
Warum Beziehungen an mangelnder Kommunikation sterben
Die meisten Beziehungen sterben nicht an mangelnder Liebe, sondern an mangelnder Kommunikation. Ein Paar, das nicht miteinander spricht, verlernt sich kennen. Paare, die Ihre Beziehung durch ständigen Streit zu einem Schlachtfeld gemacht haben oder sich mit Verachtung oder eisigem Schweigen begegnen, tun der Liebe auch keinen Gefallen. Gelingende Paarkommunikation ist das Kernstück jeder guten Paarberatung. Die häufigsten Fragen meiner Klienten erfährst Du in dieser Podcastfolge
Transkription
Beziehung und Kommunikation.
Das ist der Klassiker in meiner Arbeit mit Paaren.
Und auch das Thema,
Zu dem ich die mit Abstand meisten Fragen bekomme.
Die meisten Beziehungen sterben nämlich nach meiner Meinung nicht an mangelnder Liebe.
Sie sterben an einem Mangel oder an den Schwierigkeiten der Kommunikation.
Sich wirklich verstehen zu können,
Anstatt Recht haben zu wollen und gemeinsam Lösungen zu finden,
Ist entscheidend für das Gelingen von Langzeitbeziehungen.
Liebe allein reicht meistens nicht,
Um dauerhaft zusammen froh zu sein.
Warum das so ist und wie Du einige der Grundprinzipien gelingender Paarkommunikation sofort für Deine Beziehung anwenden kannst,
Darum geht's in dieser Folge von Leben lieben lassen,
In der ich auf häufig auftauchende Themen und Fragen rund um Beziehung und Kommunikation eingehen werde.
Schön,
Dass Du dabei bist.
Leben lieben lassen.
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Ein Paar,
Das nicht miteinander spricht,
Verlernt sich kennen.
Paare,
Die ihre Beziehung durch ständigen Streit zu einem richtigen Schlachtfeld gemacht haben oder solche,
Die sich mit Verachtung oder eisigem Schweigen begegnen,
Die tun der Liebe auch keinen Gefallen.
Wie die Kommunikation in der Beziehung gut gelingen kann,
Das ist ein sehr häufiges Thema in meiner Arbeit mit Paaren.
Ein paar der Themen,
Die am häufigsten dabei vorkommen und einige Antworten auf Fragen meiner Klienten erfährst Du in dieser Podcast-Folge Nummer 44.
Hallo ihr Lieben im Frühling 2021,
Der noch gar keiner ist.
Heute,
April,
April,
Hat mich ein richtiger Schnee- und Graubillschauer erwischt,
Als ich mit meiner Hündin Sarah unterwegs war.
Und ich weiß nicht,
Wie es Dir geht,
Aber mir kommt es so vor,
Als sei es in anderen Jahren sehr viel früher grün und warm gewesen.
Vielleicht irre ich mich ja auch.
Ja,
Ich weiß,
Natürlich auch,
Man kann der Sache auch viel Schönes abgewinnen,
Aber ehrlich,
Man kann doch einfach mal nur die Nase voll haben.
Ich hoffe,
Es ändert sich bald.
Ich habe den Dauerwinter genauso satt wie den Dauer-Lockdown.
Ich kann es nicht erwarten,
Dass es Frühling wird.
Genauso wenig,
Wie ich das Ende von Corona erwarten kann.
Wie viele von Euch wahrscheinlich auch,
Arbeite ich seit Monaten nur online.
Auch mit Paaren.
Und natürlich,
Beim Thema Beziehung,
Da geht es dann auch immer wieder um die Frage,
Wie eine bessere Kommunikation in der Beziehung gelingen kann.
Und deswegen möchte ich mich in dieser Podcast-Folge dem Thema ganz besonders widmen.
Und bevor ich es vergesse,
Für alle,
Die mich noch nicht kennen,
Ich bin Claudia Bechert-Möckel,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach und Du hörst den Lieben Lieben Lassen Podcast.
Ich habe mich entschlossen zu diesem diesmal etwas anderen Format,
In dem ich ein paar häufige Fragen und Themen meiner Klienten und Hörer einfließen lassen werde.
Und ich hoffe natürlich,
Dass sich das auch inspiriert,
Oder Du für Dich eine kleine Erkenntnis oder auch ein Handwerkszeug mitnehmen kannst.
Was ist ein Beziehungsraum?
Und wie kannst Du diese Metapher für ein besseres Verständnis Deiner Beziehung verwenden?
Was hat es mit dem Dilemma der Kommunikation auf sich?
Und warum sind faule Kompromisse schwierig und eher eine Scheinlösung,
Die einem später auf die Füße fällt?
Das alles wirst Du in der nächsten halben Stunde erfahren.
Ja,
Und immer wieder Beziehung.
Es dreht sich einfach alles darum in unserem Leben.
Wir sind Beziehungstiere.
Wir wollen in Verbindung sein,
Dazugehören,
Ein Teil von etwas sein.
Das ist nämlich eins unserer menschlichen Grundbedürfnisse.
Wir alle haben es,
Auch wenn es mehr oder weniger stark ausgelebt werden kann.
Nur leider,
Wir kommen nicht mit einem Beziehungsführerschein auf die Welt.
Wir lernen Beziehung in unserer Prägungsphase am Anfang unseres Lebens und aus den Beziehungserfahrungen unserer frühen Jahre entsteht so eine Art Blaupause davon,
Wie man das macht,
In Beziehung zu sein.
Nicht alles an unseren erlernten Beziehungsmustern und dem daraus resultierenden Verhalten ist gelingend,
Also günstig.
Wir schleppen da meist auch viel Ballast mit uns herum.
Und damit stoßen wir dann in unseren Beziehungen an Grenzen.
Oder auch anderen vor den Kopf.
Wir machen Fehler,
Na klar,
Aber eben nicht absichtlich.
Niemand macht mit Absicht seine Beziehung kaputt,
Sage ich gern.
Wir tun das,
Was wir gelernt haben,
Und wir tun es ohne nachzudenken.
Es ist eine Art Automatikmodus.
Und wenn das dann nicht so gut funktioniert,
Dann machen wir meistens etwas ganz Verrücktes.
Wir machen noch mehr von dem,
Was schon nicht funktioniert hat,
Anstatt etwas anderes.
Und das hilft natürlich auch nicht weiter.
Eigentlich,
Und da setzt ja auch meine Arbeit als Beziehungscoach an,
Wollen unsere Beziehungsprobleme uns dazu einladen,
Unser geprägtes Beziehungsverhalten mal ganz genau anzuschauen und es auch zu hinterfragen.
Wir können unsere unbewussten Beziehungsmuster nämlich verändern und so gelingendere Beziehungen möglich machen.
Wir können neu lernen,
Bis wir alt und grau sind und sterben.
Und ich finde das sehr tröstlich.
Niemand muss im alten Kinderkarussell seiner erlernten Beziehungsmuster bis ans Ende seiner Tage immer wieder die gleichen Runden drehen.
Wir können verstehen lernen,
Was uns eigentlich in Sachen Bindung und Beziehung steuert.
Und wir können lernen,
Vom Automatikmodus in die Selbststeuerung zu gelangen.
Wir können Beziehungen aktiv und bewusst gestalten,
Anstatt in erlernte Rollen und Muster zu verfallen und damit die immer gleichen Probleme herzustellen.
Allerdings,
Und das ist wirklich wichtig,
Das Bedarf der Bereitschaft,
Sich selbst und seine eigenen Beziehungsmuster und deren Folgen zu verstehen und dann eben ganz bewusst neue Muster zu erlernen und einzuüben.
So werden wir in der Lage sein,
Wirklich gute Beziehungen zu leben,
Anstatt uns ständig gegenseitig zu verletzen.
Für mich ist das eine ganz wunderbare Aufgabe,
Menschen bei diesem Prozess begleiten zu dürfen und auch meine eigenen Beziehungen haben von diesem Prozess auf eine unglaubliche Weise profitiert.
Beziehungen haben,
So finde ich,
Eine Art Ökosystem,
So ähnlich wie das Ökosystem der Natur.
Das bedeutet,
Beziehungen folgen bestimmten Gesetzmäßigkeiten,
Die ohne unser Zutun existieren.
Es spielt keine Rolle,
Ob wir sie akzeptieren,
Diese Gesetzmäßigkeiten,
Oder nicht.
Ob wir sie erkennen oder uns danach verhalten,
Das ist egal,
Sie wirken immer völlig unabhängig von unserem Willen.
Und wir können diese Gesetzmäßigkeiten des Beziehungs-Ökosystems für eine Weile außer Kraft setzen,
Das ist wahr.
Aber es wird auf Dauer immer Wirkung zeigen,
Genauso wie beim Ökosystem der Natur.
Wir können nicht darüber verhandeln,
Früher oder später werden wir mit den Konsequenzen leben müssen.
Das ist ein Problem,
Das auch viele meiner Klienten haben und das sich dann oft so anhört.
Am Anfang,
Da waren wir so glücklich,
Wir haben uns unser gemeinsames Leben so schön ausgemalt,
Wir waren total verliebt und wir hatten riesige Pläne für die Zukunft.
Aber irgendetwas hat sich dann mit der Zeit verändert.
Wir verlieren uns irgendwie immer mehr,
Ich fühle mich unverstanden und ungeliebt,
Er beachtet mich kaum noch und arbeitet eigentlich nur noch.
Ehrlich gesagt ist mir das auch gar nicht so unrecht,
Dann streiten wir wenigstens nicht.
Wir leben aneinander vorbei.
Sex haben wir zwar noch ab und zu,
Aber mit den gemeinsamen Interessen ist es mau.
Ich denke oft darüber nach,
Wann das begonnen hat und was wir eigentlich falsch gemacht haben.
Ich verstehe es einfach nicht.
So hört sich das an und vielleicht hast du dir ja auch schon einmal solche Fragen gestellt.
Warum kommen Beziehungen auf diese Weise in die Jahre?
Warum wird es so schwierig zusammen,
Wo es am Anfang locker und leicht war?
Warum schleichen sich mit der Zeit immer mehr Probleme ein?
Steht viel Ungesagtes zwischen einem Warum entstehen Gräben des Schweigens oder eskalieren heftige Streits?
Wieso,
Verdammt nochmal,
Kann es nicht immer so wie am Anfang bleiben?
Unkompliziert,
Leicht und einfach nur wunderbar?
Tja,
Das liegt nun einmal in der Natur von Beziehungen.
Sie entwickeln sich und bleiben nie wie sie sind.
Beziehungen sind dynamisch,
Lebendig,
Da bewegt sich etwas.
Sie sind alles andere als statisch.
Nichts bleibt wie es ist.
Aber das muss nicht immer etwas Schlechtes heißen.
In der Paarberatung verwende ich für das bessere Verständnis dieser Beziehungsentwicklung gerne das Bild vom Beziehungsraum.
Stell dir doch mal den Anfang einer Beziehung vor.
Sicher erinnerst du dich noch daran,
Wie wunderbar das war.
Noch ist alles stimmig und klar und kein einziges Problem belastet die wunderbare Beziehung.
Die gemeinsame Zukunft liegt vor einem.
Unser Traumpaar hat sich einen wunderschönen,
Liebevoll eingerichteten Beziehungsraum geschaffen,
In dem es Licht und hell ist,
Alles ist sorgfältig arrangiert und alles steht an seinem Platz.
Dieser Beziehungsraum ist wie eine Art Wohnzimmer,
In dem die beiden sich gegenüberstehen.
Genau so soll es bleiben,
Da sind sich unsere beiden sicher.
Aber natürlich bleibt es so nicht,
Denn das Leben,
Wie gesagt,
Ist nicht statisch.
Es verändert sich,
Es verändert uns,
Es ist in Bewegung.
Bald schon bringt uns das Leben ein Problem ins Haus.
Das kann ein Thema sein,
Das von außen auf uns zukommt und das wir zusammen lösen müssen,
Irgendeine Schwierigkeit oder auch eine Meinungsverschiedenheit.
Zwangsläufig gibt es auch in den harmonischsten Beziehungen irgendwann ein Thema,
Bei dem man nicht mehr eine Meinung ist.
Das ist ehrlich gesagt total normal,
Denn wir sind zwei Menschen in einer Beziehung und wir bleiben das auch.
Das heißt unterschiedliche Ansichten,
Erfahrungen,
Bedürfnisse.
Darum kommen wir nicht herum.
Wir werden das Problem lösen müssen.
Da steht es also,
Dieses Problem und das Leben stellt es wie einen Müllsack zwischen dich und deinem Partner,
Mitten in den schönen Beziehungsraum hinein.
Was machen wir jetzt damit?
Wenn wir nicht gut gelernt haben,
Mit Konflikten konstruktiv umzugehen und sie zu lösen,
Versuchen wir vielleicht,
Das Problem zu verdrängen,
Auszusitzen oder wir tun so,
Als ob wir einer Meinung wären.
Das mag vielleicht dem kurzfristigen Harmoniestreben dienen,
Löst aber den Grundkonflikt nicht auf.
Die Konfliktlöserstrategien für die Bewältigung von Meinungsverschiedenheiten sind sehr unterschiedlich.
In der Regel bringen wir sie aus unseren Herkunftsfamilien mit,
Ohne dass uns das bewusst ist.
Nicht alles,
Was wir da gelernt haben oder das uns vorgelebt wurde,
Ist auch hilfreich und konstruktiv.
Es gibt da die Überangepassten,
Die vor lauter Harmoniestreben dem Partner oder der Partnerin alles recht machen und ihre eigenen Bedürfnisse dafür unterdrücken.
Es gibt die Streithammel,
Die jeden Streit gewinnen müssen.
Es gibt die Ängstlichen,
Die sich nicht trauen,
Ihre Meinung zu sagen und die,
Die immer glauben,
Dass sie recht haben.
Destruktiver Streit ist dabei einer der größten Beziehungskiller.
Wer seinen Partner anschreit,
Aggressiv wird,
Ist auf dem besten Wege,
Die Beziehung nachhaltig zu beschädigen.
Den meisten ist das klar.
Wenn du davon betroffen bist,
Dann hör dir am besten nochmal die Folge an,
Die ich bereits über den destruktiven Streit gemacht habe.
Ich verlinke sie dir auch im Artikel zum Podcast auf der Website.
Lieben lieben lassen.
Doch auch Menschen,
Die alles in sich hineinfressen und nie ein klärendes Gespräch suchen,
Gefährden ihre Beziehung.
Und zwar ebenso wie die Streithähne.
Denn wer nur auf Harmonie bedacht ist,
Vergisst sich einfach selbst und wird so früher oder später in der Beziehung unglücklich.
Harmonie um jeden Preis ist definitiv nicht gesund.
Wer zu oft Ärger runterschluckt oder verdrängt,
Belastet damit seine Seele und seinen Körper.
Und Streit zu vermeiden,
Wenn eigentlich Klärung angesagt ist,
Löst das Problem auch nicht.
Denn auch die unausgesprochenen oder ungeklärten Dinge können sich dauerhaft negativ auf die Stimmung zwischen den Partnern auswirken.
Diese ungeklärten Themen stehen dann zwischen den Beziehungspartnern wie ein blauer Elefant,
Den keiner sehen will.
Oder eben wie ein Müllsack.
Fakt ist,
Wenn wir keinen gemeinsamen Weg finden,
Die Konflikte so zu lösen,
Dass beide mit der Lösung okay sein können,
Dann bleibt eben dieser Müllsack zwischen den Partnern stehen in dem schönen Beziehungsraum.
Sie räumen ihren Müll nicht weg.
Und was machen wir stattdessen?
Wir fangen an drum herum zu laufen.
Wir umgehen das ungelöste Thema.
Wir sehen darüber hinweg,
So als wäre es nicht da.
Am Anfang der Beziehung ist das auch nicht so schlimm.
Da haben wir ja noch genug Platz in unserem schönen Beziehungsraum.
Doch das Leben dauert.
Die Beziehung auch.
Und im Laufe der Partnerschaft nehmen die ungeklärten Themen zu.
Wenn man Konflikte nicht konstruktiv miteinander lösen und die dabei entstehende Reibung nicht ertragen kann.
Und so kommt es,
Dass sich mit der Zeit in vielen Beziehungen allerhand Ballast im Beziehungsraum ablagert.
Da steht mit der Zeit eine Menge rum zwischen den Partnern und es wird eng und muffig im Beziehungsraum.
Je länger die Beziehung dauert und je mehr man resigniert,
Desto mehr Berge von unbewältigten Problemen und unausgesprochenen Konflikten türmen sich auf.
Das Anzugehen wird natürlich immer schwerer.
Und irgendwann haben beide davon die Nase voll.
Die ganze Situation fühlt sich dann sehr bedrückend an.
Eng und irgendwie unwohl.
Und irgendwann hält es einer der Partner nicht mehr aus und flieht aus der Situation.
Er oder sie nimmt eine Fluchttreppe aus dem gar nicht mehr so schönen Beziehungsraum.
So ein Notausgang kann eine Fremdbeziehung sein.
Eine Affäre,
Eine Liebschaft.
Dann fühlt man sich wieder besser,
Geliebt und wertvoll.
Und die eigentliche Beziehung lässt sich dann paradoxerweise auch noch besser aushalten.
Vielleicht denkst du,
Ich übertreibe.
Aber ich kann dir versichern,
Dass das genau das ist,
Was mir meine Klientinnen und Klienten in der Beratung erzählen.
Ebenfalls eine sehr beliebte Fluchttreppe aus dem eng gewordenen Beziehungsraum sind Süchte aller Art.
Ob es um Alkohol,
Substanzen oder Spielsucht,
Pornosucht oder Internetsucht geht,
In Wirklichkeit steckt dahinter oft eine Flucht aus einem undurchdringlich gewordenen Dickicht an ungelösten Beziehungskonflikten.
Seine ganze Energie in die Arbeit zu stecken und bis über die Ohren im Job zu versinken,
Ach das ist ein weiterer Beziehungs-Notausgang.
Nicht immer passiert das bewusst.
Aber wenn ich viel arbeite,
Muss ich wenig über anderes nachdenken.
Meine Aufmerksamkeit ist bereits von Wichtigerem besetzt.
Außerdem erfordert viel Arbeit,
Dass ich wenig da bin.
Wie praktisch ist das,
Wenn man sich in der Beziehung nicht mehr gut fühlt?
Allerdings ist auch das ein Grund,
Warum Corona latent vorhandene Beziehungskonflikte wie ein Katalysator an eine immer schnellere Dynamik bringt und deutlich werden lässt.
Die Möglichkeiten der Kompensation brechen weg.
Wir sind weniger abgelenkt und mehr auf uns selbst zurückgeworfen.
Irgendwann,
Da beißt die Maus keinen Faden ab,
Müssen wir also den angestauten Ärger,
Den Frust und die Enttäuschung doch ansprechen,
Auch wenn es anstrengend ist.
Es rächt sich in jedem Falle,
Wenn wir warten,
Bis sich zwischen uns die Problemmüllsäcke des Lebens auftürmen.
Wir brauchen Mut zur Wahrheit in unseren Beziehungen,
Echte Gespräche und keine Angst vor Meinungsverschiedenheiten.
Den Beziehungsmüll gleich wegzuräumen ist anstrengend,
Ich weiß das.
Das ist aber auf lange Sicht gedacht der beste und einzige Weg,
Um den Beziehungsraum dauerhaft zu einem Ort zu machen,
An dem beide gerne emotional zu Hause sind und sich auch wohlfühlen.
Zusammenfassung.
Es ist nie zu spät,
Gelingende Paarkommunikation zu lernen.
Und es ist wichtig.
Denn in jeder,
Auch in einer neuen Beziehung,
Kommen wir irgendwann an einen Punkt,
An dem das erste Problem zwischen uns steht.
Und dann entscheiden wir,
Ob wir gemeinsam eine Lösung finden oder bald der erste Müllsack in unserem Beziehungsraum stehen bleibt,
Aus dem dann mit den Jahren ein unüberwindlicher Müllberg entstehen kann,
Der uns trennt.
Das Dilemma der Kommunikation.
Irene erzählt mir im Kennenlerngespräch,
Dass sie und ihr Freund Martin sich wirklich sehr viel Mühe geben,
Über ihre Beziehung zu sprechen.
Und die Themen,
Die sie beschäftigen,
Versuchen zu klären.
Aber wir kriegen es irgendwie nicht richtig hin,
Gibt Irene verzweifelt zu.
Es gibt immer wieder den Punkt,
An dem es einfach nicht weitergeht.
Ich spreche aus,
Was ich wirklich fühle.
Ich versuche es so gut wie möglich zu erklären und keine Anschuldigungen zu machen.
Trotzdem versteht Martin mich dann total falsch und fühlt sich angegriffen.
Schon streiten wir wieder.
Und am Ende muss ich auch noch heulen.
Ich weiß gar nicht richtig,
Was du von mir willst,
Sagt Martin in unserem Gespräch.
Am Ende läuft es doch dann immer darauf hinaus,
Dass ich alles falsch mache.
Da kann ich mich doch nur zur Wehr setzen.
Ich fühle mich überhaupt nicht verstanden.
Beide schauen ratlos rein.
Diese kleine Szene beschreibt etwas,
Das wir alle nur so gut kennen.
Das Dilemma der Kommunikation.
Die Tatsache,
Dass das,
Was wir denken und zum Ausdruck bringen wollen,
Nicht zwingend genau so bei unserem Gegenüber ankommt,
Also verstanden wird.
Im Gegenteil.
Es ist sehr wahrscheinlich,
Dass auf dem Weg zwischen Sender und Empfänger einer Nachricht einiges verloren geht oder umgedeutet wird.
Das Prinzip ist ungefähr das des Kinderspiels Stille Post.
Da der Austausch von Nachrichten zwischen mindestens zwei Menschen stattfindet,
Verändern deren verschiedene Wahrnehmungen der Situation ihre ganz individuellen Ansichten und Erfahrungen die Bedeutung des Gesagten so stark,
Dass sich der Inhalt dadurch verändern kann.
Ein super Beispiel,
Das wie aus einem Loriot-Sketch zu sein scheint,
Verwende ich sehr gerne.
Mir ist kalt,
Sagt die Frau zu ihrem Mann,
Als beide abends gemeinsam auf dem Sofa sitzen und zusammen fernsehen.
Der Mann schaut sie an,
Geht dann zum Thermometer und sieht nach.
Es sind 21 Grad,
Das ist nicht kalt.
Er setzt sich wieder hin.
Seine Frau sieht ihn enttäuscht an und macht ein trauriges Gesicht.
Was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht,
Fragt er sich und starrt in den Fernseher.
Ich bedeute ihm gar nichts,
Denkt die Frau,
Die sich eigentlich etwas Zuwendung oder ein Gespräch gewünscht hatte.
Beide fühlen sich unverstanden.
Ein typisches Kommunikationsmissgeschick,
Das uns allen andauernd passiert.
Um die Wahrscheinlichkeit des Verstandenwerdens und Verstehens zu erhöhen,
Ist es sinnvoll,
Als Sender der Nachricht davon auszugehen,
Dass die Missverständnisrate recht hoch ist und sich entsprechend genau auszudrücken oder zumindest es zu versuchen.
Niemand kann raten,
Was wir meinen,
Wenn wir es nicht oder nur ungenau sagen.
Während wir glauben,
Dass wir unsere Absicht beim Sprechen mittransportieren,
Lassen wir vieles davon weg.
So kommt mitunter nur ein Teil der eigentlich mitgedachten Botschaft an.
Wir lassen aus Versehen etwas weg.
Unser Gegenüber aber,
Der oder die es mitunter mit einer halben Botschaft zu tun hat,
Fügt jetzt zum Gehörten noch etwas hinzu,
Nämlich die eigene Interpretation des Gehörten.
Der Empfänger der Nachricht stellt eine Vermutung in seinem eigenen Kopf darüber an,
Was das Gesagte bedeuten soll.
Die Schwierigkeit dabei ist,
Die eigentliche Absicht des Senders kann von der Vermutung des Empfängers sehr weit entfernt sein,
So weit wie Mond und Sterne.
Das ist das Dilemma der Kommunikation.
Hervorragend erklärt ist das übrigens in den Büchern von Friedemann Schulz von Thun Miteinander reden.
Als Empfänger der Nachricht lohnt es sich deshalb nachzufragen,
Ob man sein Gegenüber überhaupt richtig verstanden hat.
Da wir alle ständig und immer Sender und Empfänger sind,
Brauchen wir beides,
Und genauso den Versuch,
Richtig zu verstehen.
Sonst führen wir das alte Drama auf,
Ich denke,
Dass du denkst,
Dass ich denke.
Es gibt ein Zitat des Kommunikationsforschers Konrad Lorenz,
Der uns dieses Prinzip deutlich vor Augen führt und der das Kommunikationsdilemma so zusammenfasst.
Gesagt ist noch nicht gehört.
Gehört ist noch nicht verstanden.
Verstanden ist noch nicht einverstanden.
Einverstanden ist noch nicht getan.
Und getan ist noch nicht beibehalten.
Dieser Satz,
Der muss so ein bisschen nachklingen und der hängt auch an der Tür zu meinem Beratungsraum als Erinnerungsstütze für meine Klienten und auch für mich selbst.
Übersetzt bedeutet das,
Was ich denke,
Sollte auch zum Ausdruck kommen.
Was ich sage und was mein Gegenüber hört,
Können zwei verschiedene Dinge sein.
Es gibt keine Garantie,
Dass ich verstanden werde und selbst wenn,
Muss mein Gegenüber nicht einverstanden sein mit meiner Meinung.
Zwischen einverstanden sein und danach handeln,
Ist ein weiterer Schritt notwendig.
Und erst wenn dieser wiederholt wird,
Tritt Beständigkeit ein.
Wenn wir uns im Miteinander unserer Beziehungen an diesem Modell orientieren könnten,
Wäre vieles einfacher in Sachen Kommunikation.
Alltagskommunikation versus Deep Talk Es gibt viele Gründe,
Warum Beziehungen scheitern.
Na klar,
Aber wie gesagt,
Einer der wichtigsten ist die Art und Weise,
Wie Paare miteinander kommunizieren.
Stell dir mal vor,
Du gehst in ein Restaurant,
Also in Nicht-Corona-Zeiten und du beobachtest die Paare an den Nebentischen.
Woran erkennst du die Paare,
Die schon lange zusammen sind?
Genau,
Diese Paare reden nicht mehr miteinander.
Sie sind irgendwie verstummt oder sprachlos geworden oder sie reden nur über Belanglosigkeiten oder Funktionales,
Nur nicht über sich,
Ihre Gefühle,
Ihre Wünsche und Bedürfnisse oder ihre Beziehung.
Man sieht das an einer Art gepflegter Langeweile.
Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel.
Paare,
Die erst seit kurzem zusammen sind,
Suchen dagegen den Augenkontakt.
Sie berühren sich,
Sie lachen und sie haben sich jede Menge zu erzählen.
Klar,
Das war in deiner Beziehung in der Verliebtheitsphase sicher auch so.
Und es ist nur verständlich,
Dass das pausenlose Interesse am anderen nachlässt,
Sobald man sich besser kennt.
Aber muss das heißen,
Dass man sich gar nichts mehr zu sagen hat?
Nein.
Ich habe den Satz schon gesagt,
Aber ich wiederhole ihn nochmal.
Ein Paar,
Das nicht miteinander spricht,
Verlernt sich kennen.
Sicher gibt es viele Dinge,
Die man jeden Tag mit dem Partner zu besprechen hat.
Wer den Geschirrspüler ausräumt,
Wer die Kinder zum Training fährt,
Oder wohin das nächste Mal in den Urlaub gefahren werden soll.
Aber das sind nur rein sachliche,
Organisatorische Themen.
Sie sagen nichts über die beiden Menschen selbst aus und deren innere Befindlichkeit.
Deshalb lohnt es sich,
In Langzeitbeziehungen mal ganz ernsthaft zu hinterfragen.
Wann habt ihr das letzte Mal von euch selbst gesprochen?
Von euren Wünschen,
Zielen und Träumen?
Von all dem,
Was euch tief innen bewegt,
Was euch begeistert,
Interessiert oder auch verletzt?
Wann hast du dir das letzte Mal wirklich Zeit genommen,
Deinem Partner oder deiner Partnerin genau zuzuhören?
Ihn oder sie zu fragen,
Wie es ihm oder ihr jetzt in diesem Moment wirklich geht?
Und wann habt ihr das letzte Mal über eure Beziehung gesprochen?
Ich meine wirklich,
Die Gefühle füreinander,
Wie ihr über die Beziehung denkt,
Was euch freut oder ärgert,
Was ihr wünscht,
Welche Bedürfnisse ihr habt.
Wann habt ihr das letzte Mal über Sex gesprochen?
Das ist Deep Talk,
Eine Art Offenheit,
Die echte Verbindung und Nähe schafft.
Vielleicht denkst du jetzt,
Ach was,
Ich kenn doch meine Frau oder meinen Mann auswendig,
Nach all den Jahren.
Ich weiß genau,
Was er denkt oder fühlt.
Was soll man da nach groß reden?
Genau das ist eine der größten Gefühle,
Die man hat,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht.
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
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Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
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Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
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Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin über die Beziehung spricht,
Wenn man mit einer Partnerin
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