
Denkpause: Menschlich Verbunden
by Kai Meinig
Fühlst du dich oft abgetrennt in einer Welt voller Unterschiede? Diese Meditation zeigt dir, dass du nicht allein bist. Entdecke die Verbindung, die uns als Menschen vereint - jenseits von Herkunft oder Glauben. Übe, die Grenzen zwischen dir und anderen aufzulösen. So entsteht natürlich Mitgefühl. Du lernst, gelassener auf Konflikte zu reagieren und inspirierst andere durch Freundlichkeit. Erlebe, wie deine Praxis zu mehr Harmonie beiträgt - in deinem Umfeld und darüber hinaus.
Transkription
Hi,
Ich bin Kai und ich freue mich,
Dass du bei der Denkpause dabei bist.
Wir leben in einer hochindividualisierten Welt.
Überall geht es um Unterschiede und Einzigartigkeit.
Unser Alltag ist zumeist geprägt von Abgrenzungen und Wettbewerb.
Auf der Arbeit kämpfen wir um Anerkennung,
In sozialen Medien um Aufmerksamkeit.
Und in der Freizeit dreht sich alles darum,
Wer die cooleren Hobbys oder den gesünderen Lifestyle hat.
Angetrieben durch den Wunsch nach Abgrenzung erleben wir uns schnell als einzigartig,
Sei es als der geilste Typ oder der größte Versager.
Dadurch fühlen wir uns aber meist abgetrennt und allein,
Während wir uns tief in uns nach echten Verbindungen und einem Gefühl der Zugehörigkeit sehnen.
Viele glauben,
Dass Meditation diese Individualisierung noch verstärkt.
Immerhin sitzen wir allein auf dem Sitzkissen und kümmern uns um den eigenen Geist.
Was hat das mit Verbindung zu tun?
Doch Meditation bedeutet nicht Rückzug oder Abgrenzung von der Welt.
Das Gegenteil ist wahr.
Meditieren wir geschickt und regelmäßig,
Können wir in der Stille die grundlegende Einheit alles Lebens erkennen.
Die scheinbaren Grenzen zwischen uns und anderen lösen sich auf.
Uns wird bewusster,
Dass wir jenseits von Herkunft,
Kultur oder Glauben alle die gleiche menschliche Erfahrung teilen.
Wir alle hoffen,
Fürchten,
Lieben oder leiden.
Diese Einsicht kann Dein Leben tiefgründig verändern.
Statt Dich abgeschnitten zu erleben,
Fühlst Du Dich verbundener und Mitgefühl entsteht ganz natürlich.
Du verstehst Dich selbst besser,
Hast eine breitere Perspektive und reagierst dadurch gelassener auf Konflikte.
Deine Freundlichkeit wiederum inspiriert andere Menschen und sorgt so für einen Domino-Effekt an Freundlichkeit und Mitgefühl.
So kannst Du Dich durch Deine Praxis nicht nur verbundener fühlen,
Sondern gleichzeitig zu mehr Harmonie und Frieden beitragen,
In Deinem Umfeld und darüber hinaus.
Und am Ende steht ganz klar fest,
Das coolste Hobby ist natürlich Meditation.
Lass uns nun gemeinsam meditieren.
Schaff Dir dafür einen Zeitraum,
In dem Du ungestört bist und Dich wohlfühlst.
Du darfst es Dir bequem machen.
Sitze entspannt,
Aber gleichzeitig aufrecht.
Und wenn Du soweit bist,
Beginne mit ein paar tiefen Atemzügen.
Ein durch die Nase,
Aus durch den Mund.
Mit der passenden Ausatmung schließe sanft die Augen oder richte sie auf einen Punkt vor Dir.
Spüre den Kontakt zur Unterlage.
Du darfst Dich neugierig fragen,
Wie sich Dein Gewicht bemerkbar macht.
Nimm Geräusche wahr.
Ohne angestrengt zu hören,
Darfst Du lauschen.
Was dringt an Dein Ohr?
Was auch immer auftaucht,
Alles ist eingeladen,
Mit Dir Platz zu nehmen.
Du musst nichts loswerden,
Brauchst nichts verändern.
Und wenn Du soweit bist,
Bringe die Aufmerksamkeit nun zum Atem.
Wo spürst Du den Atem am deutlichsten?
Vielleicht in der Brust,
Im Bauch oder an den Nasenöffnungen?
Falls es Dir schwerfällt,
Die Atmung zu spüren,
Kannst Du gerne eine Hand auf den Bauch legen,
Um sie deutlicher wahrzunehmen.
Ganz gleich,
Wie der Atem fließt,
Es geht nicht darum,
Etwas zu verändern,
Den Atem zu steuern.
Lass ihn in seinem Rhythmus fließen.
Wähle nun den Bereich,
In welchem Du die Atmung am deutlichsten spürst,
Als Deinen Ankerpunkt.
Lass die Aufmerksamkeit dort ganz sanft ruhen.
Spüre das Heben und Senken.
Nimm den Rhythmus der Atmung wahr.
Lang oder kurz.
Tief oder flach.
Immer wieder schweift der Geist dabei ab,
Verstrickt sich in Gedanken,
Kommentaren oder Bildern.
Das ist kein Problem.
Sobald Du es bemerkst,
Nimm die Ablenkung wahr,
Lass sie gehen und bring die Aufmerksamkeit sanft zurück zu Deinem Ankerpunkt.
Es gibt nichts zu tun,
Nichts zu erreichen.
Wenn Du magst,
Genieße die Atmung.
Lass Dich von den sanften Wellenbewegungen beruhigen.
Einatmen,
Du spürst,
Du atmest ein.
Ausatmen,
Du spürst,
Du atmest aus.
Kannst Du Dir bewusst werden,
Dass Du über die Atmung mit der Welt verbunden bist?
Dass in diesem Moment Milliarden von Lebewesen atmen müssen,
Um zu leben?
Dir bewusst werden,
Dass alle Lebewesen sich nach Glück sehen und Freiheit von Leid und wir trotzdem immer wieder mit Herausforderungen und Schmerz konfrontiert sind?
Werde Dir bewusst,
Dass Du eingebunden bist in dieses große Ganze.
Und immer wieder verlierst Du Dich in Gedanken.
Das ist die Natur des Geistes.
Kein Problem.
Sobald Du die Ablenkung bemerkst,
Lass sie sanft gehen und komme freundlich zurück zum Atem,
Zum Ankerpunkt.
Und nun löse den Fokus von der Atmung.
Lass die Aufmerksamkeit weich und weit werden.
Und erlaube Deinem Geist für einige Momente zu machen,
Was er will.
Lass ihn denken,
Träumen.
Und zum Ende der Meditation bringe die Aufmerksamkeit noch einmal zum Körper.
Spüre Kontaktpunkte.
Gewicht.
Nimm Geräusche wahr.
Den Raum,
Der Dich umgibt.
Und mit einem tieferen Atemzug öffne langsam die Augen,
Falls sie geschlossen waren.
Nimm Dir einen Moment,
Um nachzuspüren.
Danke,
Dass Du heute mit mir geübt hast.
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Folge Achtsamkeit auf Insight Timer.
Ich freue mich darauf,
Dich zu begleiten.
Bis dahin.
Pass gut auf Dich auf.
