen,
Weil es sich schlecht anfühlt,
Egoistisch,
Eigenwillig.
Damit könnten wir ja unbequem sein,
Abgelehnt werden.
Das passiert nicht,
Wenn wir brav machen,
Was wir sollen oder was vorgegeben wird,
Wenn wir es recht machen,
Uns anpassen oder die Erwartungen anderer erst mal erfüllen.
Es ist einfacher,
Sich von äußeren Autoritäten leiten zu lassen,
Man muss nicht schwierig sein und man muss nicht mit Gegenwind rechnen.
Manchmal müssen wir regelrecht wählen,
Zwischenartig sein oder wir selbst und lebendig sein.
Du merkst schon,
Für ein stimmiges,
Selbstbestimmtes Leben,
Das sich auch wirklich nach dem eigenen Weg anfühlt,
Den man wählt,
Braucht es zum einen die Verantwortung,
Die wir zu uns nehmen sollten und zum anderen braucht es den Mut,
Nicht immer mit dem Sturm zu schwimmen.
Und als Grundlage von all dem brauchen wir erst einmal die Fähigkeit,
Unseren inneren Kompass,
Unsere innere Autorität auch zu spüren,
Sonst können wir ihr ja gar nicht folgen.
Und genau dazu wird es am Ende dieser Folge eine Selbstcoachingübung für Dich geben.
Menschen,
Die glauben,
Die Gott in sich spüren,
Tun sich übrigens oft leichter mit ihrem inneren Kompass,
Mit ihrer inneren Führung.
Das ist ein ziemlich gut erforschtes Gebiet,
Aber das mal nur so off-topic.
Schauen wir uns mal die Balance zwischen Autonomie und Bindung an,
Die spielt nämlich hier eine riesengroße Rolle.
Wir Menschen haben ja so Grundbedürfnisse in uns,
Die uns irgendwie in verschiedene Richtungen ziehen.
Das macht es uns nicht gerade leicht.
Zum einen haben wir alle ein Urbedürfnis nach Bindung,
Danach ein Teil von etwas zu sein,
Dazu zu gehören,
Gemocht zu werden,
Nach Liebe und Angenommensein.
Wir sind Bindungswesen.
Wir hängen besonders am Anfang des Lebens von der Verbundenheit,
Von der Wärme,
Von der Liebe ab.
Ohne Bindung würden wir sterben.
Sie ist existenziell notwendig für unser Überleben.
Deshalb richten wir uns als Kinder schon wie kleine Pflänzchen nach dem Licht der Zuneigung,
Nach Liebe und Wärme unserer Bezugspersonen aus.
Wir haben überhaupt keine andere Wahl.
Wir tun alles,
Um dieses Grundbedürfnis nach Bindung so ausreichend wie möglich erfüllt zu bekommen.
Auch wenn das bedeutet,
Uns zu verbiegen,
Zu verleugnen,
Zu verraten,
Nicht wir selbst zu sein.
Wir opfern unser kleines Selbst,
Wie ich gern sage,
Zugunsten der Bindung,
Wenn das von uns verlangt wird.
In der Folge zu unseren Grundbedürfnissen bin ich ganz ausführlich darauf eingegangen und die verlinke ich dir natürlich auch in den Shownotes in der Podcastbeschreibung,
Damit du das nochmal nachhören kannst.
Später,
Wenn wir unser Ich erkennen,
So mit 2-3 Jahren,
Erwacht in uns das Bedürfnis nach Autonomie,
Ein weiteres Grundbedürfnis.
Wir wollen nämlich nicht nur in Verbindung sein,
Nein,
Wir wollen auch wir selbst sein.
Wir wollen eine eigene Meinung haben dürfen,
Mitbestimmen.
Wir wollen Nein sagen und Grenzen setzen.
Jeder,
Der Kinder hat,
Kennt die Phase,
Wenn die Kids bockig werden,
Wenn sie ständig Nein,
Nein,
Nein sagen und ihren eigenen Willen gegen unseren setzen.
Ist nicht immer easy,
Aber für die Entwicklung des Kindes ist es wichtig,
Diese Autonomie-Bestrebungen auch zuzulassen.
Es ist nämlich die Grundlage dafür,
Die Welt zu entdecken,
Seinen Weg zu finden und irgendwann selbstbestimmt sein zu können.
Alle Eltern wünschen sich das für ihre Kinder,
Wenn ich sie frage,
Aber es bedeutet eben auch,
Dem Kind einen eigenen Raum zu lassen.
Zuzulassen,
Dass das Kind nicht unsere Kopie ist,
Sondern ein eigenes Wesen.
Grenzen zu verhandeln und das Kind als eigenständigen Menschen zu sehen,
Der zwar,
Bis er groß ist,
Unsere Führung braucht,
Aber eben auch einen Freiraum für sein Selbst.
Nur so entwickeln Menschen eine gesunde Balance zwischen ihrem Wunsch,
Sie selbst zu sein und dem Wunsch,
Dazu zu gehören,
Also zwischen Bindung und Autonomie.
Sie erlauben sich eine Bewegung und eine selbstbestimmte Ausrichtung zwischen den Bedürfnispolen.
Und während ich das so erzähle,
Hast du bestimmt schon ein ganz eigenes Gefühl dafür,
Ob das bei dir ausbalanciert ist.
Bei vielen von uns ist das nämlich so nicht.
Und dann verlieren wir uns im Außen,
Weil wir unseren eigenen Kompass nicht spüren.
Genau diese Balance fehlt Menschen,
Deren Autonomie-Bestrebungen früh unterdrückt wurden.
Menschen,
Denen beigebracht wurde,
Dass ihr eigener Wille und ihre eigene Meinung nicht okay sind oder ein Angriff gegen die elterliche Meinung.
Menschen,
Die mit Liebesentzug bestraft wurden,
Wenn sie sich nicht angepasst haben oder es nicht recht gemacht haben.
Menschen,
Deren Eltern keine Grenzen zugelassen haben oder einfach immer wieder darüber weggelatscht sind.
Die haben gelernt,
Sich vor allem nach außen auszurichten.
Nach dem,
Was andere wollen,
Was andere sagen,
Was andere über sie bewerten und beurteilen.
Und die nehmen dann auch im Erwachsenenalter die Bedürfnisse und Erwartungen der anderen,
Deren Meinung und Urteil wichtiger als sich selbst.
Oft spüren sie ja noch nicht mal,
Was sie in sich selbst wollen oder was sie spüren.
Einfach,
Weil das noch nie eine Rolle gespielt hat.
Oder aber sie spüren was und fühlen sich schlecht,
Wenn sie dafür eintreten.
Sie können dann keine Grenzen setzen,
Weil ihre innere Balance zwischen Autonomie und Bindung schon so früh gekippt ist.
Zu Gunsten der Bindung,
Zu Lasten der Autonomie.
Das zu erkennen ist nicht schön.
Aber es ist eine Wahrheit,
Die der Anfang einer Selbstermächtigung ist und der Entdeckung der inneren Autorität.
Kennst du das Innere und das Äußere Ich?
Es gibt eine Welt in uns und es gibt eine Welt außerhalb von uns,
Richtig?
Und dazwischen gibt es eine Grenze,
Dort wo wir aufhören und das Außen beginnt.
Wir schauen aus unserer inneren Welt heraus,
Wie aus einem Haus,
Und zwar in die Außenwelt hinein.
Und von dieser Außenwelt sind wir ja ein Teil.
Und wir wollen auch Verbindungen zu den anderen in dieser Außenwelt aufnehmen.
Es ist ein bisschen seltsam,
Sich das vorzustellen,
Aber genau so ist es.
Und ich nenne unsere innere Welt das Innere Ich.
Es gibt aber auch ein Äußeres Ich.
Und das ist in meinem Verständnis der Teil von uns,
Der in der Außenwelt interagiert,
Also wie wir uns verhalten,
Wie wir uns zeigen.
Verstehst du,
Was ich meine?
Das Innere Ich ist,
Wie du dich innen fühlst,
Was du denkst,
Was du willst oder beabsichtigst.
Und das Äußere Ich ist,
Was du im Außen tust.
Wenn das,
Was du wirklich möchtest,
Was du fühlst,
Etwas anderes ist,
Als du im Außen tust,
Wenn es also einen Break gibt,
Eine Inkonkurrenz zwischen innen und außen,
Dann erzeugt das Stress.
Richtig krassen Stress.
Denn dann müssen wir uns ja immer anstrengen,
Anders zu sein,
Als wir eigentlich wollen.
Dieser Stress der Überanpassung aus Angst,
Dass wir das,
Was wir in uns spüren,
Nicht zeigen dürfen oder nicht leben dürfen,
Braucht unsere ganze Kraft,
Dieser Stress frisst uns auf.
Er entfremdet uns immer weiter von unserem Sein.
Und wir tun das eben,
Weil wir das als Kind so gelernt haben,
Weil wir uns selbst nicht vertrauen und uns verleugnen.
Nicht weniger haben gelernt,
Die Wahrnehmung des Inneren Ichs total abzuschalten,
Denn das hilft ihnen,
Den Anpassungsdruck und die Kluft zwischen innen und außen nicht mehr so dolle zu spüren.
Aber da ist die trotzdem und richtet das Zerstörungswerk an.
Wie du deiner inneren Autorität wieder Vertrauen lernen kannst.
Jetzt kommen wir zu der versprochenen Übung.
Stell sie dir so vor,
Als würdest du eine neue Sportart lernen.
Es wird vielleicht am Anfang neu und ungewohnt sein,
Aber ich verspreche dir,
Wenn du übst,
Wirst du bald schon dein inneres Ich deutlicher spüren und es wird dir immer schwerer fallen,
Gegen dich selbst zu handeln.
Du wirst immer weniger Lust haben,
Es recht zu machen,
Dich immer zu anzupassen oder deine Grenzen übergehen zu lassen.
Du wirst dich nämlich nach Authentizität zwischen deinem inneren Ich und deinem äußeren Ich sehnen.
Und das wird etwas verändern.
Zuerst aber mal müssen wir noch kurz darüber sprechen,
Wie wir die Welt so wahrnehmen,
Also wie wir sie in uns aufnehmen,
Wie wir mit ihr in Kontakt gehen.
Nach meiner Claudia Meinung haben wir nämlich drei Wahrnehmungskanäle und die meisten von uns haben gar nicht gelernt,
Sie zu benutzen,
Weil auch unsere Eltern das nicht so gut konnten.
Diese drei Wahrnehmungskanäle sind für mich der Verstand,
Unsere Intuition,
Du kannst es auch innere Stimme nennen,
Und unser Körper.
Diese drei,
Man könnte es auch Instrumente nennen,
Sind uns gegeben,
Um der Welt,
Also dem Außen,
Zu begegnen.
Allerdings sind wir,
Besonders in unseren westlichen Gesellschaften,
Sehr stark und fast ausschließlich auf den Verstand,
Also auf unseren Kopf,
Fokussiert und fixiert.
Wir versuchen,
Die Dinge denkend zu lösen,
Durch Analyse,
Vernunft und Abgleich.
Sei vernünftig,
Wäge ab,
Mache für und wieder Tabellen.
Das wurde uns beigebracht,
Um Entscheidungen zu treffen und eben das Richtige richtig zu finden.
Und ich mag eigentlich den Verstand,
Ich finde ihn gar nicht so schlecht,
Aber wenn wir uns nur und ausschließlich nach der Plapperstimme in unserem Kopf ausrichten,
Dann reicht das nicht.
Die Gefahr,
Dass wir uns dann verirren in Vorstellungen und Werten anderer,
Ist riesengroß.
Denn im Verstand,
Da wohnt auch die Stimme unserer Angst.
Und diese Angst hat mit unseren Urengsten zu tun,
Nicht dazu zu gehören,
Verstoßen zu sein,
Allein zu sein oder verloren zu gehen,
Nicht gemocht zu werden.
In der menschlichen Evolution hätte das früher den Tod bedeutet.
Die Angststimme in deinem Kopf ist also sehr stark von der Außenwelt und von deiner Abhängigkeit von ihr bestimmt.
Außerdem wohnt im Verstand noch ein anderer Typ,
Unser innerer Kritiker.
Diese Stimme,
Die uns sagt,
Du kannst das nicht,
Bist du verrückt?
Was bildest du dir ein?
Du doch nicht.
Du musst doch endlich mal.
Ich weiß,
Das kennst du auch.
Der innere Kritiker,
Ich hab schon in anderen Folgen darüber gesprochen,
Ist ein Introjekt,
Er ist von außen gesteuert,
Er ist die Verkörperung all der Do's und Don'ts,
Der Lebensregeln und Erziehungsmaßnahmen,
Die dir beigebracht wurden und die vielleicht noch nicht mal zu dir passen,
Zumindest hast du sie nicht selbst gewählt.
Du merkst also,
Wie besetzt unser Verstand eigentlich ist.
Er gehört nicht nur uns allein,
Wir sind darin nicht allein zu Hause,
Wir teilen ihn uns mit anderen,
Äußeren Autoritäten,
Anderen Menschen,
Den Eltern,
Der Gesellschaft.
Zum Glück gibt es neben unserem Verstand auch noch unsere Intuition als Wahrnehmungskanal.
Die Intuition ist eine innere Weisheit,
Eine Wachsamkeit.
Man könnte auch Wachheit sagen,
Die auch die Tiere haben.
Sie ist sehr alt,
Viel älter als der Verstand.
Manche sagen auch Bauchstimme dazu oder Instinkt.
Wir haben sie alle,
Aber wir können sie nicht gleich gut spüren.
Es fühlt sich bei jedem auch ein bisschen anders an.
Die Intuition ist wie so ein leiseres Signal aus deinem Inneren,
Leiser als der laute Plapperverstand.
Deine innere Stimme ist direkt mit deinem Wesenskern verbunden,
Mit dem ich bin.
Sie kommt aus deinem Zentrum.
Die Intuition wird oft so als Schirlefanz esoterisch auch noch abgetan,
Weil wir einfach in unsere Gesellschaft dem Verstand die Hoheit über unser Leben gegeben haben.
Und die Intuition liefert ja auch keine Erklärungen,
Die wir so gerne mögen.
Das macht es ungewohnt und schwierig für uns.
Du triffst zum Beispiel einen Menschen,
Den du noch nie gesehen hast,
Das kennt jeder und ihr habt ein ganz nettes Gespräch.
Deine Intuition,
Diese innere Stimme sagt vielleicht,
Nein,
Irgendwas passt hier nicht.
Du nimmst das auch wahr und wunderst dich.
Du tust es ab,
Denn dein Verstand sagt,
Was ist denn das für ein Blödsinn,
Er ist doch total nett.
Das bildest du dir alles nur ein.
Ein paar Wochen später weißt du wahrscheinlich,
Warum deine Intuition ein Nein hatte.
Und vielleicht musstest du eine schmerzhafte Erfahrung dabei machen,
Weil du nur auf deinen Verstand gehört hast.
Die Intuition ist wie so ein leises Pling.
Sie liefert überhaupt keine Argumentationsketten und sie ist super spontan und viel schneller als der Verstand.
Blitzschnell.
Und sie hört auf,
Mit dir zu sprechen,
Wenn du sie nicht hörst.
Sie klopft nicht Millionen Mal an.
Und weil sie eben,
Wie ich schon gesagt habe,
Keine Erklärungen liefert und wir alles erklären wollen,
Ist es so leicht,
Sie zu übergehen.
Ich bin ganz sicher,
Du kennst selbst tausende solche Geschichten aus deinem Leben,
Wenn du in Ruhe darüber nachdenkst.
Und frag dich bitte mal,
Was in den Momenten passiert ist,
In denen du deiner Intuition mal gefolgt bist.
Unser dritter Wahrnehmungskanal ist unser Körper.
Unsere Körperzellen sind intelligent.
In ihnen ist dein ganzes Leben gespeichert.
Unser Körpergefühl,
Also wie es sich anfühlt,
In unserem Körper drin zu sein,
Das ist das,
Was uns am wenigsten beigebracht wird zu spüren.
Viele von uns sind regelrecht abgekoppelt von ihrer Körperwahrnehmung.
Zum Glück kann man das lernen.
Frage dich zum Beispiel,
Wie fühlt es sich in diesem Moment an,
In meinem Körper zu sein?
Ist es weit oder eng da drin?
Ist es leer oder kraftlos?
Fließt etwas oder ist es starr?
Ist irgendwo was schwer?
Gibt es eine Einengung,
Ein Kribbeln oder eine Anspannung?
Diese Fragen helfen,
Dem Körpergefühl auf die Spur zu kommen.
Am Anfang spürst du vielleicht nicht so viel.
Bleib ganz ruhig.
Frage dich,
Okay,
Wie fühlt es sich denn an da drin mit diesem Nichts?
Aber wenn du deine Aufmerksamkeit immer wieder auf das Körpergefühl richtest und dir die vorherigen paar Fragen stellst,
Wirst du mit der Zeit eine Veränderung wahrnehmen.
Dann kannst du nämlich in verschiedenen Situationen deine Wahrnehmung stärken.
Wenn ich mit XY zusammen bin,
Wie fühlt sich das in meinem Körper an?
Mach das wertungsfrei,
Beobachtend,
Wie ein Forscher.
Du wirst bemerken,
Dass sich bei manchen Menschen in dir etwas öffnet,
Bewegt,
Lebendig wird,
Kraftvoll.
Bei anderen fühlst du dich vielleicht nach einer Weile starr oder leer,
Kraftlos vielleicht.
Dein Körper spricht mit dir,
Wenn du seine Botschaften wahrnimmst.
Ich prüfe mein Körpergefühl übrigens auch,
Indem ich mir etwas vorstelle,
Das ich beabsichtige zu tun.
Wie fühlt es sich in meinem Körper an,
Bei dieser Vorstellung das zu tun?
Das funktioniert,
Wenn man ein bisschen trainiert hat.
Unser Körper ist ein wunderbares Instrument.
Er schwingt.
Probier's mal aus.
Damit es etwas leichter geht,
Verlinke ich dir dazu nach einer meiner geführten Meditationen mit BodyScan,
Mit dem du lernen kannst,
Deine Körperwahrnehmung zu spüren.
Den findest du in den Shownotes.
Und hier kommt die versprochene Übung,
Die ich mit dir teilen möchte und die ich auch vielen meiner Klienten mitgebe.
Sie geht so.
Beobachte in den verschiedensten Situationen deines Alltags,
Was deine drei Wahrnehmungskanäle zu sagen haben.
Was sagt dein Verstand in dieser Situation?
Was sagt deine Intuition oder deine innere Stimme,
Dein Bauchgefühl?
Und wie reagiert dein Körper?
Mach dir Notizen dazu,
Zu dieser Dreieinigkeit.
Sei neugierig.
Lass dich nicht davon abhalten,
Dass es am Anfang seltsam oder schwierig ist.
Mit jedem Mal,
Wo du übst,
Stärkst du deinen inneren Kompass.
Verbindest dich mit dir selbst und deiner ureigensten Richtung.
Du stärkst die Wahrnehmung für deine Innenwelt,
Damit du unabhängiger von den Stimmen im Außen wirst und auch von deinem Plapperverstand und deine Grenzen finden kannst.
Auf diese Weise entsteht mit der Zeit eine Balance zwischen dir und der Welt.
Wenn du dich nicht mehr nur vom Verstand leiten lässt,
Der,
Wie wir wissen,
Toll ist,
Aber eben auch sehr von außen bestimmt wird.
Wenn du dein Körpergefühl und deine Intuition stärkst und ihnen erlaubst,
Da zu sein,
Wenn du ihnen Raum gibst,
Wenn du sie hören willst,
Dann kannst du die Verstärkung deiner Selbstbestimmtheit und deiner Souveränität gar nicht verhindern.
Bring deine Instrumente in Einklang.
Das möchte ich dir gern mitgeben.
Ich mache das selber so.
Wenn Körpergefühl und Intuition z.
B.
Ja sagen und der Verstand dagegen ist,
Dann steht es 2 zu 1.
Dann weiß ich,
Wo es lang geht.
Manchmal,
Das stimmt,
Brauche ich dafür länger.
Das ist okay.
Manchmal höre ich wieder nur auf den Kopf und verirre mich im Außen.
Passiert jedem.
Kann auch mal passieren.
Aber ich bemerke dann sehr schnell,
Wo ich falsch abgebogen bin und daraus kann man ja lernen.
Manchmal hole ich mir aber auch viele Meinungen ein,
Ohne sie einfach zu übernehmen.
Denn natürlich sind die Vorstellungen anderer inspirierend oder bringen neue Perspektiven in dein Leben.
Aber nie,
Indem du sie einfach kritiklos zu deinen eigenen machst.
Ich finde es interessant,
Weil ich dann merke,
Wie viele Möglichkeiten es gibt,
Eine Sache zu betrachten oder über eine Sache zu denken,
Zu einer Sache zu stehen.
Und ich prüfe dann mit meiner Claudia-Dreieinigkeits-Spezialübung,
Was davon mit mir in Resonanz geht und was nicht.
Was ich zu mir nehmen möchte und was nicht.
Was meins ist und was draußen bleiben darf.
Und das wünsche ich auch dir von Herzen.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.8 (68)
