
Weck den Frühling in Dir — jetzt ist es Zeit für Veränderung!
Endlich! Der Frühling ist da! Die Tage werden länger, das erste Grün streckt seine zarten Spitzen dem Licht entgegen. Überall Neuanfang, überall Wachsen und Werden nach der gefühlten langen, grauen Ewigkeit. Kein Wunder, dass sich mit dem Frühling auch in uns die Sehnsucht nach Veränderung wächst. Vielleicht fühlst Du ja auch gerade so einen inneren Drang, Altes loszulassen, Grenzen zu durchbrechen und die innere Lebendigkeit und die Lebensfreude wiederzuentdecken?
Transkription
Leben,
Lieben,
Lassen – der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel Hallo,
Schön,
Dass Du da bist bei Leben,
Lieben,
Lassen – der Podcast.
Ich bin Claudia und in diesem Artikel möchte ich Dir zeigen,
Wie machtvoll unsere Gedanken wirklich sind und wie Du das Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen positiv für Dich nutzen kannst.
Ich möchte Dich auch gerne zu einem kleinen Experiment einladen,
Bei dem Du Erstaunliches entdecken kannst.
Achte darauf,
Wie Du mit Dir sprichst,
Denn Du hörst Dir zu.
Über sich selbst erfüllende Prophezeiungen und die Macht Deiner Gedanken.
Es ist noch gar nicht lange her,
Da hat eine Klientin in einer Sitzung zu mir gesagt,
Also ich gehe erstmal einmal vom Allerschlimmsten aus und wenn es dann doch besser kommt als gedacht,
Dann freue ich mich.
Tja,
Ist jetzt nicht ganz unlogisch und als ich gefragt habe,
Wie oft kommt es denn besser als gedacht,
Da hat sie gesagt,
Naja,
Eher selten,
Meistens behalte ich leider recht,
Deshalb bin ich ja da.
Schwarzmalen kann eine richtige Lebensphilosophie sein und sie funktioniert auch erstaunlich gut.
Wenn Du erstmal mit dem falschen Bein aufgestanden bist,
Dann kann der Tag eigentlich nur noch mies weitergehen,
Oder?
Zu spät aus den Federn,
Schlechte Laune,
Ins Büro gehetzt,
Natürlich Stau,
Die Unterlagen vergessen,
Mist,
Der neue Kollege nervt heute ganz besonders,
Die Kunden sind irgendwie anstrengend und der Chef,
Der guckt auch irgendwie unfreundlich und wer weiß,
Was er im Schilde führt.
Beim Einkaufen auf dem Nachhauseweg gerittst Du dann auch noch an diese unglaublich unfreundliche Verkäuferin und zu Hause wartet heute sicher auch nichts Gutes mehr auf Dich,
Ist eben ein richtiger Scheißtag,
Das war ja heute Morgen schon klar.
Also ich bin sicher,
So oder so ähnlich,
Hast Du das auch schon erlebt und es ist ganz einfach so.
Wie wir an eine Sache herangehen,
So erleben wir sie meistens auch.
Also unsere Erwartungen und Befürchtungen beeinflussen unsere Art und Weise,
Wie wir etwas erleben.
So weit,
So gut.
In der Theorie,
Wie gesagt,
Ist uns das allen klar.
In der Psychologie ist dieses Phänomen auch bestens bekannt,
Es gibt zahlreiche Studien zum Thema self-fulfilling prophecy.
Da gab es unter anderem zum Beispiel ein Experiment,
Da hat man Lehrern gesagt,
Dass einige Schüler in einer bestimmten Klasse sehr,
Sehr klug seien,
Dass von denen sehr viel zu erwarten wäre.
Und denselben Lehrern sagte man auch,
Welche Schüler in der Klasse nur mittelmäßig seien.
Tja,
Was glaubst Du,
Nach mehreren Monaten hatten sich die Erwartungen erfüllt.
Die Schüler,
Von denen die Lehre geglaubt hatten,
Dass sie besonders klug wären,
Die hatten ausgezeichnete Noten und die als mittelmäßig benannten Schüler,
Die lagen mit ihren Noten unter dem Durchschnitt.
Der Haken an der Sache ist allerdings,
In Wirklichkeit hatten zur Beginn des Experiments alle den gleichen Wissensstand und die gleichen Leistungen.
Tja,
Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung.
Eigentlich wunderbar,
Denn das funktioniert nicht nur in negativer,
Sondern auch in positiver Hinsicht.
Hast Du Lust,
Es einmal selbst auszuprobieren?
Dann ist dieser Artikel für Dich.
Versteh mich nicht falsch,
Es geht mir nicht darum,
Alles rosarot zu malen,
So in der Weise,
Du musst das nur positiv sehen und so weiter.
Ich sag's ganz ehrlich,
Von dieser Art positiven Denkens halte ich wenig.
Mir geht es vielmehr darum,
Zu zeigen,
Wie machtvoll unsere Gedanken tatsächlich sind und wie Du das Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen auch positiv für Dich nutzen kannst.
Am Ende dieser Episode lade ich Dich zu einem kleinen Experiment ein,
Bei dem Du wirklich Erstaunliches entdecken kannst,
Wenn Du Dich darauf einlässt.
Es gibt da eine ganz wunderbare Geschichte vom Mann mit dem Hammer.
Sie stammt von Paul Watzlawick,
Nachzulesen im Buch Anleitung zum Unglücklichsein.
Und daran ist das Phänomen des Schwarzmalens ganz wunderbar beschrieben.
Es geht da also um einen Mann,
Der ein Bild aufhängen will,
Den Nagel hat er,
Aber nicht den Hammer.
Der Mann beschließt also,
Zu seinem Nachbarn zu gehen und sich einen Hammer auszuborgen.
Doch da kommen ihm Zweifel.
Was,
Wenn der Nachbar mir den Hammer nicht geben will?
Schon gestern grüßte er mich nur ganz flüchtig.
Vielleicht war er in Eile,
Vielleicht hat er aber auch was gegen mich.
Und was?
Ich hab ihm doch gar nichts getan.
Der bildet sich dann nur etwas ein.
Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte,
Ich gebe es ihm sofort.
Und warum er nicht?
Wie kann er einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen?
Leute wie er vergiften einem das Leben.
Und dann bildet er sich auch noch ein,
Ich sei auf ihn angewiesen,
Weil er einen Hammer hat.
Jetzt reicht es mir aber wirklich.
Und so stürmt er hinüber,
Läutet,
Der Nachbar öffnet.
Doch noch bevor er guten Tag sagen kann,
Schreit ihn unser Mann an.
Behalten Sie doch Ihren Hammer,
Sie Rüppel!
Ja,
Nicht schlecht,
Oder?
Da hat sich der Mann ohne Hammer wirklich ganz schön in seine Gedanken reingestresst.
Und auch diese Geschichte beweist ganz wunderbar,
Unsere Gedanken sind nicht die Realität.
Wir denken und bewerten eine Situation und verhalten uns dann so,
Als wäre sie wahr,
Weil wir das ganze Jahr in unserem Kopf schon vorweggenommen bzw.
Uns ausgemalt haben.
Wir verhalten uns also zu unseren eigenen Gedanken,
Nicht zu dem,
Was wirklich passiert,
Also zur Realität.
Wir bauen gewissermaßen eine Privat-Wirklichkeit,
Die nur in unseren Gedanken existiert,
Die wir aber für wahr und ganz real halten.
Das ist wie ein Abbild der Wirklichkeit in unserem Kopf.
Und das sorgt im schlechtesten Falle dafür,
Dass unsere Erwartungen eintreten,
Weil wir uns ja genauso verhalten,
Als wären sie existent.
Du willst noch ein Beispiel?
Hier ist es.
Wenn ich davon ausgehe,
Dass die unfreundliche Nachbarin heute eh nicht grüßen wird,
Dann gehe ich selbst auch grußlos und hoch erhobenen Hauptes an ihr vorbei und denke,
Was für eine unhöfliche Person.
Und dabei übersehe ich wahrscheinlich,
Dass sie mir die ganze Zeit schon erwartungsvoll entgegenblickt.
Genau genommen,
Wenn ich ehrlich bin,
Hat sie keine Chance,
Ich habe ihr Verhalten schon vorweggenommen,
In einem Film in meinem Kopf,
Genau wie in der Geschichte vom Mann mit dem Hammer.
Hm.
Vielleicht ist es auch deine Freundin,
Die sich irgendwie komisch verhält,
Sich zurückzieht und irgendwie anders ist als sonst.
Was habe ich ihr denn getan,
Denkst du vielleicht und fühlst dich schlecht.
Den ganzen Tag verfolgen dich diese Gedanken und du hast Fragezeichen im Kopf.
Nur Fragen.
Fragen willst du sie nicht.
Wer weiß,
Was sie mir dann vorwirft oder was ich falsch gemacht habe.
Hm.
Das fühlt sich alles gar nicht gut an.
Du ziehst dich zurück.
Du weißt nicht,
Wie du dich verhalten sollst.
Einen Tag später fragt deine Freundin dich,
Ob sie dir irgendetwas getan hätte,
Weil du dich so komisch verhalten würdest.
Hm.
Dabei hat sie doch ein Problem mit ihrem Partner und braucht ganz dringend deine Hilfe.
Mensch,
Wenn du das gleich gewusst hättest.
Und wie kannst du es anders machen?
Wie wäre es damit?
Gedanken denken ist etwas anderes als Gedanken glauben.
Wenn du also unsicher bist,
Warum ein Mensch oder eine Situation sich schwierig verhält oder woran du hier eigentlich bist,
Dann kannst du ganz genau folgendes tun.
Erstens,
Frage dich,
Was genau dich jetzt an dieser Situation so traurig macht bzw.
Was du befürchtest.
Finde den Gedanken im Hintergrund deines Verstandes,
Der dich traurig macht oder leiden lässt.
Hier ein Beispiel.
Deine Freundin verhält sich seltsam zu dir und du wirst unsicher und das bedeutet für dich das?
Stell dir einfach diese Frage.
Was bedeutet das für mich?
Die Antwort könnte zum Beispiel sein,
Ich befürchte,
Dass sie sauer auf mich ist und mich ablehnt.
Das ist der Satz,
Der dich traurig macht und dich leiden lässt.
Das ist nämlich deine Bewertung der Situation,
Von der du glaubst oder annimmst,
Dass sie wahr ist.
Und diesen Satz,
Der dich traurig macht,
Den gilt es herauszufinden.
Aber diese Bewertung ist nur eine Möglichkeit,
Über diese Situation zu denken.
Also nur eine Möglichkeit,
Wie man die Situation betrachten könnte.
Deshalb ist die nächste Frage außerordentlich wichtig.
Zweitens,
Wie könnte es noch sein?
Welche Möglichkeiten könnte es noch geben,
Warum sich deine Freundin so merkwürdig verhält?
Denk einfach nach und überleg dir zwei,
Drei andere Bewertungen der Situation.
Zum Beispiel,
Sie ist heute nicht so gut drauf.
Vielleicht hat sie ein Problem.
Oder sie könnte Stress haben mit ihrem Mann.
Oder sie hat Ärger mit ihrem Chef gehabt.
Dritte Frage,
Könnte das auch wahr sein?
Geh deine Vermutungen durch und frag dich,
Was davon auch wahr sein könnte.
Spüre in dich hinein,
Ob es Ja oder Nein in dir sagt.
Was stellst du dabei fest?
Welche Wahrheit oder welche Bewertung der Situation möchtest du glauben?
Und wie fühlt sich das an?
Viertens,
Überprüfe deine Vermutungen.
Jetzt hast du verschiedene Bewertungen ein und derselben Situation.
Geh zu deiner Freundin und frag sie.
Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist schließlich die Kommunikation.
Und vielleicht hat sie ja genau darauf gewartet.
Wenn du diese kleine Übung ausprobierst,
Kannst du Erstaunliches feststellen.
Ich bin sehr gespannt und freue mich,
Wenn du mir von deinen Erlebnissen berichtest.
Hier also nochmal kurz die Zusammenfassung.
Wenn du merkst,
Dass du traurig bist oder leidest oder eine Situation dir sehr zu schaffen macht,
Frage dich,
Was genau macht mich jetzt an dieser Situation traurig,
Was genau verletzt mich und was bedeutet das für mich?
Zweitens,
Wie könnte es noch sein?
Welche Möglichkeiten findest du noch heraus,
Um diese Situation zu beurteilen?
Drittens,
Könnte das auch wahr sein?
Geh deine Vermutungen und Bewertungen durch.
Und viertens,
Überprüfe deine Vermutungen.
Frag einfach nach.
Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.
So kannst du also der Wahrheit auf die Spur kommen,
Wenn es darum geht,
Menschen oder Situationen zu beurteilen.
Eine andere tolle Methode ist The Work von Byron Katie und darauf werde ich gerne ein andermal eingehen.
Die selbsterfüllende Prophezeiung wirkt aber nicht nur bei Gedanken,
Die du über andere oder über Situationen hast,
Denn genauso wirksam ist das Phänomen auch bei den oft unbewussten Gedankenmustern und Bewertungen,
Die du über dich selbst hast.
Und glaub mir,
Davon gibt es jede Menge.
In Coaching und Beratung erlebe ich immer wieder,
Wie destruktive Glaubenssätze und Erwartungshaltungen Klienten davon abhalten,
Das Leben zu führen,
Das sie gerne hätten.
Es ist ein bisschen so,
Als gibt es da eine Stimme in ihrem Kopf,
Die ihnen Sätze sagt wie diese,
Ich bin nicht gut genug.
Oder ich werde nie eine glückliche Beziehung haben.
Oder ich bin nicht wichtig genug,
Andere interessieren sich nicht für mich.
Es ist der innere Kritiker,
Der einen davon abhalten will,
Etwas Neues zu versuchen,
Etwas zu wagen,
Sich zu verändern.
Aber diese Stimme,
Die uns pausenlos die Beine stellen will,
Ist nicht real.
Sie ist eine Konstruktion in deinem Kopf.
Wenn du ihr glaubst,
Wirst du es gar nicht erst versuchen,
Eine Veränderung anzugehen,
Weil du doch eh schon vorher weißt,
Dass du scheitern wirst.
Und genau dann wirst du Recht behalten.
Du bekommst,
Was du erwartest.
Zum Glück geht es aber ja auch anders.
Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten,
Einengende,
Destruktive Denk- und Verhaltensmuster herauszufinden und aufzulösen,
Sodass du dir nicht mehr selber im Weg stehen musst.
Das Problem an diesen Glaubenssätzen ist,
Dass sie unbewusst agieren,
Das heißt du merkst gar nicht,
Dass du in einer bestimmten Weise denkst und dich danach verhältst.
Es geht also darum,
Diese Glaubenssätze aufzuspüren.
Und ich bin wirklich immer wieder sehr begeistert und glücklich,
Wenn ich sehe,
Welchen Durchbruch das Aufspüren und Verwandeln solcher Denk- und Verhaltensmuster bei Klienten haben kann und welche unglaubliche Energie dabei freigesetzt wird.
Und wenn du möchtest,
Kannst du selbst anhand eines kleinen Experiments nachprüfen,
Ob das auch für dich gilt.
Hast du Lust darauf?
Okay,
Hier kommt es.
Nimm dir einfach ein Blatt Papier und schreib mal auf,
Welche negativen Gedanken du über dich selbst hast.
Lass dir ruhig eine Weile Zeit,
Da wird sich sicher was finden lassen.
Und als kleinen Hinweis habe ich hier mal eine Parade an selbstabwertenden Gedanken zusammengestellt,
Die es besonders häufig in Frauen denkt.
Da hätten wir zum Beispiel,
Tata,
Ich bin nicht liebenswert oder ich werde nicht geliebt.
Ich bin nicht schön genug,
Ich bin nicht klug genug oder mich nimmt niemand so richtig ernst.
Was immer es ist,
Ich bin sicher,
Du findest deinen ganz persönlichen leidvollen Gedanken,
Den dein innerer Kritiker besonders gerne zu dir sagt.
Und wenn du das getan hast,
Denk mal darüber nach,
Welche Beweise du dafür findest,
Dass du zum Beispiel nicht schön,
Nicht liebenswert oder nicht gut genug bist.
Was genau sagt dir,
Dass es so ist?
Woran merkst du das?
Schreib mindestens drei Beweise unter deinen leidvollen Glaubenssatz.
Und ich wette,
Du könntest hunderte Beweise anführen.
Und damit kommen wir zu Punkt Nummer 2.
Dreh jetzt deine Aussage ins Gegenteil um.
Bitte erschreck nicht gleich,
Es ist ja nur ein Experiment,
Also keine Panik.
Schreib einfach hin,
Ich bin schön genug.
Ich bin liebenswert,
So wie ich bin.
Schreib einfach die Umkehrung deiner ursprünglichen Aussage ebenfalls auf und lass darunter Platz,
Du wirst ihn noch brauchen.
Punkt Nummer 3.
Dein Experiment dauert 72 Stunden.
Schreib dir die Deadline auf dein Blatt Papier.
In diesen 72 Stunden wirst du einfach nur beobachten,
Welche Beweise du findest,
Die deine positiv umgekehrte Aussage beweisen könnten.
Und ich möchte dich bitten,
Sei dabei wirklich neutral,
Wie ein Wissenschaftler.
Es geht nicht darum,
Irgendetwas vorwegzunehmen,
Du beobachtest einfach nur das Experiment.
72 Stunden lang wirst du jeden Beweis sammeln und unter deine positiv umgekehrte Aussage schreiben.
Der Busfahrer lacht dich an,
Der Chef lobt dich,
Dein Mann ist besonders liebevoll zu dir.
Aha,
Schreib's einfach auf,
Du machst ja schließlich ein Experiment.
Also sei bitte genau und achte auf jedes Detail,
Ich verlasse mich auf dich.
Tja,
Und da bin ich mal sehr gespannt,
Was du dabei erlebst und freue mich,
Wenn du mir schreibst.
Ich wünsche dir spannende Zeit.
Treffen Sie Ihren Lehrer
