09:14
09:14

Wahrnehmen | Zulassen | Loslassen

by Franziska Bläser

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4.8
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Aktivität
Meditation
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Alle
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In dieser Meditation übst du drei einfache, aber kraftvolle Prinzipien: wahrnehmen, zulassen, loslassen. Unser Nervensystem reagiert auf inneren Widerstand wie auf eine Bedrohung. Wenn wir gegen Gedanken ankämpfen, sie unterdrücken oder bewerten, aktiviert das dieselben Stressmechanismen wie ein äußerer Angriff — der Körper findet keine Ruhe. Wenn wir aber aufhören zu kämpfen, sendet das dem Nervensystem ein klares Signal: Es ist sicher. Du musst gerade nichts tun. Du darfst einfach sein. Der Atem wird dabei zu deinem Anker — er holt dich sanft zurück, immer wieder, ohne Druck. Diese Meditation eignet sich für den Morgen, als Pause im Alltag oder zum Abschalten am Abend. Viel Spaß dabei! Music by Chris Collins

Transkription

Finde für die Meditation eine bequeme Position.

Wenn Du möchtest,

Lass Deine Augen sanft fallen und gib Deinem Körper einen Moment,

Um hier anzukommen.

Vielleicht begrüßt Du gerade einen neuen Tag,

Vielleicht gönnst Du Dir eine wohlverdiente Pause oder Du kommst nach einem langen Tag zur Ruhe.

Ganz egal,

Wo Du gerade stehst,

Erlaube Dir,

Hier einen tiefen,

Nähernden Atemzug zu nehmen.

Stell Dir vor,

Wie mit der Einatmung frische Energie durch Deinen Körper strömt und wie Du mit der Ausatmung alles loslässt,

Was gerade keine Rolle spielt.

Einatmen,

Verbinde Dich mit Dir selbst und ausatmen,

Stell Dir vor,

Wie alle Anspannung von Dir abfließen darf.

Und dann lass Deine Atmung jetzt ganz natürlich fließen,

Ohne sie zu kontrollieren,

Ohne sie zu verändern.

Und nimm für einen Moment wahr,

Wo Du Deinen Atem gerade am deutlichsten spüren kannst.

Vielleicht ist das an den Nasenflügeln,

Wo die Luft ein- und ausströmt,

Vielleicht im Heben und Senken des Brustkorbs oder vielleicht im Weichen auf und ab der Bauchdecke.

Bleib genau dort,

Bei Deiner Atmung,

Genau so,

Wie sie gerade ist.

Vielleicht ist Deine Atmung heute flach,

Vielleicht etwas unruhig,

Vielleicht anders,

Als Du es erwartet hättest.

Es ist so,

Wie es gerade ist.

Du musst hier nichts korrigieren,

Nichts verbessern oder die Atmung anders haben wollen.

Wir üben hier ein zentrales Prinzip der Meditation,

Das Zulassen.

Erlaube Deiner Atmung genau so zu sein,

Wie sie gerade ist.

Erlaube diesem Moment genau so zu sein,

Wie er sich Dir gerade zeigt.

Vielleicht tauchen Gedanken auf – störende,

Kreisende,

Hartnäckige Gedanken.

Oft kämpfen wir innerlich dagegen an,

Ohne es überhaupt zu bemerken.

Wir bewerten gut oder schlecht,

Willkommen oder nicht willkommen.

Erlaube Dir hier einmal,

Loszulassen.

Lass diesen inneren Widerstand los.

Lass das Ständige bewertenlos.

Erlaube Deinen Gedanken einfach weiterzuziehen,

Wie Wolken,

Die durch einen weiten Himmel ziehen.

Nimm hier die Rolle des Stillenbeobachters ein,

Jemand,

Der das mentalige Plapper mit etwas Abstand betrachtet,

Ohne einzugreifen,

Ohne zu urteilen.

Sieh zu,

Wie die Gedanken kommen und gehen.

Beobachte und lass los.

Dein Atem ist dabei Dein sicherer Anker.

Er holt Dich sanft zurück,

Wenn Du Dich vom Gedankenstrom mitreißen lässt.

Einatmen,

Ausatmen.

Wenn Du möchtest,

Begleite Deine Einatmung mit den Worten Ich beobachte und Deine Ausatmung mit den Worten Ich lasse los.

Einatmen,

Ich beobachte.

Ausatmen,

Ich lasse los.

Und dann nimm einmal wahr,

Wie es sich anfühlt,

Wenn Du aufhörst zu kämpfen,

Wenn Du diesen Moment so sein lässt,

Wie er gerade ist.

Vielleicht entsteht da eine kleine Stille,

Eine Leichtigkeit,

Die nicht erzwungen ist,

Sondern einfach entsteht,

Wenn wir Raum lassen.

Wahrnehmen,

Zulassen,

Loslassen.

Genau das ist Meditation.

Dasein mit dem,

Was ist.

Nicht dagegen ankämpfen.

Nicht wünschen,

Es wäre anders.

Einfach wahrnehmen,

Wie sich jeder Moment neu entfaltet,

Wie ein Atemzug in den nächsten übergeht.

Du darfst einfach sein.

Und in dieser ruhigen Präsenz legt sich der mentale Lärm.

Der Gedankennebel lichtet sich.

Körper und Geist kommen langsam zur Ruhe.

Und wir gewinnen wieder Zugang zu unserer eigenen inneren Klarheit.

Spür noch einen kurzen Moment in Dich hinein.

Und wenn Du bereit bist,

Dann bringe ganz sanft wieder etwas Bewegung in Deine Finger und Zehen.

Dann komm in Deinem eigenen Tempo zurück in den Raum.

Danke Dir selber,

Dass Du Dir heute die Zeit geschenkt hast,

Um Dich mit Dir,

Mit Deinem Körper und mit Deinem Geist zu verbinden.

Nimm dieses Gefühl der Präsenz und der Ruhe mit in Deinen restlichen Tag oder in Deinen Abend.

© 2026 Franziska Bläser. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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