Lektion 1
Die Zeit verlangsamen
„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“ (George Orwell)
Wie oft denken wir uns „Ich habe keine Zeit“? Dabei haben wir gar keinen Sinn für Zeit, wir können sie nicht riechen oder ertasten, unser Gehirn kreiert sie vielmehr. Wie schnell oder langsam die Zeit für uns vergeht, hängt davon ab, wie bewusst wir sie erleben und wie vielen Reizen wir ausgesetzt sind. Und in der Tat, wir können die Zeit verlangsamen! Denn unser Zeitempfinden hängt eng mit unserer Körperwahrnehmung zusammen. Dies ist gleichzeitig eines der Grundprinzipien der Meditation in der wir durch das Ausblenden äußerer Reize bewusst wahrnehmen, was in unserem Inneren geschieht.
Lektion 2
Zeit bewusst gestalten
Natürlich ist vieles in unserem Alltag von Verpflichtungen bestimmt. Aber wir haben einen gewissen Gestaltungsspielraum und können entscheiden, wie wir zumindest einen Teil der 1440 Minuten unseres Tages verbringen. Um das Gefühl der rennenden Zeit loszuwerden, kannst du folgendes ausprobieren: Analysiere, womit du deine Zeit verbringst und versuche, dir Inseln im Alltag zu schaffen, in denen Du nicht fremdbestimmt bist. Vor allem der Morgen eignet sich dafür. Ein Start mit Meditation statt Social Media gibt dem gesamten Tag eine andere Qualität. Versuche dann im Verlauf des Tages, Deine Aufgaben nacheinander abzuarbeiten. Idealerweise schaffst du dir Intervalle von 25 Minuten, in denen du sich ungestört einer einzigen Aufgabe widmest.
Lektion 3
Zeit für das Wesentliche
Oft verbringen wir wenig Zeit mit den Aktivitäten, die uns tatsächlich wichtig sind, und viel Zeit damit, viel zu tun zu haben. Um das Gefühl des permanenten Zeitdrucks loszuwerden, hilft folgender Leitspruch "Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegenbleiben soll." (Helmut Nahr). Oder anders herum: sich auf das zu konzentrieren, was am wichtigsten ist, und dieses umzusetzen. Dabei hilft die sogenannte „Eat the frog“–Methode. Die begleitende Meditation soll Dich dabei unterstützen, festzulegen, was Dir heute wichtig ist.
Lektion 4
Deine Zeit im Blick
Wie behältst du den Überblick über deine Aufgaben? Hast Du eine ellenlange To-Do-Liste? Eine gute Methode für mehr Überblick und Produktivität ist, diese Listen aufzugeben und stattdessen einen gut gepflegten Kalender zur Aufgabenübersicht zu verwenden. Zusammengenommen helfen Dir die Schritte der dritten und vierten Lektion, bewusster mit Deiner Zeit umzugehen, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Du erhälst ein Gefühl von Kontrolle über Deine Zeit. Genau so wichtig ist es, regelmäßig Pausen zu machen und darauf zu achten, dass genügend Energie zu haben. In der begleitenden Meditation lernst Du eine Atemübung, die es Dir ermöglicht, in kurzen Auszeiten Energie zu tanken.
Lektion 5
Manage nicht Deine Zeit, manage Deine Energie!
Wie sehr bestimmt Dich der Blick auf die Uhr? Wir sind manchmal so auf die Dinge fokussiert, die wir erledigen müssen, dass es passieren kann, dass wir die Lebensfreude aus den Augen verlieren. Daher möchte ich Dir ans Herz legen, nicht Deine Zeit, sondern Deine Energie zu planen. Was macht dich glücklich, womit tankst du auf? Jay Shetty weist in seinem Buch “Think like a monk” darauf hin, sich Zeit für TIME zu nehmen (T steht für Thankfuless bzw. Dankbarkeit, I für Insight/neue Erkenntnis und Lernen, M für Meditation und E für Exercise/Bewegung). Dies sind Aktivitäten, die uns auf längere Sicht Ruhe, Zufriedenheit und Gesundheit bringen.