
Rosalie (Dornröschen) | Meditation & Märchen
Meditative Abendroutine & klassische Märchenerzählung zum Einschlafen. Eine entspannende und klassisch inspirierte Märchenerzählung in sanfter Sprache, liebevoll neu erzählt, frei nach den Brüdern Grimm. Für innere Ruhe und einen besseren Schlaf. Was im Märchen passiert: Beim großen Fest zu Rosalies Geburt erscheint eine ungeladene Fee und spricht einen folgenschweren Fluch aus. An ihrem 16. Geburtstag fallen sie und mit ihr das ganze Schloss in einen hundertjährigen Schlaf. Wie bei meinen Einschlafgeschichten üblich, kannst Du sicher sein: Auch diesmal geht alles gut aus, sodass Du jederzeit beruhigt einschlafen kannst. Lasse den Tag ruhig und entspannt ausklingen und komme mit den Geschichten der Märchentante auf positive Gedanken. Sanfte Musik und Klänge begleiten die Folge – geeignet für Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Abendliche Entspannung für Körper und Geist.
Transkription
Rosalie.
Meditative Abendentspannung und eine Geschichte aus meinem Märchenbuch.
Wenn du möchtest,
Dann.
Bring nochmal ein bisschen Bewegung in deinen Körper.
Strecke und strecke dich!
Und atme dabei tief ein und aus.
Möglicherweise überkommt dich dabei ein Gähnen.
Oder ein tiefer und entspannender Seufzer.
Nimm noch zwei,
Drei weitere tiefe Atemzüge.
Und lasse dann Ruhe einkehren.
In eine bequeme Position.
Und schliesse,
Wenn nicht schon getan.
Deine Augen.
Spüre,
Wie deine Augenlider immer schwerer und schwerer werden.
Wie dein Körper.
Immer entspannter.
In die Matratze sinkt.
Es gibt jetzt nichts mehr zu tun.
Außer zu entspannen.
Dein Tag darf nun leise und gemütlich ausklingen.
Und vielleicht möchtest du innerlich noch einmal auf den heutigen Tag zurückschauen.
Ohne zu bewerten.
Schau mal.
Welche Momente dir spontan in den Sinn kommen.
Was hast du heute erlebt?
Was war dir heute wichtig?
Ab jetzt?
Eine Minute.
Für deine Bilder.
Des heutigen Tages.
Dann sammle jetzt nochmal mindestens drei Dinge zusammen.
Für die du heute besonders dankbar bist.
Demnochmal.
Einen etwas tieferen Atemzug ein.
Und lasse mit dem Ausatmen.
Die Gedanken an den Tag los.
Lasse deinen Atem jetzt ganz natürlich,
Ganz ruhig ein- und ausströmen.
Spüre wieder den Oberkörper.
Sich ganz sandbar.
Mit jedem Atemzug heben.
Und senkt.
Copyright WDR 2021 Stelle dir vor,
Wie du immer tiefer,
Angenehm schwer.
In deine Matratze singst.
Eine weiche,
Warme Entspannung.
Breitet sich in dir aus.
Du darfst loslassen.
Spüre,
Wie deine Füße immer schwerer werden.
Eine Beine.
Die dich durch den ganzen Tag getragen haben.
Immer mehr entspannen.
Auch dein Becken.
Ein Paar hoch.
Dein Oberkörper.
Immer ruhiger.
Vielleicht spürst du deinen Herzschlag.
Das bist du.
Hier und jetzt.
Und wenn du möchtest.
Dann denke dir bei jedem Einatmen.
Das Wort Ich.
Und bei jedem Ausatmen.
Das Wort bin.
Und es darf sich gut anfühlen.
Du zu sein.
Wertvoll.
Einzigartig.
Geborgen.
Und beschützt.
Und während dein Körper immer mehr entspannt.
Mein Geist immer mehr zur Ruhe kommt.
Passieren Regeneration.
Und Heilung.
Die Dinge.
Dürfen sich zu deinem Wohl.
Und zu deinem Besten entwickeln.
Und vielleicht.
.
.
Möchtest du dir vor heute Nacht etwas wünschen?
Einen Wunsch mit in den Schlaf,
Mit in deine Träume geben.
Ein Wort vielleicht?
Ein Bild,
Ein Gefühl?
Schau mal!
Was spontan in dir aufkommt.
Lasse den Wunsch los.
In Vertrauen und mit dem Gedanken,
Dass alles gut wird.
Möglicherweise spürst du schon,
Wie sich ein wunderbares Gefühl der Müdigkeit Schläfrigkeit in dir ausbreitet.
Du darfst jederzeit einfach einschlafen.
Ab jetzt?
Oder gleich während oder nach der Geschichte.
Ist ganz egal.
So wie es sich heute ergibt.
So gibt es sich eben.
Und ich nehme dich jetzt mit.
Auf die Reise.
Ins Schöne dann.
Der Märchen.
Es war einmal ein Königreich.
Stille.
Und friedlich gelegen.
Zwischen sanften Hügeln.
Und klaren Flüssen.
Lebten eine Königin und ein König.
Die sich seit Langem ein Kind wünschten.
Viele Jahre warteten sie.
Und ihre Hoffnung.
War schon im Begriff.
Sich in Trauer.
Und Enttäuschung zu wandeln.
Doch dann?
Eines schönen Morgens.
Spürte die Königin,
Wie ein neues Leben in ihr wuchs.
Das Leuchten kehrte in ihre Augen zurück.
Und der König,
Der sonst eher wortkarg in seinen Sorgen war,
Lächelte,
Ob dieser frohen Kunde.
Als hielt er das Glück selbst in den Händen.
Als das Kind zur Welt kam?
Ein Mädchen.
Mit Wangen so rosig wie die ersten Morgenstrahlen nannten sie es Rosalie.
Zur Taufe veranstalteten sie ein großes Fest.
Und die weisen Feen,
Die jenseits der sieben waldbedeckten Berge lebten.
Waren eingeladen.
Es waren ihre dreizehn.
Doch im Schloss gab es nur zwölf goldene Teller und Tassen.
Und so.
Musste eine von ihnen ungebeten bleiben.
Die Taufe,
Wurde an einem wundervoll sonnigen Tag im Mai gefeiert.
Die anwesenden zwölf Feen?
Brachten dem Kind ihre Gaben und Wünsche.
Eine.
Nach der anderen da.
Schön sollst du sein,
Wie dieser Tag im Mai.
Sie soll klug sein.
Wie die alte Eule im Silberbaum.
Ein Herz soll sie haben,
Das nie verlernt zu staunen.
Stark im Mitgefühl möge sie sein.
Auch wenn es schwer fällt.
Sie soll eine Stimme haben,
Die andere tröstet.
Und ein Lachen.
Das selbst den trübsten Tag erhält.
Sie möge Geduld für Dinge haben,
Die wachsen wollen.
Einen wachen Blick.
Für das Verborgene.
Fantasie soll sie haben,
Die farbenfroh und weit ist.
Und den Mut.
Das Herz offen zu halten.
Ein Gespür,
Für das Schöne im Stillen möge sie haben und nutzen.
Die elfte Fee hatte gerade ihre Gaben gegeben.
Da erschien eine dunkle Gestalt im Raum.
Es war die 13.
Fee,
Die nicht eingeladen worden war.
Gekränkt und stolz trat sie vor.
Ihre Stimme.
War kalt wie der Nebel.
An ihrem 16.
Geburtstag soll sie sich an einer Spindel stechen und sterben.
Rauschte sie aus dem Raum heraus.
Wie sie gekommen war.
Die Gäste verstummten.
Ein kalter Schauer lief ihnen über den Rücken.
Und die arme Königin.
Bei einer Ohnmacht nahe.
Doch die Zwölfte der guten Feen hatte ihren Wunsch für die Prinzessin noch nicht ausgesprochen.
Sie trat vor und sprach bestimmt.
Sterben soll sie nicht,
Nein,
Nur schlafen.
100 Jahre lang.
Tief.
Und ohne Schmerz.
Der König,
Ließ in den folgenden Tagen alle Spindeln und Spinnräder im Reich verbrennen.
Niemand sprach mehr von dem Fluchen.
Und das Ereignis.
War bald vergessen.
Rosalie wuchs heran.
Fröhlich verträumt.
Gut Herzig!
Und mit einem Lachen.
Dass jedermann erfreute.
Doch dann .
.
.
Kam ihr 16.
Geburtstag.
Am Morgen dieses Tages.
War Rosalie schon sehr früh aufgewacht.
Ein Gefühl von Neugier und Leichtigkeit.
Lag in der Luft.
Als wollte der Tag ihr etwas ganz Besonderes zeigen.
Sie streifte.
Nur mit ihrem Nachthemd bekleidet.
Durch die langen Flure des Schlosses.
Und betrachtete alles mit einer ganz besonderen Aufmerksamkeit und Neugier.
So trat sie durch Türen,
Die sie noch nie beachtet hatte.
Und stieg schließlich.
Die schmale Treppe.
Eines alten Turmes empor.
Deren Stufen unter ihren Schritten knarten.
Oben angekommen?
Öffnete sie eine schwarze,
Eisenbeschlagene Tür.
Dahinter.
Saß eine Frau.
Mit silbernem Haar.
Die Hände voller Fäden.
Vor ihr.
Drehte sich langsam ein Spinnrad.
Guten Tag,
Was machen Sie da?
Fragte Rosalie höflich.
Die Alte blickte auf.
Und lächelte.
Komm nur näher,
Mein Kind.
Siehst du,
Ich spinne Wolle zu Fäden.
Rosa Litrat näher.
Fasziniert vom leisen Surren des Spinnrads.
Ich habe sowas noch nie gesehen.
Sagte sie.
Wie sich das Rad dreht.
Es sieht aus,
Als würde es tanzen.
Und was ist das für ein munteres Teilchen?
Es springt ja fast!
Die alte Nekte langsam.
Das?
Ist die Spindel.
Auf sie wird der neue Faden gerollt.
Es benötigt allerdings etwas Geschick.
Willst du es versuchen?
Oh ja,
Bitte.
Lustig sieht es aus.
Sagte Rosalie begeistert.
Und rat neugierig an das Spinnrad heran.
Sie streckte ihre Hand aus?
Und in dem Moment?
Als ihre Fingerspitze die Spindel berührte.
Geschah es.
Sie stach sich leicht in den Finger.
Ein Flattern ihres Atems.
Und schon sank sie nieder auf den Boden.
Im selben Moment?
Wurde alles im Schloss still.
Die Schlossköchin hielt mitten im Abschmecken inne.
Der kleine Küchenjunge.
Schlief auf einem Mehlsack ein.
Der Gärtner.
Er starrte mit einer Rose in der Hand.
Die Wachen.
Stiefel im Stehen Und der Hofnarr,
Der gerade zu einem Witz ansetzen wollte,
Lächelte stumm im Schlaf.
Eine Hofdame mit ihrem Seidenfächer.
Sank neben einem einfachen Bediensteten.
Auf ein edles Kanapé.
Auch die Hunde schlummerten friedlich.
Als hätte jemand ihnen ein Schlaflied vorgesungen.
Katzen lagen vor ihren warmen Feuerstellen zusammengerollt.
Und schnurrten sich.
In einen tiefen Traum hinein.
Alle Menschen und alle Tiere am Hof schliefen.
Sanft.
Und ruhig.
Die Sonne ging weiter auf und unter.
Doch im Schloss stand die Zeit still.
Selbst die Pflanzen hielten inne,
So wie sie waren.
Nua die Rosenhecke.
Um das Schloss herum.
Wuchs.
Und rangte sich mehr und mehr.
Übermauern.
Fenster.
Und Tore.
Viele Jahre vergingen.
Dann Jahrzehnte.
Die Geschichte von der Prinzessin Rosalie.
Wurde zu einer Legende.
Die Legende?
Von Dornröschen.
Die Alten erzählten,
Dass derjenige,
Der es vermochte,
Die Prinzessin mit einem Kuss aufzuwecken.
Dornröschen und den ganzen Hof erlösen könne.
Viele Ritter kamen und versuchten ihr Glück.
Doch sie scheiterten.
An der dichten Rosenhecke.
Doch eines Tages.
Kam ein junger Prinz.
Mit gutem Herzen angeritten.
Es war auf den Tag genau hundert Jahre her.
Seit Rosalie in ihren tiefen Schlaf gefallen war.
Der Prinz?
Hatte von der Geschichte gehört.
Aber .
.
.
Es war weder Ruhm noch Abenteuerlust,
Die ihn trieb.
Sondern eine Stimme?
Die aus seinem Innersten kam.
Leise,
Und doch klar.
Als er die gewaltige Rosenhecke erreichte,
Öffneten sich die Zweige wie von selbst.
Vögel flogen neben ihm her.
Und die Sonne?
Die sich eben noch hinter dunklen Wolken versteckt hatte.
Schienen und hell.
Und warm.
Auf ihn herab.
Er fand Dornröschen,
So wie es die Legende besagte,
Im Turmzimmer.
Sie lag neben dem Spinnrad.
Und schlief.
Reise.
Trat der Prinz zu ihr heran.
Und betrachtete sie.
Dann beugte er sich vorsichtig zu ihr,
Küsste sie sanft.
Rosalie erwachte.
In dem Augenblick.
Als sie ihre Augen öffnete.
Er wachte mit ihr.
Das ganze Schloss.
Aus seinem hundertjährigen Schlaf.
Der Bäcker schreckte auf.
Das Brot sprang aus dem Ofen.
Die Tauben flogen hoch.
Die Diener lachten.
Uhren begannen wieder zu schlagen.
Die Hunde,
Wedelten mit ihren Schwänzen und liefen den Katzen hinterher.
Und Röschen aber.
Sah dem Prinzen vertraut an.
Als hätte sie gerade von ihm geträumt.
Und sie verliebten sich.
Mit dem ersten Augenblick ineinander.
Sie nahm ihn bei der Hand und führte ihn zu ihren Eltern.
Vor Freude fielen sich alle in die Arme.
Die Köchin,
Den Gärtner.
Der Hof nah dem Wächter.
Er selbst die Katze,
Schlug einen Haken und sprang dem Hund ganz aufgeregt auf den Rücken.
Schon bald wurde die Hochzeit vorbereitet und dauerte sieben Tage und Nächte lang.
Diesmal wurde auch daran gedacht,
Genug Geschirr zu besorgen.
Sodass alle 13 Feen eingeladen werden konnten.
Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen,
Manche zu Fuß.
Andere auf dem Wind reitend.
Und jede brachte ihren Segen und zauberhafte Geschenke mit.
Rosalie und ihr Prinz lebten in Glück und Frieden.
Wenn sie nicht gestorben sind?
So leben sie.
Auch heute noch.
Und dir?
Wünsche ich einen tiefen.
.
.
Und erholsam im Schlaf.
Und schöne Träume.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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