
Stimmungschwankungen & Energielosigkeit in den Wechseljahren
Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit in den Wechseljahren haben viele Ursachen: Hormone, Darmgesundheit, Nährstoffmängel, Schilddrüse und manchmal auch zu hohe Anforderungen an sich selbst. In diesem Talk nehme ich dich mit durch alle relevanten Ursachen und zeige dir, welche Lösungen es gibt – von Lifestyle bis zu medizinischen Optionen. Ehrlich, persönlich und aus eigener Erfahrung. Denn dieser Talk entstand in einer Phase, in der ich selbst mittendrin war.
Transkription
Namaste und herzlich Willkommen.
Ich bin Claire,
Yoga-Lehrerin und Wechseljahre-Beraterin und ich begleite Frauen dabei,
Gesund,
Gelassen und glücklich durch die transformierende Zeit der Wechseljahre zu kommen.
Heute geht es um das Thema Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit in den Wechseljahren.
Und da kann ich durchaus einiges an eigener Erfahrung in dieses Thema mit reinbringen.
Denn dass du das jetzt hier hörst,
Grenzt,
Naja,
Fast an ein Wunder.
Denn ich hatte gerade eine Phase,
In der ich total down war,
Keine Motivation hatte,
Mich grundlos müde und erschöpft gefühlt habe.
Es hat ca.
3 Wochen gedauert,
Bis ich aus dieser Phase wieder herauskam.
Und so konnte das hier doch noch entstehen.
Aber vielleicht ist das ja auch genau richtig so.
Denn so erzähle ich nicht aus einer Position heraus,
In der ich alles im Griff habe und dir jetzt erkläre,
Wie es geht,
So von einer höheren Warte aus.
Sondern ich erzähle das hier als jemand,
Der gerade selbst durch das durch musste,
Worüber ich hier erzähle.
Und kennst du sie auch,
Diese Phasen,
In denen nichts wirklich Freude macht,
Die Energie irgendwie verschwunden ist und die Stimmung auf dem Boden liegt?
Und das ohne,
Dass du einen wirklichen Grund dafür nennen könntest?
Und vielleicht fragst du dich dabei,
Bin das ich?
Oder meine Hormone vielleicht?
Und ja,
Ein Spoiler,
Es sind höchstwahrscheinlich deine Hormone,
Aber es können auch andere Ursachen dahinter stecken.
Und nein,
Du bist nicht zu empfindlich,
Zu dramatisch oder ein schlechter Mensch.
Sondern einfach eine Frau im Umbruch,
Der dir manchmal so einiges abverlangt.
Und,
Na ja,
Da darf es auch mal durchaus ruckeln.
Aber lasst uns jetzt mal genauer schauen,
Was hinter Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit in den Wechseljahren stecken kann und auch,
Was du dagegen tun kannst.
Zu den Ursachen.
Da haben wir zum einen das Hormon Progesteron.
Das Progesteron ist nicht nur ein Schwangerschaftshormon.
Es ist auch dein natürliches Beruhigungsmittel,
Dein innerer Ruhepol.
Es wirkt angstlösend,
Antidepressiv und fördert die Produktion von GABA,
Einem Neurotransmitter,
Der wie ein Puffer gegen Angst und Überforderung wirkt.
Wenn Progesteron sinkt,
Das was eben in den Wechseljahren passiert,
Verlierst du genau diesen Pofa.
Und das macht sich vor allem in der zweiten Zyklushälfte bemerkbar,
Also in den zwei Wochen etwa vor der Periode.
Viele Frauen beschreiben das als ein PMS,
Also ein prämenstruelles Syndrom,
Das plötzlich viel heftiger ist als früher.
Gereiztheit,
Weinen ohne erkennbaren Anlass und das Gefühl,
Sich nicht mehr selbst zu kennen,
Sind dann eben quasi Symptome,
Die auftreten.
Dann spielen aber auch noch Östrogen und das Glückshormon Serotonin hinein.
Estrogen beeinflusst direkt die Wirkung von Serotonin,
Dem Botenstoff,
Den wir umgangssprachlich als Glückshormon bezeichnen.
Wenn Östrogen schwankt oder sinkt,
Dann schwankt oder sinkt auch deine Stimmung.
Einfach weil dein Gehirn buchstäblich weniger Serotonin zur Verfügung hat.
Und hier kommt etwas,
Was mich bei der Recherche zu diesem Thema wirklich überrascht hat.
Nämlich über 80% des Serotonins wird nicht im Gehirn produziert,
Sondern im Darm.
Der Darm kommuniziert über die sogenannte Darm-Hirn-Achse direkt mit dem Gehirn.
Ein unausgeglichener Darm kann die Entstehung von Stimmungsschwankungen direkt begünstigen,
Weil die Serotoninproduktion eben gestört wird.
Chronischer Stress und eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker und hochverarbeiteten Lebensmitteln schädigen die Darmwandbarriere.
Wenn diese löchrig wird,
Also Stichwort Leaky Gut Syndrom,
Entstehen stille Entzündungen,
Die die Serotoninproduktion weiter blockieren.
Aber auch Stress und Cortisol haben einen Einfluss.
Chronischer Stress ist ein Faktor,
Der beim Thema Stimmung häufig unterschätzt wird.
Cortisol,
Das wichtigste Stresshormon,
Beeinflusst nicht nur den Schlaf und das Gewicht,
Sondern auch direkt die Stimmung.
Dauerhaft erhöhtes Cortisol hemmt die Produktion von Serotonin und Dopamin,
Macht uns reizbar,
Antriebslos und emotional instabil.
In den Wechseljahren kommt leider erschwerend hinzu,
Dass Cortisol und Progesteron sich denselben Vorläuferstoff teilen.
Steht der Körper unter chronischem Stress,
Bevorzugt er die Cortisolproduktion auf Kosten des Progesterons.
Und so entsteht ein Teufelskreis,
Der die Stimmung von zwei Seiten gleichzeitig ankommt.
Mehr dazu findest du in meinem Talk hier auf InsideTimer.
Stressabbau in den Wechseljahren.
Warum er jetzt essenzieller ist denn je.
Schlafmangel kann aber auch eine Ursache sein.
Denn Schlafstörungen sind in Wechseljahren häufig und schlechter Schlaf ist selbst eine direkte Ursache für Stimmungstief und Energielosigkeit.
Unabhängig von den Hormonen.
Wer chronisch schlecht schläft,
Hat weniger Resilienz,
Ist reizbarer und empfindlicher.
Ein weiterer Faktor,
Der hier zum Tragen kommen kann,
Sind Nährstoffmängel.
Und das ist ein Aspekt,
Der in vielen Artikeln und Podcastfolgen und so weiter zum Thema Wechseljahre oft viel zu wenig Raum bekommt.
Dabei sind Nährstoffmängel eine der häufigsten und am leichtesten behebbaren Ursachen für die Energielosigkeit und gedrückte Stimmung.
Ich hatte selbst einen krassen Vitamin-D-Mangel und habe seit der Einnahme eines Supplements spürbare Verbesserungen wahrgenommen.
Vitamin D ist nicht nur für die Knochengesundheit wichtig,
Die in und nach den Wechseljahren besonders unter Druck gerät,
Sondern es beeinflusst auch direkt die Stimmung.
Auch Eisen habe ich am eigenen Leib als Ursache für Erschöpfung erlebt.
Trotz Supplementierung war mein Eisenspiegel nicht ausreichend.
Erst als ich die Dosis verdoppelt habe,
Hat sich etwas verändert.
Seitdem habe ich deutlich mehr Energie.
Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Erschöpfung bei Frauen und wird leider erschreckend häufig übersehen.
Weitere relevante Nährstoffe sind Magnesium,
B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren.
Und Protein liefert die Bausteine für Dopamin und Serotonin.
Wer also zu wenig Protein zu sich nimmt,
Kann buchstäblich nicht genug Glücksbotenstoffe produzieren.
Und auch die Schilddrüse mischt hier kräftig mit.
Denn die wird bei dem Thema Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit häufig übersehen.
Eine Unterfraktion der Schilddrüse verursacht genau die Symptome,
Die wir hier besprechen.
Erschöpfung,
Antriebslosigkeit,
Gedrückte Stimmung,
Manchmal auch Gewichtszunahme und Kältempfindlichkeit.
Das Tückische ist leider,
Diese Symptome überschneiden sich so stark mit typischen Wechseljahresbeschwerden,
Dass eine Schilddrüsenunterfunktion leicht übersehen oder auch fälschlicherweise den Hormonen zugeschrieben wird.
Aber auch Bewegungsmangel kann eine Ursache sein.
Zu wenig Bewegung senkt den Dopaminspiegel und damit den Antrieb.
Dann entsteht ein Teufelskreis.
Wer erschöpft ist,
Bewegt sich weniger.
Wer sich weniger bewegt,
Wird erschöpfter.
Manchmal reicht schon ein kurzer Spaziergang,
Um diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Auch soziale Isolation kann ein Faktor sein.
Das wird allerdings selten erwähnt,
Ist aber wirklich ein relevanter Faktor.
Denn in der Lebensmitte verändern sich soziale Strukturen oft stark.
Die Kinder werden selbstständiger,
Beziehungen verändern sich,
Berufliche Rollen verschieben sich.
Und ich kenne das von mir selbst.
Ich neige dazu,
Mich manchmal zu sehr einzuigeln.
Ich brauche Zeit für mich.
Das ist auf jeden Fall Teil meiner Natur.
Aber manchmal isoliere ich mich grundlos mehr als gut ist.
Das Problem ist dann,
Dass fehlende soziale Verbindung direkte Auswirkungen auf Serotonin und Oxytocin hat,
Also genau auf die Botenschoffe,
Die uns Freude und Verbundenheit schenken.
Als vorletzter Aspekt seien noch zu hohe Anforderungen an sich selbst erwähnt.
Und das ist vielleicht die Ursache,
Die mich in meiner letzten Phase am meisten erwischt hat.
In der Zeit,
Als ich erschöpft und im Stimmungstief war,
Habe ich mir selber ganz schön viel Druck gemacht,
Doch unbedingt produktiv sein zu müssen und trotzdem zu funktionieren.
Bis ich gemerkt habe,
Dass das mehr als kontraproduktiv ist.
Denn mehr Widerstand führt zu noch mehr Druck.
Und erst als ich mir final erlaubt habe,
Gerade weniger zu machen,
Hat sich was gelöst.
Viele Frauen in der Lebensphase der Wechseljahre funktionieren jahrelang für andere.
Kinder,
Partner,
Beruf.
Der Körper schickt in den Wechseljahren manchmal ein deutliches Signal,
So geht es nicht mehr weiter.
Die Erschöpfung ist dann keine Schwäche,
Sondern ein Hinweis dafür,
Weniger zu tun.
Und als letzte Ursache kann noch die perimenopausale Depression mit reinspielen.
Es gibt nämlich eine eigene Form der Depression,
Die hormonell ausgelöst wird und sich von der klassischen Depression unterscheidet.
Sie tritt typischerweise in der Pyrimänopause auf und ist eng mit den Östrogen-Schwankungen verknüpft.
Frauen,
Die in der Vergangenheit unter PMS oder postpartaler Depression gelitten haben,
Sind häufiger davon betroffen.
Wenn du merkst,
Dass die Stimmungstiefs anhalten,
Sich vertiefen oder du dich über längere Zeit nicht mehr freuen kannst,
Dann bitte ich dich,
Das durchaus ernst zu nehmen und ärztliche oder therapeutische Unterstützung zu suchen.
Denn das ist kein Versagen,
Sondern pure Selbstfürsorge.
Wie hängen Stimmungsschwankungen und Energielosigkeiten zusammen?
Für mich sind das zwei Seiten derselben Medaille.
Denn wenn die Energie fehlt,
Leidet die Stimmung.
Und wenn die Stimmung im Keller ist,
Fehlt die Energie.
Viele Frauen beschreiben es so,
Sie fühlen sich müde,
Obwohl sie eigentlich gut und ausreichend geschlafen haben.
Wobei das in den Wechseljahren ja auch nicht immer der Fall ist.
Sie schleppen sich durch den Tag.
Die Dinge,
Die früher Freude gemacht haben,
Fühlen sich gerade einfach wie Arbeit an,
Wie ein zusätzlicher Punkt auf der ellenlangen To-Do-Liste.
Und das ist auch kein Versagen,
Sondern das Ergebnis eines Körpers,
Der gerade an mehreren Fronten gleichzeitig kämpft.
Mit sinkenden Hormonen,
Möglichen Nährstoffmängeln und einem Nervensystem,
Das dauerhaft unter Strom steht.
Und genau deshalb lohnt es sich,
Nicht nur ein einzelnes Symptom zu behandeln,
Sondern das Gesamtbild zu betrachten.
Was hilft denn jetzt gegen Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit?
Die Liste,
Die nun folgt,
Ist ehrlicherweise recht lang.
Warum?
Ich möchte dir auf jeden Fall alle Optionen aufzeigen,
Die es gibt,
Damit du entscheiden kannst,
Was in Frage kommt und wo du ansetzen kannst.
Dazu muss ich allerdings sagen,
Dass die wenigsten Punkte Quick-Fixes sind.
Also keine schnellen Heilmittel,
Sondern eher Aspekte,
Die mittel- bis langfristig mehr Stabilität und entsprechende Ergebnisse bringen.
Vor allem verlangen einige der Punkte kontinuierliches statt nur punktuelles Engagement.
Wie so oft sind auch die Wechseljahre ein Marathon und kein Sprint.
Und dennoch können einige Punkte sehr schnell zu positiven Veränderungen führen.
Lass dich also nicht davon abhalten,
Bestimmte Dinge zu probieren.
Sei dir einfach nur bewusst,
Dass nicht immer mit einem Fingerschnipp alles wieder glatt ist.
Und wenn dich die Fülle der Optionen überfordert und du nicht weißt,
Wo du als erstes ansetzen sollst,
Habe ich noch entsprechende Tipps später für dich.
Was kannst du also konkret tun,
Um Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit in den Wechseljahren in den Griff zu bekommen oder besser durch sie hindurch zu gehen?
Hier sind nun einige Lösungen,
Die ich unterteilt habe in die Bereiche Lifestyle und Alltag,
Nervensystem und mentale Gesundheit,
Nährstoffe und Nahrungsergänzungen und medizinische und hormonelle Optionen.
Fangen wir an mit Lifestyle und Alltag.
Und da ist Ernährung ein wichtiges Fundament.
Eine Ernährung mit ausreichend Protein,
Ballaststoffen und stabilen Blutzuckerwerten beeinflusst direkt deine Stimmung und Energie.
Für die Darmgesundheit und damit die Serotoninproduktion hilft außerdem viel buntes Gemüse als Nahrung für die guten Darmbakterien sowie eine Reduktion von Zucker und hochverarbeiteten Lebensmitteln.
Was das konkret bedeutet,
Erfährst du in meinem Talk hier auf InsideTimer,
Ernährung in den Wechseljahren,
Warum dein Blutzucker mehr steuert,
Als du denkst.
Zweiter Punkt,
Regelmäßige Bewegungen,
Besonders draußen.
Denn Bewegung ist ein natürlicher Stimmungsaufheller über Dopamin und Endorphine.
Schon ein täglicher Spaziergang von 20 Minuten draußen,
Vor allem in der Natur,
Kombiniert Bewegung mit Tageslicht und kann hier einen großen Unterschied machen.
Denn beides ist wichtig für Serotonin und den circadianen Rhythmus.
Wer erschöpft ist,
Denkt oft,
Er müsse sich schonen.
Aber oft ist das Gegenteil richtig und durch die Bewegung kommen Kraft und Energie meistens wieder.
Dritter Punkt ist der Schlaf.
Schlaf ist einer der wichtigsten Stellschrauben für Stimmung und Energie und wird oft unterschätzt.
Was wirklich bei Schlafstörungen in Wechseljahren hilft,
Erfährst du in meinem Talk hier auf InsideTimer Schlafstörungen in den Wechseljahren,
Warum mein Geheimtipp nachts den Unterschied macht.
Vierter Punkt.
Soziale Verbindungen aktiv gestalten.
Zeit mit Menschen verbringen,
Die einem guttun.
Das klingt erstmal banal,
Wird aber in der Erschöpfungsphase oft als erstes vernachlässigt.
Ich merke bei mir selbst,
Dass ich in schlechten Phasen dazu neige,
Mich zurückzuziehen.
Und dass genau das die Phasen manchmal unnötig verlängert.
Ein Kaffee mit einer Freundin,
Ein Telefonat,
Eine gemeinsame Aktivität.
Manchmal braucht es nicht viel,
Damit es einem wieder besser geht.
Ich finde es jedenfalls immer wieder sehr erleichternd,
Meine Gedanken mal auszusprechen und auch zu wissen,
Dass ich nicht alleine bin mit meinen Themen.
Das alleine hilft oft schon,
Dass das Loch,
In dem ich bin,
Nicht mehr ganz so tief wird.
Und als fünfter Punkt in diesem Bereich möchte ich noch die kreativen Ausdrucksformen erwähnen.
Malen,
Schreiben,
Musik machen,
Kochen.
Denn kreative Tätigkeiten aktivieren das Belohnungssystem und können Stimmungstiefs kurzfristig durchbrechen.
Für mich ist das intuitive Malen so ein Anker.
Und es geht nicht darum,
Etwas Schönes zu erschaffen,
Sondern darum,
Sich auszudrücken.
Finde also gerne deinen kreativen Ausdruck ohne Druck,
Ohne Perfektionsanspruch.
Einfach nur ausdrücken,
Was gerade da ist.
Als ich in meinem Stimmungstief war,
War ich unter anderem in einem tiefen Schmerz bezüglich der Natur und des Klimawandels.
Also habe ich gemalt.
Einfach das,
Was ich empfinde,
Auf Papier bringen.
Das tat sehr gut und war ein wichtiger Baustein,
Um aus meinem Tief wieder herauszufinden.
Ebenso wie Journaling.
Meine Gedanken aufschreiben,
Alles mal rauslassen und den Kopf freikriegen.
Das tat ebenfalls sehr gut und hat mir sehr geholfen.
Zweiter Bereich,
Nervensystem und mentale Gesundheit.
Und da starte ich direkt mit dem ersten Tipp,
Der vielleicht kein klassischer Tipp ist,
Aber vielleicht der wirkungsvollste.
Nämlich weniger Druck,
Mehr Erlaubnis.
Erlaube dir,
In schwierigen Phasen weniger zu leisten.
Nicht für immer,
Aber einfach jetzt gerade mal für ein paar Tage.
Denn Widerstand gegen das,
Was ist,
Kostet mehr Energie,
Als das,
Was ist,
Einfach sein zu lassen.
Und das habe ich in meiner letzten Phase auf jeden Fall wieder gelernt.
Zweiter Punkt,
Stressreduktion und Nervensystemregulation.
Chronischer Stress befeuert Stimmungsschwankungen direkt.
Über Cortisol,
Über den Darm,
Über den Progesteronspiegel.
Aktive Nervensystemregulation ist deshalb kein Wellness-Extra,
Sondern ein echter Hebel.
Dritter Punkt in diesem Bereich Achtsamkeit und Meditation.
Und das nicht als Pflichtprogramm,
Sondern als kurze tägliche Praxis.
Bereits 10 Minuten täglich können nachweislich die emotionale Reaktivität sinken.
Wenn du nicht weißt,
Wo du anfangen sollst,
Findest du hier auf meinem Inside-Timer-Profil geführte Meditationen speziell für die Wechsel.
Und als letzter Punkt Psychotherapie.
Manchmal reichen Hormone und Nährstoffe als Erklärung nicht aus.
Wenn alte Themen hochkommen,
Wenn sich die Stimmungsschwankungen zu echten depressiven Phasen ausweiten,
Oder wenn du merkst,
Dass du alleine nicht weiterkommst,
Dann kann eine Psychotherapie eine sehr sinnvolle Unterstützung sein.
Besonders eine Verhaltenstherapie hat sich bei Wechseljahresbeschwerden als wirksam erwiesen.
Ich selbst habe in meinem Leben drei Therapien gemacht und insgesamt gute Erfahrungen damit.
Es ist kein Zeichen von Schwäche,
Sich Unterstützung zu holen,
Sondern ein Zeichen von Selbstfürsorge.
Gehen wir in den dritten Bereich zum Thema Nährstoffe und Nahrungsergänzung.
Und ich liste dir jetzt einige Punkte auf,
Einige Nährstoffe,
Auf die du vielleicht mal gucken solltest.
Da haben wir zuerst das Vitamin D.
Ich habe ja schon gesagt,
Dass ich einen krassen Vitamin-D-Mangel hatte und seit der Einnahme eines Supplements spürbare Verbesserungen wahrgenommen habe.
Vitamin D ist nicht nur für die Knochengesundheit wichtig,
Sondern beeinflusst auch direkt die Stimmung.
Deswegen mein Tipp,
Lass deinen Vitamin-D-Spiegel mal messen.
Nicht schätzen,
Nicht raten,
Sondern messen.
Dann auch Eisen,
Denn ich hab's am eigenen Leib erlebt,
Trotz Supplementierung war mein Eisenspiegel nicht ausreichend.
Und erst als ich die Dosis verdoppelt habe,
Hat sich etwas verändert.
Seitdem habe ich deutlich mehr Energie.
Lass daher nicht nur den Hämoglobinwert bestimmen,
Sondern auch den Ferritinwert,
Also den Eisenspeicher.
Denn der Ferritinwert kann schon lange zu niedrig sein,
Während der Hämoglobinwert noch im Normbereich liegt.
Dann haben wir noch Magnesium.
Das wirkt beruhigend auf das Nervensystem,
Unterstützt den Schlaf und kann bei Reizbarkeit helfen.
Viele Frauen sind mangelhaft versorgt,
Ohne es zu wissen.
Magnesium am Abend eingenommen wirkt dabei besonders gut.
Auch hier habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht,
Indem ich seit meiner Ernährungsberatung im Frühjahr 2024 Magnesium supplementiere.
Es ist sicher nicht der alleinige Faktor,
Aber ein wichtiger Baustein,
Der es mir ermöglicht,
Besser zu schlafen.
Dann haben wir noch die Omega-3-Fettsäuren.
Omega 3 hat nachgewiesene stimmungsstabilisierende Wirkung und wirkt entzündungshemmend,
Was auch für die Darmgesundheit relevant ist.
Also auch diesen Wert solltest du mal checken lassen.
Und zum Schluss noch die B-Vitamine und Proteine.
B-Vitamine sind wichtige Kofaktoren für die Produktion von Serotonin und Dopamin.
Und Protein liefert die Bausteine für genau diese Glücksbotenstoffe.
Wer zu wenig Protein zu sich nimmt,
Kann buchstäblich nicht genug davon produzieren.
Also achte auf eine ausreichende Proteinzufuhr,
Damit dein Körper die nötigen Bausteine hat,
Um Serotonin und Dopamin herzustellen.
Und gehen wir noch in den letzten Bereich,
Nämlich in die medizinischen und hormonellen Optionen.
Da fallen als erstes die Schilddrüsenwerte in den Blick.
Wenn du anhaltende Erschöpfung und gedrückte Stimmungen erlebst und bisher noch keine Schilddrüsenuntersuchung gemacht hast,
Ist das ein sinnvoller erster Schritt.
Lass dabei das tsh den Wert ft3 und ft4 bestimmen.
Eine behandelte Schilddrüsenunterfunktion kann die Energie und Stimmung deutlich verbessern,
Manchmal sogar deutlicher als alle anderen Maßnahmen zusammen.
Dann gibt es noch Mönchspfeffer.
In der Fachsprache Vitex agnus castus genannt,
Wird das häufig bei Stimmungsschwankungen empfohlen,
Weil er auf die Hormonbalance wirken soll.
Ich habe ihn selbst eine Zeit lang genommen und ehrlich gesagt keinen großen Unterschied bemerkt.
Daher habe ich ihn wieder abgesetzt.
Das heißt aber nicht,
Dass er bei dir nicht wirken könnte.
Manche Frauen berichten von deutlichen Verbesserungen.
Es ist ein Versuch wert,
Aber mit realistischen Erwartungen.
Sprich am besten mit deiner Ärztin,
Ob das eine Option für dich sein könnte.
Dann gibt es noch die Gestagen-Pille.
Das ist eine Option,
Die ich aus Gesprächen mit meiner Gynäkologin und aus einem Podcast kenne.
Die Gestagenpille kann dazu eingesetzt werden,
Die Eierstöcke ruhig zu stellen und damit die hormonellen Schwankungen zu reduzieren,
Die für die Stimmungstiefs mitverantwortlich sind.
Das ist allerdings keine Lösung für jede Frau,
So für mich kommt das zum Beispiel nicht infrage.
Sprich offen mit einer spezialisierten Gynäkologin darüber,
Ob das für dich in Frage kommt.
Und als letzten Punkt möchte ich noch die Antidepressiva erwähnen.
Wenn die Stimmungstief so ausgeprägt sind,
Dass sie den Alltag deutlich beeinträchtigen,
Sind Antidepressiva eine wichtige Option.
Und ich finde,
Sie sollten genauso offen besprochen werden wie jedes andere Mittel.
Niedrig dosierte Antidepressiva werden in der Menopause auch explizit zur Linderung von Stimmungsschwankungen eingesetzt.
Nicht nur bei einer klinischen Depression.
Manchmal ist es eben einfach das,
Was der Körper gerade braucht.
Wenn du also das Gefühl hast,
Das könnte dir helfen,
Oder du dich damit schon mal auseinandergesetzt hast,
Dann sprich gerne offen mit deiner Ärztin darüber,
Um abzuchecken,
Ob das für dich eine Option ist.
Ja,
Als Yogalehrerin möchte ich noch auf den Punkt zu sprechen kommen,
Was Yoga denn bei Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit bewirken kann.
Denn Yoga ist in meinem Leben einer der wichtigsten Anker,
Gerade in Phasen wie der,
Aus der dieser Inhalt hier entstanden ist.
Und das ist nicht nur meine persönliche Erfahrung,
Sondern auch wissenschaftlich gut belegt.
Yoga wirkt über die Aktivierung des Parasympathikus,
Also des Ruhenervsystems,
Direkt auf den Cortisolspiegel.
Sinkt Cortisol,
Stabilisiert sich auch die Stimmung.
Restorative Praktiken und Yin-Yoga sind dabei besonders wirksam,
Weil sie das Nervensystem nicht zusätzlich belasten,
Sondern aktiv beruhigen.
Darüber hinaus unterstützt Yoga die Darmgesundheit.
Tiefes Atmen und sanfte Bewegungen fördern die Bewegungsfähigkeit des Darms und aktivieren die Darm-Hirn-Achse positiv.
Wer regelmäßig Yoga praktiziert,
Tut also nicht nur etwas für die Stimmung über das Nervensystem,
Sondern auch über den Darm.
Yoga fördert außerdem Akzeptanz,
Also die Fähigkeit mit dem zu sein,
Was gerade ist,
Ohne es sofort verändern oder wegmachen zu wollen.
Gerade in Phasen,
In denen die Stimmung schwankt und die Energie fehlt,
Ist das eine der wertvollsten Qualitäten,
Die du entwickeln kannst.
Nicht gegen das Tief ankämpfen,
Sondern es einfach da sein lassen.
Das klingt im ersten Moment einfach,
Ist aber eine echte Praxis.
Und hier auf Insight Timer ist eine passende Meditation dafür von mir,
Die heißt Akzeptieren,
Was ist,
Durch Spüren und Erlauben.
Und dann ist da noch etwas,
Das ich für besonders wertvoll halte.
Nämlich Yoga bringt dich wieder mehr in Kontakt mit dir selbst und deinen Bedürfnissen.
Auf der Matte merkst du schneller,
Was dir fehlt,
Was dir guttun würde,
Was gerade zu viel ist.
Diese Körperintelligenz ist in den Wechseljahren Gold wert,
Denn dein Körper und auch dein Unterbewusstsein senden ständig Signale,
Nur hören wir im Alltag oft nicht hin.
Als ich in meinem Tief war,
Sickerte irgendwann die Erkenntnis durch,
Dass mir Schönheit und die Beschäftigung mit Schönem fehlte,
Da ich mich in den Wochen zuvor viel mit der Hässlichkeit der Welt,
Also Klimawandel,
Aktuelle Politik und so weiter beschäftigt hatte.
Also begann ich,
Den Blick wieder mehr auf das Schöne zu richten und Dinge zu tun,
Die mir Spaß machen und die mir das Schöne im Leben wieder näher bringen,
Wie malen,
Ins Kunstmuseum gehen,
Blumen anschauen und so weiter.
Und das hat mir auch sehr geholfen,
Mein Tief wieder zu verlassen.
Yoga Nidra schließlich ist eine Praxis,
Die ich besonders für Phasen tiefer Erschöpfung empfehle.
Sie versetzt den Körper in einen Zustand zwischen Wachen und Schlafen und gibt dem Nervensystem eine Tiefenregeneration,
Die normaler Schlaf manchmal nicht leisten kann.
Wenn du Yoga als Werkzeug für deine Stimmung und Energie ausprobieren möchtest,
Findest du hier auf InsideTimer passende Einheiten.
Darunter auch eine speziell für hormonelle Balance.
Was Yoga in den Wechseljahren insgesamt leisten kann und wo seine Grenzen liegen,
Das erfährst du in meinem Talk hier auf Insight Timer.
Yoga in den Wechseljahren,
Was es leisten kann und was nicht.
Und wo kannst du jetzt ansetzen?
Es gibt so viele Möglichkeiten und so viele Ansatzpunkte.
Und vielleicht fragst du dich jetzt,
Oh Gott,
Wo fang ich bloß an?
Und die ehrliche Antwort ist natürlich,
Nicht überall gleichzeitig.
Mein Vorschlag ist ein kurzer Selbstcheck.
Schau dir die vier Lifestyle-Säulen an.
Die findest du in meinem Talk Gesund durch die Wechseljahre.
Und dann frag dich ehrlich,
Wo gerade die größte Lücke klafft.
Schläfst du schlecht?
Dann fang dort an.
Bist du dauerhaft gestresst und dein Nervensystem läuft auf Hochtouren?
Dann ist Stressreduktion wahrscheinlich dein erster Hebel.
Isst du kaum Protein und viel Zucker?
Dann ist die Ernährung dein Einstiegspunkt.
Und wenn du dich kaum bewegst,
Dann starte mit einem täglichen Spaziergang.
Nimm erstmal nur einen Bereich und nicht alle auf einmal.
Und wenn dieser eine Bereich sich stabilisiert hat und du merkst,
Dass er weniger Aufmerksamkeit braucht,
Kommt der nächste dran.
So baust du nach und nach ein Fundament auf,
Das trägt,
Ohne dich dabei zu überfordern und zusätzlichen Stress zu erzeugen.
Der ja wiederum genau das befeuert,
Was du gerade lindern möchtest.
Parallel dazu lohnt es sich,
Beim Arzt die Basiswerte checken zu lassen.
Also Vitamin D,
Ferritin,
Schilddrüse,
B-Vitamine.
Das ist ein einmaliger Aufwand mit potenziell großer Wirkung und gibt dir Klarheit darüber,
Ob du an einem oder mehreren dieser Stellschrauben drehen solltest.
Dazu noch ein wichtiger Hinweis zu den Laborwerten.
Die Normwerte,
Die im Labor angegeben werden,
Sind nicht zwingend Idealwerte.
Sie basieren auf dem Durchschnitt der getesteten Bevölkerung und wenn ein Großteil der Bevölkerung mit einem bestimmten Nährstoff unterversorgt ist,
Spiegelt sich das im Normalbereich wieder.
Du könntest also laut Labor im Normbereich liegen,
Aber trotzdem nicht optimal versorgt sein.
Das habe ich selbst bei der Schilddrüse erlebt.
Mein Wert galt als normal,
Allerdings sagten mir sowohl meine Ernährungsberaterin als auch eine befreundete Heilpraktikerin,
Dass der Wert trotzdem zu niedrig ist.
Fassen wir zusammen.
Du bist nicht deine Stimmung.
Die Phasen kommen.
Und sie gehen auch wieder.
Und das habe ich in den letzten Wochen mal wieder am eigenen Leib erfahren.
Und auch wenn es sich mittendrin anders anfühlt und absolut nicht angenehm,
Stimmt es dennoch.
Stimmungsschwankungen und Energielosigkeit in den Wechseljahren sind keine Charakterschwäche und kein Versagen.
Sie sind das Ergebnis von hormonellen Verschiebungen,
Nährstoffmängeln,
Einem Nervensystem unter Dauerstress und manchmal auch zu hohen Ansprüchen an uns selbst.
Das Gute ist,
All das sind Dinge,
Auf die du Einfluss nehmen kannst.
Über Lifestyle,
Nährstoffe,
Yoga und wenn nötig über medizinische oder therapeutische Unterstützung.
Und manchmal ist der mutigste Schritt,
Den du tun kannst,
Einfach.
Weniger zu tun.
Dir zu erlauben,
Gerade nicht zu funktionieren.
Und darauf zu vertrauen,
Dass es weitergeht.
Weil es immer.
Weitergeht.
Du bist nicht deine Stimmung.
Sondern du bist die Frau,
Die auch durch diese Phase hindurchkommt.
Und zwar gesund,
Gelassen und glücklich.
Wenn dir das gefallen hat,
Dann folge mir hier und teile das mit anderen Frauen,
Für die das auch wichtig ist.
Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
Namaste Deine Claire.
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