
Der innere Kritiker und seine Antreiber und wie Du sie zum Schweigen bringst
Der böse Feind, der an unserem Selbstwert nagt, ist nicht etwa irgendwo da draußen, außerhalb von uns- der schlimmste Feind kommt direkt aus uns selbst. Es ist einer Art Stimme, die wir den „Inneren Kritiker“ nennen. Und seine Kumpane sind die "Inneren Antreiber".
Transkription
Ich möchte gern selbstbewusster sein,
Stärker für mich eintreten und wirklich an mich glauben.
Ich möchte mich selbst akzeptieren und lieben können,
So wie ich bin.
Ich will mein Selbstwertempfinden stärken.
Wenn es bei irgendeinem dieser Sätze ja in dir sagt,
Dann ist diese Podcast-Folge für dich.
Genauer gesagt ist es eine lose,
Dreiteilige Serie zum Thema Selbstliebe,
Selbstwertempfinden und Selbstvertrauen,
Die ich hier starte,
Einfach weil das ein unfassbar wichtiges Thema ist,
Das uns alle betrifft.
Ob wir uns selbst mögen oder zumindest akzeptieren können,
Ob wir uns etwas zutrauen und ob wir ein Gefühl für unseren eigenen Wert haben und von dieser Worte aus handeln können,
Davon hängt nämlich ab,
Wie wir unser Leben wahrnehmen und erfahren,
Wie wir uns verhalten und wie es uns geht.
Unsere Lebensfreude hängt daran und unsere Beziehungen.
Der Weg zu dir selbst ist der Weg überall hin,
Denn wenn die innere Basis stimmt,
Haben wir die Poolposition im Leben,
Egal was auf der Strecke passiert.
Es lohnt sich also,
Unsere Beziehungen zu uns selbst zu stärken,
Zu lernen,
Mit uns selbst befreundet zu sein und uns zu mögen.
Denn schließlich ist die Beziehung zu dir selbst die wichtigste in deinem ganzen Leben.
Leben lieben lassen,
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel Hey,
Hallo!
Schön,
Dass du hier bist bei einer neuen Episode von Leben lieben lassen.
Zum Start meiner kleinen Serie zum wichtigen Thema Selbstliebe,
Selbstwert und Selbstvertrauen stärken.
Und wenn du zum ersten Mal den Leben lieben lassen Podcast hörst,
Kleiner Tipp,
Abonnier am besten gleich den Podcast in deiner App,
Damit du die anderen beiden Folgen zum Thema Selbstbewusstsein,
Die hier in loser Folge erscheinen werden,
Nicht verpasst.
Ich bin Claudia Bechert-Möckel,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach.
Ich unterstütze Menschen dabei,
Sich selbst und andere besser zu verstehen und gelingende Beziehungen zu führen.
Und beim Thema Selbstbewusstsein,
Selbstliebe,
Selbstvertrauen,
Da ist ja immer so die Frage,
Wie bekomme ich denn mehr davon,
Also wie komme ich denn aus dem gefühlten Minus in den Plusbereich?
Darauf werde ich auf jeden Fall eingehen in dieser Selbstbewusstseins-Serie und wir werden in einer der nächsten Folgen auch mal diese ganzen Begriffe rund um das Selbst klären.
Selbst dies,
Selbst das,
Ist es alles das gleiche?
Selbstachtung,
Selbstwert,
Selbstliebe,
Selbstakzeptanz und so weiter,
Wie hängt das eigentlich alles zusammen?
Werden wir alles besprechen,
Vorher aber möchte ich heute mit Dir schauen,
Was steht uns denn eigentlich im Wege?
Was hindert uns,
Mehr Selbstvertrauen,
Selbstliebe und Selbstwert zu empfinden,
Wo das doch so wichtig ist?
Bevor wir also Gas geben können,
Müssen wir erst mal ganz genau schauen,
Wo stehen wir denn eigentlich auf der Bremse in Sachen Selbstbewusstsein?
Der böse Feind,
Der an unserem Selbstwert nagt,
Ist nicht etwa irgendwo da draußen,
Außerhalb von uns.
Der allerschlimmste Feind,
Der kommt direkt aus uns selbst.
Es ist eine Art Stimme,
Die wir den inneren Kritiker nennen können.
Wer ist dieser fiese Typ oder diese Typin?
Warum haben wir diese garstige Stimme eigentlich in uns?
Darauf bin ich ganz ausführlich in der Folge 37,
Denn böses Ich und seine Folgen,
Der wahre Grund für die meisten Probleme unseres Lebens,
Sind die Fake News unseres Selbst eingegangen.
Hör unbedingt mal rein in diese Episode,
Ich verlinke sie Dir und den Artikel dazu natürlich in den Shownotes.
Fakt ist,
Wir alle haben ihn,
Diesen inneren Anteil,
Der uns manchmal einschüchtert,
Uns klein macht,
Uns den Mut raubt,
Der uns Ängste und Zweifel einflüstert und uns sagt,
Dass wir nicht gut genug,
Nicht wichtig oder nicht liebenswert sein.
Der innere Kritiker,
Unser Schatten,
Unser böses Ich,
Egal welchen Namen du diesem Anteil gibst,
Er wartet auf mit einem drohenden Zeigefinger.
Er fällt Urteile über uns und andere und hindert uns daran,
Unser wahres Selbst zu leben und mit uns und unserem Leben zufrieden und glücklich zu sein.
Bedeutet,
Wir stehen uns quasi selbst im Wege.
Der innere Kritiker ist eine mächtige innere Instanz,
Du kannst ihn vergleichen mit Saruman von Herr der Ringe.
Und seine Handlanger,
Die er ausschickt,
Um uns zu beherrschen,
Das sind die inneren Antreiber,
Die wir uns heute mal aus der Nähe anschauen werden.
Wahrscheinlich kennst du sie auch,
Diese unbarmherzigen Quälgeister,
Die dir ständig sagen,
Wie du zu sein hast und dass es nicht gut genug ist,
Was du tust?
Die inneren Antreiber,
Die dich dazu bringen,
Noch schneller,
Noch perfekter,
Noch netter zu sein?
Auch wenn du das vielleicht im Moment gar nicht willst und eigentlich etwas ganz anderes tun würdest?
Innere Antreiber,
Das sind unbewusste Verhaltensmuster,
Die wir uns in der frühen Kindheit zugelegt haben.
Oft waren sie eine Anpassungsleistung an unsere Umgebung,
Meist an die Familienverbände,
Denen wir uns zugehörig fühlten und von denen wir auch abhingen.
Oft sind die inneren Antreiber die Träger und Bewahrer der Lebensregeln und Überzeugungen von frühen Bezugspersonen,
Meist sind das unsere Eltern,
Aber es können natürlich auch Lehrer und Großeltern daran beteiligt sein.
Wir tragen deren Regeln als verinnerlichte Glaubensschätze,
Erwartungshaltungen und Identitäten auch durch unser Erwachsenenleben,
Sogar dann,
Wenn sie uns peinigen und stressen.
Haben sie uns einmal,
Die inneren Antreiber,
Dann können wir nicht mehr wählen,
Ob wir beispielsweise etwas perfekt machen wollen oder ob wir freundlich sein wollen,
Dann werden wir von den Antreibern dazu gezwungen.
Die inneren Antreiber sind Teil unserer Persönlichkeit geworden,
Sie sind die Botschafter des inneren Kritikers und sie wirken wie eine automatische Steuerung,
Ohne dass wir sie hinterfragen oder verändern.
Das geschieht deshalb,
Weil wir uns ihrer nicht bewusst sind.
Und genau das werden wir jetzt ändern und vielleicht entdeckst Du ja Deine eigenen inneren Antreiber.
Antreiber Nummer 1 – Sei Perfekt Mach bloß keine Fehler,
Alles richtig machen ist hier die Devise,
Sonst ist es nicht gut genug.
Dann bist Du nichts wert.
Daher gilt,
Nur maximale Leistung zählt.
Dein Sei-Perfekt-Antreiber erlaubt es Dir nicht,
Dich zu entspannen.
Du wirst Dich anstrengen und Dein Bestes geben,
Und zwar immer.
Denn sonst wäre das ja der Beweis,
Dass Du nicht gut genug und damit nicht liebenswert bist.
Der Sei-Perfekt-Antreiber,
Der entsteht zum Beispiel dadurch,
Dass Deine Eltern sehr viel Wert auf Leistung gelegt haben und Du vielleicht darüber Aufmerksamkeit und Anerkennung generiert hast.
Vielleicht waren schlechte Noten auch ein Grund für Ärger oder Deine Eltern waren vielleicht selbst Perfektionsstreber.
Oft hat es der Sei-Perfekt-Antreiber aber auch auf dein Äußeres abgesehen,
Das nach seinen Vorstellungen makellos zu sein hat oder auf den schönen Schein,
Den Du gefälligst im Leben nach außen hin zu zeigen hast.
Sei Perfekt,
Hier geht es um Genauigkeit und Fehlerlosigkeit,
Um gemocht zu werden,
Dazu zu gehören oder Anerkennung zu generieren.
Sei Perfekt heißt oft auch,
Sonst bist Du ein Nichts,
Und daher kommt auch die Sucht,
Uns vergleichen zu müssen.
Sei Perfekt,
Dieser Einpeitscher hat enorme Macht und hinterlässt in manchem Leben blutige Spuren,
Die leider auch noch durch soziale Anerkennung vertieft werden.
Wie im Märchen vom Aschenputtel,
Als sich die eine Schwester die Ferse abhaut,
Um in den Schuh zu passen,
Wird alles Erdenkliche getan,
Um ein möglichst perfektes,
Passendes,
Strahlendes Bild nach außen hin abzugeben,
Egal wie hoch der Preis ist.
Was für eine fiese Quälerei.
Kommen wir zur Antreiber Nummer 2.
Auch sehr häufig gesehen,
Mach es allen Recht.
Was für eine Mega Bitch.
Ich kenne diese Antreiberin ganz genau,
Denn sie wird besonders gern Mädchen beigebracht.
Sei immer lieb,
Lächle nett und sei gefällig,
Pass Dich an,
Denk an Dich selbst zuletzt,
Sag bloß nicht nein,
Das ist ja die Antreiberinnenbotschaft.
Diese Botschaft ist zückisch,
Denn tatsächlich ist Anpassung ja wichtig,
Um in Beziehung gehen zu können,
Und es ist daher gut,
Anpassungsfähig zu sein und anderen entgegenzukommen,
Auch mal einen Kompromiss machen zu können.
Aber wir brauchen auch die Fähigkeit,
Grenzen zu setzen,
Uns zu wehren,
Gesunde Aggression zu leben,
Wenn es darum geht,
Unsere Position zu verteidigen oder Grenzen zu ziehen.
Und wenn man dann dem Druck des mach es Recht Antreibers folgen muss,
Ist man absolut wehrlos und lächelt immer noch,
Auch wenn es einem innerlich zum Heulen ist.
Dann sagen wir ja,
Obwohl wir nein meinen,
Haben einen Kloß im Hals,
Wenn wir eigentlich unsere Meinung sagen wollen.
Wir lassen dann zu,
Dass jemand Grenzen überschreitet oder unverschämt wird und schauen wehrlos und ausgeliefert zu.
Wir lassen uns noch mehr Aufgaben aufladen,
Obwohl wir schon nicht mehr können und weinen leise ins Kissen,
Weil wir Angst haben,
Dem Druck nicht mehr standzuhalten.
Und dann wissen wir eigentlich genau,
Dass wir andere Verhaltensweisen an den Tag legen sollten,
Wenn wir auf unserer Seite stehen wollen.
Und genau da wird es dann problematisch,
Denn anstatt uns zur Wehr zu setzen,
Werden wir zwanghaft noch freundlicher.
Es geht also um ein Verhalten,
Das einem zu viel vom Guten gleichkommt.
Jemand,
Der unverschämt ist,
Fühlt sich oft dazu dann noch ermutigt,
Noch unverschämter zu sein.
Ich habe in meiner Arbeit schon mehrfach Klientinnen gesehen,
Die ein eingebranntes,
Tapferes Dauerlächeln im Gesicht hatten,
Während sie mir von Verletzungen,
Emotionalem Leid und Konflikten und schwierigen Erfahrungen erzählt haben.
Also die Mimik und das Erzählte hat überhaupt nicht zusammengepasst.
Und ich weiß natürlich,
Dass dieses tapfere Lächeln,
Das überhaupt nicht zum jeweiligen Kontext passt,
Ein erlernter Selbstschutzmechanismus ist,
Der den Maches Recht Antreibern zuzuordnen ist.
Dieser Antreiber erlaubt keine Schwäche,
Bloß keine Gefühle zeigen,
Beiß dich durch.
Indianer kennen keinen Schmerz,
Hat man früher kleinen Jungs beigebracht.
Nur die Harten kommen den Garten und so weiter.
Dieser Antreiber ist eher einer,
Der Männer gerne anfällt,
Wenn auch nicht ausschließlich.
Es gilt zu funktionieren.
Zähne zusammenbeißen,
Haltung bewahren.
Sehr oft haben Menschen,
Die unter dem Seil stark Antreiber leiden,
Als Kind gelernt,
Dass es nicht gut ist,
Seine Gefühle zu zeigen oder dass Gefühle ein Zeichen von Schwäche sind.
Vielleicht solltest du als Kind aufhören zu weinen.
Vielleicht ging es bei dir zuhause wenig emotional zu oder es wurde kaum über Gefühle gesprochen.
Vielleicht waren deine Eltern eher unterkühlt in ihrem Verhalten.
Dann ist es kein Wunder,
Wenn du dich auch heute erst als in Ordnung erlebst,
Wenn du deine Gefühle unterdrückst.
Dieses permanente Tapfersein ist eine unglaubliche Strenge gegen uns selbst.
Manchmal habe ich es mit Menschen zu tun,
Die tiefliegende emotionale Schmerzen und Konflikte noch nie mit jemandem geteilt haben.
Sie schämen sich dann,
Dass sie es überhaupt brauchen,
Sich jemandem mitzuteilen.
Denn in ihrem Sei-stark-Modus ist es eine Schwäche,
Hilfe anzunehmen oder um Unterstützung zu bitten und eben nicht alleine klarzukommen.
Wenn du das auch kennst,
Dann möchte ich dir sagen,
Bitte sei freundlich zu dir.
Wir alle brauchen es,
Uns jemandem anzuvertrauen,
Den schwierigen Gefühlen mal Raum zu geben,
Sich gehalten,
Verstanden,
Aufgefangen zu sein,
Mal schwach sein zu dürfen.
Das Problem zu haben und sich dann damit noch zu isolieren,
Ist doppelt schlimm und nicht nötig.
Ja,
Und damit zu Antreiber Nummer 4,
Streng Dich an.
Streng Dich an ist eng befreundet mit Sei-perfekt.
Und dennoch hat dieser Antreiber eine ganz eigene Qualität.
Denn der sorgt dafür,
Dass wir unsere Lockerheit und unsere Freude total verlieren und damit eine wichtige Quelle unserer Motivation.
Nur mit größter Anstrengung kann man erfolgreich sein,
Flüstert uns der Streng Dich an Antreiber ins Ohr.
Wir stehen dann permanent unter Druck.
Also mühe Dich ab,
Bis zum Letzten.
Nur wenn es richtig schwer ist,
Kann es gelingen.
Und wehe,
Du wagst es,
Dich zu entspannen.
Wenn etwas nicht funktioniert,
Dann liegt es bloß daran,
Dass wir noch nicht genug Anstrengung investiert haben.
Und das löst dann noch mehr Druck und Belastung aus.
Wobei wir mit einem anderen Ansatz vielleicht viel schneller und einfacher ans Ziel gelangen würden.
Streng Dich an lässt uns vollkommen die Frage vergessen,
Wofür strengen wir uns eigentlich an?
Liegt uns das Ziel überhaupt am Herzen?
Was ist daran für uns sinnvoll und erstimmig?
Was macht uns eigentlich Freude?
Permanente Daueranstrengung und Druck äußert sich mit der Zeit auch körperlich.
Zum Beispiel Entspannungskopfschmerzen und Muskelverspannungen.
Menschen im Streng Dich an Modus haben ganz oft,
Beobachte das mal,
Die Stirn in Falten,
Sie lächeln selten,
Haben eine gepresste Stimme und sie gönnen sich allgemein wenig Freude.
Denn das Ziel ist die Anstrengung und nicht die eigentliche Erfüllung einer Aufgabe oder die Freude am Gelingen.
Die eigene Wertschätzung für Erreichtes bleibt damit natürlich auch auf der Strecke.
Wie schade.
Last but not least Antreiber Nummer 5.
Beeil Dich Hektik,
Stress und Multitasking.
Im Beeil Dich Modus jagen wir quasi durch unser Leben.
Stets auf dem Sprung kümmert man sich immer gleich um drei Dinge auf einmal und kann sich für nichts wirklich Zeit nehmen.
Ungeduld fühlt sich dann wie eine Stärke an.
Das innere Getriebensein kann sich wegen des erhöhten Stresspegels zeitweise wie ein Flash anfühlen.
Ich weiß das,
Weil ich lange selbst mit dem Beeil Dich Antreiber gekämpft habe.
Er ist auf Effektivität aus und gibt einem das Gefühl,
Wenn man nur schnell genug macht,
Dann wird man es schaffen.
Aber was,
Was bitte schafft man denn?
Nichts.
Weil es immer Neues gibt,
Das schnell noch erledigt werden muss.
Das Leben wird zu wilden Hatz.
Alles wird abgehakt,
Durchgereicht und weiter geht's.
Menschen können sich dann von uns wie abgehandelt und nicht gesehen fühlen.
Für die Tiefe fehlt uns die Zeit und die Geduld.
Der Preis ist eine traurige Oberflächlichkeit.
Menschen,
Die von Beeil Dich geplagt werden,
Denen fehlt die Fähigkeit,
Wesentliches wirklich zu erleben,
Weil sie sich nicht die angemessene Zeit nehmen.
Stattdessen stopfen sie alles in den Moment hinein,
Was geht.
Deswegen reden sie auch oft sehr schnell und unaufhörlich,
Wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.
Und dann bleibt ihnen keine Zeit,
Wirklich auf die Antwort zu hören oder darauf zu reagieren.
Kennst Du das?
Und natürlich fehlt auch die Fähigkeit,
Mit sich selbst mal zur Ruhe und in Verbindung zu kommen,
Sich wahrzunehmen und auf seine Bedürfnisse zu reagieren.
Das alles kommt bei Beeil Dich Antreiberbefall zu kurz.
Ich rase,
Also binne ich ist die Devise.
Und so überholt man sich ständig selbst und kommt nie an.
Und?
Hast Du eine Deiner ganz persönlichen Antreiber entdeckt?
Oder mehrere?
Welchen Einfluss haben sie auf Dein Leben?
Welchen Preis hast Du bisher dafür gezahlt,
Ihnen Macht über Dich zu geben?
Und wie verhältst Du Dich eigentlich genau,
Wenn Du auf die Antreiber hörst?
Was tust Du dann?
Wie fühlst Du Dich?
Wie ist Deine Mimik,
Deine Gestik,
Deine Stimme?
Das ist wirklich mal eine ganz genaue Beobachtung wert.
Und was ist eigentlich die genaue Botschaft Deines Hauptantreibers?
Wann springt er Dich an?
In welchen Situationen zeigt er sich?
Was ruft ihn hervor?
Und wie sieht dieser Antreiber aus,
Wenn Du ihn Dir mal als eine Person vorstellst?
Schließ dabei ruhig mal Deine Augen.
Übrigens,
Die inneren Antreiber und Antreiberinnen,
Die sind genau wie ihr Chef,
Der innere Kritiker,
Eigentlich mit einer guten Absicht unterwegs.
Das ist unglaublich,
Aber wahr.
Denn sie sind quasi eine Übertreibung von guten Eigenschaften.
Paradoxerweise schützt uns der innere Kritiker mit seinen Antreibern auch vor Veränderung.
Die wäre zwar vielleicht gut für uns,
Aber aus Sicht des Nervensystems macht es Sinn,
Das bewährte Verhalten fortzuführen,
Weil es vertraut ist und wir damit Erfahrungen gemacht haben.
Das Nervensystem liebt Vertrautes und Gewohntes,
Weil unser Nervensystem vorrangig auf Sicherheit setzt.
Und Sicherheit geht vor Lebensfreude,
Da Sicherheit evolutionär bedingt das Überleben sichert.
Das klingt ziemlich kurios,
Und über diesen evolutionären Bug,
Der uns Veränderung so schwer macht,
Habe ich auch schon in anderen Podcast-Folgen gesprochen.
So kommt es jedenfalls,
Dass der innere Kritiker uns in ursprünglich guter Absicht dazu bringen will,
Dass wir,
Was wir gelernt haben oder was sich aus Sicherheitsaspekten bewährt hat,
Weiterzuführen.
Wir sollen einfach im alten Fahrwasser bleiben,
Sonst kommt der böse Zeigefinger und droht uns.
Unsere innere Kritiker und seine Antreiber erledigen ihre Aufgabe so raffiniert und geschickt,
Dass uns diese Kritik immer als berechtigt und gerechtfertigt erscheint.
Es ist wichtig,
Den oder die inneren Antreiber zu kennen und dich selbst unter dem Einfluss deines oder deiner Antreiber zu beobachten.
Denn wenn du den inneren Antreibern auf die Schliche kommst,
Dann kannst du anfangen,
Dich von ihrem Einfluss zu distanzieren.
Du kannst anfangen,
Die Verbote und Ansagen,
Die du von ihnen bekommst,
In Erlaubnisse zu verwandeln,
Indem du die Befehle ins Positive übersetzt.
Dann kannst du nämlich die Energie der inneren Antreiber für dich nutzen,
Anstatt weiter auf der Bremse in Sachen Selbstbewusstsein zu stehen.
Dann kannst du bewusst entscheiden,
Welche Glaubenssätze und Erwartungshaltungen dein Leben in der Zukunft bestimmen sollen,
Anstatt auf die Verhinderer zu hören.
Mach dir die inneren Antreiber zu Freunden oder bring sie zumindest zur Ruhe.
Aus Beeil dich,
Mach schneller kann dann zum Beispiel Nimm dir die Zeit,
Die du brauchst werden.
Aus Sei stark,
Wird Du darfst auch Fehler machen und Schwäche zeigen.
Aus Mach es allen recht,
Wird Finde deinen eigenen Weg.
Es ist absolut notwendig,
Dass du immer und immer wieder für dich genau passende,
Stimmige Übersetzungen findest und diese Erlaubnisse dann auch bewusst in deinem Leben ausprobierst.
So als Haltung.
Ein Arbeitsblatt mit den gängigsten,
Miesen Botschaften der Antreiber und deren Verwandlung verlinke ich dir in den Shownotes.
So kannst du nämlich aktiv mit den inneren Antreibern arbeiten und ihre Energie nicht gegen,
Sondern für dich nutzen.
Und hier nochmal die Zusammenfassung zum Umgang mit den inneren Antreibern.
Schritt 1 Wahrnehmen und beobachten Identifizieren des inneren Antreibers und seiner Botschaften.
Notizen können dabei hilfreich sein.
Schritt 2 Übersetze und verändere die Botschaft von destruktiv nach konstruktiv erlaubend.
Mache aus Verboten und Befehlen innere Erlaubnisse.
Schritt 3 Folge deiner selbstgewählten inneren Message immer wieder und ganz bewusst und erinnere dich jeden Tag wieder daran.
Wenn du konsequent diesen 3 Schritt immer wieder übst,
Verlieren die inneren Antreiber ihre Macht über dich.
Und der beste Tipp,
Den ich dir dafür geben kann,
Ist Disziplin.
Disziplin,
Also dranbleiben,
Ist nach meiner Meinung die unterschätzteste Strategie auf dem Weg zur Veränderung.
Wir können selbstbestimmt auf unserem Weg sein lernen,
Wir können uns zu entsprechen lernen,
Uns zu mögen,
Auf unserer Seite zu sein.
Aber dabei ist es eben nicht mit der Erkenntnis getan,
Das Ganze ist ein Prozess,
Ein Experiment,
Das Ausdauer braucht.
Das ist ja auch ganz klar,
Über so viele Jahre haben wir uns genauso verhalten,
Wie es der innere Kritiker und seine Kumpane,
Die inneren Antreiber wollten.
Diese Art zu sein,
Hat sich in unser Nervensystem eingespurt.
Nur durch Wiederholung legen wir neue Spuren an,
Die auch dauerhaft wirksam sind.
Und ich weiß,
Disziplin ist stinklangweilig.
Aber ehrlich gesagt,
Ist es das wert.
Denn die Möglichkeit,
Dass wir unsere selbstzerstörerischen Strategien beobachten und verändern lernen können,
Um mehr wir selbst zu sein,
Ist das größte Geschenk,
Das uns durch unser sagenhaftes Bewusstsein möglich ist.
Wenn Du einem inneren Antreiber bewusst entgegen trittst,
Kann es übrigens auch passieren,
Dass unangenehme Gefühle auftauchen.
Schuldgefühle,
Scham,
Gewissensbisse können Dich plagen.
Das ist normal.
Das liegt daran,
Dass Dein Anpassungsverhalten vertraut und bewährt ist.
Übst Du in bestimmten Situationen ein neues Verhalten ein,
Betrittst Du regelrecht neu Land.
Das macht Dich unsicher.
Du weißt ja,
Dein Nervensystem liebt alles,
Was vertraut und damit sicher ist.
Deine Zweifel und Ängste sind damit ein Zeichen,
Dass Du auf einem neuen Weg unterwegs bist.
Und es braucht hier keine Perfektion.
Es reicht die Absicht loszugehen und Du wirst für jeden einzelnen Schritt belohnt.
Und das wünsche ich Dir von Herzen,
Deine Claudia
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