
Warum Meditation in der Gefühlsarbeit nicht ausreicht.
Wie wir uns fühlen, das bestimmt unser Gehirn. Aber eben nicht nur. Eine regelmäßige Meditations-Praxis ist für unsere gesunde Gefühlsregulation mit Sicherheit ein Muss. Aber für die Gefühlsarbeit alleine reicht sie nicht aus. Im dritten Teil unserer Reihe über Emotionen zeige ich dir, was deine tägliche Praxis noch beinhalten muss, um gefühlsstark zu sein.
Transkription
Du hörst Mindful Minutes mit mir Daniela Barchasch,
Der Gründerin von Evakuera Coaching und des Mindful Members Clubs.
Jede Woche spreche ich mit dir darüber,
Wie du dein Leben grundlegend bewusster positiv gestalten kannst,
Auch wenn die Umstände und Vorbedingungen nicht unbedingt so prickelnd sind.
Und das Ganze machen wir auf der Basis von Persönlichkeitsentwicklung durch Meditation und Achtsamkeit und der buddhistischen Psychologie.
Wie kannst du also ein glückliches Leben leben?
Denn das ist meiner Meinung nach überhaupt kein Zufall.
Und du kannst das auch und ich bin hier,
Um dir das zu zeigen.
Hallo ihr Lieben,
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mindful Minutes mit mal wieder einer besonderen Stimme,
Weil ich mal wieder erkältet war.
Aber so ist einfach die Zeit momentan und was du nicht sehen kannst,
Ich sitze in meinem neuen Büro,
In unserem neuen Haus.
Irgendwo in der Ecke,
Weil vor mir stapeln sich die Kartons und die Möbel und ja all das,
Was Evakuera eben auch noch ausmacht.
Und ich habe jetzt hier meine kleine Podcast-Ecke aufgebaut und freue mich,
Dass wir am Wochenende das hier wirklich zu einem Büro werden lassen,
Beziehungsweise Schrägstrich Wohlfühlzone,
Weil es nicht nur einfach ein Schreibtisch ist und ein Schrank und das Podcast-Studio,
Sondern eben auch hier eine bequeme Couch hinkommt und ja schöne Möbel rein.
Einfach dieser Ort,
Wo ich mich wirklich,
Wirklich wohlfühlen möchte.
So,
Wo befinden wir uns gerade?
Wir haben den dritten Teil unserer großen Reihe über Emotionen.
Denn Emotionen,
Ja das können wir so gar nicht wirklich gut,
Sondern wir sind hier so,
So stark in unserem Leben auf Autopilot,
Dass unsere Emotionen uns viele große Probleme bereiten.
Letzte Woche ging es darum,
Dass wir alle unsere Emotionen zu unseren besten Freunden machen sollten,
Zu unserem Verbündeten anstelle von unseren Feinden.
Wenn du sie noch nicht gehört hast,
Dann hör sie dir sehr,
Sehr gerne an.
In dieser Woche möchte ich gerne mit dir darüber reden,
Warum Meditation alleine nicht ausreicht.
Vielleicht sagst du,
Das ist doch ein Podcast über Meditation,
Aber eben nicht nur.
Wenn du mit Eva Kura schon Kontakt hattest,
Wenn du mit uns schon gearbeitet hattest,
Dann weißt du,
Dass eben etwas ganz,
Ganz Essentielles bei uns eine Rolle spielt und das ist das Thema Körperarbeit.
Klar,
Der Podcast ist voller Meditation und guter Meditation,
Aber Meditationen reichen alleine nicht aus,
Um deine Gefühlswelt in den Griff zu bekommen.
Und das ist ganz,
Ganz wichtig zu verstehen.
Ich möchte dir erst mal allerdings mit dir einen Blick darauf werfen,
Wie wir Meditation nutzen können,
Wie wir nämlich unseren Kopf nutzen können,
Um an unsere Emotionen ranzukommen.
Das ist nämlich das,
Was die allermeisten von uns wollen.
Das ist das,
Wo fast alle Menschen stehen,
Mit denen ich zusammenarbeite.
Selbst wenn sie mal die eine oder andere Yoga Praxis gemacht haben,
Aber sie wissen nicht,
Was Körperarbeit wirklich bedeutet als Schlüssel zu dir oder als Werkzeug dafür,
Dass du eben auch an deinen psychischen Themen arbeiten kannst.
Also das,
Was wir bei Eva Kura machen.
Meditation wirkt sich natürlich,
Und da habe ich schon so,
So viele Folgen drüber gemacht,
So positiv auf deinen Kopf aus,
Dass wir den präfrontalen Kortex,
Also den vorderen Bereich deines Gehirns stärken.
Und das ist so die rationale Seite.
Das ist die Seite,
Die in dir etwas regulieren kann und zwar dein Gefühlzzentrum,
Das limbische System regulieren kann.
Es gibt nicht ein Gefühlzzentrum,
Aber wir wissen,
Okay,
Hier aus diesem Bereich kommen besonders viele Gefühle,
Besonders viele Emotionen.
Und wenn wir eben regelmäßig meditieren,
Dann merken wir,
Dass wir gelassener werden,
Weil wir den präfrontalen Kortex stärken,
Den vorderen Bereich,
Der das limbische System so ein bisschen an die Hand nimmt,
Beziehungsweise ein klein wenig betäubt.
Und das ist auch wichtig,
Dass wir eben mehr auf diese Metaebene kommen.
Und Meditation können wir gerne über den Kopf machen,
Ja,
Also das ist zum Großteil reine Kopfarbeit.
Es gibt auch Meditationstechniken,
In die nehmen wir den Körper mit rein,
Aber von denen spreche ich gerade nicht.
Das ist das eine,
Das hilft toll,
Das hilft gut,
Aber es ist nicht das Letzte,
Was wir machen können.
Es ist nicht der absolute Game Changer,
Der gehört auch mit dazu,
Aber wir müssen eben mehr machen.
Und ich habe dir das schon vorweggenommen,
Denn unsere Emotionen sitzen in unserem Körper.
Und das erzähle ich dir gleich und erkläre ich dir,
Was hier passiert.
Das heißt,
Wenn wir gefühlstark werden wollen,
Wenn wir mit unseren Gefühlen gut klarkommen wollen,
Die gut spüren,
Heißt das,
Das können viele gar nicht,
Sie damit auch rauslassen,
Das können viele nicht,
Auch nicht,
Die unterdrücken sie viel lieber.
Oder aber sie trauen sich nicht,
Sie rauszulassen,
Aus irgendwelchen Gründen.
Oder sie sind sowieso taub und haben das Gefühl,
Okay,
Da ist gar kein guter Zugang.
Oder aber die Gefühle übermannen sie regelmäßig.
Dann bedeutet das,
Dass wir auf jeden Fall Gefühlsarbeit zu leisten haben.
Wir müssen also auch über den Körper gehen,
Über die Körperarbeit,
Wenn wir unsere Gefühle gesund begleiten wollen.
Und das ist schon alleine deswegen sehr sehr sinnvoll,
Weil wir,
Klar,
Wir haben uns alle taub gemacht,
Wir sind alle sehr verkopft,
Unser Körper ist taub,
Was dazu geführt hat,
Dass unser Nervensystem ziemlich sich selbst überlassen war.
Kein Kind ist früher,
Als wir Kinder waren,
Darin begleitet worden,
Dass sie sich so gut mit ihren Emotionen auskennen und auch rauslassen,
Dass ihr Nervensystem im Balance war.
Das ist ganz anders gewesen bei uns,
Sodass wir viele Gefühlen hatten oder Gefühlen ausgesetzt waren,
Die wir überhaupt nicht regulieren konnten und die in diesem Nervensystem quasi mit drin waren.
Ein Nervensystem,
Was darauf gepolt ist,
Auf ähnliche Situationen heute noch genau so zu reagieren,
Mit dieser selben Gefühlswelt,
Die wir als Kinder hatten.
Was sehr schade ist,
Weil wir haben zum Beispiel einen Konflikt und wir ziehen uns zurück oder wir reagieren über,
Also werden von unseren Emotionen übermannt,
Weil wir es einfach nie gelernt haben aus unserer Kindheit raus.
Das heißt,
Unser Nervensystem funktioniert so ziemlich auf Autopilot.
Und das ist schade,
Denn es gibt dutzende Situationen,
Was sich immer wieder bemerkbar macht und uns in irgendeine Richtung drängt.
Das heißt fight or flight or freeze.
Bei mir ist es sehr gerne freeze.
Ich renne nicht weg,
Ich kämpfe auch nicht,
Sondern es ist einfach eine wahnsinnige Schockstarre.
Und früher habe ich nicht verstanden und kenne es auch von Klienten von mir,
Warum wir einfach kein Wort rauskriegen.
Derjenige überschreitet doch unsere Grenze.
Wir müssen doch etwas sagen,
Aber wir können es einfach nicht,
Sondern wir gucken tatenlos zu.
Und das geht natürlich auch in die andere Richtung.
Ich renne weg oder ich reagiere über.
Das heißt,
Ich fange gleich an zu kämpfen,
Obwohl das vielleicht nicht angebracht ist.
Und dann sehen wir,
Unser Nervensystem ist nicht im Reinen mit sich,
Ist nicht in Balance und auf Autopilot schubst es uns immer wieder im Leben in bestimmte Richtungen,
Was unsere Emotionen betrifft.
Das heißt,
Es bestimmt,
Wie wir uns fühlen.
Und das ist absolut schade,
Weil wir so nicht aus diesen Prägungen rauskommen,
Die wir ja in unserer Kindheit vielleicht als Schutzstrategie hatten,
Die uns aber heute nichts mehr bringt.
Dann haben wir natürlich auch noch eine andere Ebene im Körper.
Wir haben viele Ebenen,
Aber zum Beispiel auch die Ebene unserer Hormone,
Die beeinflussen natürlich auch,
Wie es uns geht.
Dann beeinflusst,
Wenn wir wieder auf die Körperebene gucken,
Das fasziale System,
Wie es uns geht.
Das heißt,
Haben wir irgendwelche Spannungen,
Verspannungen irgendwo,
Ist irgendetwas hart oder sind meine Schultern entspannt,
Ist mein Kiefer entspannt,
Ist mein Kopf entspannt,
Bin ich gleich viel gelassener oder ist einfach alles sehr schwer und sehr eng und sehr hart.
Diese Ebene ist auch noch wichtig.
Und wenn wir dann noch weitergehen,
Dann wissen wir,
Dass wir auf der feinstofflichen Ebene auch viele Blockaden haben,
Die sich auf unser Fühlen auswirken.
Das heißt,
Du folgst mir bis jetzt und du wirst ganz klar mir zustimmen,
Dass du sagst,
Meditation alleine reicht nicht aus.
Ich bewundere das immer,
Mönche,
Gerade buddhistische Mönche,
Und finde es gleichzeitig schade,
Dass sie so sehr über den Kopf gehen und ihren Körper gar nicht wirklich benutzen,
Außer eben zur Arbeit oder Dinge zu verrichten oder anderen Menschen zu helfen.
Aber da ist nicht,
Wie zum Beispiel im Yoga,
Diese körperliche Balance mit drin.
Und die finde ich absolut essentiell.
Denn wir wollen aufhören,
Dass unsere Reaktionen und emotionalen Reaktionen einfach auf Autopilot geschehen,
Sondern wir wollen in Anführungsstrichen die Kontrolle über unsere Emotionen wiederbekommen.
Und das geht nur über den Körper und dafür brauchen wir Körperarbeit.
Ich habe auch zwei Beispiele für dich,
Die kommen aus meinem eigenen Leben.
Wenn du diesem Podcast schon länger folgst,
Dann weißt du,
Dass ich unter Bedingungen groß geworden bin,
Die eher schwierig waren.
Unter anderem hatte meine Familie eben wahnsinnig wenig Geld.
Und diese Angst meiner Mutter,
Diese Schockstarre,
Dieser wahnsinnige Stress,
Wenn wir mal wieder irgendwie fast,
Ja wie soll man sagen,
Fast gegen die Wand gefahren werden,
Weil sie mit Geld überhaupt nicht umgehen konnte,
Viel zu viele Schulden gemacht hatte.
Mein Stiefvater viel Alkohol getrunken hat,
Die beiden viel geraucht haben.
Und am Ende des Monats,
Und das war so ungefähr so schon am 10.
Eines jeden Monats,
War halt einfach überhaupt kein Geld mehr da.
Und dieser Stress meiner Mutter,
Den habe ich immer gespürt.
Und wenn was kaputt gegangen ist,
Mein Standardbeispiel hier ist die Waschmaschine,
Aber auch eben wenn das Auto kaputt gegangen ist,
Dann habe ich das so sehr wahrgenommen,
Weil ich so feinfühlig war und das habe ich mit wahnsinnigen Stress verbunden.
Und diesen Stress habe ich mit in meinen Alltag genommen.
In meinem Erwachsenenleben habe ich den Stress auch mitgenommen.
Und obwohl ich für mich gut sorgen konnte,
Gut mit Geld umgehen konnte,
Gab es immer wieder diese Momente,
Wo die Welt in mir zusammengeklappt ist,
Weil ich dachte,
Wow,
Das könnte jetzt passieren.
Und neulich,
Das ist das perfekte Beispiel,
Hatte ich einen Unfall.
Ich bin wirklich rückwärts gegen Pfeiler gefahren.
Du wirst dich fragen warum.
Ich kann es dir nicht beantworten.
Ich war einfach so sehr in dem Moment im Denken drin.
Es ist gar nichts passiert außer dem Auto.
Und das ist keine Kleinigkeit.
Das ist eine Menge.
Also es sind drei Teile am Auto,
Die schon mal komplett neu gemacht werden müssen.
Also es ist jede Menge.
Und ich war total entspannt.
Ich habe mir selbst in diesem Moment schon verziehen.
Das ist auch ein anderer Weg,
Den ich hier mit Sicherheit gegangen bin.
Das geht zum Thema Selbstwert.
Sprechen wir auch in diesem Podcast drüber.
Aber dieser Bereich,
Dieses Finanzielle,
Was mir durchaus bewusst war,
Was passiert jetzt.
Und wir sind gerade umgezogen.
Wir haben gerade ein Haus gebaut.
Also wir können unser Geld echt in andere Dinge investieren.
Das ist nicht so,
Dass wir in Geld schwimmen,
Dass ich deswegen sagen kann,
Wow,
Ich war total entspannt.
Nein.
Ich habe in mir losgelassen.
Diese Antwort darauf auf Autopilot,
Diese Gefühlswelt,
Die aufkommt,
Wenn wir eine finanzielle Herausforderung haben könnten.
Einfach nur könnten.
Und das ist das,
Von dem ich möchte,
Dass du das auch schaffst.
Die Gefühlswelten in dir entdecken und diese transformieren.
Und dann war das so,
Dass nachmittags Klara,
Meine Tochter Klara ist fünf Jahre alt,
Aus dem Kindergarten nach Hause kam und sie stand vor dem Auto.
Und sie,
Oh,
Das ist ja kaputt.
Und ich stand entspannt neben ihr und mein Mann auch.
Und ja,
Und dafür gibt es Lösungen.
Da haben wir eine Versicherung,
Die kann es bezahlen.
Klar,
Wir haben auch Eigenanteil und sowas alles.
Also das ist nicht so,
Dass es uns nicht betrifft.
Aber wir konnten ihr das entspannt sagen.
Und so geht diese Panik auf sie nicht über,
Mit der ich groß geworden bin.
Nicht mal eine subtile Panik,
Weil ich nichts in mir gespürt habe in diese Richtung.
Sondern Gelassenheit.
Wir kriegen das hin.
Ein anderes Beispiel.
Und es geht in eine etwas andere Richtung,
Vielleicht als du denkst.
Wir sind gerade in ein neues Haus gezogen.
Wir haben dieses Haus gekauft.
Wir haben uns Jahre Gedanken gemacht über dieses Haus.
Und jetzt realisiert sich alles.
Und es ist wirklich,
Wirklich schön geworden.
Also wir wollen ein Haus,
Einfach und hochwertig,
Aber auch Naturmaterialien,
Ruhe und Stille.
Und Minimalismus drückt es aus.
Und das hat sich jetzt verwirklicht.
Und irgendwie dachte ich immer,
Dann stehe ich hier und flippe ich aus und freue mich so sehr über alles.
Und ich bin ruhig und entspannt.
Aus dem Grund,
Weil ich auch hier losgelassen habe.
Ich kann es genießen.
Ich fühle mich wohl.
Aber früher,
Das macht meine Familie,
Konsum ist so,
So wichtig,
War Konsum verbunden damit,
Dass ich etwas in mir kompensiere.
Das Fröhliche,
Was ich sonst nicht hatte.
Die Erfüllung,
Die ich sonst nicht hatte,
Die wir uns natürlich nur oberflächlich damit in Anführungsstrichen erkaufen können.
Mit Konsum.
Und das hat sich verändert.
Es darf da sein.
Ich freue mich darüber.
Aber es ist kein Grundpfeiler meines Lebens,
Dieses Haus hier.
Ich habe so viel Freude in meinem Leben,
So viel Nähe,
So viel Erfüllung,
Dass das hier ein Add-on ist.
Aber es ist keine Kompensation für irgendetwas.
Und das ist etwas,
Was ich auch für dich möchte.
Dass du loslässt,
Die Emotionen,
Die Gefühle,
Die du kompensierst,
Die du dir erkaufst durch Essen,
Durch Alkohol,
Durch andere Süchte,
Durch Rauchen,
Durch Konsum,
Durch Social Media.
Einfach ganz klar und ruhig bei dir ankommst.
Annehmen kannst,
Was ist,
Regulierst,
Was sich nicht gut anfühlt und wirklich loslassen kannst.
Auf jeder Ebene.
Und dann danke ich dir,
Dass du heute deine so wertvolle Zeit mit mir verbracht hast.
Bis zum nächsten Mal.
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