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Trennung und Verlassenwerden: Wie Du Trennungen überstehst und wieder zu Dir selbst zurückfindest

by Claudia Bechert-Möckel

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Die Trennung von einem Partner gehört zu den schmerzlichsten Verlusterfahrungen eines Menschen. Wird man unfreiwillig getrennt, wird einem im wahrsten Sinne des Wortes der Boden unter den Füßen weggezogen. Darunter tut sich erst einmal ein großes, schwarzes Loch auf, in dem der gesamte Lebensentwurf mit einem Mal verschwindet. Dazu kommen meist noch überwältigende Gefühle von Einsamkeit, Hilflosigkeit, Angst und Wut — und manchmal auch der unbedingte Wunsch, den Partner zurück zu bekommen.

Transkription

Herzlich Willkommen bei einer neuen Ausgabe des Leben Lieben Lassen Podcast.

Ich bin Claudia Bechert-Möckel,

Persönlichkeits- und Beziehungscoach aus Dresden und in dieser Podcastfolge Nummer 34 geht es um ein wirklich außerordentlich schmerzhaftes Thema,

Trennungen.

Die Trennung von einem Partner gehört zu den schmerzlichsten Verlusterfahrungen eines Menschen.

Wird man unfreiwillig getrennt,

Wird einem im wahrsten Sinne des Wortes der Boden unter den Füßen weggezogen.

Und darunter tut sich erst einmal ein großes schwarzes Loch auf,

In dem der gesamte Lebensentwurf mit einem Mal verschwindet.

Und dazu kommen auch meistens noch überwältigende Gefühle von Einsamkeit,

Verloren sein,

Helflosigkeit,

Auch Angst und Wut und manchmal auch der unbedingte Wunsch,

Den Partner zurückzubekommen.

Es kann sein,

Dass du dafür sogar bereit bist,

Dinge zu tun,

Die deine eigenen Grenzen und deine Würde verletzen.

Diese Folge ist ein sehr persönlicher Podcast,

Denn ich weiß nicht nur aus Büchern,

Was es bedeutet,

Wenn das Leben auf diese Weise mit einem Mal zerfällt.

Ich habe das selbst erlebt.

Ich weiß,

Wie es sich anfühlt.

Nicht nur in der Theorie.

Und ich weiß auch,

Dass man Trennungen überstehen kann und dass es einen Weg geben kann zurück zum glücklichen Ich.

Ganz ehrlich gesagt war es diese schlimme Verlusterfahrung meiner Trennung und deren Verarbeitung,

Die den Samen dafür gelegt hat,

Dass ich mich in meiner Arbeit genau auf die Themen Persönlichkeit und Beziehung spezialisiert habe.

Und natürlich wünsche ich dir,

Dass du so eine Trennungserfahrung nie machen musst.

Aber wenn doch,

Dann kann ich dir eins versprechen.

Wenn ich es schaffen konnte,

Dann kannst du es auch.

Ich möchte mit dieser Podcast-Folge über schmerzhafte Trennungserfahrungen und den Weg zurück zum Ich allen Menschen Mut machen,

Die eine Trennung überstehen müssen.

Ihr seid nicht allein.

Leben lieben lassen.

Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,

Beziehung und Selbstliebe.

Von und mit Claudia Bechert-Möckel.

Ostern 2020.

Es ist ein Ostern wie noch nie.

Wegen der Ausgangsbeschränkungen sitze ich mit meiner Familie wie alle anderen zu Hause.

Ohne Besuche bei der Familie oder bei Freunden.

Wir machen das Beste daraus und genießen zusammen die Ruhe und sind dankbar,

Dass wir ein Stückchen Grün,

Also einen Garten an unserem Haus haben.

Ein Klient ruft an,

Mitten in diese Ruhe hinein.

Er klingt verzweifelt.

Seine Frau hat sich von ihm getrennt.

Vor ein paar Minuten erst hat sie ihm eröffnet,

Dass es keinen Weg zurück mehr geben wird.

Dass da keine Liebe mehr ist.

Dass sie nicht mehr will.

Er ist vollkommen außer sich am Telefon.

Mit dem Fahrrad ist er in seiner ersten Verzweiflung in den Wald gefahren und dort vollkommen zusammengebrochen.

Warum?

Ich verstehe das nicht,

Schreit er weinend ins Telefon.

Ich nehme mir die Zeit,

Denn ich weiß sehr gut,

Was gerade passiert.

Und ich weiß,

Dass nichts und niemand ihm jetzt helfen kann.

Ich kann einfach nur da sein und den Raum halten.

Dieser Klient war mit seiner Frau bei mir in der Paarberatung gewesen.

Ein Paar Mitte 30,

Zwei kleine Kinder.

Zwei sehr angenehme Menschen wirklich.

Und eigentlich passten sie gut zusammen.

Sie hatten aber ihre Zuneigung unter dem Alltagsstress,

Vielen ungeklärten Problemen und vielen Auseinandersetzungen ohne wirkliche Lösung verloren.

Von außen betrachtet hätte man annehmen können,

Die beiden seien ein perfektes Paar.

Sie funktionierten hervorragend miteinander.

Doch auf den zweiten Blick,

Wenn man etwas tiefer schaute,

Sah man die Kluft,

Die über die Jahre zwischen den beiden entstanden war,

In emotionaler Hinsicht.

Und am Anfang unserer Zusammenarbeit sah es auch tatsächlich so aus,

Als ob die beiden wieder zusammenfinden würden.

Aber dann wurde deutlich,

Dass unter diesem ganzen Schuttberg von Verletzungen,

Von Kränkungen,

Von ungelösten Konflikten die Liebe zumindest von ihrer Seite aus gestorben war.

Ich kenne diese Situation nur zu gut.

Heute bin ich längst wieder verheiratet und zwar wirklich glücklich.

Dabei hätte ich mir vor 13 Jahren nicht vorstellen können,

Dass ich jemals wieder froh werden könnte in einer Beziehung.

Es war ebenfalls Ostern,

Als mit einem großen Ratsch mein Herz zerriss und der Boden unter mir mit einem Mal zerbrach.

Als ich in ein Loch fiel,

Von dem ich nicht wusste,

Wann ich aufschlagen würde und aufhören würde,

Immer tiefer hinabzufallen.

Vielleicht scheint dir das etwas zu theatralisch,

Das kann ich sehr gut verstehen.

Aber was es wirklich bedeutet,

Eine Trennung zu überstehen,

Das können nur Menschen verstehen,

Die das selbst erlebt haben.

Denn es ist traumatisch.

Von einem auf den anderen Moment verschwindet nicht nur der Mensch,

Mit dem man gute und schlechte Zeiten erlebt hat und mit dem man sich gerade deshalb sehr verbunden fühlt.

Auch dein Lebensentwurf,

Die Vorstellung davon,

Wie dein Leben aussehen soll,

Deine Zukunft sein wird,

Stürzt mit dir in den namenlosen Abgrund.

Dazu ist auch dein Selbstwertgefühl mit einem Mal verschwunden.

Schließlich bist du ja verlassen worden.

Und das ist der Beweis,

Dass mit dir etwas nicht stimmt,

Nicht okay ist.

So fühlt sich das an.

Dass das nicht wahr ist,

Kann man in der ersten Phase der Trennungserfahrung noch nicht erkennen.

Es fühlt sich so an,

Als fällt man mit einem Mal aus der Normalität in einen Schmerz hinein,

Der nie wieder aufhören wird.

Und die erste Phase dieses Schmerzes ist ein Nicht-Wahrhaben-Wollen.

Du kannst einfach nicht begreifen,

Dass es das jetzt gewesen ist.

Viele Jahre war ich mit dem Mann zusammen,

Mit dem ich verheiratet war und mit dem ich ein Kind hatte.

Ja,

Unsere Beziehung war nicht immer ganz einfach,

Manchmal war sie sogar sehr anstrengend.

Wir haben uns wirklich nichts geschenkt.

Aber wir waren eine Familie und wir hatten auch sehr gute Zeiten miteinander und wir sind aneinander gewachsen.

Wir waren gerne Eltern und wir waren stolz auf unser Haus am See.

Es war okay.

Nicht perfekt.

Aber gibt es das überhaupt?

Nie wäre ich auf die Idee gekommen,

Mich zu trennen.

Obwohl ich heute eingestehen muss,

Dass ich in dieser Beziehung vieles von dem,

Was mir sehr wichtig ist,

Gar nicht leben konnte.

Aber aufzugeben,

Das wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Nicht etwa,

Weil ich der bessere Mensch gewesen wäre,

Sondern weil Aufgeben nicht in meinem Repertoire war.

Ich hatte mich schließlich für diese Beziehung entschieden,

Ich hätte nicht hinwerfen können.

Du siehst also schon,

Ich neige dazu,

Sehr lange,

Manchmal überlange an Dingen festzuhalten.

Auch da kann man zu viel vom Guten machen.

Habe ich ihn geliebt?

Ja,

Ich denke ja.

Obwohl ich manchmal sicher geschickt verhindert habe,

Dass mein Mann das auch merken konnte.

Wir beide waren in dieser Beziehung nicht immer an der besten Ausgabe von uns selbst.

Heute weiß ich,

Dass an unserer Beziehungsbalance und vor allem an unseren konfliktlosen Strategien manches so gar nicht stimmte.

Ich war die,

Die die Zügel in der Hand hatte,

Die alles organisierte,

Die für alles verantwortlich war.

Das war anstrengend,

Aber ich gab auch nicht gerne die Kontrolle aus der Hand.

Mein Mann zog sich eher in sich zurück,

Sah es Dinge gerne aus und so entstand mit der Zeit ein Abstand zwischen uns,

Eine Kluft,

Die nicht mehr zu überbrücken war.

Auch das war auf den ersten Blick nicht zu sehen.

Während wir an der Oberfläche hervorragend funktionierten,

Wurde unterm Radar,

So nenne ich das gerne,

Der emotionale Abstand zwischen uns so groß,

Dass da Platz für jemand anders wurde.

Mein damaliger Mann hatte schon ein halbes Jahr eine Affäre,

Als ich es herausfand und ihn damit konfrontierte.

Mitte 20 war seine Freundin,

Ich knapp über 40.

Es war echt brutal.

Diese Beziehung war sein Ausweg aus dem Gefühl,

Festzustecken in seinem eigenen Leben,

So sehe ich das heute.

Damals aber war diese Außenbeziehung ein einziger Angriff auf alles,

Was wir unser Leben nannten.

Was darauf dann folgte,

War ein Desaster,

Ein Hin und Her der Gefühle,

Der Entscheidungen,

Der Schuldzuweisungen,

Der Kränkungen und Verletzungen.

Ja,

Ich habe gebettelt,

Ich habe geweint,

Ich habe beschuldigt,

Ich habe alles versucht,

Um diese Beziehung zu retten.

Alleine funktioniert es aber nicht und am Ende gab es kein Zurück mehr.

Er ging die Treppe hinunter und verschwand.

Wenn eine Beziehung zerbricht,

Ist es so,

Als würde jemand sterben.

Man will es am Anfang nicht wahrhaben,

Man kann es einfach nicht begreifen.

Das ist die erste Phase des Trennungserlebens,

Eines ganzen Prozesses,

Den man nach und nach zu bewältigen hat.

Du wachst morgens auf und denkst,

So darf es nicht sein,

Es ist falsch und dann spürst du,

Doch,

So ist es.

Es gibt kein Wir mehr,

Der Schmerz ist einfach überwältigend und erscheint endlos zu sein.

Immer wieder neu muss man diese knallharte Realität erfahren,

Bis man es irgendwann realisiert und dann auch akzeptiert.

Herz und Verstand,

So erkläre ich es meinen Klienten gerne,

Haben da ganz einfach ein unterschiedliches Tempo.

Während dein Verstand relativ schnell aus dem Drama aussteigt und klar erkennt,

Was passiert ist,

Hinkt dein dummes Herz hinterher.

Es ist nicht bereit,

Die Verbindung zwischen dir und deinem Beziehungspartner zu kappen.

Dein Herz hängt sich an Gefühle,

Gemeinsame Erfahrungen,

An all das,

Was euch verbindet.

Und es weigert sich anfangs,

Das Prinzip Hoffnung loszulassen.

Das alles,

Während dein Verstand dir wahrscheinlicherweise schon aufträgt,

Die Steuerklasse zu ändern.

All dieses widersprüchliche Verhalten ist ganz normal.

Ich habe in meiner Praxis schon viele Menschen in Trennungssituationen in sich zusammensacken sehen,

Mit dem aberwitzigen Glauben daran,

Dass doch alles wieder gut werden würde,

Wenn der oder die Partnerin nur verstehen würde,

Dass man sie oder ihn doch so sehr liebt und von nun an alles anders machen würde.

Dass man all seine Fehler bereut und sie ganz bestimmt nicht wieder machen will.

Dass man ganz perfekt sein wird.

Sie oder er sollen nur bei uns bleiben,

Wir werden bestimmt auch nie wieder anstrengend sein.

Ehrlich,

Wir machen uns klein mit diesem Verhalten und wir machen uns abhängig.

Manchmal sind wir sogar bereit,

Dinge zu tun,

Die wir später als würdelos bezeichnen werden.

Hauptsache wir kriegen sie oder ihn zurück.

Darum dreht sich anfangs alles.

Leider macht diese Art von Bedürftigkeit alles noch viel schlimmer.

Denn wir machen da jemanden zu unserer Priorität,

Für den wir keine Option mehr sind.

Und dieses Klammern macht uns für den Beziehungspartner noch uninteressanter.

Stell es dir ungefähr so vor.

Wenn jemand sich verliebt,

Dann wird für diesen Menschen plötzlich alles hell und freundlich in seinem Leben.

Die Sonne geht in einem auf und es zieht einen wie magisch ins Licht.

Alle Probleme sind mit einem Mal verschwunden.

So ungefähr musste sich mein Mann gefühlt haben mit seiner neuen Freundin.

Von Licht angestrahlt.

Alles stimmte auf einmal in seinem Leben.

Auf der anderen Seite aber ist der Schatten.

Die alte Beziehung mit ihren ungeklärten Konflikten,

Den anstrengenden Verantwortlichkeiten,

Den eigenen Unzulänglichkeiten.

Alles sehr anstrengend.

Man muss nicht studiert haben,

Um sich klar darüber zu werden,

Wie aussichtsreich es in so einer ungleichen Situation ist,

Den Partner davon überzeugen zu wollen,

Dass man doch die alte Beziehung nicht aufgeben sollte oder daran gearbeiten.

Die Wahrheit ist ganz schlicht.

Wir können niemanden zwingen,

Uns zu lieben.

Liebe braucht Freiwilligkeit.

Beziehung ist keine Einbahnstraße.

Man kann sie nicht alleine machen.

Ich empfehle meinen Klienten daher,

In solchen Situationen Akzeptanz zu lernen,

So schwer das auch ist.

Um eine Beziehung zu kämpfen,

Das macht nur Sinn,

Wenn beide das wirklich wollen.

Sonst hat man nicht genug Energie,

Um diesen nicht ganz einfachen Prozess durchzuhalten.

Und auch diese Wahrheit tut weh.

Wenn wir jemanden wirklich lieben,

Dann lassen wir ihn frei.

Unfreiwillige Trennungserfahrungen zwingen uns gerade,

Das zu akzeptieren und das Loslassen auf die harte Tour zu lernen.

Wir haben,

Ehrlich gesagt,

Gar keine andere Chance,

Wenn wir wieder heil werden wollen.

Und es hat trotz allem Schmerzes auch etwas mit Respekt zu tun.

Denn der andere ist zwar mit uns in einer Beziehung,

Aber er ist auch ein Mensch für sich.

Dieser Mensch ist nicht auf die Welt gekommen,

Um unsere Erwartungen zu erfüllen.

Dieser Mensch darf er selbst sein und für sich selbst entscheiden,

Egal was es für uns bedeutet.

Und auch kein Eheversprechen ändert daran etwas,

Denn wenn die Gefühle verschwunden sind,

Hilft einem keine Vereinbarung der Welt,

Die auf ein Papier geschrieben steht.

Einmal sagte eine Klientin in der Paarberatung,

Deren Mann gerade in dieser Sitzung offenbarte,

Dass er sich trennen möchte.

Das geht nicht,

Wir sind verheiratet,

Du hast es versprochen.

Und sie brach weinend zusammen.

Und ich kann diese Frau so gut verstehen,

Aber ich weiß auch,

Dass ihr das Eheversprechen nichts nützen wird.

Vielleicht bleibt ihr Mann körperlich bei ihr,

Aber seine Gefühle bekommt sie damit nicht unter Kontrolle.

Natürlich fühlt man sich anfangs als Opfer und sieht den anderen als den bösen Täter an,

Der einem das angetan hat.

Aber so einfach ist die Sache nicht.

Denn wenn Paare sich trennen,

Dann ist es immer eine schmerzhafte Angelegenheit für beide Seiten.

Gefühle werden verletzt,

Eine Verbindung auseinandergerissen,

Familien zerbrechen.

Darüber herrscht allgemein Einigkeit,

Genauso wie darüber,

Dass es einen Verlassenen und einen Verlassenden gibt.

Daraus wird dann auch ganz schnell Opfer und Täter.

Es gibt die oder den armen Bedauernswerten und die oder den bösen Skrupellosen.

Freunde und Verwandte fangen an,

Sich zu positionieren,

Zu bewerten und zu beurteilen.

Die Rollen sind klar verteilt.

Die eine Seite verdient Verständnis,

Trost und Mitgefühl,

Die andere Seite Ablehnung und Unverständnis.

Doch die Unterteilung in Opfer und Täter greift schlichtweg viel zu kurz,

Denn die Beziehungswahrheit sieht meist ganz anders aus,

Nur wissen das wirklich nur die Menschen,

Die in dieser Beziehung drin sind.

Denn wer sich trennt,

Tut es nie leichtfertig,

Sondern in vielen Fällen erst nach einem ganz langen inneren Kampf.

Auch die oder der Verlassende leidet im Falle einer Trennung.

Nur eben ganz anders als der,

Der unfreiwillig aus der Beziehung scheidet.

Lähmung,

Ohnmacht und der Verlust eines ganzen Lebensentwurfes gepaart mit der Frage,

Wie das Leben weitergehen soll.

Wer getrennt wird,

Ist machtlos und fällt erst einmal in ein emotional schwarzes Loch.

Es dauert,

Bis man wieder zu sich selbst zurückfindet und dabei gerät wie gesagt auch der Selbstwert ins Wanken.

Das übergroße Leid kommt auch aus der Fremdbestimmtheit,

Also aus dem mangelnden Gestaltungsraum.

Und wenn wir keine Selbstwirksamkeit mehr haben,

Fühlen wir uns ausgeliefert.

Das Leben passiert uns gewissermaßen.

Wer dagegen geht,

Hat ein anderes Leid.

Dieser Mensch kämpft oft sehr lange mit inneren Konflikten,

Mit Schuldgefühlen,

Fühlt sich zerrissen und hat oft Monate oder Jahre innere Kämpfe und Konflikte hinter sich.

Der Trennungsschmerz beginnt beim Verlassenden,

Schon lange vor der eigentlichen Trennung,

Gepaart mit Resignation,

Traurigkeit,

Hoffnungslosigkeit.

Die Entscheidung,

Sich dann zu trennen,

Steht sozusagen am Ende dieses ganzen Prozesses,

Den die Betroffenen leider,

Und das ist wirklich ein Haken,

Viel zu oft mit sich selbst ausmachen und nicht darüber reden.

Damit wird die Möglichkeit einer Veränderung in der Beziehung verhindert,

Da wird sozusagen die Tür verschlossen,

Sodass die Trennung dann so eine Art Notausgang ist.

Trennung ist also ein Schmerz auf beiden Seiten,

Wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise.

Und so schrecklich sie auch ist,

Es gibt immer eine Vorgeschichte,

An der beide Beziehungspartner beteiligt sind,

Wenn auch nicht absichtlich.

Natürlich entscheidet sich der eine zu gehen und das ist ein persönlicher Entschluss,

Aber was diesen Menschen dazu gebracht hat,

Liegt in der Beziehung und daran sind beide beteiligt.

Beziehung bedeutet Wechselwirkung,

Beide haben einen Anteil,

Ob sie das für sich annehmen können oder nicht.

Das bedeutet nicht,

Dass man schuld ist,

Wenn einen der Partner verlässt,

Aber der Schlüssel,

Um bittere Trennungserfahrungen zu vermeiden,

Ist ehrlich mit sich selbst und dem anderen umgehen zu lernen,

Sich bewusst zu werden über die eigenen Bedürfnisse und ob diese gelebt werden können.

Was fehlt mir und was müsste passieren,

Damit ich mich in dieser Beziehung wieder zu Hause fühlen kann?

Sind wir zusammen mehr als die Summe der Teile oder weniger als wir sein könnten?

Ich wünschte mir wirklich von Herzen,

Dass Paare sich diese Fragen eher in ihre Beziehung stellen und auch ehrlich sich damit auseinandersetzen,

Dann würden viele abrupte Trennungen vermieden werden können,

Wahrscheinlich auch meine.

Die meisten Beziehungen sterben nicht an mangelnder Liebe,

Sie sterben an mangelnder Kommunikation,

Also an dem Mangel an einem tieferen,

Ehrlichen und authentischen Austausch.

Und auch nach dem bitteren Ende ist es wichtig und richtig,

Darüber zu reden,

Was eigentlich passiert ist,

Wie man an diesen Punkt kommen konnte.

Denn das Verstehen hilft uns zu verarbeiten.

Deshalb ist es im Zuge einer Trennungsverarbeitung so wichtig.

Unser Verstand braucht etwas Konkretes,

Das er begreifen und mit dem er umgehen kann.

Oft erlebe ich,

Dass die verlassenen Beziehungspartner glauben,

Dem anderen nicht die volle Wahrheit zumuten zu können.

Sie wollen dem anderen etwas ersparen,

Aber genau das braucht der Verlassene,

Um diese schmerzhafte Erfahrung in sein Leben integrieren zu können und eines Tages wieder frei zu werden von diesem Leid.

Wem soll es nützen,

Die Wahrheit zu verheimlichen?

Es hilft niemandem.

Und wenn du jemand bist,

Der gerade darüber nachdenkt,

Sich von seinem Partner zu trennen,

Sprich die Dinge an.

Jetzt.

Warte nicht.

Es macht überhaupt keinen Sinn,

Alles mit sich allein auszumachen und so der Beziehung nicht die Möglichkeit zu geben,

Doch noch einmal eine andere Dynamik zu nehmen.

Wir Menschen sind Bindungstiere.

Unsere Nervensysteme verbinden sich im Laufe einer langen Beziehung,

Das hat man in wissenschaftlichen Forschungen nachgewiesen.

Unfreiwillig getrennt zu werden,

Ist so als würde einem der Arm abgerissen,

Sogar dann,

Wenn die Beziehung nicht wirklich glücklich war.

Denn trotzdem wird ja die Verbindung abgetrennt,

Abgerissen und im Gehirn werden dabei die gleichen Areale aktiviert,

Die bei körperlichem Schmerz aktiv werden.

Unser ganzes Innenleben ist daher im Ausnahmezustand,

Im Überlebensmodus,

Emotional,

Körperlich und mental.

Und dennoch ist es wichtig,

Diesen Weg der Verarbeitung der Trennung zu gehen,

Mit der Absicht wieder glücklich zu werden,

Irgendwann.

Ich habe mir das in meinem Trennungsverarbeitungsprozess sehr früh versprochen.

Ich will wieder glücklich sein in meinem Leben.

Diese Erfahrung wird nicht mein ganzes weiteres Leben bestimmen.

Dieses Ziel ist groß und es ist wie ein Leitstern für den gesamten Prozess der Trennungsverarbeitung.

Nach dem emotionalen Zusammenbruch aus der Opferhaltung wieder zurück in den Gestaltungsmodus seines Lebens zu kommen und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Das ist,

Wobei ich heute Klienten unterstütze und begleite.

Und ohne meine eigene schmerzhafte Trennungserfahrung könnte ich diesen Job gar nicht mit der Authentizität machen,

Die mir und meinen Klienten so wichtig ist.

Und so ist aus einer der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens am Ende sogar etwas sehr Wertvolles geworden,

Das auch anderen Menschen nützt.

Natürlich möchte ich diese Erfahrung nicht wiederholen,

Aber wenn es passiert,

Werde ich nicht untergehen.

Das weiß ich heute und ich weiß auch,

Dass du es auch schaffen kannst.

Dafür möchte ich dir Mut machen.

Auch du wirst es schaffen.

Pass bis dahin gut auf dich auf,

Es ist sonst niemand da,

Der das für dich übernehmen könnte.

Auf meiner Website www.

Leben-lieben-lassen.

De habe ich unter dem Artikel zu dieser Podcast-Folge für dich eine PDF-Datei zum Download hinterlegt.

Das sind meine Erste-Hilfe-Maßnahmen für Menschen in Trennungssituationen.

Vielleicht ist dir etwas dabei,

Das für dich hilfreich ist.

Denn in dieser ersten Zeit der Trennung ist es wichtig,

Dass man einfach nur einen Tag nach dem anderen übersteht.

Zwei Bücher möchte ich dir auch noch ans Herz legen.

Das eine heißt Lass uns in Frieden auseinandergehen von Catherine Woodward Thomas.

Das andere hat auch schon vielen meiner Klienten geholfen,

Das heißt Mars und Venus neu verliebt nach der Trennung den Mut zu einer neuen Liebe finden von John Gray.

Okay,

Ein seltsamer Titel,

Aber es ist wirklich ein tolles Buch.

Und wenn du dir persönliche Unterstützung für deinen Verarbeitungsprozess wünschst im Sinne einer Trennungsbegleitung,

Wenn du verstehen willst,

Was in der Tiefe eurer Beziehung wirklich passiert ist,

Wenn du das Loslassen lernen möchtest,

Um wieder zu dir zurück zu finden,

Dann bin ich gerne für dich da.

Wir können per Skype,

Zoom,

Telefonisch oder ganz persönlich zusammenarbeiten.

Am besten du schaust vorbei auf der Homepage www.

Leben-lieben-lassen.

De und buchst unter Kontakt dein 30-Minuten-Kennenlerngespräch.

Ansonsten freue ich mich auch,

Wenn du mich auf Facebook,

Instagram,

YouTube,

InsightTimer oder Telegram besuchst und ein Like oder einen Kommentar oder beides dalässt.

Natürlich hören wir uns,

Wie immer,

Auf Spotify,

Apple Podcasts und überall,

Wo es sonst noch Podcasts gibt.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute,

Danke dir fürs Zuhören und vergiss nicht,

Was immer du gerade erlebst,

Du bist nicht allein.

Herzlichst,

Deine Claudia

4.7 (161)

Neueste Bewertungen

Claudia

September 26, 2024

Sehr gut erklärt. Danke so ging es mir auch.

Simone

December 3, 2023

Das klingt alles so logisch und leicht. Ist aber sooo schwer zu entscheiden, Trennung ja oder weiter kämpfen. Ich möchte nicht die böse sein, vor allem nicht in den Augen meiner Kinder. Was tue ich ihnen damit an.

Kauther

February 12, 2023

Danke liebes für diesen Beitrag. Ich bin eine Person die verlassen hat trotz großer Liebe in meinem Herzen. Es tut nach knapp 2Monaten immer noch weh--- doch wie du bereits sagtest ---Kommunikation ist der größte Leitfaden in einer Beziehung--- und wenn der Partner keine Kommunikation wünscht aus Angst/ vor Wahrheiten/Selbstreflektion ----kann man nichts tun. Wenn der eine nicht für die Beziehung arbeiten will ist man Machtlos trotz wunderbarer Tools die man hat. Leider handelte es sich bei meinem Partner um einen Menschen mit narzistischen Zügen. Alle Menschen waren schuld an seinen Problemen, in der Beziehung war nur ich immer die , die das Problem war-----also sehr sehr toxisch. Schade trotz beidseitiger liebe habe ich mich nach grossem Leid für eine Trennung entschieden.

Renate

December 20, 2022

Danke Claudia, hat gut getan!

Ellen

December 4, 2022

Ich habe einige Podcasts von dir angehört und diesen hier schon des öfteren. Ich bin immer wieder begeistert. Du triffst jedes Thema auf dem Punkt. Noch bin ich in der Phase der Trennung, konnte aber mittlerweile einiges Dank deiner Information verarbeiten. Du beschreibst es perfekt. Ich hoffe, dass der Schmerz und die Leere in mir bald Vergangenheit sein werden. Vielen lieben Dank und eine wunderbare besinnliche Weihnachtszeit.🎅🌲 LG🥰

Dana

September 3, 2022

Toll

Ellen

July 23, 2022

Diese Trennungssituation ist nicht zu theatralisch von Dir beschrieben. Sie entspricht im wahrsten Sinne des Wortes ganz genau so. Sie ist so schrecklich, dass ich das Gefühl habe, mein Herz zerspringt. Ich bin gerade in einem emotionalen schwarzen Loch.🙈 Doch all Ihre Informationen helfen mir sehr, vieles zu verstehen. Nochmals auch auf dieser Seite ein herzliches Dankeschön. 🙏

Jörg

May 26, 2022

Super Aufschlussreich

Bianca

May 15, 2022

Ich habe mich so sehr hier wieder erkannt. Wie wahr, Danke

Mandy

May 9, 2022

Das ist wirklich sehr ermutigend. Vielen lieben Dank das macht ein wenig optimistisch.

© 2026 Claudia Bechert-Möckel. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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