
Körper-Kontemplation: Die 5 äußeren Körper-Objekte Panca Kammatthana
Körper Kontemplation - die 5 äusseren Körper Objekte Panca Kammatthana. Satipatthana Vipassana (Mahasi Sayadaw Style) and other techniques taught by the Buddha.
Transkription
Dann machen wir wieder so eine Körperbetrachtung.
Seid erst entspannt in der Position.
Seid euch bewusst,
Wie ihr sitzt.
Und dann schauen wir uns nochmal die fünf äußeren Objekte an.
Die sogenannten Panchakamattana.
Also die fünf äußeren Körperobjekte.
Die heißen so,
Weil man sie leichter sehen kann,
Weil sie eben äußerlich sind.
Die Haare am Kopf,
Die Haare,
Die am ganzen Körper wachsen,
Also Körperhaar.
Die Nägel von Fingern und Zähnen.
Die Zähne und die Haut.
Also jeder Mönch und auch eine Bhikkhuni,
Wenn die Ordination haben,
Dann bekommen sie diese fünf Objekte vom Mönch,
Der sie ordiniert.
Das ist sozusagen die erste Meditationsinstruktion,
Die ein Mönch und eine Bhikkhuni bekommen.
Der sagt ihnen,
Die müssen diese fünf Objekte durchgehen.
Von vorne nach hinten,
Also anfangen mit Kopfhaar,
Körperhaar,
Nägel,
Zähne,
Haut und dann zurück Haut,
Zähne,
Nägel,
Körperhaar und Kopfhaar.
Heißt in Bali,
Kesa,
Loma,
Naga,
Danta und Tacho.
Also diese fünf Objekte.
Wir beginnen mit Kopfhaar.
Also versucht euch eure Kopfhaare vorzustellen,
Wie sie ausschauen.
Welche Farbe,
Welche Form sie haben,
Welche Konsistenz sind Haare.
Wie kurz oder lang sind sie.
Versucht zu sehen,
Wie sie aus der Kopfhaut wachsen.
Wenn man da genauer hinschauen würde,
Kann man so ein Haar sehen,
Das da aus der Haut wächst und begrenzt ist es durch die Kopfhaut.
Dann wächst da das nächste Haar aus.
Versucht es zu sehen.
Ihr kennt eure Haare,
Ihr habt sie im Spiegel gesehen,
Nehmt einfach die Erinnerung her.
Und wenn man das öfter übt,
Dann wird es wirklich ein klares Bild.
Seid euch der Vergänglichkeit bewusst.
Was ist,
Wenn ihr die Haare nicht wascht,
Nicht bürstet,
Nicht pflegt.
Dann werden sie fettig und haben unangenehmen Geruch,
Werden filzig.
Es sind nur schön und überhaupt erträglich,
Wenn man sich drum kümmert,
Wenn man sie pflegt.
Man findet die Haare schön,
Es ist irgendwo ein Schönheitssymbol.
Darum haben die Mönche und Nonnen auch keine Haare,
Um da nicht dran zu haften.
Aber sie sind nur so lang schön,
Wie sie da eben am Kopf wachsen.
Wenn ein Haar ausfällt und dann in der Suppe liegt,
Dann ist es nicht mehr schön.
Es ist ekelig.
Vergänglichkeit der Haare sieht man auch im Laufe des Lebens.
Also wenn man Baby ist,
Neu geboren,
Hat man meist nicht sehr viele Haare.
Oder ganz feines Haar.
Oft auch eine andere Farbe,
Als wenn man dann erwachsen wird.
Die Farbe ändert sich,
Das Haar wächst,
Wird voller.
Und wenn man älter wird,
Wird es wieder dünner,
Man verliert mehr Haare und man verliert die Farbe.
Sie werden grau oder weiß,
Sind eben vergänglich.
Zeigt die Vergänglichkeit.
Dann geht zu den Augenbrauen weiter und versucht eure Augenbrauen zu sehen.
Welche Farbe,
Welche Form haben sie,
Welche Länge.
Und seid euch bewusst,
Es ist im Körper.
Was ihr seht,
Ist euer Körper.
Es ist nicht irgendwo außerhalb.
Dann geht zu den Wimpern weiter,
Versucht eure Wimpern zu sehen.
In den oberen Augenlidern sind sie länger,
In den unteren sind sie kürzer.
Das ist auch Körperhaar.
Körperhaare,
Die da eben aus den Lidern,
Augenlidern wachsen.
Geht weiter zur Nase.
Spürt den Atem,
Wie er ein- und ausfließt.
Kühler Luftstrom beim Einatmen.
Es fühlt sich ein bisschen warm aus beim Ausatmen.
Und in der Nase sind auch Haare,
Körperhaare.
Vielleicht könnt ihr die ein bisschen spüren beim Atmen.
Dann gehen wir weiter in den Mund.
Versuchen die Zähne zu sehen,
Die da im Mund aus dem Zahnfleisch wachsen.
Welche Farbe haben die Zähne?
Welche Form?
Jeder Zahn hat so ein bisschen eine andere Form.
Vielleicht könnt ihr auch nur einen Zahn sehen,
Weil der eine besondere Form hat.
Ist auch okay.
Die Zähne sind begrenzt durch das Zahnfleisch.
Versucht den Unterschied zwischen Zahnfleisch und Zahn zu sehen.
Verschiedene Substanzen,
Verschiedene Farben.
Und wir wissen auch da wieder,
Wie die Vergänglichkeit arbeitet.
Als neu geborenes Baby hat man keine Zähne.
Nach ca.
6 Monaten bekommt man die erste Milchzähne.
Nach ein paar Jahren verliert man die dann und es kommen die zweiten Zähne.
Und jetzt haben von euch ein paar auch schon die dritte Zähne oder ein oder zwei dritte Zähne.
Weil sie vergänglich sind,
Weil sie sich verändern,
Weil sie schlecht werden.
Manche haben eine Füllung,
Weil da ein Loch war.
Das ist ganz normal,
Das ist die Natur des Körpers.
Es ist vergänglich,
Verändert sich dauernd.
Wenn man sie nicht jeden Tag wieder pflegt,
Bürstet,
Säubert,
Dann werden die Zähne auch sehr leidhaft,
Werden eben schlecht.
Wir können faulen,
Man muss sie ziehen.
Alles schmerzhaft,
Alles leiden.
Dann gehen wir weiter.
Außenmund,
Unter Hals,
Schultern,
Arme,
Zu den Händen und Fingern.
Und versuchen die Nägel zu sehen,
Also die Fingernägel.
Wie sie da aus der Haut an den Fingern wachsen.
Welche Substanz sind diese Fingernägel?
Welche Form haben sie?
Welche Farbe?
So leicht rosa,
Lila Farben und weißer Halbmund an den Wurzeln der Nägel.
Und auch die muss man pflegen,
Maniküren,
Säubern,
Schneiden,
Sonst wird es auch leidhaft.
Schmutz sammelt sich unter den Nägeln an.
Da muss man sie säubern und eben auch schneiden.
Die jungen Mädchen finden sie schön und bemalen sie.
Aber sie sind halt nur schön,
Solange sie wirklich auch am Körper sind.
Wenn so ein Nagel bricht und dann am Esstisch liegt,
Dann ist es was Scheußliches.
Also es ist halt nichts Angenehmes,
Nichts was Schönes.
Unter den Händen habt ihr die Füße und geht da zu den Zehennägeln.
Versucht die Zehennägel zu sehen,
Wie sie da aus der Haut an den Zehen wachsen.
Ein bisschen härtere Substanz als die Fingernägel.
Andere Form ist die Farbe.
Auch da ist es nötig sich darum zu kümmern,
Weil sie sich verändern.
Sie wachsen,
Man muss sie schneiden,
Pediküren.
Dann seht ihr,
Dass jeder einzelne Zeh in so ein Hautsäckchen eingepackt ist.
Wir versuchen die Haut zu sehen.
Auch eins der fünf äußeren Objekte.
Sie umhüllt auch die ganzen Fußsohlen,
Fersen,
Fußrücken,
Wie Socken.
Sie umhüllt die Unterschenkel.
Versucht die Haut zu sehen.
Die Knie,
Die Oberschenkel,
Den Unterkörper,
Das Gesäß.
Die Haut umhüllt den Bauch,
Den Rücken,
Die Brust,
Die Schultern,
Arme,
Die Hände und Finger.
Wie Handschuhe,
Die da in der Haut stecken.
Die Hände stecken in den Handschuhen.
Die Haut umhüllt den Hals und den ganzen Schädel.
Der ganze Körper ist umhüllt von diesem Hautsack.
Dieser Hautsack hat neun Löcher,
Größere Löcher,
Wo dann alles Mühe aus dem Körper wieder rauskommt,
Was nicht unbedingt appetitlich ist.
Das ist ganz normal.
Wenn man etwas reinsteckt in diesen Hautsack,
Muss es auch wieder irgendwo rauskommen.
Das kommt auch aus den Poren,
Fett,
Schweiß.
Darum muss die Haut auch dauernd gepflegt werden,
Gewaschen werden.
Sonst stinkt sie.
Weil der Körper eigentlich dauernd so ein bisschen am Verrotten ist.
Die wahre Natur des Körpers ist von Geburt an dauernd sich am Verändern.
Dauernd stirbt irgendwas ab im Körper und wird eben dann ausgeschieden.
Da ist auch nichts falsch dran,
Das ist die Natur,
So ist es halt.
Nur sehen wir das nicht gern,
Wir schauen uns das nicht an.
Wir versuchen den Körper zu verschönern und denken,
Es sieht gut aus,
Riecht gut.
Aber das ist eine Dauerarbeit.
Das sind immer nur Momente,
Die ihr dann wirklich sauber ist.
Wenn ihr ein neues,
Frisch gewaschenes Kleid hernehmt und es anzieht,
Nach einer Weile ist es schmutzig,
Hat einen unangenehmen Geruch.
Woher kommt es?
Es kommt nicht vom Kleid,
Es kommt vom Körper.
Weil das frisch gewaschene Gewand eben mit dem Körper in Verbindung kommt oder in Berührung kommt,
Wird es eben schmutzig.
Es soll nicht eine negative Stimmung geben,
Sondern es ist gut,
Wenn wir uns dessen mehr bewusst sind.
Weil es hilft,
Da mehr loszulassen,
Zu akzeptieren,
Dass dieser Körper vergänglich ist,
Sich dauernd verändert,
Irgendwann alt wird,
Krank wird und eben auch stirbt.
Den können wir halt nicht entgehen,
Es ist Natur.
Und das anders haben zu wollen,
Ist,
Als ob wir gegen die Natur arbeiten würden.
Das ist nicht richtig,
Führt zu Leiden,
Ist unsinnig.
Spürt euch wieder in der Position,
Wie ihr gerade sitzt.
Spürt auch ins Herz hinein,
In den Geist.
Wie fühlt der sich?
Was löst das aus,
So eine Körperkontemplation zu machen?
Ist da Aversion im Geist oder ist der Geist neutral?
Ist er ruhig und klar oder eher noch unruhig?
Überprüft das immer,
Bevor er rauskommt aus der Konzentration.
Und dann kommt langsam,
Wacht es an,
Wieder raus aus der Konzentration.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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